 | Kaninchen | | Registriert seit: 03.01.2012
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Geschrieben am
29.04.2012, 15:18
| | | | AW: Meine Zoohandelsgeschichte - Teil 2 Zitat:
Zitat von Lilith Hallo,
[....] Und wenn ich mir die Nutztierhaltung in ihrer Gesamtheit betrachte, dann geht es den Buchtenkaninchen – verglichen mit der Haltung vieler Rinder, Schweine, Hühner etc. – gar nicht mal soooo schlecht. Immerhin können die Kaninchen in den Buchten (die ich so kenne) ein wenig herumhoppeln oder sogar zu zweit gehalten werden. Wenn ich das mit der Anbindehaltung der konventionellen Rinderhaltung, der Legehennenbatterie etc. vergleiche, muss ich ganz ehrlich sagen: Ich kann damit leben, dass die Kaninchenzüchter ihre Tiere in Buchten halten und sie schlachten und die Felle verarbeiten oder verkaufen. Denn erstens wissen sie, woher ihr Fleisch kommt, dass da kein Antibiotikum, kein Wachstumshormon etc. drin ist, zweitens kaufen sie so weniger anderes Fleisch (aus Konvihaltung), wodurch die Nachfrage ein wenig runter geht. Vielleicht geht den paar Buchtenkaninchen die du meinst besser als den Schweinen, Hühnern etc die bei uns in der Kühltheke im Supermarkt landen, nicht zu vernachlässigen sind aber auch die Kaninchen, die in Massentierhaltung zur Fleischproduktion gehalten werden und in den Supermarktgefriertheken landen. Denen geht es mindestens genauso dreckig wie den Schweinen und Rindern in Massentierhaltung (war demletzt sogar in den Medien)
[.....] Die Kaninchenausstellungen mögen für die Tiere stressig sein, aber für den Gesundheitszustand der Zucht sind sie wichtig. Ich gehe von Zeit zu Zeit mal auf Ausstellungen (als Besucher), weil hier in der Gegend einfach viele Züchter sind und dementsprechend viele Ausstellungen stattfinden. Es wird nicht nur die Optik der Tiere beurteilt, sondern auch deren Gesundheitszustand. Immer wieder mal fallen dort Tiere auf, die z.B. einen zu kurzen Kopf (und damit die Gefahr für Zahnanomalien) aufweisen. Das wird dann auf dem Bewertungsbogen (der für jeden Besucher frei einsehbar am Ausstellungskäfig hängt) vermerkt. Klar, das Schicksal dieser Tiere ist besiegelt (Kochtopf), aber auch das ist wichtig, denn es wird dann mit zahngesunden Tieren weitergezüchtet und so auf lange Sicht hin ein gesunder Bestand erhalten. Ein weiteres Plus: Alle Tiere auf den Ausstellungen sind komplett durchgeimpft, der Ernährungszustand der Tiere wird überprüft (das Tier wird vermessen und gewogen) die Konsistenz der Ausscheidungen begutachtet und die Wahrscheinlichkeit, dass sich da eine Schmuddelzucht „dazwischenschummelt“ ist relativ gering. Matschkot, Triefnasen oder –augen, Krätze-Ohren etc. würden sofort (öffentlich!) auffallen. Kaninchenzuchtausstellungen meide ich generell, da bekomme ich Agressionen. Ich bin der Meinung da gäbe es für die Tiere schonendere Methoden um den Zustand der Tiere zu bewerten und zu überprüfen. Zudem sollte man um an solchen Bewertungen teilzunehmen einen Zuchtschein ablegen, wo man Kenntnisse in Vererbungslehre und die passenden Anlagen und Kenntnisse zur Pflege der Tiere vorweisen muss (Gibt es sowas und ich weiß es nur nicht?) Wie dies aussehen soll ist Ansichtssache denke ich. Aber da gehen die Meinungen wohl auseinander.... Für mich selbst habe ich folgendes Resümee gezogen: Ein seriöser Züchter ist einer, der (genetisch und gesundheitlich) einwandfreie Tiere züchtet, der seine Tiere regelmäßigen Kontrollen (u.a. auf Ausstellungen) unterwirft, der idealerweise schon langjährige Erfahrung in der Zucht hat, Gesundheits- und Genetikkenntnisse hat und der seine Tiere sauber hält. Ein weiteres Plus ist ein stundenweiser Auslauf der Tiere in (mobilen) Freigehegen. Wenngleich ich einräumen muss, dass dieser "Luxus" zumindest in "meiner" Region hier eine Ausnahme ist. Grüße Lilith | Zitat:
Zitat von Leila Mit einer wirklich artgerechten Haltung wie der, die wir alle so in etwa betreiben, lässt sich meiner Meinung niemals in einer Zucht Geld verdienen, auch nicht, wenn man noch so viel Platz hat und günstig an Heu und co kommt. Also wenn die Babys bis zur 16. Woche behalten und tierärtlich versorgt werden sollen, Gruppenhaltung, wo dann noch Kastrate mit bei müssen, damit nicht ständig alles eskaliert, den Weibchen ausgiebige Schwangerschaftspausen gegeben wird usw. Das ist dann eher ein Hobby, das noch kostet. Jedenfalls wenn die Tiere zu den üblichen Preisen gehandelt werden und so richtig viel mehr würden ja die meisten nicht bezahlen wollen.
Na ja, wenn man nicht sagt, es sollte gar keine Kaninchenhaltung mehr geben, dann wäre es eigentlich konsequenter teure Kaninchen bei sehr guten Züchtern zu holen, als Notkaninchen, die letztendlich auch von den normalen Züchtern stammen, bzw. aus den zahlreichen Unfällen. | Leila ich denke für die meisten Besitzer die nebenbei diese Tiere züchten (also nicht die in Massentierhaltung in riesen Hallen) ist das ein Hobby/Nebenverdienst. Die reinen Nutztiere mal ausgelassen sollte es auch meiner Meinung nach ein Hobby sein. Und wie Selkie bereits meinte, ein Kaninchen für 60-70 Euro ist nicht mal eben angeschafft sondern eher überlegt. Leute die nachdenken sind den Tierschützern denke mal lieber 
__________________ Do not wait for the storm to pass. Learn to dance in the rain At some point, you have to make a decision. Boundaries don't keep other people out, they fence you in. Life is messy. That's how we're made. So you can waste your life drawing lines or you can live your life crossing them. But there are some lines that are way too dangerous to cross. Here's what I know: If you're willing to take a chance the view from the other side is spectacular.
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