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Sofie 22.10.2011 22:40

Heikle Frage- unkastriertes Böckchen soll nicht allein bleiben
 
Ich hab da ein kleines Problemchen und würde von Euch gerne hören, wie Ihr über sie Situation denkt, oder ob Ihr Erfahrungen gemacht habt, die vielleicht weiterhelfen können:

Also ich habe ein 6jähriges unkastriertes Böckchen (Narkose hielt TA aus gesundheitlichen Gründen für zu heikel, da hab ich mich nicht getraut, ihn kastrieren zu lassen). Ich habe ihn, seit er ca 4-5 Monate alt ist. Zu Anfang habe ich ihn dann zu zwei Meerschweinchendamen gesetzt, was ganz reibungslos klappte. Wenig später konnte ich ein älteres kastriertes Böckchen übernehmen und die zwei haben sich nach einiger Zeit wirklich gut verstanden. Am ersten Tag gab es ein wenig Gejage, aber schon am zweiten Tag war Ruhe und nach einigen Wochen kuschelten sie gemeinsam und betrieben Fellpflege. Als er vier Jahre alt war übernahm ich noch ein weiteres kastriertes Böckchen, das bei meiner Freundin von allen anderen Kaninchen ganz fürchterilich zerbissen wurde. Diese zwei waren von Anfang an richtig dicke Freunde und die Chemie stimmte absolut. Dazu muß ich wohl vielleicht auch noch sagen, daß mein Hase eher ruhig ist, sich sogar von den Schweinchen vom Futtertrog und Heu verjagen ließ und niemals Markiert hat.
Leider sind mittlerweile sowohl die Schweinchen, als auch die beiden kastrierten Böckchen verstorben. Deshalb war ich in Tierheimen auf der Suche nach einem etwa gleichalten kastrierten Böckchen. Ich war etwas geschockt, als die mich als unwissenden Tierhalter ohne Verantwortungsbewußtsein fast beschimpften, denn wie kann man zum einen ein Böckchen unkastriert lassen(der Grund war ihnen völlig egal, das wäre reiner Egosimus meinerseits gewesen - wenn das Tier nicht in den Deckeinsatz geht, wäre es besser gewesen, es sterben zu lassen, statt es unkastriert zu halten) und zum anderen dann noch einen Kastraten dazu setzen wollen? Das würde nie klappen und wenn das bei mir geklappt hätte, wäre das reiner Zufall gewesen.

Ich habe die FAQs gelesen und kenne sehr wohl die allgemeingültigen "Vergesellschaftungsregeln". Aber mich würde trotzdem interessieren, wie Ihr darüber denkt? Was ist wohl der beste Weg? Wenn es bei mir schon 2x geklappt hat lag es doch wohl eher am Verhalten des Hasen und weniger am Zufall, oder? Gibt es ähnliche Erfahrungsberichte? Was würdet Ihr an meiner Stelle tun?

Ich freue mich auf Eure Meinungen.

Valentina 22.10.2011 22:42

AW: Heikle Frage- unkastriertes Böckchen soll nicht allein bleiben
 
Aus welchen gesundheitlichen Gründen kann er denn nicht kastriert werden?
Oder traut sich dein TA einfach nur nicht, weil er vielleicht meint, er sei schon zu alt?

juj 22.10.2011 22:47

AW: Heikle Frage- unkastriertes Böckchen soll nicht allein bleiben
 
warum geht es aus Gesundheitlichen gründen den nicht, was Hat dein Kleiner den ? wen es doch möglich ist ihn Kastrieren zu Lassen , würde ich es machen , den zwei nicht Kastrierte Böcke Könnte nach Hinten los gehen , was geht sind zwei Kastraten und ein Weib .

marinahexe 22.10.2011 23:00

AW: Heikle Frage- unkastriertes Böckchen soll nicht allein bleiben
 
Hallo Sofie,

ich würde mir nochmal die Meinung eines anderen Tierarztes einholen. Hier sind auch schon 8-jährige Rammler kastriert worden und haben die OP gut überstanden. Dann könntest Du ein Weibchen dazuholen.

Sollte auch dieser TA sagen, dass es zu riskant ist, schau Dich nach einem ebenfalls ruhigen Kastraten um.

lg
marinahexe

Sofie 23.10.2011 19:59

AW: Heikle Frage- unkastriertes Böckchen soll nicht allein bleiben
 
@valentina und juj: Also als junges Kaninchen hatte er ganz heftige Herzrhythmusstörungen und immer wieder deutliche Aussetzer. TA sagte, daß das Risiko der Narkose unter diesen Umständen absolut hoch sei und er es aus medizinischer Sicht nicht empfehlen könnte.

Meine jetzige TA ist auch der Meinung, daß ein ruhiger Kastrat eventuell die bessere Alternative sei, denn zwar scheint sich die Herztätigkeit irgendwie wieder reguliert zu haben, aber sie möchte trotzdem keine Narkose bei dieser Vorgeschichte riskieren (wir kürzen auch die Zähne immer ohne Narkose). Außerdem ist sie der Meinung, daß es jetzt vielleicht zu spät für eine Kastration sein könnte und der Hase das "Rammeln" trotzdem nicht sein läßt (genau wie bei spät gelegten Hengsten, die ihr Hengstverhalten unter Umständen auch nicht ablegen). In einem solchen Fall würde das Weibchen zwar nicht gedeckt, aber deutlich bedrängt und gestresst werden. Das will ich ja auch nicht.

@marinahexe: Also der Variante mit einem "neuen" ruhigen Kastraten gebe ich zur Zeit auch den Vorzug. Ich find nur keinen:-(

Valentina 23.10.2011 20:02

AW: Heikle Frage- unkastriertes Böckchen soll nicht allein bleiben
 
Wie sieht es denn jetzt mit dem Herz aus? Hat oder bekommt er Medikamente?

Nazar & Noroelle 23.10.2011 20:27

AW: Heikle Frage- unkastriertes Böckchen soll nicht allein bleiben
 
Wäre ein kastriertes Weibchen vielleicht eine Alternative,wenn du kein Böckchen findest? Ich erinner mich gelesen zu haben das das "Rammlerverhalten" im Alter nachlassen soll...

Benny 23.10.2011 21:00

AW: Heikle Frage- unkastriertes Böckchen soll nicht allein bleiben
 
ICH würde in DIESEM Fall auch versuchen, ein kastriertes ruhiges älteres Böckchen zu bekommen, mit der Option, dass du es zurückgeben kannst, wenn es wirklich überhaupt nicht klappen sollte.
Wenn das nicht geht würde ich auch über ein kastriertes Weibchen nachdenken.

Sofie 24.10.2011 01:13

AW: Heikle Frage- unkastriertes Böckchen soll nicht allein bleiben
 
@valentina: Also es ist wohl noch gelegentliches "Stolpern" da, die Aussetzer konnten Gott sei Dank schon recht schnell nicht mehr festgestellt werden.Das ganze war/ist vermutlich Folge einer verschleppten Infektion.Medikamente bekommt er nicht.

@Nazar & Naroelle: Das klingt interessant. Da muß ich mich mal schlauer machen. Wenn's ein selbstbewußtes Weibchen ist, geht's vielleicht. In jungen Jahren hat er mal versucht eines der Schweinchen zu rammeln. Die hat sich blitzschnell umgedreht und ihm in die Nase gezwickt.:o Danach habe ich keinen Versuch mehr beobachtet.

Valentina 24.10.2011 05:06

AW: Heikle Frage- unkastriertes Böckchen soll nicht allein bleiben
 
Zitat:

Zitat von Sofie (Beitrag 244545)
@valentina: Also es ist wohl noch gelegentliches "Stolpern" da, die Aussetzer konnten Gott sei Dank schon recht schnell nicht mehr festgestellt werden.Das ganze war/ist vermutlich Folge einer verschleppten Infektion.Medikamente bekommt er nicht.


Das heißt, wenn dein Rammler soweit fit ist, könnte er noch kastriert werden - sofern es ein TA macht (zutraut).

Ich erinnere mich an einen Fall im Kaninchenscvhutz e.V., da wurde ein 8-jähriger Rammler kastriert, der auch in irgendeiner Form Herzprobleme hatte.
Die OP verlioef sehr gut und er lebt seitdem (nach der Quarantäne) in einer großen Gruppe.

Menolli 24.10.2011 07:34

AW: Heikle Frage- unkastriertes Böckchen soll nicht allein bleiben
 
Schon mal jemand an einen Frühkastrat gedacht? Der kann ja dann auch schon älter sein

Ich habe nun schon mehrmals gehört, das dass ganz gut klappen soll, da so ein Frühkastrat quasi Geschlechtslos ist (sehe ich zumindest so, und kenn das auch aus meiner Gruppe, während die Spätkastrierten Böckchen im Frühjahr aufdrehen und richtig wuschig werden sind die beiden Frühkastraten Ruhig und verhalten sich nicht andersder wie sonst.

Sofie 24.10.2011 12:55

AW: Heikle Frage- unkastriertes Böckchen soll nicht allein bleiben
 
Oh Menolli, das ist eine gute Info. Das habe ich nicht gewußt. Habe bisher immer nur Weibchen selbst gekauft, die Böckchen habe ich immer von anderen übernommen und wußte nie, zu welchem Zeitpunkt sie kastriert wurden. Bis wann gilt denn ein Hase als Frühkastrat? Gibt es da ein ungefähres Alter? Ich denke, das hat mit dem Absteigen der Hoden zu tun, oder?

@Valentina:Meiner TA ist es bei der Vorgeschichte zu heikel und ich weiß genau, ich würde mich es auch nicht trauen, dafür hänge ich zu sehr an ihm. Dann lieber vorher erstmal alle anderen Möglichkeiten ausprobieren.

marinahexe 24.10.2011 13:01

AW: Heikle Frage- unkastriertes Böckchen soll nicht allein bleiben
 
Als Frühkastrat gilt, wer vor der Geschlechtsreife (12 Wochen) kastriert wird. Aber es sollte schon ein älterer Frühkastrat sein, sonst hast Du zuviel "Leben in der Bude".

Sofie 24.10.2011 21:27

AW: Heikle Frage- unkastriertes Böckchen soll nicht allein bleiben
 
Ok, dann werd ich meine Suche jetzt erstmal auf nem alten Frühkastraten eingrenzen. Ob sich das aber bewerkstelligen läßt...die Suche nach nem "einfachen" kastrierten Böckchen gestaltete sich ja in den letzten Wochen schon als schiere Unmöglichkeit.
Kennt da vielleicht jemand Anlaufstellen im Kreis Euskirchen, Düren, Aachen oder Heinsberg, außer der Tierheime? Die seit Wochen gewälzten Privatanzeigen brachten bisher leider kein passendes Häschen.

marinahexe 24.10.2011 22:00

AW: Heikle Frage- unkastriertes Böckchen soll nicht allein bleiben
 
Hallo Sofie,

schau mal hier rein:

[URL]http://www.kaninchenforum.de/kaninchen-faq-arbeit/13092-fuer-die-faq-woher-hole-meine-kaninchen.html[/URL]

Viel Erfolg
marinahexe

Nazar & Noroelle 25.10.2011 14:10

AW: Heikle Frage- unkastriertes Böckchen soll nicht allein bleiben
 
Du könntest auch selbst eine Suchanzeige aufgeben...

Pimkie 25.10.2011 14:15

AW: Heikle Frage- unkastriertes Böckchen soll nicht allein bleiben
 
@ Menolli

Das würde ich nicht für alle Frühkastraten sagen.
Ich hab hier 2 Frühkastraten-Brüder, die sehr (der eine sogar extrem) dominat und zeitweilen auch aggresiv sind. Der eine setzt sich gegen 2 Normale Kastraten und 4 Weiber durch.

Genauso kann man sich sagen, 2 Weiber / unkastrierte Böcke verstehen sich partout nicht.
Ich fahre jedes Jahr nach Südtirol auf einen Bauernhof, wo bis zum Sommer 3 unkastrierte Böcke (5,5 und 8 Jahre alt) zusammen auf 80x40cm gelebt haben. Im sommer wurde der ältere leider von einer Hündin gerissen, aber die 2 anderen verstehen sich immernoch prima.

Mann kann einfach nicht alle über einen Kamm scheren, jedes Kaninchen verhält sich anders. 3 meiner Weiber verstehen sich total super, da gab es nie Zickereien.
Aus dieser Haltung raus finde ich es nicht richtig, Entscheidungen zu treffen, es ist nicht alles schwarz oder weiß..

So jetzt bin ich ein bisschen vom eigentlichen Thema abgekommen aber gut :)

Zum Thema: Macht dein TA Gas- oder Injektionsnakose ?
Bei Gasnakose sinkt das Risiko deutlich.
Aber trotz dem was ich oben geschrieben habe, würde ich nicht zu einem 6 Jährigen Unkastraten der zudem auch dominat ist (hab ich doch richtig verstanden, oder?) keinen unkastrierten Bock dazu setzten, da hätte ich irgendwie kein Gutes Gefühl bei, weil er ja auchnoch Herzschwierigkeiten hat, da wäre der Stress ja kontraproduktiv, der mit einem weiteren unkastrierten dazukommen würde..

LG Pimkie :)

Rebecca 25.10.2011 14:41

AW: Heikle Frage- unkastriertes Böckchen soll nicht allein bleiben
 
Zitat:

Zitat von Sofie (Beitrag 244399)
Meine jetzige TA ist auch der Meinung, daß ein ruhiger Kastrat eventuell die bessere Alternative sei, denn zwar scheint sich die Herztätigkeit irgendwie wieder reguliert zu haben, aber sie möchte trotzdem keine Narkose bei dieser Vorgeschichte riskieren (wir kürzen auch die Zähne immer ohne Narkose). Außerdem ist sie der Meinung, daß es jetzt vielleicht zu spät für eine Kastration sein könnte und der Hase das "Rammeln" trotzdem nicht sein läßt (genau wie bei spät gelegten Hengsten, die ihr Hengstverhalten unter Umständen auch nicht ablegen). In einem solchen Fall würde das Weibchen zwar nicht gedeckt, aber deutlich bedrängt und gestresst werden. Das will ich ja auch nicht.

kennt sich deine Ärztin denn auch wirklich mit der behandlung von Kaninchen aus?
Dass sie die Zähne ohne Narkose kürzt klingt mir eher danach, das dass sie die Zähne nicht abschleift sondern einfach nur abknipst (was man nicht machen sollte).
Außerdem scheint sie sich auch nicht so wirklich mit kastrationen mit älteren Tieren auszukennen, es wurden immerhin schon Rammler im Alter von 8 Jahren kastriert und wenn solche schwierigkeiten mit dem Rammeln weiterhin aufgetaucht währen, würden es doch wohl nicht so viele weiterhin empfehlen oder?

Ich kann gut verstehen, dass du dich vor der Kastration bei der Vorgeschichte scheust, doch zweifel ich irgendwie stark an der Kompetenz beider Tierärzte und ich würde da wirklich nochmal zu einem Kaninchen Speziallisten gehen um nun abzuklähren wie der Stand der Dinge nun wirklich sind.

Ansonsten könnte man es wirklich mal mit einem Frühkastraten versuchen.



Liebe Grüße
Rebecca

Pimkie 25.10.2011 15:00

AW: Heikle Frage- unkastriertes Böckchen soll nicht allein bleiben
 
Zitat:

Zitat von Rebecca (Beitrag 245218)
Dass sie die Zähne ohne Narkose kürzt klingt mir eher danach, das dass sie die Zähne nicht abschleift sondern einfach nur abknipst (was man nicht machen sollte).

mein TA schleift ab allerdings nicht in Nakose. Bei uns sind es aber auch die Vorderzähne, wenns die Backenzähne sind ist das wieder mal was anderes. Die wurden bei meinem Sammy teil/teil gemacht, allerdings hatte er auch nur leichte Spitzen, aber auch hier ohne Nakosen. Allerdings denke ich mal das kommt auf den Härtegrad & evtl. Panik an, oder ?

LG Pimkie

Sofie 27.10.2011 20:22

AW: Heikle Frage- unkastriertes Böckchen soll nicht allein bleiben
 
Vielen Dank schonmal an alle für Eure Anregungen.

@pimkie:Nein, er ist überhaupt nicht dominant. Da hab ich das wohl mißverständlich geschrieben. Er markiert nicht, rammelt nicht und hat sich sogar von den Meerschweinchen immer vom Futternapf vertreiben lassen (der Arme;)). Einen unkastrierten würde ich auch nicht dazu setzen. Hatte ja bisher immer kastrierte Böckchen dabei und würde das auch gerne beibehalten, evtl. noch ein kastriertes Weibchen als Versuch.
Welche Narkose meine TA macht, weiß ich gar nicht. Da hab ich nicht nach gefragt, weil's von meinem Bauchgefühl her sowieso nicht in Frage kam.

@Rebecca: Also ob meine jetztige TA Fachmann für Kaninchen ist, wage ich auch mal zu bezweifeln, ist halt ne normale Kleintierpraxis. Aber ich bin vor kurzem erst umgezogen und mein alter TA, der auf Nagetiere und Vögel spezialisiert war, hat das ja ähnlich gesehen.
Auf jeden Fall kneift sowohl die neue, wie auch der alte TA die Zähne nicht nur ab, sondern schleift auch nach. Das Ganze ist aber auch nicht so mega dramatisch. Wir gehen 2x im Jahr zur Zahnkontrolle, weil ein Zahn etwas schief steht und sich so nicht ganz gut abnutzt. Damit schaffen wir es, das Ganze so gut im Zaum zu halten, daß er sich nicht mehr in die Backe beißt.


So, morgen hab ich frei! Da werd ich auf jeden Fall mal alle Tierheime im weiteren Umkreis kontaktieren. Vielleicht bringt's ja was.

marinahexe 27.10.2011 20:28

AW: Heikle Frage- unkastriertes Böckchen soll nicht allein bleiben
 
Wünsche Dir viel Erfolg!

Sofie 29.10.2011 22:19

AW: Heikle Frage- unkastriertes Böckchen soll nicht allein bleiben
 
So, heute war es so weit! Bin doch noch fündig geworden:rolleyes:. Hab ein kastriertes Böckchen mit der Option bekommen, es zurückgeben zu dürfen, falls es nicht klappen sollte (hoffe, daß sich Vorbesitzerin im Falle des Falles auch noch daran erinnert). Wann es kastriert wurde und wie alt es ist, weiß ich leider nicht, da Vorbesitzerin es als Fundkaninchen übernommen hat, aber ich versuch's jetzt einfach mal. Konnte meinen Kleinen nicht länger so allein da sitzen sehen. Hoffentlich klappt's...

marinahexe 29.10.2011 22:25

AW: Heikle Frage- unkastriertes Böckchen soll nicht allein bleiben
 
Dann drück ich mal feste die Daumen, dass das klappt!

sarahundkarlchen 29.10.2011 22:52

AW: Heikle Frage- unkastriertes Böckchen soll nicht allein bleiben
 
Hey Sofie,

war das "Fundböckchen" in Quarantäne und schon beim TA? Ich würde gerade bei solchen Tieren erstmal alles abchecken.

LG, Sarah

Sofie 30.10.2011 23:43

AW: Heikle Frage- unkastriertes Böckchen soll nicht allein bleiben
 
@sarahundkarlchen: Also er ist schon vor einem dreiviertel Jahr gefunden worden und in dieser Zeit ist er wohl gesund gewesen. Habe Impfpass mitbekommen und bei Vorbesitzerin wurde er 2x geimpft(RHD und Myxo), zuletzt im September. Also hat ihn vor kurzem noch ein TA gesehen. Ich werde ihn aber in der nächsten Woche auch noch meiner TA vorstellen (Zähne checken usw) und zumindest so lange muß er bei mir auch noch alleine sitzen, es sei denn TA empfiehlt was anderes. Bei den anderen Vergesellschaftungen hatte ich die Neuen immer 3 Wochen in Quarantäne, habe sie aber keinem TA vorgestellt, da ich die Tiere und die Besitzer ja schon vorher kannte.

Sofie 17.11.2011 20:23

AW: Heikle Frage- unkastriertes Böckchen soll nicht allein bleiben
 
Ok, gestern war der erste Kontakt zwischen den zwei Herren und was ist passiert?
Ne halbe Stund lang gar nix, da sind sie nur aneinader vorbei gehöppelt, so als würden sie sich gar nicht wahrnehemn und dann hat plötzlich das kastrierte Böckchen angefangen, das unkastrierte Böckchen ganz heftig zu jagen und zu beißen. Er hat schon ganz viele Büschel Fell lassen müssen und ein tiefes Loch in der Nase hat er auch. Dann war wieder ne Weile Ruhe und dann ging es wieder von vorn los.

Zusammenführung fand auf für beide neutralem Boden in einem großen Auslauf mit vielen Häuschen und Tunnels statt.

Hab sie dann nach ner Stunde wieder getrennt und heute nochmal probiert. War nicht mehr so heftig, aber es wurden immer noch Attacken gestartet. Unbeaufsichtigt möchte ich sie ungern zusammen lassen. Aber sie immer wieder auseinander zu setzen ist auch nicht wirklich gut, oder?

Was würdet Ihr tun? Gibt's da Hoffnung, daß sich das noch legt, oder sollte ich besser den Stress für das unkastrierte Häschen sofort beenden?

marinahexe 17.11.2011 20:49

AW: Heikle Frage- unkastriertes Böckchen soll nicht allein bleiben
 
Hallo Sofie,

ich hätte die VG auf's Wochenende gelegt, wenn Du zu Hause bist. Wenn die beiden einmal zusammen sind, solltest Du sie zusammen lassen. Nach der Trennung beginnt die VG immer wieder neu. Nur Eingreifen, wenn blutige Wunden da sind (keine Kratzer).

Weiterhin viel Erfolg
marinahexe

sarahundkarlchen 17.11.2011 23:42

AW: Heikle Frage- unkastriertes Böckchen soll nicht allein bleiben
 
Hallo Sofie,

ich hatte gestern selber meine erste VG zwischen einem 3jährigen Kastraten und einem 12 Wochen alten Deutschen Widder (ist schon größer als der Zwerg) und ich dachte ich werd bekloppt. Die sind volle Kanne aufeinander losgegangen, das ging bestimmt zwei Minuten, das Fell flog nur so und dann war gut.
Der Ältere hat den Kleine gestern nur gezwickt und durch die Gegend gejagt, aber bereits heute morgen haben sie gemeinsam gefressen und der Ältere hat das "Baby" geputzt.

Zwei Tage, wo man da ist und mal einen Blick draufwerfen kann, sollte man sich schon nehmen.

LG!

Tierarztgeplagt 18.11.2011 07:34

AW: Heikle Frage- unkastriertes Böckchen soll nicht allein bleiben
 
Uh ... Mir schlottern die Knie!!

Sofie ... Tiere trennen und zwei Wochen ohne Riech und Sichtkontakt trennen, dann wieder auf neutralen Boden setzen und hoffen ...

Generell finde ich den aktuellen Trend einen unkastrierten Rammler mit einem kastrierten zusammen zu halten nicht gut ... Gerade wenn der Rammler nicht frühkastriert wurde kann daseigentlich nur schief gehen ...

Und auch das vergesellschaften von so jungen Tieren mit älteren wie bei sarahundkarlchen ist doch ein absolut unnötiges Risiko ...

sarahundkarlchen 18.11.2011 12:58

AW: Heikle Frage- unkastriertes Böckchen soll nicht allein bleiben
 
Zitat:

Zitat von Tierarztgeplagt (Beitrag 254513)
Uh ... Mir schlottern die Knie!!

Sofie ... Tiere trennen und zwei Wochen ohne Riech und Sichtkontakt trennen, dann wieder auf neutralen Boden setzen und hoffen ...

Generell finde ich den aktuellen Trend einen unkastrierten Rammler mit einem kastrierten zusammen zu halten nicht gut ... Gerade wenn der Rammler nicht frühkastriert wurde kann daseigentlich nur schief gehen ...

Und auch das vergesellschaften von so jungen Tieren mit älteren wie bei sarahundkarlchen ist doch ein absolut unnötiges Risiko ...

Erstens wird der Riese noch kastriert, er ist noch gar nicht geschlechtsreif.
Zweitens weiß ich nicht, wieso eine VG ab 4 Monaten sinnvoller sein soll. Die Tiere gehen nun mal mit 8-10 Wochen von der Mutter weg. Soll man sie dann 6-8 Wochen alleine halten? Finde ich schwachsinnig.

Blume 18.11.2011 16:01

AW: Heikle Frage- unkastriertes Böckchen soll nicht allein bleiben
 
Zitat:

Zitat von sarahundkarlchen (Beitrag 254578)
Erstens wird der Riese noch kastriert, er ist noch gar nicht geschlechtsreif.
Zweitens weiß ich nicht, wieso eine VG ab 4 Monaten sinnvoller sein soll. Die Tiere gehen nun mal mit 8-10 Wochen von der Mutter weg. Soll man sie dann 6-8 Wochen alleine halten? Finde ich schwachsinnig.

Mit dem kastrieren warst nicht du gemeint denke ich ;) Das war darauf bezogen, dass das Böckchen bei Sofie vermutlich nicht frühkastriert ist und es deswegen evtl nicht klappt.

Und dass eine VG (mit älteren Tieren) erst ab der 16 Lebenswoche empfohlen wird liegt einfach dran, dass Babys leichter verletzt werden können und teilweise noch nicht die geistige "Reife" haben um das alles zu verstehen. Wobei ich finde, dass es etwas anderes ist wenn du einen Riesen mit einem Zwerg vergesellschaftest, denn der kann sich durch die Körpergröße ja schon besser durchsetzen, wenn er will :D

Sofie, nein zwischendrin trennen ist schlecht, das weißt du ja selber ;) Wenn du sie wieder zusammen setzt bist du ja jetzt das WE vermutlich daheim? Wenn es keine schlimmen Beißereien gibt oder schlimme Wunden einfach machen lassen.

Wenn es garnicht klappt würde ich es ja eher mit einem kastriertem Mädel versuchen und sehen, ob er sie vll. auch in Ruhe lässt.

Aber ich drück dir die Daumen, dass das kleine Böckchen bleiben kann

Tierarztgeplagt 18.11.2011 16:53

AW: Heikle Frage- unkastriertes Böckchen soll nicht allein bleiben
 
Neben dem Verletzungsrisiko wissen erwachsene Tiere mit so durchgeknallten aktiven Jumgtieren gar nichts anzufangen ... Wenn die Babys dann in die pubertät kommen kann es noch mal so richtig knallen ... Eine VG zwischen einem Baby und einem Erwachsenen Tier ist also total überflüssig, weil sich der Charakter der Tiereerst nach der Pubertät zeigt ...

Blume 18.11.2011 19:08

AW: Heikle Frage- unkastriertes Böckchen soll nicht allein bleiben
 
Aber dann dürfte man ja nie Jungtiere aufnehmen, außer in einer komplett neuen Jungtiere Gruppe?

sarahundkarlchen 18.11.2011 19:13

AW: Heikle Frage- unkastriertes Böckchen soll nicht allein bleiben
 
Zitat:

Zitat von Blume (Beitrag 254677)
Aber dann dürfte man ja nie Jungtiere aufnehmen, außer in einer komplett neuen Jungtiere Gruppe?

Das denke ich auch. In meinem Bekanntenkreis gibt es viele Kaninchenhalter und bisher hat sich um diese Praxis auch noch keiner geschert und es ist immer gut gegangen.
Ich kannte das vorher auch nicht.

Blume 18.11.2011 19:20

AW: Heikle Frage- unkastriertes Böckchen soll nicht allein bleiben
 
Sicher ist es besser ungefähr gleichaltrige zu nehmen und ich bräuchte auch keine pupertierenden mehr unbedingt :o Aber es gibt genauso junge Kaninchen die ein zu Hause brauchen und die sollte man nicht sitzen lassen weil man "nur" erwachsene daheim hat...

sarahundkarlchen 18.11.2011 19:24

AW: Heikle Frage- unkastriertes Böckchen soll nicht allein bleiben
 
Ja, ich wollte jetzt z.B, ein Jungtier, weil ich mit meinen älteren Herrschaften aus dem TH nuuuhuur Probleme hatte, gerade mit Magen und Darm wegen ewiger falscher Ernährung. Und dann war meine Käthe wahrscheinlich viel älter, als vom TH gesagt....Ich wollte jetzt einfach von vornherein wissen, woran ich bin.

Tierarztgeplagt 18.11.2011 20:47

AW: Heikle Frage- unkastriertes Böckchen soll nicht allein bleiben
 
Klar kann man Jungtiere in seine Gruppe aufnehmen ... Und zwar ZWEI.
Ich habe im
Letzte Jahf zweimal widerwillig bei VGs von 16 Wochen alten Tieren zu erwachsenen geholfen und muss ehrlich sagen, dass glückliche Tiere anders aussehen.

Naja, machen kann man viel und man findet immer einen guten Grund es anders zu machen als es gut wäre ...

Sarahundkarlchen, habe ich das richtig verstanden, dass du jetzt auch zwei Männchen hast?

sarahundkarlchen 19.11.2011 02:16

AW: Heikle Frage- unkastriertes Böckchen soll nicht allein bleiben
 
Ja, ich habe zwei Männchen. Ich habe vorher ein bisschen rumgefragt und es gibt hier ein paar mit der selben Kombi, bzw. Erfahrungen damit, die ihre Männergrüppchen als sehr harmonisch beschreiben.
Meine beste Freudin hält seit Jahren drei Riesenmännchen zusammen, -kam so aus, weil die Weibchenverstorben sind- und ihre Gruppe war nie harmonischer.

Mein Willi (der ältere) wirkt gerade glücklicher, als mit seiner langjährigen Partnerin, mit Maxi kuschelt er tatsächlich und verjagt ihn auch nicht vom Futter.

Sabrinili 19.11.2011 19:26

AW: Heikle Frage- unkastriertes Böckchen soll nicht allein bleiben
 
@sarah und karlchen: sind sie kastriert?!

Sofie 19.11.2011 19:33

AW: Heikle Frage- unkastriertes Böckchen soll nicht allein bleiben
 
@Tierarztgeplagt: Trennung schon geschehen. In zwei Wochen dann nächster und endgültiger Versuch. Das Zusammensetzen von zwei Böckchen ist bei mir kein Trend, sondern ich hatte gehofft, daß es mit einem neuen genauso klappen könnte, wie mit den beiden alten, die ja eher zufälligerweise zu mir kamen.

Also hier ist ja noch einiges passiert. Sehr schön verschiedene Erfahrungen zu hören. Mein aktueller Stand der Dinge ist, daß ich heute beide endgültig getrennt habe, weil immer wiederkehrende Attacken seitens des Kastraten gestartet wurden. Halbe Stunde Ruhe, dann flogen wieder die Fellfetzen, und in die Nase gebissen hat er ihm auch schon. Also Blut war dann zuviel für mein Gemüt.

Aber wie es auch ausgehen sollte, ich werde den neuen nicht zurück geben, denn bei der Vorbesitzerin saß er ja auch nur alleine und sie wollte ja eigentlich gar keine Kaninchen, also wird sie bestimmt keines mehr dazu holen. Eventuell werden wir versuchen ihn in eine aus drei Mädchen und zwei Böckchen bestehenden Gruppe einer Freundin zu integrieren (sie hat große Widder, vielleicht schüchtert die körperliche Überlegenheit ja ein;-) ) Und falls das auch nicht klappt, muß ich wohl zwei Gruppen bilden und noch zwei Mädchen holen... Soviel dazu, daß ich eigentlich auf dem Wege war, den Bestand auf zwei Tiere zu reduzieren:-D... Nur was, wenn es da auch VG-Probleme gibt? Besser nicht drüber nachdenken!


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