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Häsin beisst Rammler plötzlich blutig Hallo zusammen, ich bin schon lange stille Mitleserin hier; da ich jetzt ein Problem mit meinen beiden Kleinen habe, hoffe ich, hier entsprechenden Rat zu finden. Ich hab zwei drei Monate alte Widderkaninchen, ein Männchen und ein Weibchen. Die Vorgeschichte ist folgende: Vor einem Monat habe ich sie von einem "Züchter" mit acht Wochen gekauft. Ich weiß, daß das noch ein recht frühes Alter ist, aber wenn ihr die Zustände dort gesehen hättet, hätte bestimmt auch keiner von euch die armen Karnickel dort zurückgelassen. Es waren hunderte Karnickel dort vorhanden, immer in so kleinen Ställen eingesperrt, alles war wahnsinnig verdreckt, die Karnickel hatten mehr Kot als alles andere in ihren Ställen, sehr viele waren ganz offensichtlich schwer krank. - Das waren wohlgemerkt die "Ausstellungstiere"! Die beiden Kleinen waren versteckt hinter einem Büschel Heu in einem viel zu kleinen Käfig mit bestimmt zwanzig anderen Jungtieren. Sie waren die ersten beiden, wo zu uns hergekommen sind, also haben wir die beiden mitgenommen. Es hieß zu uns, daß es zwei Männchen sind.. Sie haben dort, nebst der nicht vorhandenen Hygiene, nur billigstes Trockenfutter (Pellets) und Stroh bekommen. Zuhause angekommen, setzte ich sie erst einmal in ihren Käfig (groß, zweistöckig, mit zweierlei Versteckmöglichkeiten). Naja, jetzt folgte das Übliche.. nach einer Eingewöhungszeit blieb der Käfig dauerhaft offen, sie haben die komplette Wohnung zur Verfügung; Futterumstellung, keine Pellets mehr; Tierarztbesuch (alles in Ordnung so weit, Faxe hat ein nasses Näschen, ist aber unter Kontrolle) etc. Wie gesagt, wir dachten, es sind zwei Männchen. Eines Abends versuchte Faxe direkt neben mir auf einmal Mäusle zu berammeln, was ich sofort unterbunden habe. Ich blieb daraufhin die ganze Nacht bei den beiden, so daß kein nochmaliger Rammelversuch erfolgen konnte. Am nächsten Tag ab zum Tierarzt, Kastration - und da kam der Anruf, daß Mäusle ein Mädel ist, grinz. Hat mich natürlich gefreut, bei ihr wurde also nichts gemacht, Faxe wurde kastriert. Als wir wieder mit den beiden zuhause waren, hat es erst einmal ein paar Stunden gedauert, bis beide wieder rausgekommen sind (Mäusle ist schon recht zutraulich, aber Faxe hat immer sehr viel Angst und braucht noch länger). - Wohlgemerkt, die Kastra fand in der elften Woche statt; Tierarzt meinte, eine Trennung sei nach der Kastra nicht nötig und es wurde seitens Faxe seither auch kein Rammelversuch mehr unternommen, geschweige denn, daß er Anzeichen für Rammelfreudigkeit zeigen würde. Klar, Faxe war geschwächt von der OP und roch nach Arzt; Mäusle hat ihn sofort angegriffen. Da bin ich erst mal dazwischen, weil der arme Kerl sich noch gar nicht wehren konnte. Nach weiteren zwei oder drei Stunden hat er sich besser erholt und kam wieder aus seinem Versteck raus - und wieder ging es los. Als ich sah, daß Mäusle versucht hatte, Faxe in den Hals zu beissen, bin ich wieder dazwischen. In der Nacht dann gings nochmal los; diesmal bin ich nicht dazwischen. Sie haben in der Küche gewütet, auf einmal war es still und dann kam Faxe mit hochgestrecktem Bürzel und sichtlich stolz ins Wohnzimmer. Mäusle lag in der Küche in der Ecke, ist aber nichts wildes passiert, kleinere, nicht blutende Wunden, die man durch das Fell gar nicht mal sieht. Mäusle hatte daraufhin einen Tag lang Angst vor Faxe und dann hat sie sich unterworfen: sie hat sich vor ihm hingelegt und er fing an, sie zu putzen. Seitdem waren sie wieder ein Herz und eine Seele und obwohl Faxe der Ranghöhere war, hat er immer sie geputzt ;-) Das ist jetzt zwei Wochen her. Seit vorgestern abend ist alles anders. Die beiden haben gespielt und sind in der Wohnung rumgefetzt, Faxe hat Mäusle noch abgeschleckt, dann sind sie in die Küche gehoppelt und schon hab ichs gehört... wieder Streit. Gut, kennen wir ja schon, lasse ich sie mal ihren Streit austragen, dachte ich. Die beiden haben sich die ganze Nacht bis in die frühen Morgenstunden gefetzt, ich war ständig am Fell aufsammeln. Beide haben immer wieder angefangen; zusammen in einem Raum ging gar nicht mehr, der eine hat nur noch gefressen, wenn der andere nicht da war. Einmal mußte ich dazwischen gehen, weil sie sich gegenseitig in Hintern verbissen hatten. Aber alles noch relativ gut, kein Blut. Irgendwann sind sie wohl müde geworden und jeder hat sich in einen anderen Raum zum schlafen gelegt. Im Lauf des gestrigen Tages gings dann weiter. Gleich beim ersten Aufeinandertreffen, ich weiß nicht, wer diesmal angefangen hat - wieder so verbissen, daß mein Mann dazwischen gehen mußte, aber kein Blut. Faxe geht auch allgemein zärtlicher mit ihr um wie sie mit ihm, selbst beim Streit. So gings dann wieder den ganzen Tag lang... natürlich immer Ruhephasen dazwischen, wo sich einer von beiden verzogen hat. Mäusle hat eine kleine Blessur unterm Auge, nicht blutig, sieht eher aus, wie wenn das Fell dort tief gerupft wurde oder eine Kralle hin kam. Plötzlich scheint Faxe darauf keine Lust mehr gehabt zu haben, denn obwohl er körperlich überlegen scheint, haute er jetzt immer ab, sobald er Mäusle sah, weswegen ich ihm sein Fressen schon nachtragen mußte. Aber in der gestrigen Nacht bzw den Morgenstunden sind sie wieder aufeinandergetroffen, Mäusle hat angefangen. Einmal quer durch die ganze Wohnung gefetzt, überall Fell - und plötzlich war Ruhe. Also schaute ich nach den beiden.. Mäusle saß schockiert (wie es mir schien) neben Faxe und Faxe hatte ein blutiges Ohr und auch aufm Boden Blut hinterlassen. (Es ist aber nur das Ohr, wie ich sehen konnte; es ist auch noch ganz, es geht ihm so weit gut, ich hab Panthenol draufgeschmiert.) Faxe kam zu mir und Mäusle kam auch schon wieder hinterher, aber langsam, mit gesenktem Bürzel, also ich weiß nicht, was sie machen wollte. Jedenfalls rannte Faxe weg und verkroch sich für Stunden. Ich habe ihm sämtliches Fressen in sein Versteck gebracht und getröstet, der arme Kerl scheint mir ganz traurig. Mäusle hingegen fühlte sich jetzt richtig wohl, markierte alles (mitm Kinn) und bekam auch wieder ihren üblichen Spinner (Bockhüpfer etc). Sie hat in den ganzen Stunden, wo Faxe nicht rauskam, ihn wohl auch überhaupt nicht vermisst, während Faxe ein Trauerkloß ist. Als ich gestaubsaugt habe, bekam Mäusle Angst und rannte Richtung Versteck, wo Faxe war. Faxe ist daraufhin unters Sofa, welches gleich dort steht, Mäusle ist nicht hinterher. Einmal wollte sie dann später noch in das Versteck, davon hab ich sie aber erst mal abgehalten, damit Faxe zur Ruhe kommt. Irgendwann vor paar Stunden begab sich Mäusle dann auf ihren Schlafplatz im Flur, dann kam Faxe endlich wieder raus. Er liegt jetzt im Schlafzimmer, Mäusle wie gesagt im Flur. .. Was soll ich jetzt tun? Ich weiß gar nicht, warum auf einmal Streit da ist, nichts wurde verändert. Und ich weiß auch nicht, wie sich die beiden wieder vertragen sollen. Ich hab eine 60qm Wohnung, die beide voll nutzen; der einzig neutrale Raum ist das Badezimmer. Mir ist äußerst unwohl bei dem Gedanken, daß die beiden nachher wieder aufeinandertreffen. Ich versteh auch überhaupt nicht, warum Mäusle Faxe gleich blutig beisst - sonst zeigt sie keinerlei Verhaltensauffälligkeit, alles normal, nur Faxe scheint sie auf einmal nicht mehr leiden zu können, von einer Minute auf die andere. Die beiden waren bisher so lieb zueinander, wirklich putzig - und jetzt plötzlich so derb? Entschuldigt die lange Nachricht, aber so wisst ihr gleich über alles Bescheid. |
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Hallo Cindy, erstmal willkommen im Forum! :seeya: Ich will Dich nun nicht kirre machen und weiß auch nicht wirklich, ob ich die beschriebenen Abläufe zeitlich richtig sortiere - aber kannst Du denn ausschließen, dass das Weibchen trächtig ist? Wenn ich alles richtig verstanden habe, waren während der einmaligen "Rammelsituation" beide unkastriert, oder? Das wäre mindestens eine Erklärung für ihr kiebiges Verhalten, das gerade derart ins Extreme umschlägt. Grüße, Aen |
Mäusle kommt gerade in die Pubertät, da werden die Mädels häufig extrem zickig. Ihr macht das schon richtig, dass Ihr das die beiden selber klären lasst und nur kontrolliert dass keiner schwer verletzt wird. Eine Trächtigkeit würde ich in dem Alter nach Lage der Dinge ausschließen, das rammeln was Ihr beobachtet habt ist ja auch Dominanzverhalten. Wegen der Zustände bei dem Vermehrer würde ich das Veterinäramt einschalten. Wenn Du das nicht magst, kannst Du versuchen Unterstützung beim Kaninchenschutz zu bekommen, die haben dort auf ihrer HP auch regionale Ansprechpartner für die verschiedenen Bundesländer. |
Ausschließen kann ich eine Trächtigkeit zwar natürlich nicht, aber es würde mich doch schwer wundern. Es war ja noch eine Kastra vor der zwölften Woche und es gab nur den einen einzigen Rammelversuch seitens Faxe, wo ich sofort, innerhalb von zwei Sekunden, gestoppt habe. Auch der Arzt meinte, daß er nicht glaubt, daß was passiert ist, weil seine Hoden auch sehr klein gewesen seien - und seit der Kastra zeigt er ja wirklich keinerlei Verhaltensweisen von einem Rammler mehr. Mäusle zeigt auch keine Anzeichen für eine Trächtigkeit; weder baut sie ein Nest (der Rammelversuch ist ja schon zwei Wochen her) noch frisst sie mehr noch ist sie uns gegenüber aggressiv oder sonstiges. Aber natürlich habe ich daran auch schon gedacht - ich hab schon an vieles gedacht, mach mir furchtbare Sorgen, ich bin mit meinen Karnickeln immer wie eine Glucke. Jetzt zB auch, ich lass die gar nicht mehr aus den Augen und hab Schlaf für mich gleich mal komplett ausfallen lassen ;-) Mein Tierarzt ist aber sowieso erst Montag wieder da, zur Vertretung will ich auf keinen Fall, alles andere ist zu weit weg - und ich hoffe doch mal sehr, daß die beiden sich bis Montag wieder eingekriegt haben. Kann es sein, daß Mäusle durchdreht, weil sich der Geruch von Faxe ja gerade noch verändert? Die Hormone bauen sich nach einer Kastra ja doch erst innerhalb von sechs Wochen vollständig ab.. Jedenfalls, Tierarzt meinte, ich solle beide trennen (verschiedene Räume), wenn Blut fließt und stundenweise zusammenlassen; von dem Vorschlag halte ich aber irgendwie gar nichts. Zumal dann einer definitiv auch weniger Aufmerksamkeit bekommen würde und wie abgeschoben wäre, weil sich das Leben natürlich im Wohnzimmer abspielt - da denke ich mir, daß dann die Aggressionen eher noch mehr werden. Platz zum aus-dem-Weg-gehen haben sie ja genug und jetzt haben sie sich ja auch schon paar Stunden nicht mehr gesehen, das erfüllt ja dann eh den selben Zweck. Also, einfach weitermachen lassen und wieder dazwischen gehen, wenns zu heftig wird? Und dann hoffen, daß irgendwann mal wieder gut ist? Oder mal in ne Transportkiste und ne kleine Autofahrt machen? Ach je, so einen Streß hatt ich auch noch nicht :eek: |
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Einmal wegen einem Hund und mehrmals schon wegen Kaninchen - immer wurde abgewiegelt, ist alles gar nicht so schlimm, man hat sich das nicht einmal angeschaut. Wir wissen doch, daß viel nur Heuchelei ist und gerade Kaninchen irgendwie gar nichts zählen. |
Ja, lass sie machen und pass mit Verletzungen auf. Hast Du Betaisodona-Lösung im Haus? Das ist gut zum desinfizieren wenn ein Ratscher etwas blutet. Kriegst Du in jeder Apotheke. |
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Der ist deutschlandweit bekannt, vielleicht kann von deren Seite mehr Druck auf das VetAmt ausgeübt werden. |
Ich werde mich dann mal beim Kaninchenschutz erkundigen, danke für den Hinweis, ich denke noch immer oft an die armen Karnickel und hätt am liebsten alle mitgenommen. Betaisodona kenne ich nicht und hab ich nicht, Apotheken haben jetzt alle dicht und ich hab zur Zeit kein Auto (das ist nämlich auch kaputt).. aber ich hab normales Desinfektionsspray, was auch im Krankenhaus benutzt wird, geht das auch? Ansonsten Rivanol oder Panthenol. |
Das aus dem KH würde ich vorsichtshalber nicht nehmen, Rivanol geht aber auch, mit Panthenol hab ich keine Erfahrungen. |
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Grüße, Aen |
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Das dumme ist; wenn ihr so gar nichts macht habt ihr diesen "Züchter" gerade Kaninchen abgekauft, der freut sich über die Kohle und die arme Mutterhäsin wird wieder nachgedeckt, weil nun ist ja wieder Platz. Ihr habt diesen "Züchter" also nicht nur mit dem Kauf bestätigt sondern auch unterstützt. |
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Und ansonsten, ehrlich gesagt lasse ich mir lieber den Vorwurf gefallen, den Züchter durch meinen Kauf unterstützt zu haben als daß ich zugesehen hätte, wie jedes einzelne dieser Kaninchen dort einen elenden Tod sterben wird. So haben zumindest zwei ein schöneres Leben bekommen - denn auf der Welt sind sie ja eh schon, soll man sie dann dort beim Züchter leiden lassen, wenn das Veterinäramt ja sowieso nichts unternimmt? Ist nicht böse gemeint, aber die Logik erschließt sich mir nicht. Hätte ich gewußt, was das für ein Züchter ist, wäre ich dort gar nicht hin. Ich hab jedoch vor circa sieben Jahren auch sehr gute Erfahrungen mit einem Züchter gemacht (den es jetzt leider nicht mehr gibt), also fuhr ich dorthin. Weil der uns zwei Stunden warten ließ, hatten wir genug Möglichkeit, alle Karnickel zu begutachten.. und wir gingen mit dem Vorsatz hin, erst mal nur zu schauen.. aber als wir genug gesehen hatten, meinte mein Menne, daß er die Karnickel keinen Tag länger in der Hölle sitzen läßt. |
Naja, vom Grundsatz hat Amy Rose ja nicht unrecht, denn man sollte keinen Züchter/Vermehrer unterstützen so lange es noch tausende von "weggeworfenen" Kaninchen in Tierheimen oder Pflegestellen gibt. Die kommen ja auch häufig von solchen Leuten. Natürlich, für Deine beiden beginnt jetzt endlich ein schönes Leben, aber andere "wachsen" jetzt nach, wenn man Züchtern/Vermehrern nicht endlich durch Missachtung ihre Geschäftsgrundlage entzieht. Und damit meine ich jetzt nicht nur den Tierquäler wo Eure Süßen jetzt herstammen, sondern alle tausenden von Vermehrern in D. Ich persönlich hätte, wenn ich schon mal da bin, wohl auch am liebsten alle eingesteckt, deswegen suche ich solche Orte auch gar nicht erst auf. :blush5: |
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Was dieser Züchter braucht, ist so leid es mir tut, dass er auf seinen Kaninchen sitzen bleibt. Was meinst du wie toll es das Mutterkaninchen von deinen neuen Kaninchen findet, wieder nachgedeckt zu werden? Der "Züchter" hat auch noch schön neues Geld bekommen und wieder Platz für weiteren Nachwuchs. Ja, die Tiere tun einen leid. Aber sie zu unterstützen beendet das Tierleid dort nicht. Dort wachsen nun x Generationen neuer Kaninchen auf, die genauso arm dran sind wie deine. Der einzige der da lacht, ist der "Züchter" dem ist das egal ob du aus Mitleid oder warum auch immer kaufst. Hauptsache Geld. |
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Eine klassische Patt-Situation, in der nicht entschieden werden kann, welches Verhalten aus diesem ethischen Dilemma herausführen würde. Dass Cindy ihrem Impuls folgte, die konkrete Leidsituation zweier konkreter Kaninchen beenden zu wollen, als sie direkt damit konfrontiert war, löst den Knoten zwar nicht, ist andererseits auch nicht rechtfertigungsbedürftig, meine ich. Nicht vor Dir, mir oder sonstwem. Denn Du oder ich sind es nicht, die mit dem Gedanken im weiteren hätten klarkommen müssen, uns vom konkret erlebten Leid eines Tieres abgewendet zu haben, weil der abstrakte Nutzen (hier: dem Züchter ausreichend zu schaden) rational nicht befriedigend aufging. |
Ich versteh Eure Argumente schon auch, das ist mir alles klar. Aber: ich werde niemals einfach gehen, wenn ich sehe, daß Tiere so gehalten werden - und darüber gibt es keine Diskussion, mir tut es schon leid genug, daß ich nur zwei mitnehmen konnte. Das Problem ist nicht das Verhalten von uns, sondern das System an sich. Mit strikten Gesetzen wäre dem allem ganz einfach und schnell ein Riegel vorzuschieben, nicht nur bei Kaninchen, auch bei der Schweinezucht usw usf. Diese Gesetze sind heutzutage aber nicht mehr gegeben - unsere Aufgabe ist es von daher sicherlich nicht, dem Leiden solcher Tiere zuzusehen. Das Leiden der Tiere ist nicht unser Verschulden - wenn wir so etwas sehen und die Tiere dann trotz anderer Option einfach dort lassen, das ist dann tatsächlich unser Verschulden. Und zum Vorschlag mit dem Tierheim: nicht jeder möchte zum Tierheim, das sollte auch akzeptiert werden. Wie gesagt, meine ersten Erfahrungen mit einem Züchter waren äußerst positiv und ich setze mich mit dem Kaninchenschutz in Verbindung - aber dafür, daß ich die zwei Kleinen da raus geholt habe, schäm ich weder noch hab ich auch nur ansatzweise ein schlechtes Gewissen. Ich weiß, daß das Problem in den politischen Grundsätzen dieses System begründet liegt und nicht an meinem Mitgefühl für die Pelzkugeln. -- So, jetzt möchte ich aber noch schnell anfügen, daß sich die beiden gerade wieder getroffen und sofort wieder gerauft haben, diesmal aber scheinbar zumindest nicht blutig.. |
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Wer kauft fördert das Angebot, aber hauptsache die Schuld anderen zuschieben... Wären die Leute nicht so geizig und würden zum billigvermehrer gehen, hätte das Tierheim vermutlich nicht mal ganz so viele Bewohner. |
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Ich schnitt es schon an, das ist wie mit den Schweinen - nicht diejenigen, wo viel Fleisch essen, sind an den miserablen Haltungsbedingungen schuld, sondern das politische System, welches es solchen Kreaturen überhaupt erlaubt, Tiere zu halten und zugleich derartig miserable wirtschaftliche Rahmenbedingungen schafft, daß die Leute darauf angewiesen sind, bei solchen Betrieben ihr Fleisch zu kaufen. Daß das, was vom System zu solcherlei Themen kommt, reine Irreführung von uns ist, zeigt zB auch das Thema "Bio".. habt ihr tatsächlich schon mal gesehen, was die derzeitigen sogenannten Biostandards sind? Das ist immer noch Tierquälerei vom Feinsten! Und bitte, nicht sagen, das eine hat mit dem anderen nichts zu tun, denn es bestehen gewisse Kausalitäten; insbesondere zeigen diese Themen, wie das System tatsächlich zum Tierschutz steht und erklärt zB auch, warum Veterinärämter in den seltensten Fällen wirklich einschreiten. "Angebot und Nachfrage" ist eine typische Ausrede, die man uns hier tagtäglich eintrichtern will, damit wir die Schuld wieder mal bei uns suchen, uns für dementsprechende "Verbesserungsvorschläge" manipulier- und lenkbar zeigen, aber ja nicht darauf kommen, das System BRD an sich mal zu hinterfragen. Das ganze war hier eigentlich gar nicht mein Thema, aber es sagt für mich sehr viel aus, wenn Du der Ansicht bist, ich hätte die Hasen gleich dort lassen sollen... |
Es ist halt ein wirklich schwieriges Thema, man fühlt sich hilflos und wütend und wird solche Bilder auch nur schwer wieder los. Grundsätzlich bin auch ich der Meinung, dass man solchen Leuten nicht einen Cent geben darf um sie nicht zusätzlich zum weitermachen zu animieren. Die Tatsache dass ihr euch so lange dort umsehen konntet weist für mich darauf hin, dass dieser Mensch es bewusst darauf anlegt, Mitleidskäufe zu verursachen! Und trotzdem kann ich euch verstehen. Hätte ich dieses Leid gesehen, wäre es mir wohl nicht anders gegangen als euch. Aus der Ferne lässt sich leichter sagen, man hätte kein Tier dort mitnehmen sollen als wenn man dort vor all dem Elend steht, und wirklich die Individuen sieht. Zitat:
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Es gibt keine Sackgassen, alle Verstecke haben mindestens zwei Eingänge. Aber das alles nützt gar nichts, weil Mäusle Faxe gezielt aufsucht und dann auf ihn losgeht. Der arme kleine Kerl schaut nur noch traurig aus, traut sich nicht mal mehr zum Fressen oder aufs Klo. Er versucht dann meistens abzuhauen, aber Mäusle läßt immer so lange nicht locker und jagt ihn, bis sie ihm weh getan hat, obwohl er sich nicht mal mehr wehrt. Vorhin standen wir dabei, als Mäusle Faxe wieder mal gesucht hat. Sie ist schon ein kleines Miststück, denn weil sie sah, daß wir dabei stehen und genau aufpassen, was sie macht, hat sie so getan als würde sie von Faxe ja gar nichts wollen. Allerdings hat sie schon provoziert, hat sich in seinem Versteck überall gerieben und gewälzt; Faxe hat vor lauter Angst geklopft. Mäusle ging dann irgendwann wieder, weil sie uns beobachtete und merkte, daß wir von Faxe nicht weggehen. Daraufhin schaute Faxe ganz gelöst und hat erst mal was gefressen. Seitdem war jetzt erst mal wieder Ruhe, Faxe war in seinem Versteck, Mäusle trieb sich bei uns rum. Aber jetzt ging es nicht mehr.. auf einmal sprang sie los, ab in sein Versteck und ging schon wieder auf ihn los. Mein Mann mußte sie jetzt wegnehmen, Faxe verkraftet das alles nicht mehr - er liebt Mäusle und sieht aus, als würde er die Welt nicht mehr verstehen, ist nur noch traurig. Wir mußten Mäusle jetzt erst einmal in Käfig tun, Faxe muß jetzt zur Ruhe kommen und Mäusle muß jetzt merken, daß es so nicht geht. Ich weiß, daß mich dafür jetzt wahrscheinlich viele angreifen werden, weil der Käfig natürlich im Wohnzimmer steht und Faxe draußen rumhüpfen darf, aber ich habe hier erstens mal nicht wirklich die Möglichkeit, die beiden richtig zu trennen und zweitens weiß ich von meinen früheren Karnickeln her, daß man diese doch recht gut erziehen kann, wenn man sie eben auch wie Kinder bestraft. Die Kleinen sind viel intelligenter, als man ihnen immer nachsagt und bisher hatten meine Erziehungsmethoden bei Karnickeln immer gefruchtet, wenn es auch dauerte (und meine Karnickel waren alle durchweg glücklich, lebendig und zutraulich). Und was Mäusle da gerade abzieht, sieht mir ganz und gar nicht mehr nach Rangkämpfen aus, sie will Faxe einfach nur verletzen. Mäusle wird jetzt auf jeden Fall erst mal bis morgen im Käfig bleiben müßen, welcher ja auch groß genug ist. Zumal ich nicht dauerhaft wach bleiben kann, ich hab in den letzten zwei Tagen schon nur vier Stunden geschlafen, weil ich dauernd auf die beiden aufpassen mußte, um ernste Verletzungen zu verhindern; das geht auf Dauer so einfach nicht. Dann lassen wir sie wieder raus und schauen mal, was passiert. Ich weiß nicht, was mit ihr los ist und verzweifel irgendwie langsam - bis vor zwei Tagen waren sie lieb zueinander!! Und nichts fiel vor, nichts wurde verändert. Ich hoff wirklich, daß die sich wieder einkriegt, so ist das kein Zustand. War es denn bei einem von euch auch schon mal so, daß ein liebevolles Pärchen auf einmal aus heiterem Himmel so drastisch umschwenkt, daß nicht mehr aufgehört wird und es wirklich darum geht, den anderen zu verletzen?? |
Ich wage zu bezweifeln, dass derartige Erziehungsversuche erfolgversprechend sind, und ich spreche aus Erfahrung (Dreiergruppe mit zwei zickigen Mädels). Ich würde ehrlich gesagt am Montag die beiden einpacken und beim Tierarzt gründlich durchchecken lassen. Nicht dass da was gesundheitliches dahintersteckt... |
Ich befürchte, dass sie durch das einsperren eher noch aggressiver gegenüber dem Rammler wird. Ich hätte geguckt, dass ich sie notfalls nur in getrennten Räumen laufen lasse um Schlaf zu bekommen. Ansonsten kann ich mich Lupines Aussage nur uneingeschränkt anschließen. |
Daß das krankheitsbedingt ist, glaube ich ehrlich gesagt gar nicht. Wir waren erst letzte Woche beim Tierarzt - ich hab sie jetzt einen Monat und war schon dreimal beim Arzt mit den beiden, gründlich durchgeguckt wurden sie also auch beide schon. Wenn das noch lange andauert, werde ich natürlich zum Arzt gehen, klar. Faxe hat mittlerweile fast schon panische Angst vor ihr. Das Eingesperrtsein bis gerade eben hat Mäusle relativ wenig getan; Faxe ging zweimal zu ihr ans Gitter, aber sobald sie auch ihre Nase durchgestreckt hatte, rannte er klopfend und panisch davon und hat sich wieder versteckt. Geschlafen hat er bei uns im Schlafzimmer - gestern konnte er erst mal wieder ein bisschen aufatmen und hat gefuttert ohne Ende. Zwar machte er auch zwei halblebige Bockhüpfer, aber glücklich ist er mit der Situation auch nicht; er kuschelt sich jetzt öfter an so nen Stoffhund, der in seinem Versteck liegt. Vor circa einer halben Stunde hab ich Mäule wieder rausgelassen, die sich natürlich gleich riesig gefreut hat. Sie ging dann ins Schlafzimmer, wo Faxe war, und ging langsam auf ihn zu - Faxe roch sie, gab einen langen, ängstlichen Murkston von sich und rannte klopfend davon. Mäusle stellte ihren Bürzel und rannte hinterher, aber ich sprach mit ihr in ruhigem Ton und daraufhin unterließ sie es. Nach kurzer Zeit ging sie wieder zu Faxe, ich war wieder dabei. Mäusle setzte sich neben ihn und hat gefressen, dann hat sie ihren Kopf zu ihm hingestreckt und beide haben sich an der Nase beschnüffelt; Faxe gab wiederum seinen Ton von sich und klopfte, rannte aber nicht mehr wirklich weg. Er saß dann da verschüchtert und irgendwann ging Mäusle wieder. Ich weiß jetzt natürlich nicht, wie das ist, wenn ich nicht dabei bin; ich kann mir vorstellen, daß sie nur so lieb ist, weil sie genau weiß, daß sie es nicht darf und weil ich dabei bin oder aber auch, daß Faxes ängstliches Wegrennen sie erst recht animiert. Ist die Entwicklung jetzt gut oder nicht? Ich weiß nicht, ich sorge mich um Faxe.. Ich schrieb es schon mal, ich kann die beiden nicht wirklich trennen; meine Wohnung ist klein und außer der Haus- und Badezimmertür habe ich keine Türen in der Wohnung. Wohnküche und im Schlafzimmer ist auch keine Tür mehr.. und ins Badezimmer kann ich schlecht jemanden dauerhaft einsperren. |
Badezimmer ist aber immerhin besser als Käfig. Dass Faxe jetzt Angst vor ihr hat ist verständlich, gut ist aber, dass er ihr nicht versucht den Rang streitig zu machen. Bei ihr kommen im Moment scheinbar zwei Sachen zusammen, zum einen scheint sie von Natur aus sehr dominant zu sein und zum anderen spielen ihre Hormone gerade verrückt. Das ist eine extrem zickige Mischung und ich hoffe für Euch alle, dass sich das langsam beruhigt und auch Faxe wieder Vertrauen zu Ihr fasst. Trotz allem behalte bitte im Hinterkopf ggf. mal einen Ultraschall der GB und der Eierstöcke machen zu lassen, ich hatte mal eine nur viermonatige brutalzickige Häsin mit einem großen Tumor am Eierstock. Nach der OP war sie dann wie ausgewechselt. Prophylaktisch würde ich allerdings in diesem Alter nicht kastrieren lassen. |
Ich kann einen von beiden höchstens zwei, drei Stunden ins Badezimmer sperren, aber nicht dauerhaft und unbeaufsichtigt. Jetzt aber erst mal der aktuelle Stand: Mäusle verhielt sich gestern weiterhin ganz passabel; Faxe hatte immer Angst vor ihr, auch, wenn er sich schon öfter aus seinem Versteck kurz mal raustraute. Auf einmal allerdings ging Faxe direkt zu Mäusle, als diese in ihrem Versteck saß, woraufhin er von Mäusle sofort vertrieben wurde - sie wollte ihm dann sofort wieder in sein Versteck hinterher, aber als ich sagte, daß sie das lassen soll, hat sie sofort aufgehört. Das Einsperren hat insoweit auf jeden Fall was gebracht, daß sie es jetzt nicht mehr so übertreibt, denn zuvor konnte Faxe sich ja nicht mal vor ihr verstecken, weil sie überall hinterher ist. Abends dann, nach einigen kurzen Begegnungen, wo sie sich einmal gegenseitig an der Nase gerochen haben und dann wie auf Kommando beide ängstlich weggerannt sind, meinte Mäusle, ihm sein Versteck streitig machen zu müßen. Sie ging hin - und siehe da, Faxe schnappte nach ihr. Mäusle versuchte es allerdings noch zweimal und plötzlich ging Faxe auf sie los. Nun rannten die beiden wieder zoffend durch die ganze Wohnung und letzten Endes war es diesmal Mäusle, welche angsterfüllt wegrannte; Faxe ließ sie dann aber auch gleich in Ruhe, der will das offensichtlich gar nicht. Diesmal hatte Mäusle eine kleine Wunde am Ohr, aber bei weitem nicht so stark blutend wie es bei Faxe war. Ich dachte schon, jetzt kehrt Ruhe ein, nachdem sie mal wieder "verprügelt" wurde, denn Faxe ist ihr haushoch überlegen, sein Problem ist nur, daß er einfach nicht will, weil er sie wirklich mag. Aber falsch gedacht... Kurze Zeit später war Mäusle wieder da und sprang in Käfig, wo Faxe auch gerade saß. Sie machte nix.. aber was machte Faxe? Rannte wieder angsterfüllt und klopfend davon :-( Das hat Mäusle natürlich wieder richtig Auftrieb gegeben. Faxe verbrachte nun wieder einige Stunden in seinem Versteck, bis er vorhin rauskam und wohl dachte, daß Mäusle nicht da ist. Ganz fröhlich und mit einem Bockhüpfer rannte er in die Küche - wo aber leider gerade Mäusle saß. Sie ging sofort wieder auf ihn los, Faxe rannte wieder davon und versteckte sich unterm Sofa. Seitdem ist jetzt wieder Ruhe, weil sie sich bisher noch nicht wieder begegnet sind. So langsam merkt man allerdings, daß Mäusle daran auch keinen Spaß mehr hat. Sie hüpft bei weitem nicht so fröhlich rum wie sie es tat, als sie sich mit ihm noch verstanden hatte. Beide fressen noch (Faxe allerdings nur in seinem Versteck, wo ich ihm das Fressen hinbringe), aber es stresst beide zusehends. Allerdings ist Faxe mittlerweile etwas weniger ängstlich; sein kleines Revierteil verteidigt er und auch nach Begegnungen kriegt er sich jetzt wieder schneller ein wie vorher. Zudem sucht er vermehrt Schutz bei mir und fühlt sich in meiner Gegenwart sicherer (er war ja vorher so gar nicht wirklich zutraulich). Die Aggressivität hat definitiv etwas abgenommen, wenn ich es darauf beziehe, daß Mäusle Faxe gar nicht mehr in Ruhe gelassen hat. Sie sitzt jetzt auch öfter auf ihrem Schlafplatz im Flur anstatt mitten im Wohnzimmer, wo Faxe sein Versteck hat. Es ist furchtbar mitanzusehen.. Die Frage ist, was soll ich jetzt tun? Soll ich das noch ein paar Tage so weiterlaufen lassen? Notfalls könnte ich auch noch eine Tür einbauen, so daß Mäusle Küche und Wohnzimmer und Faxe Flur und Schlafzimmer hat - aber da gibt es halt wirklich zweierlei Probleme: 1. Einer ist quasi ausgeschlossen. Beide lieben das Wohnzimmer und beide wechseln ihre Plätze täglich hin und her (in allen Räumen). Wir selbst sind hauptsächlich im Wohnzimmer; derjenige, wo dann ausgesperrt werden würde, würde zwangsläufig sehr viel alleine sein (geht gar nicht anders). Ob das so gut ist? 2. Die Luftzufuhr bei der Hitze. Ich habe eine unisolierte Dachbodenwohnung und wenn ich da jetzt eine Tür einbaue, kann die Luft fast gar nicht mehr zirkulieren und es würde zu heiß werden bei dem Wetter (was ja auch der Grund ist, daß beide ihre Plätze immer wieder wechseln und sich den gerade kühlsten Platz suchen). Das kann schon ein großes Problem werden, zumal beide Schnupfer sind. Deshalb zögere ich extrem, eine Tür einzubauen und die beiden zu trennen, andererseits weiß ich auch nicht, wie ich mich weiter verhalten soll? Mäusle zeigt ja extremes Revierverhalten - ich frage mich, ob sie Faxe auf einmal einfach nicht mehr leiden kann und das so bleibt? Denn zu Rangordnungskämpfen gehört doch eigentlich auch, daß sie sich berammeln wollen, oder? Das versucht aber keiner von beiden auch nur ansatzweise.. Tierarzt habe ich heute übrigens angerufen, bloß noch nicht erreicht; ich werde mal abwarten, was er meint (immerhin sah er Mäusle ja erst letzte Woche noch) und wenn er einen US für sinnvoll hält, laß ich den machen. Ich vertrau dem da völlig, er hat mir bei meinem letzten, sehr geliebten Kaninchen immer super geholfen, welches seit seinem ersten Lebensjahr immer wieder schwer krank war. Ist es vielleicht eine Möglichkeit, beide ins Badezimmer zu setzen (neutraler Boden), damit die das richtig klären, ohne vorherige Trennung, die ja hier nicht wirklich sinnvoll wäre in dieser Wohnung bei dem Wetter? |
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Du hast das Glück dass Du viel Platz hast, sie sich dadurch auch beim jagen aus dem Weg gehen können und Fluchtmöglichkeiten haben. Deswegen bitte auf keinen Fall den Platz verkleinern, dann könnte es richtige blutige Knäuel geben. Bei manchen Kaninchen können VG's Wochen und Monate dauern, da braucht es wirklich Geduld. Wenn Du zum TA fährst, nehme bitte beide (!) mit, allerdings in getrennten Boxen und lass auch Faxe vom Tierarzt anfassen, abtasten, untersuchen. Hat den Vorteil, dass sie dann beide nach Tierarzt riechen. |
Hallo Cindy, ich würde dir auch raten, es laufen zu lassen. Hatte hier eine ähnliche Situation, und das braucht Zeit. Mittlerweile ist der, der immer gejagt wurde und ängstlich war, ein wenig in die Gruppe hineingewachsen, aber es hat bestimmt eine Woche oder so gedauert, bis er den anderen (Dominanten) gegenüber mutiger wurde. Heute ist er zwar unterwürfig, aber nicht mehr verängstigt. Es wird täglich besser, aber halt nicht in sehr großen Schritten. Gib' ihnen Zeit, ich bin sicher, dann wird sich die Sache wieder einspielen. Zumal Mäusle halt auch in die Pubertät gekommen ist und das gerade ausleben "muss". Ein weiteres Kaninchen würde dafür sorgen, dass die ganzen Energie verteilt wird, aber so muss halt Faxe allein damit zurechtkommen. (Der auch in der Pubertät wäre, wenn er nicht kastriert worden wäre und daran sicher noch zu knabbern hat) Ich wünsche euch, dass es sich ganz schnell bessert und beide wieder friedlich miteinander umgehen. LG Anjanka |
Also, ich möchte jetzt mal den aktuellen Stand bekanntgeben... Ich kann mittlerweile feststellen, daß meine beiden Hasen gleichermaßen einen Dachschaden haben, grinz. Gestern gab es keine Angriffe mehr - glücklicherweise, das ist schon mal ein Fortschritt. Allerdings ist es jetzt mittlerweile so, daß irgendwie beide voreinander Angst haben.. mal haut Faxe vor Mäusle ab, mal haut Mäusle vor Faxe ab.. Faxe traut sich immer öfter aus seinem Versteck raus und es gab gestern auch schon Situationen, wo sie beide zugleich im Raum waren - bis wieder einer von beiden klopfend davon rannte. Aber, wie gesagt, bisher keine Angriffe mehr; auch, wenn wir nicht da waren, ist nichts passiert, ich hab deswegen extra eine Wildkamera aufgestellt, um sehen zu können, was die beiden treiben. Außer, daß Faxe mal aus seinem Versteck draußen war und Mäusle sekundenlang die Kamera beschnüffelt hat, war allerdings nichts zu sehen. Jetzt müßen sie sich nur noch wieder verstehen.. |
Eine Situation gestern war übrigens wirklich sehr süß, die muß ich noch kurz schildern. Mäusle bekam wieder ihre fünf Minuten und fetzte wie der Blitz durchs Wohnzimmer. Und was tat Faxe? Der kam auf einmal ebenfalls aus seinem Versteck geschossen und wollte im ersten Impuls wohl mitspielen (er schaute nämlich auch ganz fröhlich).. aber dann blieb er abrupt stehen und überlegte sichtlich, was er jetzt tun solle. Schließlich ging er dann wieder in sein Versteck. Als Mäusle später im Flur geschlafen hat, kam er raus, rieb sich erst mal überall und fetzte ebenfalls hin und her - naja, in einem begrenzten Bereich, so daß Mäusle ihn ja nicht sieht ;-) |
Leider schwerer Rückfall... Faxe hat sich ja wieder viel mehr rausgetraut und es war mittlerweile möglich, daß sich beide im selben Raum aufhalten, ohne, daß sie aufeinander losgehen. Mein Mann hat mir gerade erzählt, daß Mäusle vorhin in Faxes Versteck ist und Faxe wieder panisch davonrannte. Daraufhin hat Mäusle sich riesig gefreut (Bockhüpfer etc) und blieb in seinem Versteck liegen. Als ich gerade wieder dazu kam, kam Faxe unterm Sofa hervor. Ich muß dazu sagen, daß wir unterm Wohnzimmertisch immer einen Haufen Grünzeug liegen haben, das ist der Hauptfutterplatz. Faxe fraß erst mal bisschen was und markierte dann das rumliegende Grünzeug mit Urin! Daraufhin kam Mäusle aus seinem Versteck hervor - Faxe rannte sogleich wieder weg, aber diesmal wollte Mäusle ihn wohl angreifen und rannte hinterher. Und Faxe verteidigte sich nun wieder - und wieder einmal fetzten sich die zwei, daß die Büschel nur so flogen und verbissen sich auch ineinander. Im Wohnzimmer hatte Faxe die Oberhand; Mäusle rannte deswegen immer wieder in Gang, wo rutschiger Boden ist. Faxe rannte hinterher... dann sah ich, wie Mäusle ins Schlafzimmer rannte und Faxe im Gang sitzen blieb. Er kam dann wieder ins Wohnzimmer, wild schnaufend (ich erwähnte schon, daß beide Schnupfer sind und dieser ständige Streß verschlimmert das auch noch zusätzlich, weshalb ich mir schon langsam Sorgen mache) und Mäusle kam auch wieder. Sie wollte sofort wieder auf ihn los, aber jetzt rannte Faxe in sein Versteck. Zum Glück ließ sie es dann auch bleiben. Mäusle hat eine kleine Schramme am Ohr, Faxe hat, so weit ich jetzt erst mal sehen konnte, nichts weiter dramatisches abbekommen - also richtig Blut floß diesmal nicht. Jetzt war ich so froh und dachte, es geht aufwärts, jetzt gehts schon wieder los. Was meint ihr, kann ich die beiden überhaupt noch allein lassen? Denn eigentlich wäre ich morgen eine Zeit lang außer Haus gewesen. Und wie lang soll denn das noch gehen..? Langsam liegen meine Nerven blank. Morgen hole ich erst mal Angocin.. Kann es sein, daß Mäusle Faxe einfach nicht mehr ausstehen kann, warum auch immer auf einmal? |
Hi Cindy, schade, die Beiträge davor haben sich nach Besserung angehört, und nun so ein Rückschlag. Also die Pubertät dauert eine lange Zeit...ich musste damals meinen schwer pubertären Kastraten auch vom Rest trennen, weil er immer und immer wieder aggressiv wurde und dementsprechend viel Prügeleien stattfanden (in seinem Fall sehr doof, weil er keine Vorderzähne mehr hat und somit immer verprügelt wurde). Zwischendurch war es so schlimm, dass ich schon dachte, er würde nie mit anderen Kaninchen zusammen sein können... Dieses Jahr im März dann war seine "heiße Phase" plötzlich vorbei, er wurde viel ruhiger und am Ende haben sie sich selbst vergesellschaftet (Gitterelemente untergraben). Und...er unterwarf sich! Danach war alles ganz normal: Er war (und ist) der Rangniedrigste und hatte ne Weile Angst, wurde langsam akzeptiert und kommt nun immer mehr in die Gruppe hinein. In deinem Fall würde das aber bedeuten (wenn es wie bei mir läuft), dass du die Pubertät abwarten musst. Und das geht bei schweren Kämpfen leider nur durch Trennung (aber so, dass sie sich durch engmaschige Gitte noch sehen können). Sobald also blutige Wunden gebissen werden (Kratzer an den Ohren würde ich noch nicht dazu zählen), musst du dann doch trennen. Wenn es bei Fellflug bleibt, kannst du es weiterlaufen lassen. Allerdings muss auch die Gesundheit der Tiere beachtet werden - wenn sie durch den Stress in Gefahr laufen, dass chronische Erkrankungen wieder zuschlagen, würde ich auch trennen. Tut mir Leid, dass es nicht wirklich gut läuft. Dennoch sind Daumen und Pfoten nach wie vor gedrückt! LG Anjanka |
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Meiner Meinung nach machst Du auch alles richtig: bei pubertierenden Kaninchen hat man, ähnlich wie bei pubertierenden Teenagern nur die Option, die Hormonschübe auszusitzen und abzuwarten, ob sie irgendwann wieder vernünftig werden... Zusätzlich zum Angocin würde ich noch ein paar Baldriantropfen und/oder ein paar Fläschchen Rotwein besorgen, denn die Kaninchen finden ihre Zankereien meist gar nicht so schlimm (siehe Bocksprünge), beruhigen muss sich eigentlich nur der Halter... :wink: (und ich weiß auch, wovon ich rede, hatte ich doch diese Jahr zwei pubertierende Häsinnen im Frühling, vor denen haben selbst die Vögel die Flucht ergriffen...) |
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Danke für Eure Antworten. Ich geb zu, das ist das erste Mal, daß ich so was mitmache und man stellt sich halt dauernd die Frage, ob es richtig oder falsch ist, was man so tut oder eben auch gerade nicht tut. @Diabi Mäusle macht der Zoff zumindest gar nix aus, aber sie beansprucht ja auch die komplette Wohnung für sich. Der arme Faxe hat nur noch ein winziges Eckchen, wo er sich halbwegs aufhalten darf; außer wenn Mäusle beschließt, daß sie jetzt dort auch noch liegen will, dann muß Faxe unters Sofa weichen. Und er ist da hinten in seinem Eckchen natürlich nicht grade fröhlich, für Bockhüpfer bleibt da schon gar kein Platz mehr. Deswegen stellt sich mir ja die Frage, ob ich richtig handel, wenn ich zuseh, wie der kleine Kerl in seinem Eck versauert, in das er seit gestern wieder verbannt wurde. Und ist es richtig, daß ich ihm dort sein Fressen hinbringe, weil er sich ja nicht mehr raustraut oder sollte ich es drauf anlegen, daß er raus gehen muß? Andererseits hat ja er auch provoziert (Fressen bespritzen), so wirklich unterwerfen will er sich auch nicht, nachdem anfangs ja auch er der Chef war für zwei Wochen, bis Mäusle durchgedreht ist. Baldriantropfen klingen mal nicht schlecht, das kleine Biest, welches uns immer so lieb anschaut :rolleyes: Ich glaub, vor der würden auch Vögel Reißaus nehmen, grinz.. @Anjanka Naja, was heißt blutende Wunden, ist die Frage. Als Mäusle Faxe ins Ohr gebissen hat, hat das nicht schlecht geblutet; ich schrieb ja, daß eine kleine Blutlache auf dem Boden zurückblieb und die Wunde war sowohl außen am Ohr wie auch innen zu sehen. Bildete sich aber sofort eine Kruste, schaut gut aus. Zählt das jetzt unter blutende Wunden oder nicht? Und ansonsten natürlich quer über den Körper verteilt lauter kleinere Wunden, mal tiefer, mal weniger tief; die sieht man aber nicht durchs Fell. Faxe ist wenigstens hauptsächlich weiss, da sieht man gleich, wenn was bluten würde. Und das mit dem Schnupfen, da weiß ich ja eben auch nicht, ob ich richtig handel, wenn ich das noch so weiterlaufen lasse. Jetzt hat sich Faxe wieder beruhigt, jetzt atmet er auch wieder wie vorher; aber als er mit ihr gekämpft hat, hat er kurzzeitig stoßweise geschnaubt, wie ein wütender Hund... wobei ich auch den Eindruck hatte, daß er dann aufgab, weil er einfach eine Verschnaufpause brauchte (kann mich aber natürlich auch täuschen). Da die beiden kein Gehege haben, kann ich sie auch nicht durch ein Gitter trennen.. und wenn ich sie trenne, wer sollte dann "rausfliegen" und wer sollte dann das von beiden geliebte und umkämpfte Wohnzimmer erhalten..? Alles nicht so einfach.. ich fang jetzt dann auch mal damit an, mir die Federn auszuzupfen und verteil die quer im Raum - ich bin hier der Chef in diesem Kindergarten :D:willy_nilly: |
Sowohl die Baldriantropfen als auch der Rotwein waren natürlich für die Halter gedacht...:D Wie schon gesagt, ich würde weder trennen, noch sonst etwas ändern, sondern nur abwarten... und wenn einem der Anblick zu viel wird, hilft ein Gläschen Wein...:thumbsup: Unsere Betty lief mehrere Monate vor den beiden zickenden Damen davon, bevor sich alles zusammenraufte, und auch wenn sie uns allen fürchterlich leid tat (und natürlich so auch immer ein paar Extra-Leckerlis bekam...), hatte sie sich die Situation eigentlich selbst eingebrockt: sie geiferte Luna und Schlappi nämlich schon aus dem Quarantänegehege heraus an (aus diversen Gründen ging es nur in Sichtweite, das war natürlich etwas unglücklich), und kaum waren die Trenngitter weg, wollte Betty den anderen Damen zeigen, dass sie die Chefin ist - Pech für sie, dass das nicht klappte, und nachfolgend traute sie sich gar nicht mehr zu den anderen hin. Mit den diversen Fellbüscheln, die über Wochen hinweg täglich unseren Garten zierten, wurden bestimmt ein paar Dutzend Vogelnester ausstaffiert (zumal die beiden Rammler natürlich auch noch munter im allgemeinen Gezänk mitmischten), gleichwohl ließen wir es so laufen, weil sie in gut 20 qm Gehege mit zusätzlichem Gartenauslauf eigentlich genug Platz hatten, um sich aus dem Weg zu gehen (und wenn gewisse Dämlichkeiten dass dann nicht tun, sondern provozierend um andere herumstolzieren, müssen sie sich über die Reaktion auch nicht wundern... es sah nämlich manchmal wirklich nach "mir ist gerade so langweilig... was soll ich nur machen... ahh! XY ärgern!" :prrr:aus...). Und mittlerweile kuscheln selbst die zänkigen Damen untereinander, gejagt wird eigentlich nur noch der arme Futtersklave, wenn er mal wieder mit dem Essensnachschub trödelt... |
Cindy, es ist nicht nur richtig, sondern auch wichtig dass Du Faxe sein Futter in seiner Ecke servierst, wenn er nicht zum fressen käme könnte es schnell auch gesundheitlich dramatisch werden. Kaninchenohren sind extrem gut durchblutet, von daher wirkt ein "Schmiss" im Ohr immer sehr bedrohlich, dort heilt es aber schnell. Ansonsten.... Ruhe bewahren Flasche Rotwein leeren und hoffen, dass Mäusle möglichst schnell ihre pubertierenden Hormonwallungen wieder auf Normalmaß zurückschraubt... |
Also gut, ich finde mich jetzt erst mal damit ab, daß ich zwei zoffende Fellbüschel in der Wohnung habe ;-) Mäusle hat Faxe heute schon mehrmals in seinem Versteck "besucht" und kam dann wieder mit hochgestrecktem Bürzel und einmal mit einem Fellbüschel im Mund heraus... Aber Faxe wird jetzt schon wieder mutiger, kommt immer öfter raus - kurzum, ich seh es schon, heute wird es wohl wieder böse krachen zwischen den beiden. Jetzt habe ich heute Angocin geholt und hab dazu ne Frage. Leider frisst keiner von beiden das einfach so - wie soll ich denen das denn geben?? Direkt in Mund rein geht auch nicht, gerade Faxe ist noch nicht so zutraulich und wenn ich ihn jetzt noch jeden Tag schnappen und medikamentieren würde, wär das in der jetzigen Situation überhaupt nicht gut. Ich hab mal gelesen, daß viele das in einen Bananenbrei mischen.. aber ich hab nicht vor, den beiden Banane zu geben, ist ja nicht gerade gesund, oder? Zumal die sich ja noch immer in der Futterumstellung befinden und bis dato, außer einem Stück Apfel, noch gar kein Obst bekommen haben. Hat jemand eine Idee, wie ich 8 Tabletten in die beiden reinbekomme? |
Zwischenmeldung... gestern gab es wieder Zoff. Faxe wurde mutiger und mutiger und als Mäusle angreifen wollte, griff er sie an. Hat sogar erst mal "gewonnen", Mäusle verzog sich daraufhin erst mal, aber Faxe wollte dann schon nicht mehr und saß traurig in seinem Versteck. Bei jeder weiteren Begegnung mit ihr rannte er wieder davon. Zudem vertreibt Mäusle ihn jetzt sogar massiv aus seinem Versteck, den letzten Ort, den er überhaupt noch hat. Ist dort gestern mehrmals rein, hat alles vollgespritzt etc. Der arme Faxe blieb mehrere Stunden unterm Sofa; nur ein einziges Mal hat er sie dort angegriffen, so daß sie abhaute. Aber seitdem hat er einfach nur noch wieder Angst. Jetzt gerade hat sie ihn dort schon wieder vertrieben. Weil sie ihm die letzte Rückzugsmöglichkeit jetzt auch noch nimmt, ist er grad ins Schlafzimmer geflüchtet. Naja, bis Mäusle ihn dort auch findet :-( Seit gestern kommt der kleine Kerl gar nicht mehr zur Ruhe.. |
Ich habe keinen so rechten Tip für dich, wollte dir nur sagen, dass es mir sehr leid tut für deinen Kleinen. Als wir damals unsere Zweijährige mit dem kleinen Kastraten zusammengesetzt haben, ging es auch erstmal gar nicht... Wir haben sie dann getrennt und über Gitter-an-Gitter und Zusammen-auf-dem-Sofa-Kuscheln gaanz langsam aneinander gewöhnt. Irgendwie denke ich, hat sie der "Rammlergeruch" gestört, aber warum es dann iwann ging, weiß ich auch nicht...:rolleyes: Und die kannten sich ja vorher auch nicht... Auf jeden Fall drücke ich euch alle Daumen, dass es doch auf einmal wieder klappt...:thumbsup: Die raufen sich schon zusammen, wirst sehen... |
Mir tut der Kleine auch so leid... ich glaube mittlerweile nicht mehr, daß die beiden sich noch irgendwie zusammenraufen. Mäusle treibt es immer mehr auf die Spitze, nirgendwo ist Faxe mehr sicher und das sieht man ihm auch an. Immer, wenn er springen will und rauskommt, wird er sofort wieder ins Eck vertrieben - und selbst dort vertreibt sie ihn mehrmals am Tag, so daß er unters Sofa muß, und frisst ihm zuerst mal alles weg, benutzt sein Klo und seucht dann noch auf sein Fressen. Dann freut sie sich immer riesig... Sie hat hier mehrmals am Tag ihre fünf Minuten, und der arme Faxe kann sich gar nicht mehr bewegen. Er ist vier Monate jung und ihm werden jegliche Springübungen etc verboten, der kann nur im Eck sitzen. Zudem ist sein ganzer Körper mit kleinen Wunden von ihren Angriffen übersät. Heute hat er sie zwar auch zweimal attackiert, aber nur kurz, ist dann gleich wieder unters Sofa gerannt. Mittlerweile habe ich den Eindruck, daß es ihm zu arg zusetzt und ich kann mir das nicht mehr länger mit ansehen. Ich trenne die beiden jetzt, das hat so keinen Wert, es tritt auch keinerlei Besserung ein. Einerseits gibt es Situationen, wo ich denke, das könnte ein Fortschritt sein, aber im nächsten Moment stellt sich dann wieder raus, daß Mäusle damit nur provoziert hat. Grade habe ich mit Mäusle gespielt und jetzt schaut Faxe umso trauriger - er kann ja nicht aus seinem Eckle raus - der Käfig ist größer wie der kleine Bereich, wo sie ihn ab und an in Ruhe läßt. Ich werde nun schauen, daß ich anstelle einer Tür ein dementsprechendes Gitter auftreibe. Dann hat Faxe Wohnzimmer und Küche und Mäusle Schlafzimmer und Flur. Denn ich denke, Mäusle verkraftet es rein charakterlich schon mal besser, wenn ich sie "rauswerfe"; zudem ist sie absolut zutraulich, läßt sich aufn Arm nehmen etc, da fällt das Schmusen dann auch viel leichter. Außerdem will ich nicht, daß Mäusle das Revier, aus dem sie Faxe dauernd vertreiben möchte, jetzt auch noch von uns geschenkt bekommen würde, das wär glaub ich ein falsches Signal. Ich möchte also eine Gittertür einbauen, so daß sie sich weiterhin sehen und riechen können und Faxe dann mindestens eine Woche erst mal Ruhe gönnen. Und dann mal sehen... dann wär es wohl das Beste, wenn ich beide auf neutralen Boden zusammen setze, oder? Ach Mensch, mir tut das alles so leid, ich hab beide doch gleich gern und möchte eigentlich niemanden aussperren. Und ich hab auch echt Angst, daß die sich nicht mehr zusammenraufen, dann müßte ich ja über kurz oder lang einen von beiden abgeben... :-( :-( Momentan bin ich jetzt echt deprimiert. @flyrider Das ist ja eben das, was mich auch so verwundert - die kennen sich ja von klein auf an und nach den ersten Rangeleien war zwei Wochen eitel Sonnenschein, ständig miteinander geschmust... aber von einer Minute auf die andere ist alles anders und das jetzt seit einer Woche. Wie lang sollte ich da noch zuschauen, wie Faxe immer mehr verkümmert? |
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