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Unser Zwergkaninchen beißt und lässt sich nicht anfassen auf Kaninchen Forum

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Ninchen
 
Registriert seit: 03.10.2015
Beiträge: 16
Anfi0812 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 08.10.2015, 10:18

Zitat:
Zitat von Tuna Beitrag anzeigen
Hoch heben ist für jedes Kaninchen ein extremer Eingriff in seine "Privatsphäre".
Ein Kaninchen verliert nur dann den Boden unter den Füßen wenn es von einem Beutetier gegriffen wird. Dieser Instinkt steckt im Tier. Den bekommt man da nicht raus.
Warum muss Schnitte denn aus dem Käfig gehoben werden? Darf sie das nicht selber entscheiden wann sie raus hoppeln möchte oder kann sie wegen "bautechnischer Mängel" nicht selber raus hoppeln?
Hmm ja eigentlich könnte sie das auch alleine da hast du schon Recht. Aber da sie noch sehr klein war ist sie beim Rausspringen ein paar Mal mit den Hinterläufen hängen geblieben, sodass ich es besser fand ihr dabei zu helfen. Reinspringen hingegen war/ist kein Problem.

Zitat:
Zitat von JayJay Beitrag anzeigen
Schnitte ist übrigens ein echter Glücksgriff für euch, denn sie zeigt euch ganz genau was sie gut und mal so richtig SCH#### findet

Von diesen Tieren kann man am Besten lernen.
JA GENAU: Ihr müsst lernen

Ich liebe ja solche Charaktertiere

Kindern kann man in so einem Fall sehr viel über die Unterschiede der Tierarten und deren Bedürfnisse beibringen.
Ihr habt ja noch den Hund zum streicheln und "liebhaben", sicher wird dein Sohn verstehen, dass Kaninchen eher Beobachtungstiere sind und auch die haben ganz besondere Vorteile - auch für Kinder
So kann dein Sohn zum Beispiel bei der Gehegeplanung tatkräftig unterstützen, ihr könnt kleine Häuschen bauen, oder eine Ausguck-Etage, beim Spaziergang mit dem Hund könnt ihr Wiesenpflanzen und Äste sammeln, die er dann an die Kaninchen verfüttern kann, zudem kann er stundenlang bei den kaninchen im Gehege sitzen und sie bei ihren Sozialkontakten, beim spielen und kuscheln beobachten.
Uuuuuuuuuund es gibt nichts schöneres, als wenn das Kaninchen, dass nicht gezwungen oder genötigt wird (das heißt es für ein Kaninchen nämlich, wenn es auf den Arm genommen wird), plötzlich von alleine angehoppelt kommt und gestreichelt werden möchte - dann wisst ihr, das ihr es gut und richtig gemacht habt

Bitte überlegt euch jetzt erstmal einen geeigneten Platz für das Gehege, errrichtet es in Ruhe und in artgerechter Größe und DANN guckt ihr nach einem Partnertier.
Zur Vergesellschaftung könnt ihr dann nämlich beide zusammen direkt in das ganz neue Zuhause setzen und den Spaß vom gegenseitigem Beschnüffeln, Gejage und manchmal auch kleinen Beißereien beobachten.

Wir werden dann hier wieder mit Rat und Tat zur Seite stehen
Also mit meinem Sohn sollte es da keine Probleme geben. Er ist sehr einsichtig und hinterfragt sehr viel und will sich wirklich gut um sein Tier kümmern und versteht auch wenn er manche Sachen nicht machen darf, weil es das Tier nicht gerne möchte etc. Selbst seinen Freunden sagt er wie sie sich zu verhalten haben dbzgl.

Vielen Dank für Deine lieben Worte. Sollte es zu einer VG kommen, werde ich mich auf jeden Fall wieder bei Euch informieren.

Zitat:
Zitat von Sunrise86 Beitrag anzeigen
Hey =)

ich berichte mal von meinen eigenen Erfahrungen.
Meine Lilly hab ich sehr lange alleine gehalten, sie hatte ihren Käfig + täglichen Auslauf im Wohnzimmer später auf der Galerie (haben auch Maisonette) und trotzdem wurde sie mehr und mehr aggressiv. Sie hat gebissen, massivst am Gitter gerüttelt usw.
Dann haben wir uns Sammy dazu geholt....man konnte zusehen wie viel lieber Lilly wieder wurde, doch sie wurden immer noch im Käfig gehalten. Mittlerweile Doppelstock...und trotzdem nicht richtig.
Nun haben sie seit Februar ein Gehege, erst nur etwas über 4m² + immer noch täglichen langen Auslauf. Die Nins waren/sind wie ausgewechselt. Sie hoppeln durch die Gegend, schlagen ihre Haken und nachdem ich dann auch noch von Trockenfutter auf Frischfutter umgestellt hatte wurden sie noch etwas flinker. Lilly ist eine dominate Kuschelmaus. Sie fordert ihre Kuschelneinheiten ein wenn SIE es möchte sonst wird sie zickig .
Seit August haben wir nun 4 Nins in einem 9m² Gehege (komplett unter die Dachschräge angepasst) und Auslauf haben sie auf dem Rest der Galerie.
Aber wenn ich so vergleiche: Lilly früher und Lilly heute das kann man absolut nicht vergleichen.
Tu es für Schnitte, ermögliche ihr so weit wie möglich ein artgerechtes Leben und einen Artgenossen. Glaub mir sie wird es dir danken.

LG Sun
Das hört sich alles mega toll an, aber ich bin ganz ehrlich, ich habe nicht den Platz um mal eben ein halbes Zimmer abzutrennen. Wie gesagt ich hätte die Möglichkeit und den Platz unter der Treppe und würde es dort wahnsinnig gerne gestalten, aber ich befürchte einfach, dass es für die Hasen dort zu dunkel wäre.

Zitat:
Zitat von Teekannenloser Beitrag anzeigen
Ich halte seit über 15 Jahren Kaninchen und habe bis vor zwei Jahren den gleichen Fehler gemacht, nur einen Hasen in einem gewöhnlichen Käfig zu halten. Ich wurde nicht nur hier eines Besseren belehrt, sondern sehe täglich was für ein Unterschied es ist Kaninchen zu halten, die durch die Gegend springen, Haken schlagen und sich gegenseitig das Öhrchen lecken.

Jayjay hat schon Recht, ihr solltet auf den jeweiligen Charakter der Tiere achten. Ich weiß, dass es unheimlich schwer ist einem Kind zu zeigen, dass manche Tiere nicht geknuddelt werden möchten. Doch vielleicht kannst du es so erklären, dass er ja auch nicht permanent den Kopf getätschelt bekommen möchte.

Ich habe zwei kleine Zwerge bei mir, von denen sich der Rammler sehr gerne streicheln lässt und das auch genießt. Das Weibchen dagegen sieht unheimlich süß aus, alle wollen es gerne streicheln, aber es lässt sich sehr selten und auch nur von vertrauten Personen streicheln. Was für mich okay ist. Auf den Arm nehmen lassen sich beide nur sehr ungern. Mein Weibchen lässt sich zwar selten streicheln, würde mich aber niemals zwicken (sie verrenkt sich eher den Hals, als dass sie auch nur mit den Zähnchen beim Haferflocken aus der Hand schlecken an meine Haut kommt). Das hat denke ich auch etwas mit Vertrauen zu tun. Wenn es nicht gestreichelt werden will, schiebt es meine dargebotene Hand energisch weg.
Ich möchte mit dem Beispiel dein Bewusstsein stärken, auf die Tiere und ihre Bedürfnisse Rücksicht zu nehmen.

Gib deinem Tier genug Platz und vor allem ganz wichtig ein Partnertier und etwas Zeit. Halte ihr vorsichtig die Hand zum schnuppern hin, dann kann sie selber entscheiden ob sie gestreichelt werden will und merkt dass von dir keine Gefahr ausgeht. Ruhig die Hand aus sicherer Entfernung hinhalten. Und vielleicht erstmal nur im Freilauf hinhalten, dann hat sie nicht das Gefühl, dass du in ihr Revier eindringst. Vielleicht setzt ihr euch beim Freilauf einfach mal auf den Boden und lasst sie zu euch kommen. Ein paar Bestechungsleckerchen sind dabei natürlich auch von Vorteil.

Ich hoffe du kannst mit den Tipps etwas anfangen und die Situation für dich, deine Familie und natürlich auch deine Häsin verbessern. Berichte uns doch einfach wie es läuft, ich bin sicher hier stehen dir ganz viele Menschen mit guten Ratschlägen und Lösungen zur Seite und freuen von dir zu hören.

Bilder sind natürlich auch gerne hier gesehen.
Vielen Dank für Deine lieben Worte. Ich werde auf jeden Fall berichten.

Zitat:
Zitat von Langlöffel Beitrag anzeigen
Hier mal ein foto vom winterunterbringung wenn wir nicht zu hause sind. Wie mal geschrieben sind sie tagsüber im aussengehege aufm balkon . Oder in der stube bei uns am rumhoppeln. Da wir noch katzen haben lieber in käfig wenn wir auswärts sind.

Das zusammbauen dauert etwa 2 stunden
Danke für das Bild, aber das wäre nichts für uns um ehrlich zu sein

Zitat:
Zitat von marinahexe Beitrag anzeigen
Ich wage dann mal für Schnitte eine Ferndiagnose zu stellen. Gebärmutter unauffällig, Gesäugeleiste unauffällig. Aggressives Verhalten durch Käfighaltung und fehlenden Sozialpartner!

Ich gehöre zu den Leuten, die so bissige "Bestien" aus Käfighaltung aufnehmen und ihnen ein Zuhause geben. Nicht lange, nachdem sie mehr Platz und einen Partner haben, wird auch die größte Bestie wieder zahm. Wichtig ist dabei, dass man diese Tiere nicht bedrängt, sondern sich zu ihnen auf den Boden setzt, mit ihnen redet (oder aus der Zeitung vorliest), aus der Hand füttert und nach einiger Zeit langsam von der Nase bis zu den Ohren streichelt, weiter erstmal nicht.

Für Schnitte wäre es gut, wenn sie einen bereits kastrierten Rammler (der seine 6 Wochen-Frist schon abgesessen hat), der gut sozialisiert ist, als Partner bekommt. Er sollte etwa 1 Jahr alt sein, auf keinen Fall ein Baby.
Danke für die Tipps. Bei einem zweiten Hasen wären wir auf jeden Fall bereit ins Tierheim zu gehen.



Leider konnte ich gestern von dem Platz unter der Treppe keine Fotos mehr machen. Ich hoffe aber, dass mir mein Mann gleich welche schickt

Also ich habe mir jetzt einige Gehegefotos angeschaut und muss sagen viele sehen echt toll aus, aber dennoch muss ich auch dazu sagen, dass ich echt nicht gewillt bin ein halbes Zimmer dafür her zu geben oder gar auf mein Wohnzimmer zu verzichten bzw. mich dort von Zaun umzingeln zu lassen. Mein Sohn hat ein schönes großes Zimmer, aber auch das ist mit Möbeln eingerichtet (was ein Kind halt so braucht)...es würde bedeuten, dass wir einige Möbel raus schmeißen müssten und mein Sohn auf die Hälfte seines Zimmers quasi "verzichten" müsste. Das hört sich jetzt krass an, so ist es gar nicht gemeint, aber ich hoffe Ihr könnt verstehen was ich meine und warum ich so zweifle und überlege?!
Ich bin sehr gerne bereit den Hasen einen schönen Platz zu schaffen und zu bieten, aber ich möchte mich nicht in meinen eigenen 4 Wänden einzäunen oder einschränken müssen.
Ach mann ist das alles schwer Wir haben unsere Schnitte doch so lieb....ach manno.



 



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