 | Zwergkaninchen | | Registriert seit: 03.08.2016
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Geschrieben am
30.03.2017, 09:51
| | | | Hallo!
Erstmal alles Gute für deine kleine Häsin.
Ich kann dich gut verstehen, dass du dir Gedanken machst. Ich halte meine Kaninchen auch ausschließlich in Außenhaltung, außer es gibt mal wieder eine Vergesellschaftung oder andere Zwischenfälle.
Mein Romeo und seine damalige Frau Giulia kamen vor 7 Jahren aus einem TH zu uns. Da es bereits Mai war, wurden sie eine Weile auf dem Balkon gehalten und kamen nach Fertigstellung in ein 15qm großes Freigehege. Giulia baute irgendwann (altersbedingt) auch ab und wurde dünner. Sie blieb trotzdem draußen, weil sie ansonsten immer ein tolles Winterfell hatte und sie sich sichtlich wohl fühlte. Als sie gestorben war, holten wir für unseren Romeo ein Schwesterpärchen in fast dem gleichen Alter.
Baby, also eine der Schwestern hatte chronischen Schnupfen, schuppiges Fell und war auch deutlich zarter als ihre Schwester (also ein eher kränkliches Kaninchen). Sie blühte sichtlich auf in der Außenhaltung und alles verlief vorerst ohne Probleme. Bis dann blöderweise mitten im Januar am Nacken das Fell fast faustgroß ausgefallen ist. Das war dann logischerweise der Zeitpunkt wo sie ins Haus musste. Auch Romeo und Möhre kamen mit rein, damit Baby nicht alleine über den Winter drin sein musste. Leider kamen dann bei Baby noch tausend andere Krankheiten dazu. Sie bekam z. B. eine Infektion der Wirbelsäule und uns war klar, dass sie für die Außenhaltung absolut nicht mehr geeignet ist, da sie auch inkontinent wurde und ständig verklebtes Fell hatte. Also täglich Popo baden, trocken föhnen usw. Leider mussten wir sie gut 2 Monate später (also im März letzten Jahres) gehen lassen. Romeo und Möhre kamen dann wieder in die Außenhaltung.
Bei Möhre bemerkte ich dann auch, dass sie anfing „abzubauen“. Sie wurde dünner, war aber ansonsten komplett fit wie Turnschuh. In den sehr kalten Wintertagen sah man Möhre und Romeo meistens nur draußen beim Fressen oder (falls mal die Sonne schien) in der Sonne liegen/sitzen. Ansonsten verbrachten die beiden in ihrem Erdreich. Dort hatten sie es, trotz teilweise über -20°C Außentemperatur, immer recht warm.
Mein Außengehege hat nicht nur diese unterirdische Höhle sondern auch einen größeren zwei- bis dreifach isolierten Stall (war mal eine Hundehütte), ein Stall mit Fußbodenheizung (unser „Heizhaus“), ein „Sommerhaus“ (also ein Stall ohne Isolierung), eine kleine Schutzhütte sowie einen hohlen Baumstamm. Meine Kaninchen haben je nach Wetter- und Witterungslage ihre Vorlieben für bestimmte Häuser. Komischerweise wurde das Heizhaus so gut wie nie genutzt. Für mich aber war es Beruhigung, dass es da ist und sie dort immer einen warmen Platz finden würden.
Ich glaube, wenn genügend warme, kuschelige Plätze vorhanden sind, wird deine Hasendame sicherlich auch eine Außenhaltung im Winter vertragen. Ich würde es an deiner Stelle ausprobieren. Wahrscheinlich blüht sie sogar richtig auf. Jedenfalls war es bei meinen Hasis immer so. Alle stammen aus reiner Wohnungshaltung und liebten es, draußen zu buddeln und ins Erdreich zu kriechen. Meine Kaninchen bekommen im Winter auch hin und wieder Nüsse/Mandeln zu fressen. Sie sind zwar sehr fettreich, aber ich denke, es ist für Außenhaltungskaninchen in kalter Jahreszeit ganz gut. Da es jetzt draußen oft sehr warm ist, lehnen sie sogar Nüsse ab und sie bekommen ab jetzt auch keine mehr. Möhre hätte ich aber weiterhin, aufgrund des Gewichts, Nüsse gegeben. Nur sie starb vor 3 Wochen an Herzversagen (altersbedingt). |