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April, da muss ich dir Recht geben: Begattund ist nicht geich Fortpflanzung, aber genauso ist Begattung nicht immer gleich Spaß, zumindest nicht für beide Seiten. |
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Meiner Meinung nach scheiden sich an dieser Stelle die Geister. Ich glaube nicht, dass die Evolution einen derart starken und unverzichtbaren Trieb hervorbringt, dessen Erfüllung nicht befriedigend und somit spassfrei ist. |
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Zum Satz mit der Party mag ich mich kaum äußern, ich hoffe das ist ein Scherz - sonst wärst du ja der Mensch aus deinem eigenem Beispiel : Und bei Menschen wird Planung und Konsequenzen und Voraussehen klar überbewertet. Beweis: Die Pille danach. Zitat:
Die "Belohnung" des Sexualtriebs bei Tieren ist die Arterhaltung und Weitergabe der eigenen Gene. Wenn Tiere aus Spaß Sex haben, dann verrate mir doch bitte, warum sie nur an fruchtbaren Tagen ihrem Trieb nachgehen. Katzen wären hier ein gutes Beispiel. Außerdem habe ich immer noch die meisten Tiere geschrieben und nicht die am häufigsten vorkommende Tierart - Insekten. |
Jaja, jetzt wird es schwer philosophisch. Wenn Du in einem wertfreien Nachschlagewerk nachsiehst, dann steht bei Begattung: sich geschlechtlich vereinigen. Ich vergleiche Sexualtrieb auf jeden Fall mit der Nahrungsaufnahme, ich wüsste gar nicht, was dagegen spricht. Das mit der Party ist kein Scherz, und Du bist am Kern vorbei: Dieses Verhalten gibt es, es ist nicht selten, und nur darauf kommt es mir an in der Diskussion. Kein Mensch, der um Fortpflanzung und Weitergabe der Gene weiss, wird das als Belohnung empfinden. Okay, korrigiere: Kein Mensch, der noch Lust empfinden kann. Noch viel weniger wird das irgendeine Bedeutung für ein Tier haben, das um Fortpflanzung und Gene nichts weiss. Die Tiere gehen nur an fruchtbaren Tagen dem Sex nach, weil nur dann die chemischen Konstellationen den Spass dominieren lassen. Neurotransmitter bleiben Neurotransmitter. So, wie Du (oder erwähnte Katze) auch essen kann, wenn sie keinen Hunger hat, aber im Normalfall nicht essen wird, wenn sie keinen Hunger hat. Insekten kommen nicht nur am häufigsten vor, sie stellen auch die meisten Tiere - in Zahlen. |
Mit Philosophie hat das so gar nichts zu tun. Deinen Vergleich mit der Party finde ich sehr bedenklich und erschreckend, aber das soll nicht mein Problem sein :cool: Es ging um den Unterschied von Instinkt und selbstbestimmter Sexualität. Du würfelst da so einiges durcheinander und definierst anscheinend auch einige Begriffe anders als ich(oder der Duden). Da du dir auch des Öfteren selbst widersprichst oder mich absichtlich falsch verstehen willst und ich deine Aussagen so nur schwer nachvollziehen kann, belasse ich es jetzt mal dabei - aber diese Insekten... ich schreibe: die meisten Tiere und du nennst die am häufigsten vorkommende Tierart. Das hat doch kein anderer so verstanden ! Wenn ich schreibe die meisten Menschen, würde doch keiner glauben ich meine Asiaten. :confused: Auf der anderen Seite hättest du meine Meinung DANN aber teilen müssen - außer du meinst, das Insekten auch aus Spaß Sex haben !? Rammeln kann mehrere Bedeutungen und Hintergründe haben, es dient nicht nur zur Fortpflanzung oder dem Spaß am Sex, sondern wird zum dominieren genutzt, zum Stressabbau etc. Im Falle der beiden Kaninchen hier sollte dies nicht mit einer Menschenbeziehung (kein Sex = schlechte Beziehung) in Verbindung gebracht werden. Meine Meinung ist weiterhin, dass die meisten Tiere aus Instinkt und Trieb handeln und sich nicht, weil sie gerade Lust haben, einen Sexualpartner mit dem Hintergrund suchen, dass sie Spaß haben wollen ! Falls du hier mehr in die Tiefe gehen willst, stehen dir auch im Internet viele interessante und ausführliche Berichte zur Verfügung, bei denen es nicht um persönliche Meinungen, sondern um wissenschaftlich fundierte Berichte handelt. |
Für alle die, die es (noch) nicht besser wissen: Was Du, JayJay, da beschreibst, das ist eine wissenschaftlich veraltete Sicht, die bis vor etwa 20 Jahren allgemein als gültig galt. Das ist inzwischen überholt. Es gibt wirklich sehr viele, sehr aktuelle Quellen, die sich von dem veralteten Bild "nur zur Reproduktion" längst verabschiedet haben. Eine relativ gute Zusammenfassung und einen guten Startpunkt findest Du in der Wikipedia unter "Animal sexual behaviour". Ich glaube nicht, dass ich mir wirklich widerspreche, was Du zwar allgemein behauptest, aber nicht belegst. Um auf Dein Beispiel der meisten Tiere einzugehen: Ich habe den Begriff Tierart zunächst überhaupt nicht benutzt, sondern nur von den meisten Tieren (im Sinne von Exemplaren) gesprochen. Denn die meisten Tiere - im Sinne einzelner, abzählbarer Individuen) sind Insekten, und die meisten Tierarten allenfalls auch. Wer von "den meisten Tieren" spricht, und eigentlich "die meisten Wirbeltiere" oder "die meisten Säugetiere" meint, der muss sich präziser ausdrücken. Wobei die Behauptung auch dann noch nicht stimmen würde. Ich gehe davon aus, dass bei einem Satz wie "die meisten Menschen essen regelmässig Milchprodukte" sehr wohl jemand auf die Asiaten verweisen wird, und zwar völlig korrekt. Es geht nicht um den Unterschied zwischen Instinkt und selbstbestimmter Sexualität, wie auch immer da jemand eine Grenze ziehen wollte. Es geht darum, was der motivierende Auslöser für sexuelles Verhalten ist. Du vertrittst den Standpunkt, das sei bei "den meisten Tieren" nicht nur Spass an der Freud, und ich vertrete den Standpunkt, dass es gerade (und beinahe ausschliesslich) der Spass ist. Es ist schwierig zu sagen, ob Insekten Spass am Sex haben, weil sie ein komplett anderes Empfinden haben dürften als Menschen und der Begriff "Spass" aus dem menschlichen Kontext kommt. Aber im Zweifel würde ich sagen, ja, auch bei den Insekten ist das so, deshalb werden ja bei den Völker bildenden Insekten entsprechende Stoffe verteilt, damit nur ganz bestimmte Individuen sexuelles Verhalten ausleben. Warum müsste ich etwas unterdrücken, wenn es so gar keine Motivation gäbe, es auszuleben? Genau, weil's Spass macht. Im Gegensatz dazu sind sowohl der Sex selbst, wie schon vorher die Auswahl der Sexualpartner wie erst recht hinterher die Aufzucht von Jungtieren eine sehr gefährliche Sache. "Gene weitergeben" reicht da als Motivator jedenfalls nicht, schon gar nicht bei all den Tieren, die ihren Crick nicht gelesen haben. Oder irgendeine andere Quelle seit 1995. |
Ich möchte nicht unhöflich sein, aber vielleicht sollte man für diese Diskussion einen eigenen Thread erstellen. Ich würde dort auch gerne mitdiskutieren. Aber dieses Thema geht etwas an der Frage des Threaderstellers vorbei. ;) |
Wenn man nur noch aneinander vorbei redet, fängt man am Besten nochmal von Vorne an: Zitat:
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Ich hoffe darin sind wir uns wenigstens alle einig, bevor wir abgeschweift sind. Rammeln kann mehrere Bedeutungen und Hintergründe haben, es dient nicht nur zur Fortpflanzung oder dem Spaß am Sex, sondern wird zum dominieren genutzt, zum Stressabbau etc. Im Falle der beiden Kaninchen hier sollte dies nicht mit einer Menschenbeziehung (kein Sex = schlechte Beziehung) in Verbindung gebracht werden. Deinen Kaninchen geht es also gut und du musst dir keine Sorgen machen. |
Dann bin ja echt beruhigt... |
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