![]() |
AW: Ad libtum- Diskussion Es gibt Einwände, ja! Und zwar: - Für Haltungsneulinge ist die Umstellung auf eine solche Ernährungsweise NICHT empfehlenswert, da diese meist Kaninchen aus dem Zoohandel haben (auf 100% TroFu eingestellt!), und noch keinerlei Erfahrung damit, zu sehen ob eine so sehr radikale Umstellung gesundheitliche Probleme verursacht. Sie sind außerdem oft äußerst unsicher, und brauchen um die notwendige Sicherheit zu erlangen zunächst Futterpläne als Anhaltspunkt. Sonst kann eine totale Fehlernährung aufgrund der Unerfahrenheit nicht ausgeschlossen werden. - Wie du selbst ausgeführt hast, hat eine Ad-Libitum-Ernährung nicht zwangsläufig etwas mit einer naturnahen Ernährung zu tun, der Vergleich mit den Wildkaninchen ist daher nur eingeschränkt verwendbar. Ob die Ad-Libitum-Ernährung aber als nicht naturnahe Variante gesundheitsförderlich ist, kommt maßgeblich auf die eingesetzten Futtermittel an - bei zu energiereichen Futtermitteln könnte eine Verfettung die Folge sein, bei zu energiearmen unter Umständen eine Mangelernährung, eine zu sehr wasserhaltige Ernährung kann überdies den Darm durchaus auch belasten. Bei Außenhaltern ist darüber hinaus die jahreszeitliche Anpassung erforderlich (im Herbst energiereiche Fütterung zum Aufbau der isolierenden Fettschicht unter dem Fell, im Winter dann kargere Nahrung im Grünbereich, dafür Wurzelgemüse, um im Frühjahr wieder die Idealfigur zu haben), bei Innenhaltern verbietet sich hingegen diese Anpassung der Auswahl total. - Da die unbedingte Voraussetzung für die Kaninchenernährung unverdorbenes Futter ist, und nur ganz frisch gepflücktes Futter auch die gewünschten Vitamine enthält, muss täglich gepflückt werden. Für Halter, die nicht regelmäßig mehr als eine Stunde am Tag für die Kaninchen haben, ist das nicht machbar, es sei denn sie verfügen über eine Wildkräuterwiese unmittelbar am Haus/der Wohnung. Die Stunde pro Tag die ich sicher regelmäßig zur Verfügung habe geht bereits für Pflegearbeiten und die zur Gesundheitskontrolle dringend notwendige Beobachtung der Tiere drauf. - Wo kann man pflücken? NICHT auf Wiesen wo Hunde laufen, an Straßen, in der Nähe von Industrie, nicht auf bewirtschafteten Wiesen (das ist eine Straftat!) und vor allem NICHT in Naturschutzgebieten, hier darf NICHTS aus der Natur entnommen werden. Vorsicht ist geboten an Spielplätzen, in Kleingartenanlagen etc - Eigentümer könnten etwas dagegen haben, oder Hundehalter das Gelände verbotswiedrig als Hundeklo missbrauchen. Viele Möglichkeiten bleiben da nicht... Ich persönlich habe z. B. das "Pech" dass ich direkt zwischen Industriestadt und Naturschutzgebiet wohne, und die wenigen Wiesen außerhalb des Schutzgebietes die es hier gibt entweder (sogar ausgewiesene) Hundewiesen sind oder bewirtschaftet. Ich müsste mit dem Auto 20 Minuten bis eine halbe Stunde Weg zurück legen (einfache Entfernung!!!) um überhaupt eine geeigente Pflückwiese zu erreichen. - Pflücken auf Vorrat ist nur bei geeigneten Lagermöglichkeiten überhaupt möglich, deshalb nicht geeignet für Leute ohne trockenen kühlen dunklen Keller bzw. mit einem Kühlschrank der so eingestellt ist dass er z. B. für die Lagerung von Hackfleisch genutzt werden kann. - Was kann überhaupt gepflückt werden? Selbst gepflücktes Futter sollte IMMER dem Pflücker bekannt sein. Einfach eine handvoll Wiese abreißen kann fatale Folgen haben, weit fataler als ein Gemüse aus dem Supermarkt zu kaufen. Es gibt für diverse Futterpflanzen giftige Doppelgänger, z. B. für Miere und für Schafgarbe. Wenn man das nicht sicher unterscheiden kann, darf man es nicht füttern, das ist zu gefährlich. Zunächst muss vor einer solchen Fütterung also die notwendige Kräuterkunde-Grundkenntnis erworben werden. - Dass der Darm der Hauskaninchen kürzer ist als der der Wildkaninchen ist keineswegs unwichtig! Im Gegenteil, der längere Darm der Wildkaninchen ist notwendig um dem in der Natur monatelang extrem kargen Futter die notwendigen Nährstoffe zu entreißen. Hauskaninchen mit ihrem kürzeren Darm steht weniger Darmfläche zur Aufnahme der Nährstoffe zur Verfügung, und auch weniger Fläche um dem Futter das Wasser zu entziehen. Es handelt sich hierbei um eine zuchtmäßig verursachte Anpassung im Sinne der Evolution an das energiereichere und wasserärmere Futter, die dazu führt dass die vorhandene Darmfläche bei identischer Ernährung durchschnittlich höher belastet wird als beim Wildkaninchen, ob dies zu Problemen führen kann ist bislang ungeklärt, es existieren noch nicht genug Erfahrungswerte, weil diese Art der Ernährung noch nicht lange genug flächendeckend durchgeführt wird. - Heu ist keinesfalls abzulehnen, zum einen ist mir kein Beweis bekannt dass dieses zum Großteil aus giftigen Bestandteilen besteht (Wildkaninchen nehmen viele Gräser zu sich, und längst nicht ausschließlich Kräuter, schon wegen der natürlichen Verfügbarkeit!), außerdem ernähren sich die von dir als Beispiel angeführten Wildkaninchen im Winter fast nur von vertrockneten Pflanzenteilen, da frisches kaum vorhanden ist. - Die Kosten für die Ernährung liegen bei wenigen bzw. kleinen Tieren pro Tier viel höher als bei vielen bzw. großen Tieren! Futtermöhren sind z. B. für meine 3 Fellnasen völlig überdimensioniert, ich müsste 90 % davon wegschmeißen weil sie schlecht werden bzw. im Winter einfrieren. Da kommen dann die Entsorgungskosten noch dazu. Benzinkosten um die Pflückmöglichkeiten zu erreichen, Zeitkosten müssen auch eingerechnet werden. Wenn du das alles auf viele Tiere verteilst (und deine Riesen rechnest du ja pro Nase gleichbedeutend mit 5 Zwergen, du kämest ja bereits bei 2 Riesen auf eine Gruppe von 10 Zwergen!) kommst du unheimlich günstig dabei weg, wenn du nur zwei hast und ungünstig wohnst, kostet es dich ein halbes Vermögen. Versteht mich nicht falsch - die Grundidee ist gut, aber ich halte sie nur für wenige für durchführbar. Eine solche Ernährungsweise verlangt einem Halter große Fachkenntnisse außerhalb des eigentlichen Kaninchenwissens ab, außerdem viel Zeit und eine geeignete Wohnlage. Deshalb ist es meiner Ansicht nach falsch sie pauschal zu empfehlen, in Einzelfällen ist sie durchaus das empfehlenswert, aber längst nicht für alle. Und wenn ich schon Ad libitum füttere, sollte ich auch noch einen Schritt weiter gehen, und die naturnahe Ad-libitum-Fütterung durchziehen. D. h. ich verwende ausschließlich die Futtermittel die in der Region zu dieser Jahreszeit auch natürlicherweise verfügbar wären, und passe nur die Nährstoffdichte und Gesamtwassergehalt geringfügig nach oben bzw. unten an um dem verkürzten Darm Rechnung zu tragen. |
AW: Ad libtum- Diskussion So jetzt bin ich wieder da. Ich geh mal der Reihe nach vor... :) Zu den Neulingen mit ihren Zoohandelkaninchen... Eine Umstellung ist immer identisch, egal auf was man umstellt und immer gibt es genau eine Regel, die man niemals missachten sollte: Langsam vorgehen Alles andere ist unwichtig, solange man diese Regel einhält. Ob man nun auf eine Ad-libitum-Ernährung oder eine rationierte Fütterung umstellt ist egal, solange man diese goldene Regel einhält. Verletzt man diese Regel, so ist es egal ob man nun auf rationierte Fütterung, Ad-libitum-Ernährung oder naturnahe Ernährung mstellt: Es geht schief. Also letztendlich geht es um diese eine Regel. Diese Regel braucht man immer, egal bei welcher Umstellung. Eine Umstellung auf Ad-libitum-Ernährung ist somit genauso "schwer" wie eine andere Umstellung denn man muss genauso diese Regel beachten. Sie ist aber nicht schwerer, denn ansonsten muss man nicht mehr beachten. Eine Ad-libitum-Ernährung kann niemals zu einer Fehlernährung führen, das Gefahr der Fehlernährung besteht nur bei rationierter oder Heuernährung. Gerade deshalb ist eigentlich die Ad-libitum-Ernährung "idiotensicher" und sehr für Anfänger zu empfehlen. Ehrlichgeagt ist eine Umstellung auf Ad-libitum-Ernährung deutlich einfacher als andere Umstellungen. Das Kaninchen stellt sich sowieso ganz von alleine um. Wenn man nur auf rationierte Ernährung umstellt frisst das Kaninchen weiterhin große Mengen Trockenfutter, weil die Ernährung mangelhaft ist. Deshalb muss dann der Mensch hergehen und das Trockenfutter reduzieren. Wenn man auf eine Ad-libitum-Ernährung umstellt passiert etwas ganz tolles: Sie selektieren! Und dann frisst das Kaninchen von alleine kein Trockenfutter mehr. Der Napf bleibt mit der Zeit immer voller und irgendwann wird er nicht mehr angerührt. Zitat:
Eine Ad-libitum-Ernährung bedeutet immer, dass verschiedene Nahrungsmittel ad libitum angeboten werden (die niemals ausgehen), dass auf Abwechslung und Vielfalt geachtet wird und die Futtermittel kaninchengerecht ausgewählt werden (= hoher Blattanteil etc.). Diese drei Hauptsäulen ergeben eine Ad-libitum-Ernährung, alles andere ist keine. Und wenn man diese Hauptfeiler erfüllt (also eine Ad-libitum-Ernährung praktiziert), kann dein oben genanntes Problem garnicht auftreten, dass man zu energiereich oder energiearm füttert. Wenn der Hauptbestandteil Blattgemüse, Kräuter, Wiesenkräuter sind und viele vielfältige Pflanzen verfüttert werden und diese entsprechend ausgewählt werden, kann es weder zu Mängeln, noch zu Überschuss, noch zu anderen Dingen kommen. Das wiederspricht sich mit den Grundpfeilern. Wenn ich Blattgemüse fütter ist das sicherlich nicht mehr 100% naturnah, weil es ein Ersatz ist. Aber trotzdem bin ich näher an der Natur als wenn ich in Rationen füttere. Was du immer wieder gerne vergisst: Kaninchen selektieren. Ich kann man Kaninchen im Sommer Wurzel-Gemüse anbieten: Es wird kaum gefressen (genauso wie die Wildkaninchen im Sommer kaum Wurzeln verspeisen), im Herbst hingegen fängt es plötzlich an Wurzelgemüse zu fressen und im Winter wählt es Wurzelgemüse in großen Mengen aus! So ist es bei allen Futtermitteln. Selbst wenn du monoton das ganze Jahr anders füttert, schwnkt die Menge der gefressenen einzelnen Futtermittel erheblich. Je nach Jahreszeit werden völlig unterschiedliche Futtermittel ausgewählt. Und wenn du diese Futtermitteln mit der natürlichen Nahrung vergleichst siehst du, dass sie selber das schaffen, was du dem Halter aufdrücken möchtest: Sie ernähren sich naturnah. Zitat:
Was würdest du einem Kaninchen-Halter empfehlen der 3 Std. zum nächsten Supermarkt braucht und deshalb nicht an Gemüse ran kommt und einfach nicht die Zeit hat da regelmäßig Gemüse zu holen? Was würdest du einem Halter empfehlen, der nur Trockenfutter füttern kann weil es bei ihm nichts anderes gibt? Wenn man wirklich nicht die Möglichkeiten hat sollte man Alternativen suchen (und diese findet man eigentlich immer, das beweisen zahlreiche Stadtmenschen die Kaninchen erfolgreich ernähren und mit etwas Aufwand und Wille doch beachtliche Mengen an Frischfutter heranschaffen) und wenn man es wirklich nicht will oder kann und dafür nicht die Zeit hat, dann steht irgendwann die Frage im Raum, ob man die Kaninchen wirklich weiter halten sollte. Tipp: Deine eine Stunde für die Kaninchen wären sehr gut in Frischfutter-Sammlungen investiert. In einer Stunde pflücke ich für 30 Kaninchen/Meerschweinchen, also bei erschwerten Bedingungen (Stadt) kommst du mit einer Stunde super aus. Dafür hast du dann super gesunde Kaninchen und dementsprechend verbringst du weniger Zeit beim Tierarzt - diese Zeit lässt sich dann auch wieder in die Kaninchen investieren. Eine Stunde Pflegemaßnahmen? Also wenn du beispielsweise 20 Minuten pflücken gehst, 15 Minuten Pflegemaßnahmen unternimmst und dann 25 Minuten beobachtest denke ich dürftest du gut hinkommen... :) Mal noch zu dem "täglich pflücken": Was meinst du, wo dein Spinat, dein Mangold, dein Salat herkommt? Er fährt mehrere Tage um die Welt. Der Vitaminverlust ist somit noch stärker als wenn du dein Frischfutter 2 Tage lagerst. Und zwar viel.... Dann schau dir mal den Vitamibverlust beim Heu an. An den kommst du nichteinmal dran wenn du das Frischfutter eine Woche lagern würdest! Es gibt kein einziges Frischfutter das so einen starlen Verlust hat wie Heu! Jede bewirtschaftete Wiese hat einen Rand, auf dem nicht bewirtschaftet wird, jede Stadt hat Innenhöfe in denen keine Hunde laufen und wo super Kräuter wachsen. Jeder Bauer hat ein Telefon und die meisten haben nichts dagegen, wenn man nett anfragt ob man für seine Kaninchen dort täglich ein paar Handvoll ernten dürfte. Die Bauern hier lassen mich sogar ganze Tüten für zick Tiere pflücken! Diese Mengen sind aber trotzdem noch "Mini-Mengen" wenn du es mit der Gesamternte der Wiese vergleichst. Auf Spielplätzen darfst du immer pflücken, da hat keiner was dagegen (und rein rechtlich kann auch keiner etwas dagegen unternehmen). In Naturschutzgebieten darfst du nur keine geschützten Pflanzen ernten (rote Liste), alle anderen darfst du pflücken. Wenn du direkt am Nuturschutzgebiet wohnst, ist das die einmalige Gelegenheit für dich! Zitat:
...zumindest dann, wenn er rationiert füttert. Ich sage dir, was mit dem Jakobskreuzkraut bei meinen oder anderen Ad-libitum-Kaninchen passiert wäre: Probebiss und liegen gelassen. Wenn man aber nun einem Kaninchen, dass von Heu ernährt wird und nur 2x am Tag vernünftige Nahrung bekommt das Zeug reinlegt, so wird es sich darauf stürzen, OHNE ZU SELEKTIEREN! Rationiert gefütterte Kaninchen fressen bis zum letzten Happen alles auf (je nachdem wie groß die Ration ist, wird dieses Verhalten stärker oder schwächer). Erst wenn man ihnen alles anbietet und sie Ausweichmöglichkeiten haben, selektieren sie. Zitat:
Zitat:
Die Wildkaninchen? Sie ernähren sich im Sommer NUR von Frischem (ausnahmslos), im Winter zu einem großen Teil von frischen Sachen (unter der Schneedecke, der Schnee lässt sich weg graben), zu einem kleinen Teil von Trockenen, wenn nicht anders möglich. Das Wildknainchen wird immer zu Frischen hin selektieren, wenn du ihm die Wahl lässt. Heu würde es nichteinmal anrühren. Und genau das machen auch unsere Hauskaninchen. Abzulehnen ist Heu nicht (habe ich auch nie gesagt). Aber es sollte eben nicht die Hauptnahrung sein. Zitat:
Zitat:
So und jetzt komme ich mit meinen Einwänden gegen die rationierte Fütterung. :p - Heu hat im Vergleich zur natürlichen Nahrung einen viel zu geringen Nährstoffgehalt. 50% der Nährstoffe durch den Trocknungsprozess, 6-8% der Nährstoffe je Monat. Rechne das mal hoch. Wenn du jetzt beispielsweise 6 Monate abgelagertes Heu hast und von den "günstigeren" 6% je Monat ausgehst, hast du ein Heu, dass einen Verminderten Nährwert um 86% hat!! Bei 8% sogar 98%!! - Heu hat einen deutlich reduzierten Wassergehalt (3 statt 80%): Die Folgen einer so trockenen Ernährung findest du täglich in den Tierkliniken (nicht nur bei den Kaninchen, auch bei den Katzen die mit Trockenfutter ernährt werden, bei den Meerschweinchen die rationiert mit Heu ernährt werden...): Blasensteine, Harngrieß, Nierensteine, Nierenversagen (wichtige Todesursache, traurig aber wahr).... - Heu besteht nicht aus Kräutern sondern Gräsern und Gräser werden vom Kaninchen kaum gefressen, Kaninchen sind (im Gegensatz zum Meerschwein) wahre Kräuterfresser. Gras ist deutlich energieärmer als Kräuter und eben unnatürlich. Ja, Wildkaninchen fressen auch Gräser, aber eben nicht als Hauptnahrung! - Diese Gräser sind mittlerweile zu 90% Weidelgräser, Wiesenschwindel und Co. Diese führen zu extremen Gesundheitsproblemen beim Kaninchen und vergiften es innerlich. Mahlzeit! Daher plädiere ich dafür, Kaninchen mit etwas zu füttern, dass ebenfalls 80% Wasser enthält, auch noch den ähnlichen Nährstoffgehalt wie Wiesenpflanzen vorweist, das außerdem strukturreich, frisch und gesund ist: Kräuter, Blattgemüse... Heu sollte ein Beifutter sein, aber keinesfalls Hauptnahrung! Ein Kaninchen sollte nie gezwungen sein Heu zu fressen oder zu sterben (genauso wenig wie es gewungen sein sollte Jakobskreuzkraut zu fressen), es sollte immer die Wahl haben. Blattgemüse ist um Welten näher an der natürlichen Grundnahrung als Heu. TIPP: Wenn einem die Ad-libitum-Ernährung unausführbar erscheint dann kann man auf eine Erweiterte rationierte Ernährung zurückgreifen indem man mindestens ein Gemüse ad libitum anbietet (zusätzlich zum Heu und Wasser) und den Rest eben in 2-3 Portionen. |
AW: Ad libtum- Diskussion Das mit dem guten Willen ist mir jetzt doch sauer aufgestoßen, da du meine persönliche Situation nicht kennst, nicht kennen kannst. Aber trotzdem urteilst du. Ich habe ein chronisch krankes Kind was nicht mal eben so zum pflücken mit kann. Nicht jeden Tag, bei jedem Wetter. Ich verbitte mir entsprechend die Unterstellung, ich wolle nur nicht "gut" für meine Kaninchen sorgen! Meine Lagerbedingungen sind im Sommer völlig ungeeignet, ich hatte es bereits ausgeführt. Und man darf im Naturschutzgebiet NICHTS pflücken, auch nicht die Pflanzen die nicht auf der Roten Liste stehen! Sämtliche Eingriffe sind hier strengstens verboten, und bei uns wird das entsprechend überwacht. Bewirtschaftete Wiesen gibt es nur sehr wenige - und glaub nicht ich hätte es nicht versucht - Antwort der Bauern: "Da kommen so viele, das kann ich generell nicht erlauben, ich kann ja nicht einem sagen du darfst und dem nächsten es verbieten. Und wenn ich es allen erlauben würde hätte ich für meine eigenen Tiere nichts mehr." Und Diebstahl ist nicht mein Ding, auch nicht ein paar Gräser oder einen Maiskolben. In welchem Zustand die Kinderspielplätze hier sind, hatte ich auch bereits ausgeführt, ich habe keine Lust beim Pflücken in Hundehaufen, Scherben oder gar benutztes Fixerbesteck zu packen... Was die Fahrt zum Supermarkt betrifft: nun, das wird man im allgemeinen mit der Nahrungsbeschaffung für eigene Zwecke, die ohnehin notwendig ist, kombinieren können. Wer aber so weit draußen wohnt dass er 3 Stunden zum nächsten Supermarkt braucht, hat dann wohl zwangsläufig viel Gelände um sich herum, dass ihm die Alternative der ausschließlichen Ernährung mit selbstgepflücktem Grünfutter ermöglicht, und zwar mit kurzen Wegen und frisch, und im Allgemeinen sind diese Landbewohner auch dort aufgewachsen und haben anders als ich (Stadtkind) schon von den Großeltern bei Spaziergängen Kenntnisse erworben über die einzelnen Pflanzen die mir schlicht und einfach fehlen. Bei mir ist es nun mal anders, der nächste Supermarkt liegt 5 Minuten entfernt, die nächste Wiese auf der ich pflücken könnte und dürfte jedoch eine halbe Stunde. Und noch etwas: nein, Kaninchen werden sich nicht von selbst gesund ernähren, stell denen genug gesundes und gleichzeitig genug ungesundes Futter hin und du wirst sehen dass sie genau wie die meisten kleine Kinder die "Süßigkeiten" in viel zu großer Menge verspeisen. Grundlage hierfür ist das genetische Programm sich in Zeiten des Überflusses ein entsprechendes Fettpolster zuzulegen um für Zeiten des Mangels gerüstet zu sein. Und auch gepflückte Giftpflanzen werden sie nicht wirklich mit der notwendigen Sicherheit aussortieren können, denn von einigen Giftpflanzen ist bekannt dass Tiere sie bereits wenige Minuten nach dem Pflücken nicht mehr sicher als giftig erkennen (Herbstzeitlose bei Pferden zum Beispiel) und unter Umständen doch fressen. |
AW: Ad libtum- Diskussion Hallo, also kann man es denn nicht mit der Ernährung ein bisschen übertreiben ich halte ja auch schon seit Jahren Ninchens und sie bekommen Heu und getrocknete Kräuter aus dem Tiergeschäft kriegen auch in wenigen mengen trockenfutter auch viel Grünzeug wie vers. Salate, Kräuter, Möhren, Äpfel, Gurke etc. Und die fühlen sich trotzdem pudelwohl und sind nicht ständig krank trotz Heu und Trockenfutter aus dem Tiergeschäft (übrigens von Bunny darüber diskutiert ihr ja auch immer so gerne ;)) |
AW: Ad libtum- Diskussion @ Lupine: Es war sicher nicht meine Absicht deine Handlungen zu verurteilen. Soetwas liegt mir fern, denn wie gesagt, jeder kann tun und lassen was er will und wenn jemand sich für irgendeine andere Futterform entscheidet als ich, kann er das gerne tun. Es ist sowieso nie möglich, dass alle gleich füttern, jeder findet da so seinen eigenen Weg :). Und für dich hatte ich gedacht, dass eine erweiterte rationierte Ernährung eine gute Möglichkeit wäre (eben mindestens ein Gemüse, Heu und Wasser ad libitum den Rest in Rationen). @ mickey: wenn du solche Mengen an Gemüse fütterst, dass sie nie ausgehen klingt deine Ernährung sehr gut. Wobei ich dir empfehlen würde, dass Bunny-Futter durch diverse Samen (eine Mischung) zu ersetzen, so als Anregung :). |
AW: Ad libtum- Diskussion was für Samen meinst du? Von diesem Mischfutter hab ich gehört werden Kaninchen fett. (Das mit Mais und so) |
AW: Ad libtum- Diskussion Dann habe ich das wohl in den falschen Hals bekommen, das Thema ist für mich eine Achillesferse. Es gibt tatsächlich Leute, die das was du forderst nicht leisten KÖNNEN. Darauf wollte ich hinweisen. Dass es in vielen Fällen nicht am WOLLEN liegt, sondern einfach an der fehlenden Durchführbarkeit. Und deine Art die Ernährung darzustellen, klingt leider so als wäre alles andere fahrlässig gesundheitsschädlich für die Tiere. Und das ist nun mal nicht so. Natürlich bekommen meine Tiere einiges zur Auswahl, das weißt du ja bereits, und Heu bekommen sie täglich frisch in so großer Menge, dass sie ungefähr die Hälfte davon fressen. Die andere Hälfte benutzen sie dann gerne zum bequemen liegen. Wäre im Heu tatsächlich etwas, was sie nicht fressen mögen würden, würden sie diesen Bestandteil nach deiner Theorie ja ausselektieren, das deckt sich jedoch nicht mit meinen Beobachtungen, es werden soweit ich das beurteilen kann sämtliche Bestandteile recht gleichmäßig gefressen. Und das frische Heu wird immer schon begeistert erwartet, genauso begeistert wie Grünfutter. Ich muss allerdings auch dabei sagen, dass letztens die TÄ meinte mein Heu würde aber total klasse riechen. Es ist nicht das 0815-Heu aus dem Zoohandel, ich lege da größten Wert auf die Qualität. Einige Fragen werde ich innerhalb der Woche noch mit dem TA abklären, wenn ich Leo zur fälligen Zahnkontrolle bringe, mir schwirrt da einiges im Kopf herum was ich selbst noch nicht beurteilen kann, unter anderem zur Wasserlöslichkeit von Kalzium. |
AW: Ad libtum- Diskussion @ Mickey: In dem Bunnyfutter ist genau das selbe drin wie in den Mischfuttern ;) nur durchgematscht und zusammengepresst. |
AW: Ad libtum- Diskussion ach so egal sie essen es auf jeden Fall gerne:D und meine Tierärztin hat gesagt von den Inhaltsstoffen wäre Bunny auf jeden Fall besser als die meisten anderen Trockenfutter sorten |
AW: Ad libtum- Diskussion Bunny-Futter hat Apothekenpreise, dafür dass es sich nur um gepresstes Heu und Abfallprodukte aus der Industrie handelt hat es wirklich einen Goldpreis. :D Das Problem der Bunny-Futtermittel im Zusammenhang mit Tierärzten ist folgendes: Die Tierärzte verkaufen dieses Fütter und verdienen daran dicke mit. Kein Wunder, dass sie es dann empfehlen, vorallem nachdem Bunny auch zahlreiche Fortbildungen für die Tierärzte anbietet und in diesen Fortbildungen natürlich darauf abzielt, zu zeigen wie toll ihr Futter ist. Da wird kräftig geworben. Wenn du normales Vogelfutter kaufst (für Wellensittiche oder Exoten) und Sonnenblumenkerne und Leinsamen einmischst, hast du ein wesentlich gesünderes Trockenfutter, dass deine Ernährung auch sehr gut ergänzt. Das wird auch sehr gerne gefressen (eigentlich lieber als Bunny, wenn sie mal daran gewöhnt sind). @ Lupine: Eine gute Alternative ist wie gesagt ein Gemüse unrationiert anzubieten. Vielleicht wäre das für dich eine Möglichkeit? :) Gesund und gut umsetzbar. |
AW: Ad libtum- Diskussion Das kann ich nur mit kalorienarmen Futtersorten machen, sonst kann ich meine lieben Langöhrchen bald zum Bowlingspielen benutzen :p Erklärung s. u. Zum Thema Bunnyfutter: so kann man aus Sch.... Geld machen ;) . Mein TA ist der Meinung dass man das Zeug, eins wie das andere, in die Tonne treten sollte. Drastisch gesagt, ist das verarbeiteter Abfall. Gerade in dem Bunnyfutter ist ein ziemlich hoher Anteil Trester mit drin, das ist der Müll aus der Obst- und Gemüsesaftproduktion, und Backnebenerzeugnisse oder Getreidenebenerzeugnisse sind auch Abfall, diesmal aus der menschlichen Nahrungsindustrie - wenn man sich dann mal anschaut was die dafür an Geld verlangen, hätte ich diese Idee haben sollen. Dann wäre ich jetzt reich. Stünde mir nur mein schlechtes Gewissen den Tieren gegenüber im Weg... Ich habe jetzt nochmal bisschen nachgeforscht, um mich noch mal zum Thema Selektion schlau zu machen, und bin auf die folgenden Aussagen gestoßen: - Kaninchen zählen zu den Herbivoren. Das heißt NICHT, dass sie Kräuterfresser sind, sondern schlicht und ergreifend dass sie Pflanzenfresser sind. Auch wenn "Herbi" immer mit "Kräuter" gleichgesetzt wird, das ist die falsche Übersetzung. Im Gegenteil fressen Wildkaninchen vor allem BLÄTTER, nicht nur die von Kräutern, sondern auch bzw. wegen höherer Verfügbarkeit vor allem die von Gräsern und auch von Sträuchern. - Die Selektionsfähigkeit ist zum Teil vererbt, dieser Teil kann beim Hauskaninchen unter Umständen bereits fehlen. - Der erlernte Teil der Selektionsfähigkeit beginnt ganz entscheidend bereits mit der Pränatalen Phase! Das heißt, was die Mutter frisst, prägt bereits die ungeborenen Jungtiere maßgeblich und wird später durch eigene Erfahrungen lediglich verfeinert. Man geht davon aus, dass das Fruchtwasser den Geschmack bestimmter Nahrungskomponenten annimmt, wie das beim Menschen teilweise schon nachgewiesen werden konnt. Was aber, wenn das Muttertier überwiegend mit Trockenfutter ernährt wurde? Die Prägung auf die gesunden Nahrungsbestandteile fehlt dann komplett. Ich kann das bei meinen Kaninchen bestätigen, die beiden Mädels ernähren sich besser als der Kastrat, wobei Wuschel sich am besten ernährt. Letzterer stammt aus einer "Zucht" die ich als solche nicht bezeichnen möchte :mad:, Wuschel von einer verantwortungsvollen Züchterin die ihre Muttertiere mit viel frischem ernährte, Jule dagegen aus einer Zucht in der wohl zwar nicht ausschließlich, aber vermutlich viel Trockenfutter verwendet wurde. Wuschel ist schlank und frisst mit Vorliebe gesunde Sachen, Jule frisst alles was sie unter die Nase bekommt, und Leo würde, wenn man ihn ließe, sich nur mit den kalorienreichsten Futtermitteln ernähren die er finden kann. - Der Test unbekannter Nahrung mittels Probebiss ist immer dann problematisch, wenn die Nahrung langsam wirkende oder kumulierende Giftstoffe oder stark schwankende Mengen an Giftstoffen enthält, selbst eine gesunde vollständig ausgeprägte Selektionsfähigkeit kann vor diesem Gift nicht schützen. Die Folgen können tödlich sein. - Den Kaninchen darf keinesfalls langweilig werden, und es darf auch nicht gestresst sein. Dies führt unter Umständen zur übermäßigen, nicht mehr selektiven Aufnahme von Futter. |
AW: Ad libtum- Diskussion Zitat:
Dein Tierarzt ist gut und ehrlich. Ich habe das Glück auch so einen Tierarzt zu haben und bin darüber sehr sehr froh. Soetwas ist Gold wert und rettet viele Kaninchenleben. Wobei er ziemlich direkt ist. Wenn jemand sein Kaninchen mit Trockenfutter ernährt kommt glatt der Spruch"damit bringen sie ihr Kaninchen auf den Besten wege um" (was ja auch wahr ist, aber schon ziemlich direkt :D) und wenn jemand als Hauptnahrung zu trocken füttert kommt der Spruch "wollen sie schoneinmal die Dauerkarte für ihr Kaninchen bei uns buchen? Bald müssen wir anbauen für die ganzen Nierenpatienten" :p Aber lieber ehrlich un direkt heraus als eben ein Tierarzt der mit Bunny sein Geschäft machen möchte... Zitat:
- Gras und Raufutterfresser -Blatt-/Laub- und Kräuterfresser (auch Konzentratselektierer genannt, den Begriff mag ich aber nicht so) - Und die Mischform: Die Intermediärtypen (Mischäsung) Diese Tierarten, welche man zu den einzelnen Gruppen zuordnet, zeigen schon an ihren anatomischen Besonderheiten ihre Zugehörigkeit an. Der Unterkiefer und die Kaumuskeln sind anders geschaffen, die Form der Lippen, Mundhöhle, Gaumen und der Zunge sehen anders aus und die Speicheldrüsen sind stark verändert. Ich geh jetzt nur auf die Besonderheiten der Kräuterfresser ein, sonst platzt hier das Forum aus allen Nähten... - Die Masse des speichelbildenden Drüsengewebes am Kopf ist bedeutend größer ausgebildet - Die Parotis nimmt min. 0,2% der Körpermasse ein (Vergleichswert Grasfresser: 0,05%!!!) - Der Speichel ist bedeutend eiweißreicher und viskos Kaninchen gehören also zu den Herbivoren und hier zu der Untergruppe der Kräuterfresser. Zitat:
Zitat:
Allerdings ist dieser Teil der Prägung bedeutend untergeordnet dem Teil des Erlernens, ansonsten wären Kaninchen bereits ausgestorben, sie wurdn teilweise auf völlig fremde Kontinente per Schiff gebracht und dort ausgesetzt, trotzdem haben sie die völlig andere Pflanzenwelt super gemeistert. Unsere europäischen Wildkaninchen sind übrigens keine richtigen Wildkaninchen, sie stammen von ausgesetzten Hauskaninchen ab. Auch diese Kaninchen mussten es schaffen plötzlich ganz andere Nahrung aufzunehmen. Meine Zwerge stammen alle aus 5 Jahre Trockenfutterfütterung, atten einen total kaputten Darm und alles was man so haben kann. Trotzdem: Sie selektieren sehr genau. Ich zeige dir das mal anhand eines Beispiels: Ich habe Kartoffelna angefüttert, sie kannten diese davor noch nicht. So fand ich die Kaninchen vor: http://i608.photobucket.com/albums/t...v/DSC_0480.jpg Dann wurde ihnen die Kartoffel (ganz) vorgelegt: http://i608.photobucket.com/albums/t...DSC_0481-1.jpg Was sie nicht im geringsten beeindruckte Ich habe sie beiden vor die Nase gelegt, aber das hat sie eher gestört... http://i608.photobucket.com/albums/t...v/DSC_0491.jpg Dann bekam sie jeder halbiert vor die Nase: http://i608.photobucket.com/albums/t...DSC_0492-1.jpg Ich glaube, sie haben sich belästigt gefühlt http://i608.photobucket.com/albums/t...DSC_0495-1.jpg Nach der ersten Nacht folgte der Probebiss... http://i608.photobucket.com/albums/t...v/DSC_0538.jpg Das "in sich reinstopfen-Verhalten" kommt durch die rationierte Fütterung. Kein Kaninchen würde sich einfach etwas fremdes reinstopfen ohne Probebiss! Durch den extremen Heißhunger, da das Futter so rationiert wird, kommt es dann dazu, dass sie anfangen reinzufressen bis es weg ist um möglichst viel ab zu bekommen. Selbst bei rationierter Fütterung wird allerdings schon recht gut selektiert. Biete deinen Kaninchen mal frische Kräuter und Kürbis an. Na, was fressen sie als erstes? ;) Zitat:
Zitat:
Daher sollte man immer folgendes beachten: - Das Kaninchen im Voraus an min. 10 natürliche Pflanzen gewöhnen (Wiesen-Gewächse) - Das Kaninchen ad libitum ernähren und nicht rationiert - Das Kaninchen artgerecht halten – 6m² aufwärts (zu wenig Platz = Langeweile = Giftiges wird angekaut) |
AW: Ad libtum- Diskussion @ saloiv: Meine Tierärztin verkauft das Futter nicht ich hab sie nur mal danach gefragt. Auserdem würd die mir keinen Mist erzählen ich geh schon seit fast 14 Jahren zu der hin |
AW: Ad libtum- Diskussion Zitat:
Sonst kann ich saloiv´s Aussagen zum Thema "Bunny-Futter" bekräftigen. |
AW: Ad libtum- Diskussion Schau doch mal den Inhalt des Bunny-Futters an: Sie sind alle recht ähnlich, ich habe jetzt einfach mal irgendeines herausgegriffen... Zitat:
Haferschälkleie: Abfall aus der Haferproduktion Weizenkleie: Abfallprodukt aus der Weizenproduktion Möhrentrester: Abfallprodukt der Möhrensaft-Industrie Obsttrester: Abfall der Saftherstellung Sonnenblumenschrot: Das einzige was noch halbwegs normal in den Dingern ist Aufwuchs von Allgäuer Dauergrünland* = Heu (siehe Sternchen. Diese Zusammensetzung klingt zwar besser als wenn man einfach heu hinschreibt (klar die einzelnen Pflanzen) aber es ist das Gleiche. Die aufgeführten Pflanzen wachsen genau so auf einer normalen Wirtschafswiese Leinschrot: Noch im Bereich der besseren Dinge Natriumchlorid: Salz im Kaninchenfutter? Lecker Das ganze wird zermahlen und heiß gepresst. Durch den Mahlvorgang verliert es seine Struktur. Die Struktur ist sehr wichtig für den Verdauungstrakt. Durch das heiße Pressen gehen alle Vitamine verloren. Daher werden die Vitamine nach der Pressung wieder in synthetischer Form zu geführt und zwar extrem überdosiert. Vitamine in Überdosis hinterlassen bleibende Schäden! |
AW: Ad libtum- Diskussion Hallo! Ich habe 2 Zwergkaninchen, die beide 10 Wochen alt sind. Ich versuche die beiden so gut es geht ad libtum zu ernähren. Das heißt sei haben immer Futter im Gehege und immer Frischfutter, vor allem viele Baumzweige mit Blätter, Löwenzahn und andere Gräser, verschiedene Salatsorten, ab und zu Kohlrabiblätter, Karottengrün, aber auch Gemüse wie Karotte oder ab und zu Gurke oder auch ab und zu mal einen Apfel. Heu haben sie im Käfig, aber das fressen sie eigentlich kaum, lieber noch knabbern sie ein bißchen am Stroh. Trinken tun sie kaum, aber ich denke das ist normal bei so viel Frischfutter. Nur meine Frage: Wie macht ihr denn das im Winter? Das Grünfutter - also alle möglichen Blätter - gibt es ja dann nicht. Was füttert ihr da? Ok Kohlrabiblätter und ab und zu mal Karottengrün sollte ich bekommen, auch mal Salate, aber so viel Kohlrabiblätter möchte ich auch wieder nicht geben, weil der ja bläht.... Also was gebt ihr alles im Winter? Bitte um Tipps!! Danke! ;) |
AW: Ad libtum- Diskussion Im Winter erweiter ich zum einen das Raufutter (nicht nur Heu sondern auch Stroh, Blätter, Äste...), aber viel wichtiger ist natürlich das Frischfutter. Statt Wiesenpflanzen gehe ich dann zu Gemüse über und biete verschiedene Gemüsesorten an. Der Hauptbestandteil bleibt dabei das Blattgemüse: Alle Arten von Salaten (Kopfsalat, Lattich Chicorée, Endivie, Rucola…), Karottengrün, Stangensellerie, Spinat, Radieschengrün, Fenchelgrün, Mangold, Rote-Beete-Grün… Zudem bekommt man in türkischen Läden Löwenzahn zu kaufen. Dann natürlich viel Kohl (langsam anfüttern!): Kohlrabi, Brokkoli, Blumenkohl, Chinakohl und Grünkohl. In sehr kleinen Mengen auch Romanesko, Rotkohl, Wirsing, Weißkohl, Rosenkohl (austesten wie viel vertragen wird)... Dann noch Knollen- und Wurzelgemüse aller Arten. Ich stelle immer so 10 Gemüsesorten zur Verfügung. Wichtig ist, dass man mit Kräutern ergänzt, das können zum einen Küchenkräuter (frisch im Topf erhältlich), zum anderen Trockenkräuter sein. Dann kann man noch ein paar Samen geben (nur im Winter oder bei Gemüsefütterung um das Amminosäuremuster aufzuwerten). z.B. Amaranth, Quinoah, Leinsamen, Sonnenblumenkerne etc. Achja, auch im Winter findet man einige Pflanzen die zwar etwas "angefroren sind" aber trotzdem verfüttert werden können, nur halt leider nicht mehr in den Mengen wie im Sommer. Äste kann man nach innen holen und in Wasser stellen, dann treiben sie aus, oder man gibt sie einfach so. :) Wenn man nicht eine größere Auswahl an Gemüse bieten kann bietet sich diese Fütterung an: - Verschiedenes Raufutter (Äste, Blätter, Heu, Stroh) ad libitum - Eine Mischung aus getrockneten Kräutern ad libitum (möglichst viele) - 1-4 Gemüsesorten (bzw. möglichst viele) ad libitum |
AW: Ad libtum- Diskussion Danke! Das hat mir schon mal sehr weitergeholfen! :) |
AW: Ad libtum- Diskussion Hallo! Ich ernähre meine Kaninchen auch ad-libitum. Aber eine Frage hätte ich noch: Wie ist das im Winter,wenn Gemüse ad libitum angeboten wird.Friert das nicht ein?;) |
AW: Ad libtum- Diskussion Ich lege es in die Schutzhütte und (je nach Froststärke) fütter ich 2-4x täglich. Meistens reicht 2x täglich. Man lernt ja mit der Zeit recht gut einzuschätzen was sie in welchen Mengen fressen, so dass man dann immer so viel gibt, dass bei der nächsten Fütterung nur noch wenig von jedem Gemüse übrig ist. :) Ansonsten ist leicht angefrorenes Gemüse nicht problematisch, Wildkaninchen fressen den ganzen Winter über angefrorene Pflanzenreste und ich hatte selbst bei empfindlichen Kaninchen bisher keine Probleme, die Äste sind hier beispielsweise an kalten Tagen grundsätzlich gefroren und ich taue sie auch nicht auf. |
| Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 17:02 Uhr. |