 | Zwergkaninchen | | Registriert seit: 14.04.2010
Beiträge: 253
| |
|
Geschrieben am
27.11.2010, 20:35
| | | | Fellkaninchen verfilztes Fell Ich habe ja Anfang des Jahres 3 Kaninchen vom Kaninchenschutz geholt.
Eins davon ist ein Fellkaninchen.
Mir wurde gesagt, ich müsse es regelmäßig kämmen, womit das Kaninchen aber kein Problem habe, weil es das kennen würde. In der Tat blieb es anfangs auch brav sitzen, ließ sich hochnehmen und bürsten. Dabei blieb es völlig unbeweglich sitzen.
Nun ja, nach der Zusammenführung mit unserer Seniorin kamen dann alle 4 in den riesigen Wintergarten, der auch noch über ein Tunnelsystem in ein Außengehege führt.
Das Ganze hat jede Menge Versteckmöglichkeiten und auch Ecken, in die ich ohne Aufwand nicht hinterher komme.
Seitdem er dort ist, hat er sich für die Flucht entschieden.
Der Herr ist nämlich in Wirklichkeit unglaublich scheu und ist bei den Kämmaktionen offensichtlich einfach "ausgestiegen". Der war einfach nicht mehr da.
Ich hab dann entschieden, ihn in Ruhe zu lassen und halt hin und wieder mal mit der Schere das Fell zu kürzen.
Kürzlich musste ich wegen meiner Seniorin mit gebrochenem Bein (siehe der entsprechende Threat) die ganze Bande einfangen und in den heizbaren Partyraum bugsieren.
Dabei hab ich bei Herr Kaschmir wirklich viele Filzknollen gefunden. Alleine am Po waren schon 3 Stück, wobei ich ja wusste, dass in einem der Knollen das Schwänzchen versteckt war. Ich konnte also nicht einfach mit der Schere drauf los schneiden, sondern musste in einer Einstündigen Aktion Stückchen für Stückch aufdröhseln und wegschneiden.
Anschließend habe ich soweit wie möglich das Fell gekürzt, weil der arme Kerl ja plötzlich von Außenhaltung in kuschelig warme Innenhaltung wechsel musste.
Solange der im Partyraum ist, ist das Einfangen kein Problem: er weiß, dass es keine Versteckmöglichkeit gibt, also ergibt er sich in sein Schicksal und bleibt einfach sitzen. Er steigt aus und man kann mit ihm machen, was man will.
Schlimm - es zerreist mir jedesmal das Herz, wenn ich so mit ihm umgehen muss.
Aber- was hab ich für Alternativen? Vor allem, wenn die Bande im Frühling wieder nach draußen kommen, weiß ich echt nicht, wie ich das mit ihm machen soll.
Ich hatte schon fast die Idee, ihn abzugeben in gepflegte Innenhaltung, weil die Fellpflege da einfacher ist.
Anderseits ist er -so aristokratisch er aussieht- ein echtes Wühlferkel, der sich gerade im Außengehege mit Naturboden so richtig wohl fühlt. Und im Sommer dürfen sie den halben Tag im Garten hoppeln. Auch das genießt er sehr.
Aber gerade da steigt ja auch die Gefahr, dass sich in den Filz mal Ungeziefer einnistet, oder?
Aber abgeben? Womöglich sitzt er dann in einem Käfig und wird ständig von Kindern angetatscht. Außerdem ist er vom Charakter her ein Einzelgänger (siehe entsprechenden Threat), der sehr schwer in eine Gruppe zu integrieren ist.
Mit seinen jetztigen Kumpels hat er sich arranchiert, hält sich aber noch immer gerne abseits und sitzt viel alleine.
Ohne ganz viel Platz mit Rückzugsorten ist er nicht glücklich.
Was soll ich mit Herrn Kaschmir nur tun?? |