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Außengehege unmittelbar an Gemeinschaftsgründstück auf Kaninchen Forum

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Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 20.05.2014
Beiträge: 249
Medu befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 09.06.2014, 23:14

Außengehege unmittelbar an Gemeinschaftsgründstück


Hallo zusammen, mal wieder ist Euer aller Rat gefragt :
Da ich plane ein Außengehege zwar auf eigener Terrasse zu errichten, diese allerdings unmittelbar an einem Gemeinschaftsgründstück mit sozusagen fremden Nachbarn grenzt, habe ich dieses jetzt gezielt bei diesen fremden Nachbarn angesprochen. Das wichtigste Gespräch war jenes, mit der Hundebesitzerin (Australien Shepard ist mit drin), dem gemütlichen "Hütehund".
Ich meinte, ihr Hund sei ja eher der gemütliche Typ und da hätte ich doch nichts zu befürchten, er wäre ja ein Hütehund (er ist auch 10 Jahre alt).
Leider hat sie dies nicht bestätigt, sondern meinte, ihr Hund drehe bei Eichhörnchen und Kaninchen total ab...sie müsste das unbedingt wissen, wenn ich wirklich Kaninchen nach draußen setzen möchte, da ihr Hund (sie betonte dann, dass ein Australien Shepard mit in seiner Gattung stecke) bei eben diesen kleinen Tierchen wohl doch nochmal voll aufdrehen würde...Als ich dann meinte, na ja, ich überlege ja noch, ob ich das überhaupt machen soll mit dem Außengehege, meinte sie, sie könnte das schon verstehen, dass diese Tierchen besser draußen gehalten werden sollen, aber ganz so einfach wäre es wohl nicht mit ihrem Hund (ich dachte ja, er wäre ein HÜTEhund und der wäre den Kaninchen gegenüber eher so "beschützend" gestimmt).
Ich kann die Nachbarn leider nicht 100%ig einschätzen (man kennt sich nicht gut genug), ist es also klug ein Marder- und auch Rattensicherers Gehege zu errichten, aber nicht genau zu wissen, ob die Nachbarn einem so einen Bau übel nehmen (die wohnen ja schon länger hier)??




Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 15.04.2014
Beiträge: 207
Pocket befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 09.06.2014, 23:40

Hütehunde sind intelligent, bewegungs- und jagdfreudig. Das Hüten ist eigentlich kein Beschützen, sondern eigentlich ein Jagen, das nicht zuende geführt wird. Die Schafe werden zusammengetrieben, wie eine Herde Beutetiere, aber natürlich nicht gerissen, sondern maximal in die Füße gezwickt.
Sowas kann ein Hund der entsprechenden Rassen aber nicht von selbst, sondern er müsste dazu ausgebildet werden.

Fast alle Hunderassen jagen an sich gerne, manche stärker, manche schwächer. Jeder Hund, der einem Ball hinterherrennt, wird von einem rennenden kleinen Tier ebenso dazu gereizt. Je nach Sozialisation und Erziehung gibt es allerdings auch Hunde, die kleine tiere wie Kaninchen und Meerschweinchen eher als eine Art Welpen betrachten, oder auch als Spielzeug der Zweibeiner, das tabu ist.

Wenn das Gehege stabil genug ist, einem dagegen springenden Hund standzuhalten, dürfte es aber kein dauerhaftes Problem geben. Die Kaninchen merken schnell, dass von dem Hund hinterm Gitter keine Gefahr ausgeht, sowie auch der Hund aufgeben wird, weil er ohnehin nicht an die Kaninchen drankommt.
Ein Sichtschutz, damit der Hund die Kaninchen nicht sehen kann, wäre hilfreich.
Denn falls der Hund zu der hartnäckigen Sorte gehört, und ständig jaulend und kläffend vor dem gehege herumspringt, wäre das nicht nur für die Kaninchen stressig, sondern könnte dir auch Ärger mit der Nachbarin einhandeln.




Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 15.11.2013
Beiträge: 669
Kanarienvogel befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.06.2014, 14:11

Naja, wir haben einen auch einen Nachbars Hund der aus Jack Russel, Bulltierier und vermutlich Dackel besteht, also alles Jagt und "Biss"- Hunden. Nach 2 Wochen bellen, kläffen und ausrasten war auch gut und nach einem Monat hat er kein Interesse mehr an ihnen gezeigt, selbst als sie direkt an ihm vorbeirannten. Und damals war dieser Hund unter einem Jahr, also Energiegeladen und ungestüm. Ich denke bei einem 10 Jahre alten Hund wird das genauso sein.
Aber mach den Auslauf trotzdem sicher, man kann ja nie wissen. Selbst wenn der Hund sich gewöhnt, kann er in 2 Jahren trotzdem einen "Ausraster" bekommen....




Benutzerbild von HersfelderHasen
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 19.05.2014
Beiträge: 718
HersfelderHasen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.06.2014, 17:29

Also einen Aussie würde ich nicht unterschätzen, wenn ich mir meinen eigenen so anschaue... "Gemütlich" und Hütehund ist allerdings auch eine Kombi, die ich aus eigener Erfahrung so gar nicht kenne.
Wie Pocket schon schreibt ist das Hüteverhalten aus dem Jagdverhalten entstanden. Kann es sein, dass du Hütehunde mit Herdenschutzhunden verwechselst?

In den ersten Tagen musste ich arg auf Asti aufpassen, der hätte sich sonst glatt durch den Käfig gefressen. Nach einigen Tagen wurde die Aufregung dann weniger und mittlerweile läuft er munter zwischen der Mümmelmann-Armee hin und her. Ich denke allerdings auch, dass im Notfall ein stabiler Sichtschutz eine gute Investition wäre, die Aussies die ich kenne sind alle "nur" Sichtjäger.




Benutzerbild von gerti
Kaninchen
 
Registriert seit: 18.11.2012
Beiträge: 15.579
gerti befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.06.2014, 21:01

Wer ist den der Mieter von dieser Wohnanlage mit Gemeinschaftsgarten? Wohnt der auch dort? Das Gehege würde ja auf der Terrasse von Euch stehen, da hat der Hund schon mal gar nichts zu suchen und die Hundebesitzerin muss dementsprechend aufpassen. Ein Auslaufgehege könntest Du entsprechend stabil machen, dass der Hund das nicht gleich durchlaufen kann. Oder bei Stellgittern mit Zeltnägeln die Gitterelemente im Boden befestigen und evtl. Drahtrahmen zum Drauflegen machen. Aber ich würde das auch mit dem Vermieter besprechen.



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Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 20.05.2014
Beiträge: 249
Medu befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.06.2014, 21:56

Die Hundebesitzerin selbst bezeichnet ihn als Hütehund und meinte "da ist auch Australian Shephard mit drin". Gemütlich empfinde ich ihn vllt., weil er bereits 10 Jahre alt ist und oft einfach nur dasteht und guckt ohne sich zu bewegen (großer Denker ?? ), dann trottet er irgendwann wieder ab.
Sie meinte auch selber, dass sie dann darauf achten müsste und aufpassen müsste, also sie würde die Verantwortung wohl nicht auf mich abschieben wollen...ich habe auch den Ratschlag von anderer Seite erhalten, am Anfang direkt, wenn der Hund zu nahe kommt oder Theater macht ihn mit Geschepper oder Wasser zu schocken und richtig zu brüllen, so dass er das direkt lernt (das kam wie gesagt aber nicht von seiner Besitzerin)
Ich fürchte, meine Kaninchen würden dann erstmal aus dem Klopfen wahrscheinlich gar nicht mehr raus kommen, ist ja alles neu und befremdend wahrscheinlich), so lange bis sie wunde Fußsohlen haben...
Ich möchte das bereits bestehende Nachbarschaftsverhältnis nicht unnötig durch mein privates Haustierding verübeln, dann stände ich auch ganz allein gegen all die anderen da
Leider gibt es keinen Zaun, weil die bd Hausparteien sich so gut verstehen und wohl immer schon gut klarkommen...rechtlich gesehen gehört dieser Hund zum Nachbarhaus und die Terrasse mit Garten gehört zu meinem Mietshaus...aber es wird halt schon lange so gehandhabt, dass man sich die Grundstücke teilt (außer die Ecke der Terrasse, die gehört nur zu meiner Wohnung)
Solange ich den Vermieter nicht frage, kann er auch nicht "Nein" sagen...ich muss zwar das Gehege in die Steine und Hausseite rein festbohren, aber in der Whng. hänge ich ja auch Bilder auf und muss beim Auszug einfach die Löchter zuspachteln--denke ich mir




Benutzerbild von NiTi
Kaninchen
 
Registriert seit: 24.02.2014
Beiträge: 3.289
NiTi befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.06.2014, 22:03

Öhm, Löcher in der Hauswand von außen bitte UNBEDINGT mit dem Vermieter absprechen. Das solltest du keinesfalls einfach so machen. Das kann zu Wasserschäden etc. führen, wenn es unsachgemäß ausgeführt wird. Und wenn dann der Vermieter nicht Bescheid wusste... lieber vorher nachfragen.




Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 15.04.2014
Beiträge: 207
Pocket befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.06.2014, 22:30

Zitat:
Zitat von Medu Beitrag anzeigen
.ich habe auch den Ratschlag von anderer Seite erhalten, am Anfang direkt, wenn der Hund zu nahe kommt oder Theater macht ihn mit Geschepper oder Wasser zu schocken und richtig zu brüllen, so dass er das direkt lernt (das kam wie gesagt aber nicht von seiner Besitzerin)
Stell dir mal vor, deine Kaninchen würden mal ausbüchsen, und Nachbars Gemüsebeet abfuttern, und der Nachbar würde deine Tiere dann anbrüllen oder mit Wasser übergießen --wäre ätzend oder?

Wenn der Hund zu großes Interesse an den Kaninchen zeigt, solltest du ihn höchstens streng anschauen, und mit erhobenem Zeigefinger "NEIN" sagen. Ihn wie oben beschreiben massiv angreifen, würde ich höchstens, wenn er tatsächlich einzubrechen versucht, die Halterin nicht zur Stelle ist, und es sich um einen Hund handelt, von dem ich befürchte, dass er mich beißt, wenn ich ihn einfach am Halsband greife.

Allgemein geht man so mit Hunden nicht um, ebensowenig wie mit Kindern.



Angora-Angy and Minerva like this.

Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 15.11.2013
Beiträge: 669
Kanarienvogel befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 11.06.2014, 01:25

Zitat:
Zitat von Pocket Beitrag anzeigen
Stell dir mal vor, deine Kaninchen würden mal ausbüchsen, und Nachbars Gemüsebeet abfuttern, und der Nachbar würde deine Tiere dann anbrüllen oder mit Wasser übergießen --wäre ätzend oder?

Wenn der Hund zu großes Interesse an den Kaninchen zeigt, solltest du ihn höchstens streng anschauen, und mit erhobenem Zeigefinger "NEIN" sagen. Ihn wie oben beschreiben massiv angreifen, würde ich höchstens, wenn er tatsächlich einzubrechen versucht, die Halterin nicht zur Stelle ist, und es sich um einen Hund handelt, von dem ich befürchte, dass er mich beißt, wenn ich ihn einfach am Halsband greife.

Allgemein geht man so mit Hunden nicht um, ebensowenig wie mit Kindern.
Nznznz, du musst mehr Martin Rütter sehen, das geht ja garnicht ( nein, Scherz beiseite)

Ich gäbe Pocket recht. Wasser ist ok, aber Brüllen kann (hängt natürlich vom Hund ab) von Traumata bis zu Aggressionen führen. Und ich denke den Nachbarn und deinen Kaninchen wirst du keinen großen Gefallen tun, wenn du Wassersprizend und Brüllend im Garten stehst.




Geändert von Kanarienvogel (11.06.2014 um 01:35 Uhr).

Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 20.05.2014
Beiträge: 249
Medu befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.06.2014, 22:24

ich muss nochmal meinen Bruder fragen, wie genau er das plant. Kann auch sein, dass er nur in die Terrassensteine bohren will, nicht in die Hauswand. Ich glaube, es soll eine Holzseite geben, von welcher aus er den restl. Stall aus Volieredraht (in Rahmen) konstruieren will. Vllt. soll dieses Gehege einfach nur nahtlos an die Hausseite gebaut werden (er ist Zimmermann und kennt sich aus, außerdem weiß er wie paranoid ich bin von wegen "aber sicher muss es sein, gaaanz sicher")

Aber mal ganz ehrlich, ich glaube langsam, dass ich der Aufgabe als Kaninchenhalterin einfach niemals gewachsen sein werde...seit 5 Jahren habe ich Bedenken wg ihnen...wg der dauernden Bedenken und Sorgen (ich bin sowieso schon latenter Psycho) habe ich Dauerstress in meiner Beziehung...

Wenn es also irgendjmd gäbe, der meiner 3er Gruppe ein gerechtes, schönes, angemessenes, tolles, kaninchenhalterversiertes Leben bieten könnte/wollte, ich würde mir das ernsthaft überlegen. Wahrscheinlich werde ich jetzt "gesteinigt" von Euch, weil Ihr alle bewusste Kaninchenbesitzer seid, aber ich bin da irgendwie reingerutscht und habe vermehrt das Gefühl, ich schaff' das einfach nicht...zu meinen sowieso schon existierenden Sorgen sind seit 5 Jahren nur 3 dazugekommen...ich heule mehr wg ihnen als dass ich mich an ihnen erfreuen kann natürlich finde ich sie herzallerliebst, sonst müsste ich mir ja keine Sorgen um sie machen




Kaninchen
 
Registriert seit: 20.07.2012
Beiträge: 1.323
Hase2 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.06.2014, 23:36

Zitat:
Zitat von Medu Beitrag anzeigen
iAber mal ganz ehrlich, ich glaube langsam, dass ich der Aufgabe als Kaninchenhalterin einfach niemals gewachsen sein werde...seit 5 Jahren habe ich Bedenken wg ihnen...wg der dauernden Bedenken und Sorgen (ich bin sowieso schon latenter Psycho) habe ich Dauerstress in meiner Beziehung...

Wenn es also irgendjmd gäbe, der meiner 3er Gruppe ein gerechtes, schönes, angemessenes, tolles, kaninchenhalterversiertes Leben bieten könnte/wollte, ich würde mir das ernsthaft überlegen. Wahrscheinlich werde ich jetzt "gesteinigt" von Euch, weil Ihr alle bewusste Kaninchenbesitzer seid, aber ich bin da irgendwie reingerutscht und habe vermehrt das Gefühl, ich schaff' das einfach nicht...zu meinen sowieso schon existierenden Sorgen sind seit 5 Jahren nur 3 dazugekommen...ich heule mehr wg ihnen als dass ich mich an ihnen erfreuen kann natürlich finde ich sie herzallerliebst, sonst müsste ich mir ja keine Sorgen um sie machen
Ich finde, du machst das ganz gut, aber wenn du solche Gefühle hegst, setzt du dich vielleicht auch zu sehr unter Druck alles perfekt zu machen?
Nur mal als Beispiel, das Innengehege ist doch gut, dann belasse es doch dabei, wenn du jetzt so einen Riesenstress hast wegen dem Aussengehege, nur weil du denkst, das wäre noch besser. Du tust damit weder dir noch deinen Kaninchen einen Gefallen, wenn du ständig an deine Grenzen gehst. Ich denke, du bist auch so eine gute Halterin. Ich bin übrigens auch in die Kaninchenhaltung nur so reingerutscht, und so wichtig mir die Tiere auch sind, man muss auch schauen, wo man selbst bleibt, auch wenn die Tiere mal zurückstecken müssen, wie gesagt, auf Dauer tut das sonst weder dir noch den Tieren gut.



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Geändert von Hase2 (10.06.2014 um 23:39 Uhr).

Kaninchen
 
Registriert seit: 20.07.2012
Beiträge: 1.323
Hase2 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.06.2014, 23:13

Es mag ja sein, dass es für Hunde bessere Mittel und Wege gibt, aber so schrecklich ist das nun auch wieder nicht, bei Katzen macht man das ja auch.



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