Wann du Weide wieder verfüttern kannst, hängt ganz vom Mittel ab. Schau dir das Sicherheitsdatenblatt an (zu finden im Internet) über die Toxikologie und die Langzeitwirkung des Mittels.
Aber wenn der Befall wirklich so stark ist, dass die Weide so keine Chance mehr gegen die Spinnmilben hat, wirst du mit "einmal behandeln" keinen Erfolg haben.
Ich weiß nicht, wie weit du von den Verkäufern beraten wurdest, zum Thema chemische Bekämpfung bei Spinnmilben.
Denn Spinnmilben legen Eier. Und so gut wie alle legalen Schädlingsbekämpfungsmittel dringen nicht in Eier ein. Das heißt, sie erzielen dagegen keine Wirkung. Sobald das Mittel also soweit abgebaut oder weggeregnet wurde, schlüpfen neue kleine Larven die saugen und schädigen und sich dann zur Spinnmilbe weiterentwickelt die wieder eine Eiablage startet. Ergo geht der Befall von vorne los bzw. hat nie aufgehört.
Der Schlüpfzyklus bei Spinnmilben ist... 1-2 Monate. Irgendwas um den Dreh.
Also müsstet du die Weide täglich für die nächsten mindesten 6 Wochen behandeln, um neu geschlüpfte Larven zu erwischen. Je nach
Präparat.
Hast du ein Mittel, das von der Pflanze aufgenommen wird und an andere Blätter weitergegeben? Das wäre hier bei den saugenden Spinnmilben wichtig, denn du kommst ja nicht überall dran.
Durch das eingeschränkte Benutzen kannst du dir auch Resistenzen züchten, so, dass das Mittel gar nicht mehr wirkt.
Am besten wäre es, wenn du dich bei einer Pflanzenschutzfirma informierst. Viele Schädlingsbekämpfungsfirmen haben btw. mit Spinnmilben kaum was zu tun, auch wenn die Pflanzenschutz anbieten.
Am besten gegen den Massenbefall von Spinnmilben nützen dir am besten im übrigen Nützlinge. Daher kommt so ein Befall in der Natur selten stark vorm. Das zeigt, dass du in deinem Garten ein Minder-Angebot an Nützlingen hast. Schaffe für den Winter Überwinterungsmöglichkeiten für Florfliege, Marienkäfer und Raubkäfer in Form von Insektenhotels und ähnliches (Info Internet). Die kleinen Helfer reduzieren den Befall so stark, dass deine Weide keinen Dauerhaften schaden davon nimmt.