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Ernieson 01.09.2015 09:18

Weide mit Ungezieferbefall
 
Hallo,

meine Weide, die ich an meine Kaninchen verfütter, ist mit Spinnenmilben befallen und ich werd die Scheißviecher nicht los, also habe ich mich jetzt entschieden, mit Ungezieferspray zu sprühen, bevor die Weide komplett tot ist.
Wann kann ich denn die Weide dann wieder verfüttern, weiß das jemand? Meine beiden mögen die echt gerne aber ich will natürlich kein Risiko eingehen.
Weiß das jemand? Auf der Flasche steht nix in der Richtung..

Danke schonmal und liebe Grüße
Jule

Angora-Angy 01.09.2015 09:56

Würde ich nicht machen. Die Spinnmilben sind ein geringeres Problem als das sch... Gift, das du draufsprühen willst.
Spinnmilben kommen übrigens vorrangig bei Trockenheit. Wenn du die Möglichkeit hast, überspritze deine Weide doch eine Zeitlang regelmäßig mit Wasser, das sollte die Milben dezimieren und vertreiben.

Ernieson 01.09.2015 10:31

Danke für deine Antwort.
Glaub mir, ich habe mittlerweile einiges probiert, um die Viecher loszuwerden aber weder Wasserduschen noch irgendwelche anderen Hausmittelchen haben geholfen. Durch die Probiererei habe ich bereits eine meiner Weiden verloren und darauf hab ich bei der zweiten nun keine Lust mehr. Daher hab ich mir nun im Gartencenter das Gift geholt.

Ich würde natürlich auch erst im nächsten Jahr wieder verfüttern, wenn die Pflanze komplett neue Blätter gebildet hat... falls es denn dann ungefährlich ist, und das war ja meine Frage.

PhoebeBine 01.09.2015 10:35

Zitat:

Zitat von Ernieson (Beitrag 813259)
Ich würde natürlich auch erst im nächsten Jahr wieder verfüttern, wenn die Pflanze komplett neue Blätter gebildet hat... falls es denn dann ungefährlich ist, und das war ja meine Frage.

Nächstes Jahr währen die Spinnmilben dann sowieso weg gewesen, weil sie spätestens den Winter nicht mehr überlebt hätten, das Gift hättest du dir sparen können/sollen ;-).

Ernieson 01.09.2015 10:37

Und du hättest dir das h bei "wären" sparen können/sollen :-)

LuLu03 01.09.2015 10:40

Wo kommen denn im Moment die ganzen unhöflichen neuen User her?

Angora-Angy 01.09.2015 10:41

ACh, ist das immer wieder schön, wenn man seine Freizeit verwendet, um anderen Usern freundlich zu helfen und dann so angepampt wird... Wenn du bereits Gift gekauft und auf den Baum gespritzt hast, hättest du dir die Frage sparen können. Überall steht klar und deutlich, dass man gespritztes Zeug nicht verfüttern soll. Ich nehme auch mal an, dass das Gelumpe nicht für Lebensmittelkulturen angewendet werden soll. Weiß ja nicht was du gekauft hast. Somit war die Frage überflüssig und hat lediglich durch deinen Ton die anderen User verärgert.

SilversWacht 01.09.2015 13:20

Wann du Weide wieder verfüttern kannst, hängt ganz vom Mittel ab. Schau dir das Sicherheitsdatenblatt an (zu finden im Internet) über die Toxikologie und die Langzeitwirkung des Mittels.

Aber wenn der Befall wirklich so stark ist, dass die Weide so keine Chance mehr gegen die Spinnmilben hat, wirst du mit "einmal behandeln" keinen Erfolg haben.
Ich weiß nicht, wie weit du von den Verkäufern beraten wurdest, zum Thema chemische Bekämpfung bei Spinnmilben.

Denn Spinnmilben legen Eier. Und so gut wie alle legalen Schädlingsbekämpfungsmittel dringen nicht in Eier ein. Das heißt, sie erzielen dagegen keine Wirkung. Sobald das Mittel also soweit abgebaut oder weggeregnet wurde, schlüpfen neue kleine Larven die saugen und schädigen und sich dann zur Spinnmilbe weiterentwickelt die wieder eine Eiablage startet. Ergo geht der Befall von vorne los bzw. hat nie aufgehört.

Der Schlüpfzyklus bei Spinnmilben ist... 1-2 Monate. Irgendwas um den Dreh.

Also müsstet du die Weide täglich für die nächsten mindesten 6 Wochen behandeln, um neu geschlüpfte Larven zu erwischen. Je nach Präparat.

Hast du ein Mittel, das von der Pflanze aufgenommen wird und an andere Blätter weitergegeben? Das wäre hier bei den saugenden Spinnmilben wichtig, denn du kommst ja nicht überall dran.
Durch das eingeschränkte Benutzen kannst du dir auch Resistenzen züchten, so, dass das Mittel gar nicht mehr wirkt.

Am besten wäre es, wenn du dich bei einer Pflanzenschutzfirma informierst. Viele Schädlingsbekämpfungsfirmen haben btw. mit Spinnmilben kaum was zu tun, auch wenn die Pflanzenschutz anbieten.

Am besten gegen den Massenbefall von Spinnmilben nützen dir am besten im übrigen Nützlinge. Daher kommt so ein Befall in der Natur selten stark vorm. Das zeigt, dass du in deinem Garten ein Minder-Angebot an Nützlingen hast. Schaffe für den Winter Überwinterungsmöglichkeiten für Florfliege, Marienkäfer und Raubkäfer in Form von Insektenhotels und ähnliches (Info Internet). Die kleinen Helfer reduzieren den Befall so stark, dass deine Weide keinen Dauerhaften schaden davon nimmt.

Wildchild 10.09.2015 14:45

Ich überlege immer noch, was das für eine Weide ist? Spinnmilben? Damit habe ich im Winter bei meinen Zimmerpflanzen zu tun, aber doch nicht draußen und dann an einer Weide?! Sehr merkwürdig, das Zeug wächst doch wie Unkraut. Runterschneiden und wieder ausschlagen lassen ist eine gute Methode - aber ich kenne die Weide nicht, ist vielleicht so ein veredeltes Zeug und darum empfindlicher. Nach der Giftspritze würde ich mich sehr scheuen es zu verfüttern, selbst im nächsten Frühjahr nicht. Weiden brauchen GGGAAANNNNZZZ viel Wasser, vielleicht ist es prinzipiell zu trocken um die Füße und deshalb haben Schädlinge leichtes Spiel, dann bringt Gift aber auch nüscht, dann müsste man am Standort oder Gießverhalten was ändern. Aber dafür fehlen einfach die Infos über das Pflänzchen!

Stephanie P. 15.09.2015 11:12

Hallo Ernieson,

das wichtigste wurde bereits gesagt:

- Spinnmilben haben mehrere Lebensstadien: Ei, Larve, adultes Tier, Spritzmittel die gegen Eier, Larven und Erwachsene wirken sind in Deutschland nicht zugelassen
- die Mittel, die es gegen (adulte) Spinnmilben gibt, werden in der Regel an Zierpflanzen angewendet, da sind verbindliche Wartezeiten gar nicht vorgesehen => im Zweifelsfall nicht füttern!!!
- das Gift hättest Du dir wirklich sparen können! Nach dem Blattfall im Herbst kann es Sinn machen, die Blätter aufzusammeln und zu entsorgen. Dann können die Viecher in einem milden Winter schlechter überwintern. Im Frühjahr, bei Neuaustrieb die Pflanze beobachten: bei beginnendem Neubefall kann man z.B. Para-Sommer-Öl spritzen (Parafinöl, ungiftig), das ist nach 2-3 Wochen "verflüchtigt", dann kann man wieder füttern
- bei geringem Befall: meine Kaninchen stört es gar nicht, wenn da mal eine Laus oder so am Blatt ist. Um Schnecken wird einfach drumherum gefressen, Spinnen, Asseln oder Ameisen sind Kaninchen herzlich egal ... Das Gift allerdings schädigt die Umwelt, Gewässer, Nützlinge - je sparsamer man sowas einsetzt, um so besser

Hoffe, die Tips helfen Dir! Keiner hier meint es böse und Rechtschreibfehler solltest du einfach als individuelle Ausdrucksform werten ... :hand:

Stephanie


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