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Kaninchen frei im Garten? auf Kaninchen Forum

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  • 1 Post By Diabi

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Benutzerbild von Stephanie P.
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 17.04.2015
Beiträge: 405
Stephanie P. befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 02.08.2017, 22:14

Hallo und herzlich willkommen im Kaninchenforum!

Zitat:
Zitat von Sunflowers Beitrag anzeigen
2. Gibt es jede Menge giftige Pflanzen im Garten (Hortensie, Blauregen, Goldregen und wer weiß, was noch, bin nicht so der Botaniker). Die beiden sind ja nicht viel draußen und kriegen leider auch nicht wirklich viel Wiese oder so, können die das dann selektieren? Im Beet sind manche Pflanzen auch gespritzt, aber so Zierpflanzen sollen die wahrscheinlich eh nicht essen.
Ich bin mir nicht sicher, ob wirklich alle Kaninchen mit Sicherheit ihre Futterpflanzen von giftigen Pflanzen unterscheiden können. Ich habe mal gelesen(wahrscheinlich sogar hier im Forum), dass Babies durch die Muttermilch lernen, was sie fressen können. Dementsprechend hängt es dann vom Muttertier ab; ich denke gerade an so typische "Kinderzimmerkaninchen", die ihr Leben lang nur Zoohandlungsfutter bekommen, wie sollen die ihrem Nachwuchs eine gesunde Ernährung nahe bringen?

Unbekannte Pflanzen werden auch gerne mal probiert, die Blätter haben dann ganz charakteristische Bissspuren. Yuccas zum Beispiel sind hier nicht heimisch, in der Regel also neu und sie schmecken nicht, dass weiß ich genau!
Wenn es giftige Pflanzen gibt, lasse die Kaninchen bitte nur unter Beobachtung und in deiner Eingreifreichweite dorthin.
Allgemein: wilde Kaninchen können durchaus 300 verschiedene Pflanzen "erkennen" und "wissen", wieviel sie wovon fressen dürfen.

Was kein Kaninchen wissen kann, ist natürlich, ob Pflanzen mit Gift behandelt wurden. Bitte kläre das unbedingt vorher ab. Es gibt wenige komplett unbedenkliche Spritzmittel (z. B. Para Sommer Öl) und viele, die systemisch wirken. Das heißt, das Gift wird von der Pflanze aufgenommen und erst nach mehreren Wochen abgebaut. Und was Zierpflanzen betrifft: die meisten sind für Kaninchen Delikatessen. Wenn Du mal einen Mitarbeiter im Gartencenter zur Verzweiflung treiben willst, dann frage nach Pflanzen, die nie ein Kaninchen fressen würde ...

Ich finde es echt gut, dass Du deinen Mäusen mehr Auslauf gönnen möchtest, aber wenn Du auf der sicheren Seite sein willst, dann sollte ein großes Gehege halt einen großen, bzw. langen, Zaun haben. Eventuell kann es einfacher sein, die Beete einzuzäunen, dann hat es sich auch mit dem Buddeln unter Büschen erledigt.

Na dann, viel Spaß bei der Gartengestaltung!

Stephanie



__________________
"... Die ganze Welt wird dein Feind sein, Fürst mit tausendfachen Feinden, und wann immer sie dich fangen, werden sie dich töten.
Aber zuerst müssen sie dich fangen, Gräber, Lauscher, Läufer, Fürst der schnellen Warnung. Sei schlau und voller Listen, und dein Volk wird niemals vernichtet werden."

aus: Watership Down (Unten am Fluss) von Richard Adams

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Moderatorin
 
Registriert seit: 13.07.2014
Beiträge: 1.925
Diabi befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 02.08.2017, 23:38

Herzlich willkommen im Kaninchenforum!

Zitat:
Zitat von Stephanie P. Beitrag anzeigen
Ich bin mir nicht sicher, ob wirklich alle Kaninchen mit Sicherheit ihre Futterpflanzen von giftigen Pflanzen unterscheiden können. Ich habe mal gelesen(wahrscheinlich sogar hier im Forum), dass Babies durch die Muttermilch lernen, was sie fressen können. Dementsprechend hängt es dann vom Muttertier ab; ich denke gerade an so typische "Kinderzimmerkaninchen", die ihr Leben lang nur Zoohandlungsfutter bekommen, wie sollen die ihrem Nachwuchs eine gesunde Ernährung nahe bringen?
Ich hatte schon sowohl Kaninchen aus Buchtenhaltung, als auch Tiere aus Zoohandlungen, die sicherlich nie von ihrer Mutter etwas beigebracht bekommen konnten oder gar durch die Muttermilch hätten kennen lernen können, gleichwohl konnten alle wunderbar unterscheiden, welch´Pflanzen superlecker sind und welche doof (Holunder...) oder gar giftig...

Kaninchen "lernen" ihre Nahrung vor allem dadurch kennen, indem sie einen Probebiss machen und so dann einfach testen, ob die Pflanze genießbar ist oder nicht.

Zitat:
Zitat von Stephanie P. Beitrag anzeigen
Was kein Kaninchen wissen kann, ist natürlich, ob Pflanzen mit Gift behandelt wurden.
Selbst da wäre ich mir nicht so sicher. Meine ersten Kaninchen haben sich grundsätzlich geweigert, gekauften Salat zu essen (das war noch in den 80ern, als man wahrscheinlich noch Gift spritzen konnte, wie man wollte...), den Salat aus unserem Gemüsebeet komplett vernichtet...

Grundsätzlich braucht man sich beim Gartenauslauf oder wenn man Wiese ad libitum füttert, weniger Gedanken um Giftpflanzen zu machen, weil die Kaninchen dann selektieren können und im Zweifel nur das fressen, was ihnen auch gut bekommt.

Problematisch wird es dann, wenn nicht mehr selektiert werden kann (z.B. weil man nur Eibe ins Gehege wirft und es sonst nichts fressbares gibt - dann bleibt den Kaninchen ja nichts anderes übrig, als sich zu vergiften oder zu verhungern...) oder wenn es nicht mehr erkennbar bzw. erschmeckbar ist (z.B. Herbstzeitlose im Heu).

Und für Kaninchen sind viele Pflanzen gar nicht so giftig, wie man oft meint: Hortensie wird bei uns zwar nicht gefressen, aber "aus dem Weg geräumt", Thuja, Buchs, Lorbeer, Efeu und sogar Eibe wurden bei uns schon gegessen, ohne das irgendwer auch nur das leiseste Bauchgrimmen hatte...



Stephanie[/QUOTE]




Benutzerbild von Mummels
Ninchen
 
Registriert seit: 19.07.2017
Beiträge: 13
Mummels befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 03.08.2017, 21:44

Zitat:
Zitat von Stephanie P. Beitrag anzeigen
Was kein Kaninchen wissen kann, ist natürlich, ob Pflanzen mit Gift behandelt wurden.
Zitat:
Zitat von Diabi Beitrag anzeigen
Selbst da wäre ich mir nicht so sicher. Meine ersten Kaninchen haben sich grundsätzlich geweigert, gekauften Salat zu essen....
Zum Salat, das ist bei meinen auch so. Gekauft = Nein, selber angebaut = Kahlrasur der Beete.

Auch interessant....wir haben hier ums Dorf mehrere "Wiesen" die mit Schnellgras bzw. Klee-Gras-Gemenge bewirtschaftet werden. Dort wird stetig Frischfutter für Milchkühe gemäht und sobald das runter ist direkt Gülle in Mengen drauf damit nur ja schnell alles wieder nachwächst. Da wucherte dann auch Klee in großen Mengen und der Klee selber war einfach riesig.

Ich hatte damals davon was mit genommen. Ist ja Klee aber als die Mummels daran gerochen haben, haben sie sich umgedreht und es liegen lassen. DAS Zeug wollten sie partout nicht fressen. Es war logo keine Gülle mehr dran an der Pflanze, aber sie ist nur durch diesen so immens schnell gewachsen und groß geworden. Aber das scheint der Pflanze an sich nicht gut getan zu haben und die Kaninchen haben sicher errochen das DAS keine gute Nahrungsquelle ist. Die eingesperrten Milchkühre dagegen haben ja gar keine andere Wahl als das Zeugs zu fressen.....



__________________
liebe Grüße,
Heike



Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 25.01.2016
Beiträge: 60
Sunflowers befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 05.08.2017, 00:34

Hab sie jetzt erstmal das Gehege an der Hauswand entlang gebaut, dadurch wurde es schonmal größer, sodass sie richtig rennen konnten (und die sind dabei ja sowas von knuffig ). Auslauf im ganzen Garten ist aber erstmal abgesagt, Lotta hat so ziemlich alles anknabbern müssen, was ihr vor die Nase gekommen ist (haupsächlich Hortensie und ein Blättchen Glyzinie also Selektion schein nicht so ihre Stärke zu sein). Und sie ist so unauffällig dabei, hab's zuerst gar nicht gemerkt. Alle möglichen getrockneten Blätter, die auf die Terasse geflogen kommen, mögen sie auch...
Geschadet hat es ihnen nicht, aber dass die alle guten Pflanzen, die ich ihnen bringe, ignorieren und stattdessen versuchen, die schlechten zu fressen... Da muss man ein ganz schönes Auge auf die beiden haben.




Moderatorin
 
Registriert seit: 13.07.2014
Beiträge: 1.925
Diabi befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 05.08.2017, 07:50

Zitat:
Zitat von Sunflowers Beitrag anzeigen
Geschadet hat es ihnen nicht, aber dass die alle guten Pflanzen, die ich ihnen bringe, ignorieren und stattdessen versuchen, die schlechten zu fressen...
Das liegt im Auge des Betrachters... was gut und was schlecht ist, entscheiden nämlich letztlich die Kaninchen.

Meinereiner hat sich letzten Winter mit tausend Schals und Jacken des öfteren auf in Wald und Feld gemacht, um Obstbaum-, Buchen-, Nusszweige zu holen. Die Wackelnase zog es trotzdem vor, die Drahtgitter zu untergraben, einzudrücken bzw. sonst auseinander zu nehmen um dann diverse Gartengewächse zu meucheln oder zumindest zu entrinden, von Kirschlorbeer angefangen über Buchsbäumchen, Liguster und Hortensien bis zu Rosenstöcken, weiß der Kuckuck, was daran besser schmeckte oder welch´Inhaltsstoffe in den Gartengewächsen drin waren, die an den von mir mitgebrachten Ästen fehlten.... vielleicht machte es auch einfach mehr Spaß, an die "verbotenen Früchte" zu gehen.

Lange Rede, kurzer Sinn: Schütze im Gartenauslauf die Pflanzen, die du wirklich behalten willst, mit Drahtgittern vor den Kaninchen, andersrum musst du dir weniger Gedanken machen...

Im Gehege wäre ich vorsichtiger, da sollten keine Giftpflanzen stehen, bevor sie alleine aus Langeweile oder weil gerade zu wenig Futter vorhanden ist, zu sehr beknabbert werden.



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