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| Nachdem die Partnerin von meinem Zwergkaninchen recht früh verstorben ist haben wir uns für einen männlichen Partner entschieden. Und ich kann gar nicht beschreiben wie glücklich ich darüber bin. (Weibchen haben meistens einfach ein wesentlich stärkeres Revierverteidigungsverhalten. Das macht manchmal sogar dem Partner mitunter etwas zu schaffen). Roger war ca. 1 Jahr alt, als wir ihn mit dem Neuzuwachs Manni vergesellschaftet haben. Noch war der neue nicht kastriert, allerdings körperlich fast genauso groß. Die Vergesellschaftung habe ich im Badezimmer gemacht. Dies ist ein neutraler Ort, an dem keines der Kaninchen vorher war und somit nicht bereits als "sein Revier" markiert hat. Ich habe an vierschiedenen Ecken Schüsseln mit Wasser und Heu aufgestellt. Denn Nins fressen recht gern den Stress weg. Dann habe ich noch eine Kloschale aufgestellt und mehrere Decken ausgelegt, damit sie guten Grip unter den Pfoten haben, wenn mal doch einer einen Haken schlagen muss. Ich habe beide fast zeitgleich reingesetzt, beruhigende Musik aufgelegt und mich auf den Boden dazugesetzt. Viele sagen auch, dass bei der Vergesellschaftung ein Mensch nicht unbedingt anwesend sein sollte. Ich habe mich dagegen entschieden, weil ich alles beobachten wollte. Es ist nur wichtig nicht einzugreifen. Zu keinem Zeitpunkt. Es seiden es fliegen blutige Fetzen, aber so schnell passiert es nicht. Ich habe so etwa 4 Stunden mit den beiden im Badezimmer verbracht. Sie haben sich beschnuppert, sind sich aus dem Weg gegangen, haben sich gejagt, sind sich wieder aus dem Weg gegangen, und haben sich anschließend geputzt und zusammen geschmust. Das war für mich das Zeichen, dass es ansatzweise geklappt hat. Die große Herausforderung ist nun die beiden im bereits bestehenden Revier frei laufen zu lassen. Dass dabei der Käfig und der Rest des Zimmers so gut wie möglich geputzt wird ist selbstredend. Nach anfänglicher Jagerei hat das gemeinsame Schmusen einen höheren Stellenwert bekommen und alle waren glücklich. Damit es auch so bleibt musste der Neuzuwachs natürlich auch kastriert werden. Dazu habe ich beide Nins zum Tierarzt mitgenommen. Wenn man nur 1 Kaninchen zum Arzt mitnimmt "stinkt" es für den daheim gebliebenen ganz furchtbar und es wird nicht unbedingt wieder erkannt. So müsste das Revier wieder "neu geklärt" werden. Und für einen frisch kastrierten wäre das sehr gefährlich. Die Wunden könnten aufreissen und sich entzünden. Also egal wann, immer beide mit zum Arzt nehmen. Mittlerweile leben sie ein Jahr zusammen und sind ein Herz und eine Seele. Es gibt nichts schöneres als sich an der Liebe der beiden zu freuen. Ich habe oft gelesen, dass die Haltung von 2 Kastraten nicht empfohlen wird. Allerdings habe ich eine total gegenteilige Erfahrung gemacht und wollte sie nicht vorenthalten.
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