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Meine Zoohandelsgeschichte - Teil 2 auf Kaninchen Forum

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Benutzerbild von Paulchen255
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 24.04.2012
Beiträge: 313
Paulchen255 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 29.04.2012, 14:41

AW: Meine Zoohandelsgeschichte - Teil 2


@Selkie
Klar sollte man drauf achten,wo man seine Tiere herholt und was man ggf damit unterstützt.Meine mit dem Hobby natürlich die Haltung und nicht die Zucht.
Meinen Paul habe ich auch vom Tierschutz und er kam vorher aus einer Zoohandlung,die ihn nicht verkaufen konnten,weil er schon zu alt war.Er kam sofort bei mir an,als ich in das Gehege gekommen bin und da war klar,den nehme ich mit!Nur hatte ich ehrlich gesagt damit gerechnet,dass gerade die Menschen vom Tierschutz,die eigentlich froh sein sollten,wenn jemand ernstes Interesse zeigt ,ehrlich zu einem sind.
Eine Woche nachdem Paul bei mir eingezogen ist und ich ihn bei meinem Haustierarzt vorgestellt hatte ,kam die Diagnose chronischer Schnupfen,obwohl es mir schriftlich gegeben worden ist,dass er vorher in tierärztlicher Behandlung war und komplett durchgecheckt worden ist und es keine Befunde gab.
Gerade bei solchen Diagnosen,sollte man ehrlich zum zukünftigen Besitzer sein,denn ein chronisch erkranktes Tier hat mehr Behandlungskosten,Pflege,Zeitaufwand und ja es kostet auch extrem viel Nerven,wenn es ihm phasenweise nicht so gut geht.Dessen sollte man sich wirklich bewusst sein
,ob man das alles dann auf sich nehmen kann.
Und wenn so etwas verschwiegen wird,brauch sich dann auch der Tierschutz (nur in dem Fall,will das nicht verallgemeinern) nicht wundern,wenn das Tier dann schnell wieder da ist und dann wahrscheinlich noch kranker ist als vorher...

Klar sollte sich jeder Tierbesitzer bewusst sein,dass die Süßen einem nicht nur Spaß bereiten können,sondern das Sie auch mal krank werden können und das dieses auch unvorhergesehende Kosten mit sich bringen kann.
E
Ich hätte mir damals mehr Ehrlichkeit gewünscht,ich hätte Paulchen trotzdem genommen,will ihn nie wieder missen und er dankt es mir jeden Tag,wenn er vor guter Laune Haken schlägt.Auch kranke Tiere brauchen ein zuhause.Jegliche Kontaktversuche zu dem Verein sind gescheitert und die werden mich sicher nicht wieder sehen.

LG Sylvia



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Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 06.02.2012
Beiträge: 116
joernbottrop befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 29.04.2012, 15:12

AW: Meine Zoohandelsgeschichte - Teil 2


Danke Lilith für dein ausgewogenes Statement. Es gefällt mir sehr gut und ich kann mich (fast) gänzlich anschließen.



__________________
Liebe Grüße aus dem Ruhrgebiet
Jörn


Zwergwidder:
TINA (Mantelschecke thüringer-weiß) & TURNER (gelb)
ADELHEID (blau-otter-satin) & EUGEN (holl Schecke weiß-blau)

Ich füttere meine Ninchen mit frischer Wiese, Kräutern, etwas Gemüse & Obst, JR Farm Grainless herbs und Bunny Heu. Die Zwergwidder leben in freier Wohnungshaltung mit gesichertem Balkon.

Zitat:
Wer zur Quelle möchte, muss gegen den Strom schwimmen.








Benutzerbild von Lady_Dynamite
Kaninchen
 
Registriert seit: 03.01.2012
Beiträge: 1.838
Lady_Dynamite befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 29.04.2012, 15:18

AW: Meine Zoohandelsgeschichte - Teil 2


Zitat:
Zitat von Lilith Beitrag anzeigen
Hallo,
[....]
Und wenn ich mir die Nutztierhaltung in ihrer Gesamtheit betrachte, dann geht es den Buchtenkaninchen – verglichen mit der Haltung vieler Rinder, Schweine, Hühner etc. – gar nicht mal soooo schlecht. Immerhin können die Kaninchen in den Buchten (die ich so kenne) ein wenig herumhoppeln oder sogar zu zweit gehalten werden. Wenn ich das mit der Anbindehaltung der konventionellen Rinderhaltung, der Legehennenbatterie etc. vergleiche, muss ich ganz ehrlich sagen: Ich kann damit leben, dass die Kaninchenzüchter ihre Tiere in Buchten halten und sie schlachten und die Felle verarbeiten oder verkaufen. Denn erstens wissen sie, woher ihr Fleisch kommt, dass da kein Antibiotikum, kein Wachstumshormon etc. drin ist, zweitens kaufen sie so weniger anderes Fleisch (aus Konvihaltung), wodurch die Nachfrage ein wenig runter geht.

Vielleicht geht den paar Buchtenkaninchen die du meinst besser als den Schweinen, Hühnern etc die bei uns in der Kühltheke im Supermarkt landen, nicht zu vernachlässigen sind aber auch die Kaninchen, die in Massentierhaltung zur Fleischproduktion gehalten werden und in den Supermarktgefriertheken landen. Denen geht es mindestens genauso dreckig wie den Schweinen und Rindern in Massentierhaltung (war demletzt sogar in den Medien)

[.....]

Die Kaninchenausstellungen mögen für die Tiere stressig sein, aber für den Gesundheitszustand der Zucht sind sie wichtig. Ich gehe von Zeit zu Zeit mal auf Ausstellungen (als Besucher), weil hier in der Gegend einfach viele Züchter sind und dementsprechend viele Ausstellungen stattfinden.
Es wird nicht nur die Optik der Tiere beurteilt, sondern auch deren Gesundheitszustand. Immer wieder mal fallen dort Tiere auf, die z.B. einen zu kurzen Kopf (und damit die Gefahr für Zahnanomalien) aufweisen. Das wird dann auf dem Bewertungsbogen (der für jeden Besucher frei einsehbar am Ausstellungskäfig hängt) vermerkt. Klar, das Schicksal dieser Tiere ist besiegelt (Kochtopf), aber auch das ist wichtig, denn es wird dann mit zahngesunden Tieren weitergezüchtet und so auf lange Sicht hin ein gesunder Bestand erhalten. Ein weiteres Plus: Alle Tiere auf den Ausstellungen sind komplett durchgeimpft, der Ernährungszustand der Tiere wird überprüft (das Tier wird vermessen und gewogen) die Konsistenz der Ausscheidungen begutachtet und die Wahrscheinlichkeit, dass sich da eine Schmuddelzucht „dazwischenschummelt“ ist relativ gering.
Matschkot, Triefnasen oder –augen, Krätze-Ohren etc. würden sofort (öffentlich!) auffallen.

Kaninchenzuchtausstellungen meide ich generell, da bekomme ich Agressionen. Ich bin der Meinung da gäbe es für die Tiere schonendere Methoden um den Zustand der Tiere zu bewerten und zu überprüfen. Zudem sollte man um an solchen Bewertungen teilzunehmen einen Zuchtschein ablegen, wo man Kenntnisse in Vererbungslehre und die passenden Anlagen und Kenntnisse zur Pflege der Tiere vorweisen muss (Gibt es sowas und ich weiß es nur nicht?) Wie dies aussehen soll ist Ansichtssache denke ich. Aber da gehen die Meinungen wohl auseinander....

Für mich selbst habe ich folgendes Resümee gezogen:
Ein seriöser Züchter ist einer, der (genetisch und gesundheitlich) einwandfreie Tiere züchtet, der seine Tiere regelmäßigen Kontrollen (u.a. auf Ausstellungen) unterwirft, der idealerweise schon langjährige Erfahrung in der Zucht hat, Gesundheits- und Genetikkenntnisse hat und der seine Tiere sauber hält.
Ein weiteres Plus ist ein stundenweiser Auslauf der Tiere in (mobilen) Freigehegen. Wenngleich ich einräumen muss, dass dieser "Luxus" zumindest in "meiner" Region hier eine Ausnahme ist.

Grüße
Lilith
Zitat:
Zitat von Leila Beitrag anzeigen
Mit einer wirklich artgerechten Haltung wie der, die wir alle so in etwa betreiben, lässt sich meiner Meinung niemals in einer Zucht Geld verdienen, auch nicht, wenn man noch so viel Platz hat und günstig an Heu und co kommt. Also wenn die Babys bis zur 16. Woche behalten und tierärtlich versorgt werden sollen, Gruppenhaltung, wo dann noch Kastrate mit bei müssen, damit nicht ständig alles eskaliert, den Weibchen ausgiebige Schwangerschaftspausen gegeben wird usw. Das ist dann eher ein Hobby, das noch kostet. Jedenfalls wenn die Tiere zu den üblichen Preisen gehandelt werden und so richtig viel mehr würden ja die meisten nicht bezahlen wollen.

Na ja, wenn man nicht sagt, es sollte gar keine Kaninchenhaltung mehr geben, dann wäre es eigentlich konsequenter teure Kaninchen bei sehr guten Züchtern zu holen, als Notkaninchen, die letztendlich auch von den normalen Züchtern stammen, bzw. aus den zahlreichen Unfällen.
Leila ich denke für die meisten Besitzer die nebenbei diese Tiere züchten (also nicht die in Massentierhaltung in riesen Hallen) ist das ein Hobby/Nebenverdienst. Die reinen Nutztiere mal ausgelassen sollte es auch meiner Meinung nach ein Hobby sein. Und wie Selkie bereits meinte, ein Kaninchen für 60-70 Euro ist nicht mal eben angeschafft sondern eher überlegt. Leute die nachdenken sind den Tierschützern denke mal lieber



__________________

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At some point, you have to make a decision. Boundaries don't keep other people out, they fence you in. Life is messy. That's how we're made. So you can waste your life drawing lines or you can live your life crossing them. But there are some lines that are way too dangerous to cross. Here's what I know: If you're willing to take a chance the view from the other side is spectacular.


 
 
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