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Kaninchen abgeben?Hallo, ich bins mal wieder. Und wie immer mit nicht so erfreulichen Geschichten. Ich bin grad ziemlich überfordert und weiß nicht ganz, was ich tun soll. Meine Häsin hatte im Oktober ihren Partner verloren und ich musste ihr ziemlich schnell einen neuen Freund besorgen, da sie wahnsinnig getrauert hat. Ich habe letztendlich einen neuen kleinen Kerl finden können, den sie und ich sofort liebgewonnen haben. Mein vorheriges Kaninchen (ihren ehemaligen Partner) habe ich nach Jahren intensiver Palliativpflege als Zahnkaninchen verloren. Nach fast 4 Jahren, in denen ich mehrmals nachts aufstehen musste, um ihn zu füttern (er konnte kaum und am Ende keine feste Nahrung mehr zu sich nehmen) und Tage und Nächte in der Tierklinik verbracht hab, meinen Tag komplett um seine Fütterung herum geplant hab, ständig Arbeits- und Unitermine für ihn verpasst habe und mein Privatleben an den Nagel gehängt hab musste ich ihn im Oktober gehen lassen. Es war hart, aber würde ich es trotzdem immer wieder so machen, ich hab ihn so lieb gehabt. Jetzt wollte ich vor allem ein recht gesundes Kaninchen für meine Witwe, weil ich nicht wieder jeden Tag um die Gesundheit meiner Kaninchen bangen wollte. Das Finanzielle ist zwar definitiv ein Faktor dabei, aber für mich ist es eher die emotionale Belastung, die ich nicht nochmal wollte. Es ist mir recht egal, ob ich mich einen Monat lang von Dosensuppe ernähren muss, aber der emotionale Teil, die Sorge um das Kaninchen rund um die Uhr und die Nervosität, weil man immer nur eine Haaresbreite von einem Notfalltierarztbesuch entfernt ist, ist einfach jetzt nach 4 Jahren Dauerbelastung zu viel. Zurück zur momentanen Lage: Wir haben durch eine super liebe Pflegestelle ein neues Kaninchen gefunden, das augenscheinlich fit war und auch vom TA vorher untersucht wurde. Während der VG hat er angefangen zu niesen. Zack, ab zum TA. Nasenspülung waren negativ für Bakterien oder Viren in seiner Nase- ohne Befund. Breitbandantibiotikum, Entzündungshämmer, Inhalieren/Schleimlöser brachte nichts. Er hatte jeden Tag stündlich mehrere schlimme Niesattacken, sodass er an dem ich nicht mehr essen oder schlafen konnte. Ich musste nächtelang aufbleiben und ihn päppeln. Die TA hat dann im Röntgen einen Zahn entdeckt, der schon auf die Nase gedrückt hat und hat den gezogen. Das Niesen wurde minimal besser, ist aber immer noch recht stark und häufig, sodass er noch beim Futtern unterbrochen wird. Außerdem will die Wunde am Backenzahn, die durch das Ziehen des Zahns entstanden ist, einfach nicht abheilen, und jetzt kann er nicht einmal mehr kauen. Fast alles fällt ihm wieder aus dem Mund, ich päppel eigentlich schon seit Dezember. Ich habe eine zweite Meinung bei einem anderen Tierarzt eingeholt, der hatte aber keinen Plan (ich soll doch mal ne Stuhlprobe abgeben... bei Problemen mit den oberen Atemwegen und normalem Kot). Seine jetzige Tierärztin ist eigentlich die Kaninchenspezialistin der Stadt, die anderen Praxen rufen auch sie an, um Hilfe zu bekommen, deshalb ist es mit der Zweitmeinung hier auch schwierig. Aber im Moment ist der Schnupfen noch da und die Zähne jetzt eine Baustelle, die nicht abheilen will. Ich bin grade mit der Situation einfach massivst überfordert, ich schlafe seit 2 Monaten wieder nur so 4 Stunden die Nacht und bin wieder in demselben, schlimmen Rythmus wie damals mit meinem Palliativkaninchen. Alles neben der Vollzeitarbeit (Teilzeit geht auch nicht wegen TA-Kosten), habe unzählige Minusstunden wegen den Tierarztbesuchen, bin dauergestresst wegen der Situation, komme selbst kaum zum Essen und zu was noch anderem schon gar nicht. Ich will nach der Arbeit schon kaum nach Hause fahren, so schlimm ists im Moment. Ich will endlich mal die Kaninchenhaltung genießen und mich mal ruhig mit meinen Klumpis auf die Couch setzen und mit ihnen eine schöne Zeit verbringen, stattdessen bin ich grad nur Krankenschwester. Wären es nur die 2 Monate, okay, aber dem gehen ja schon fast 4 Jahre dieser Zustand voraus. Freunde waren schon so lieb und wollten helfen, aber die haben keine Tiererfahrung und Zufüttern war ihnen auch nicht möglich. Zumal er gerade auch sehr panisch ist und nicht einmal in meine Nähe möchte, wegen den ganzen Medis und Tierarztbesuchen. Aber versuch einem Tier mal zu erklären, dass du nur helfen willst. Ich bin grad einfach so überfordert und habe schon mit dem Gedanken gespielt, ihn wieder zurückzugeben, auch wenn ich ihn sehr sehr lieb habe. Allerdings wäre das auch super asozial, ihn jetzt wo er krank ist wieder zur Pflegestation zu übergeben und ich würde mich schlecht fühlen, die Arbeit "abzudrücken". Kranke Tiere sind eben auch super schwer zu vermitteln. Der kleine Knopf kann ja auch nichts dafür, dass ich schon so lange vor ihm sowas mitmachen musste. Auch glaube ich nicht, dass meine Häsin nochmal einen Partnerwechsel verkraftet, zumal sie jetzt schon mit ihm quasi an der Hüfte zusammengewachsen ist, so lieb hat sie ihn. Von ihr trennen um sie zusammen abzugeben will ich auch nicht, ich hab sie schon, seit sie ein Baby ist. Und die Kaninchenhaltung will ich auch eigentlich nicht aufgeben. Ich weiß grad echt nicht mehr, was ich tun soll und was jetzt das richtige wäre. Habt ihr irgendwie nüchternes, außenstehendes Input, was ich noch tun kann oder sollte in dieser Situation. Eigentlich will ich auch behalten, weil er mir sehr ans Herz gewachsen ist, ich weiß nur nicht, ob ich das noch so viel länger am Stück aushalte. Wir haben morgen mal wieder einen TA Termin, wo sich seine Wunde nochmal unter Narkose angeschaut und gespült wird, und ich hoffe, das danach alles wieder magisch gut wird, aber im Moment wird es seit Wochen nur noch konsequent schlimmer. Geändert von widdermoehrchen (19.01.2025 um 17:52 Uhr).
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| Wenn man Angst hat, nach Hause zu kommen, wenn konsequent der Nachtschlaf unterbrochen ist, dann darf man mindestens mal sagen, dass man das Thema allein nicht gestemmt bekommt. Es ist ja nicht, als würdest du es nicht versuchen, aber die beschriebene Situation ist schon ein Brett. Schildere deine Lage doch mal der Pflegestelle, es kann ja nicht angehen, dass du dich selbst kaputt pflegst. Gemeinsam findet ihr eventuell einen Weg, die Last auf mehrere Schultern zu verteilen, es würde ja reichen, wenn eine Pflegestelle 2 Erwachsene hat, die sich kümmern können => jede 2.Nacht durchschlafen wär ja für diese potentielle Pflegestelle schon mal deutlich weniger hart, als keine Nacht durchschlafen für dich ist. Ins Finanzielle könnte man sich auch reinteilen. Und gemeinsam überlegen, wann es sinnvoll wäre, ein zu sehr leidendes Kaninchen zu erlösen. => Hol dir Hilfe. Niemand Vernünftiges kann dein Anliegen in so einer Situation als "Mimimi" abtun. Geändert von HarzerBrockensteig (19.01.2025 um 18:43 Uhr).
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| Doppelpost
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| Ich hab mit der Pflegestelle noch nicht drüber geredet, aber für eine geteilte Verpflegung ist die Entfernung leider auch zu groß (und auch nur erreichbar mit dem Auto, was ich selbst nicht habe und mir immer organisieren müsste). Ich wollte auf jeden Fall noch warten, bis die Zahn-OP mind. 3.5-4 Wochen her ist (wir sind bei der OP noch in Woche 2, das vorherige Päppeln war, weil ihm bei den Niesattacken das Essen immer aus dem Mund gefallen ist und er dann nach dem Anfall immer so fertig war, dass er sich legen musste- ergo kaum was gegessen), wenn dann die Therapie weiterhin nicht anschlägt, wollte ich vllt Vorschlagen, dass ich ihn beim Tierarzt der Wahl der Pflegestelle nochmal mitbehandeln lasse, ihn solange bei der Pflegestelle abgebe und die Rechnungen auf mich ausgestellt werden (Die sind auch bei so einer richtig renommierten Kaninchen-Tierärztin- die aber leider wiederum nur mit dem Auto erreichbar wäre und für mich 3 Stunden Fahrt pro Strecke). Bis zumindest Schnupfen oder Zahn irgendwie im Zaum zu halten sind- und dass halt nochmal wer anderes Kompetentes als Zweitmeinung drüberschaut, zumal ich das Gefühl hab, dass sich meine TA mit ihrer reinen Zahndiagnose als Ursache gerade etwas verfährt aber bei mir in der Gegend leider nur andere TAs sind, die es nicht so mit Kaninchen haben oder eben bei meiner TA gelernt haben und sie dann auch nicht infrage Stellen wollen- was unglaublich doof ist, wenn die Diagnose nicht zu passen scheint (obwohl sie sonst immer wirklich top ist). Dass die Wunde jetzt auch nicht abheilt, ist einfach nur noch verdammtes Pech oben drauf. Danach könnte ich die zwei ja im Idealfall auch wieder einfach vergesellschaften (wenn überhaupt nötig, mein ehem. Palliativ-Bunny war einmal 3 Wochen in der Klinik und als er heim kam, war es für sie, als wäre nichts gewesen und hat ihn sogar begrüßt). Ich hoffe, die Pflegestelle lässt sich darauf ein, dann könnte ich in der Zwischenzeit zumindest seine Partnerin ohne schlaflose Nächte versorgen (die hat nämlich auch gerade ein paar Baustellen, auch wenn einfach zu beheben- trotzdem mehr Arbeit) und auch vllt einfach mal kurz Ruhe finden. Oder morgen passiert einfach ein Wunder und zumindest das Zahn-Dilemma kann behoben werden. Aber wenn die Pflegestelle nicht mitmacht, weiß ich halt langsam auch nicht mehr, weil sowas nochmal Monate durchzuziehen, schaff ich nicht. Ich weiß auch rückblickend nicht mehr, wie ich das bei seinem Vorgänger noch Jahre durchgezogen habe. Geändert von widdermoehrchen (19.01.2025 um 20:18 Uhr).
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| Ich meinte nicht, dass der Patient mal bei der Pflegestelle und mal bei dir wohnen soll, falls das so rüberkam. Sondern dass, falls die Pflegestelle "zu zweit ist", es für sie leichter wird, so ein Kaninchen zu wuppen, als es für dich ist. Und wenn die Pflegestelle es nicht selbst nehmen kann, aber gut vernetzt ist, kennt sie halt auch ggf.einen anderen Platz. Und du könntest dem Verein(?) evt.ein anderes Kaninchen " abnehmen" und der Pflegestelle dennoch die TA-Kosten für den Patienten (mit-)bezahlen. Das alles unter der Voraussetzung, dass er lange intensiv gepflegt werden muss, also im worst-case. Insofern: ja klar, erstmal abwarten, was bei rauskommt. Und ne Zweitmeinung finde ich auch sinnvoll. ![]()
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| Sprich mit der Pflegestelle. Vielleicht kann sie Deine beiden zusammen vorüber gehend aufnehmen und ihn ihrer TÄ vorstellen. Du kennst das Sprichwort: Sprechenden Menschen kann geholfen werden? Dann hättest Du die nächsten 2-4 Wochen Zeit und Ruhe für Dich.
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| Ich habe ihr mal geschrieben, um zu gucken, ob es für sie überhaupt geht. sonst wollte ich auch morgen mal versuchen, die tierärztin um eine stationäre aufnahme zu bitten, dass sie sich den mal etwas genauer anguckt. aber das hängt halt auch davon ab, wie voll es bei denen gerade ist.. und da ist es immer sehr voll. naja. mal schauen, was wird. die hoffnung, dass doch noch irgendwie alles gut wird, stirbt zuletzt.
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| wenn ich es ganz klein schneide, schafft er ab und zu etwas zu essen, aber was er schafft ist einfach zu wenig. er rührt auch selbst sein lieblingsessen kaum an. mit weniger nebenherpäppeln hat er in einer woche 100g abgenommen (was bei knapp 1,2kg nicht so dolle ist). er ist auch irgendwie noch abends recht aktiv, aber fressen klappt halt nicht und niesen ist dauerzustand. > Was sagt denn die TÄ dazu dass das Niesen nach wie vor da ist und die Wunde nicht heilt? die TA meinte, es kann ja schonmal was länger dauern, bis sowas abheilt. die zeit wirds zeigen. war aber doch sehr verwundert, dass er noch schnupft... morgen wird unter narkose nochmal genauer geguckt, was da im mund mittlerweile los ist und ob das vllt einfach entzündet ist. ich hatte nur schonmal einen zahnschnupfer und da war schon nach beiden ops direkt nichts mehr vom niesen zu hören. deshalb wundert mich das. wir haben auch nur ein antibiotikum ausprobiert, dann kam die spülprobe ohne befund zurück und dann war sie irgendwie direkt bei den zähnen. vllt wird ja mit einem abheilen der wunde doch alles gut, aber da müssen wir erstmal hinkommen. der arme kleine tropf tut mir nur noch leid, er ist eigentlich so ein sonnenscheinchen aber durch alles in den letzten wochen einfach komplett eingeschüchtert und ängstlich. das mit deiner finchen tut mir leid, ich hoffe, ihr konntet mittlerweile eine diagnose bekommen und es geht ihr wieder besser. ja, das ist sehr frustrierend. vor allem, wenn einfach kein ergebnis kommen möchte. ich glaube auch, TÄ gehen davon aus, dass man auch leute hat die helfen- verstehen aber nicht, dass leute, die noch nie ein kaninchen aus der nähe gesehen haben, das mit dem päppeln oder ähnlichem nicht mal eben hinbekommen. und wenn man allein lebt, die nacht dann trotzdem alleine rumkriegen muss. mich schlaucht letzteres auch beiweitem am meisten, weil man dann nach dem ganzen trubel am tag nicht einmal energie für den nächsten tag kriegen kann..ich wünschte, es gäbe pflege-betreuungsmöglichkeiten für kaninchen/meeris, einfach um als besitzer auch einmal kurz durchatmen zu können. mein job ist zum glück noch vergleichbar ruhig, wenn ich jetzt noch einen körperlich anstrengeden job hätte, würde ich glaube ich hopps gehen. einige katzensitter bieten medikamentengabe ja an. vielleicht wäre das auch mal eine business idee, so ein päppel-dienst.
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| Huch, Doppel-Post.
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| Ich würde vielleicht auch nochmal ein Röntgen vom Kopf/Brustkorb machen. Vielleicht sitzt irgendwo ein Stück Heu, das er inhaliert hat. Und zum Päppeln: Ich habe spät abends und dann erst wieder morgen um 6-7 Uhr gepäppelt. Das hat gereicht. Den Päppelbrei mit Instant-Flocken "aufwerten", damit er sein Gewicht zumindest hält. Eingeweichte Cunis hast Du versucht? Sonst Grünzeug in einen Zerkleinerer rein und kleinschreddern, Möhre fein reiben.
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| Deine Situation tut mir sehr leid und ich kann Deinen Zustand gut nachvollziehen. Ich habe in den letzten 4 Jahre meine sämtlichen (7) Kaninchen 2 x fast gleichzeitig gehen lassen müssen. Ständig dauernd kranke Tiere gehen bis auf die Extrembelastung. Es hilft aber auch Deinen Kaninchen nicht, wenn Du irgendwann kollaborierst und nicht mehr in der Lage bist, sie zu versorgen. Daher sollte die Priorität bei Dir liegen… Letzten Herbst habe ich mich bei einem meiner Kaninchen frühzeitig zum Einschläfern entschieden, bei den Anderen war der Zeitpunkt richtig. Der Grund war, weil er zudem derart aggressiv wurde ( trotz späteren ) Schmerzmittel und sich charakterlich komplett verändert hatte. Er hat 2 Monaten nur noch Brei gefressen, auch nach der ersten Zahnextraktion. Etliche Röntgen in der Zeit und Behandlung sogar beim Zahn- Kaninchenspezialisten. Leider sieht man nicht immer alles zu Beginn, obwohl mir schon gesagt wurde, dass ein von sich aus gespaltener Zahn kein gutes Zeichen war. D.h. die Wahrscheinlichkeit hoch war, dass sich der ganze Kiefer am verschieben ist. Zuletzt war das Zahnfleisch derart entzündet, dass es über die Zähne wuchs und er dauernd auf dem Zahnfleisch herum kaute. Ich hätte das Zahnfleisch verätzen lassen müssen und zuerst einen weiteren Zahn ziehen müssen. Das wäre aber alles nur Palliativ gewesen, da sich der Rest der Zähne danach weiter verschoben hätte. Aufgrund dieser Entwicklung und weil er die Schmerzen bis jetzt so schlecht ertrug, entschied ich mich zum einschläfern. Daher: lieber mehrfach zur Kontrolle ( oder Zweitmeinung), weil gerade bei Zähnen kann der Zustand in 2-3 Wochen schon wieder verändert haben, was man evtl. zu Beginn eben noch nicht sah… Und dann entscheiden, was sinnvoll ist.
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![]() Ich musste bis jetzt nur ein Kaninchen gehen lassen und das hat mich richtig umgehauen. Vielleicht auch gerade, weil es das erste Mal war, dass ich sowas entscheiden musste (auch wenn die TA mir da schon viel abgenommen hat). Ich hab aber auch mit der Zeit auch sehr gemerkt, dass man für die Kaninchenhaltung echt ein dickes Fell brauch (bei jeder Sache, die beim Hund nur ein Wehwehchen wäre, ist man ja halt bei Hasen schon direkt im Notdienst und ich habe sehr unterschätzt, wie sehr einem das auch als Besitzerin an die Substanz geht), aber da war's schon zu spät und die Racker hier und haben sich in mein Herz gehoppelt. Kaninchen sind aber eben auch so tolle Gefährten mit so viel Charakter.
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| Ich komme mit erstmal vorsichtig frohen Nachrichten zumindest aus Zahn-Sicht!! Aus seiner Wunde wurde gestern ein spitzes Heustück entfernt und die Wunde scheint jetzt endlich fast verheilt zu sein. Nachdem das Stück gestern rausgezogen wurde, hat er wieder angefangen richtig reinzuhauen ;; Eben hat er sich sogar wieder an große Blätter gewagt und ein großes Kohlrabiblatt im Alleingang zerlegt (er ist ca. so groß wie das Blatt). Ich hoffe, dass es so bleibt. Seine Nase wurde auch nochmal gespült und sein Niesen ist soweit runtergegangen, dass er auch erstmal durchessen kann, ohne durch große Niesattacken abgehalten zu werden. Das hatte er nach der letzten Behandlung auch für 1-2 Tage, ich hab aber ein bisschen was zum selbst Spülen mitbekommen, um bei Bedarf Abhilfe zu schaffen. Ich hoffe das klappt alles, zumindest, dass Essen jetzt wieder möglich bleibt. Dann wäre der Leidensdruck auch erstmal deutlich weniger und auch der Druck, jetzt sofort die Ursache finden zu müssen. Schlachtplan wäre, vorausgesetzt es bleibt jetzt erstmal so, dass ich erstmal die komplette Zahnheilung abwarte (ca. 1-2 Wochen plusminus), wonach sich laut der TA Besserung beim Niesen (2-3 Wochen plusminus) einstellen sollte, auch wenn ich das nicht wirklich glaube. Wenn nicht, wär er dann 2 Wochen Antibiosefrei und ich könnte dann zumindest die Spülprobe einmal wiederholen oder selbstständig den Trip zur Zweitmeinungs-TA für einen Diagnostiktag planen, vllt lässt sich ja doch noch über 3 Ecken eine Fahrt organisieren. Nachdem ich gesehen habe, wie sehr er sich durch das Frühstück schlemmt, bin ich heute morgen auch erstmal wieder ins Bett (hab die Woche Urlaub für den kleinen Knopf genommen) und hab erstmal noch 5 Stunden bis in den Mittag durchgeschlafen Das war wie ein Spa. Ich hätte nicht gedacht, dass ich nach den Monaten Hölle jetzt endlich auch mal Glück habe (davon, wie der Kleine sich fühlen muss mal ganz zu schweigen). Ich hoffe, es bleibt jetzt mit dem Fressen so. Ist zwar nur ein kleiner Fortschritt, aber schon fast zu gut um wahr zu sein. Sicherheitshalber aber nochmal Päppelbrei nachbestellt, mit der Hoffnung, dass er in nächster Zeit zum Staubfänger hinten im Regal wird.
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Das mit dem Päppeln hat ich so auch bei meinem Palliativhasi gemacht, nur ist es bei ihm so, dass unser Neuzugang beim Zufüttern unglaubliche Panik (macht ab einem gewissen Punkt wirklich Laute) bekommt und ich nicht viel reinbekomme. Für ihn war es dann etwas einfacher, öfter aber für weniger gepäppelt zu werden, bevor dieser Stresspegel dann für ihn erreicht ist. Das Hochheben möcht ich mit ihm aber nochmal trainieren, wenns ihm was besser geht. Eingeweichte Cunis hab ich probiert, die fand er leider doof. Päppelbrei auf Tellerchen leider auch. Trick 17 (Möhrenbrei druntermischen) leider auch negativ. Geändert von widdermoehrchen (22.01.2025 um 01:12 Uhr).
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| Einfach dran bleiben mit eingeweichten Cunis oder Päppelbrei, evtl. auch was drunter mischen (Haferflocken, Bananae), was besonders gut ankommt. Bei einigen ist es echt Übungssache. Hochnehmen ist nur optimal, wenn man das Kaninchen soweit hat, dass bereits Leckerlis erwartet werden. Eine verstorbene Seniorin/ Schnupferin hat Cunis auch erst mal nach mind. 6-12 Monaten genommen, das war der längste Fall. Dafür dann zuletzt die letzten 1.5 Jahre nichts anderes mehr gefressen, bevor sie komplett alles einstellte. Übrigens bei schlimmen Schnupfenfälle könnte man AB auch lebenslang geben. Sie hatte auch fast 2 Jahre lang AB, bevor ich eine Rhinotomie machen liess und danach nur noch Palliativ behandelte. Mitt 11 liess ich sie einschläfern. Ich bin auch öfters an meine Grenzen gestossen, Nervenzusammenbruch inklusive dann, wenn sie wegen meinen Fehlern direkt verstarben. Inzwischen bin ich leider emotional schon so abgestumpft, dass ich mich gar nicht mehr so richtig binden kann. Daher nehme ich die Todesfälle so wie sie kommen und sind dann auch damit abgeschlossen. Ich bin in aber dankbar, wenn ich entscheiden kann, wann ich sie gehen lassen kann! Ich will nicht mehr massiv leidende Tiere in ihren letzten Stunden sehen müssen... Das ist traumatisch. Meine Angorahäsin war das schlimmste, da bin ich nervlich und finanziell echt froh, dass sie nicht mehr lebt. TA-Kosten nur für sie in 1 Jahr: 10‘000 Euro (ich habe nicht ausgerechnet, wieviel es in 1.5 Jahren waren…). Das war auch zeitlich nicht mehr mit 100% arbeiten vereinbar.
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ich bin mit meinem ehem. zwergwidder auch in fast 4 jahren auf ca. 5-6000 gekommen. da hatte ich aber glück, dass ich einige zeit davon selbst in einer praxis gearbeitet hab und fast nur medikamente/material zahlen musste, bzw. kompliziertere dinge immer mit dickem rabatt möglich waren, sonst wäre ich glaube ich finanziell komplett gegen die wand gefahren. so gings dann immer noch so wirklich grade (finanziell zumindest, emotional wars dann wieder was anderes) mit dosensuppe gegen monatsende. das mit dem abstumpfen ist verständlich, man muss sich auch irgendwie selbst schützen. mir fällt das nur sehr schwer, da die kleinen auch wirklich familie sind. wenn freunde zu besuch kommen, werden die hasis auch immer mit einbezogen und sitzen mit auf der couch, sind auf feiertagsfotos mit drauf, mein palliativ-widder war auch als er nicht essen konnte immer mal mit mir ins büro, wenn der zeitplan und seine derzeitige verfassung es erlaubt hat, hat da seinen futterbrei bekommen und war auch auf der website meiner arbeit als feel good manager mit dabei (ging bei ihm zum glück, er war vom wesen her wie ein kleiner labrador und wollte immer um leute sein, der hat sich im büro immer wie bolle gefreut und sich betütteln lassen. kabel anknabbern war bei seinem kaputten gebiss zum glück auch kein thema. unser prakti hat ihm sogar eine gigantische burg aus leeren kartons gebaut (mit funktionierender zugbrücke!!!) und ihm aus so einem hipp-möhrenbrei im sommer eis am stiel gemacht das war cool. bei meinen andern zwei geht das leider nicht, die würden glaube ich im büro einen herzinfarkt bekommen). wenn da dann was passiert, ist es halt auch für mich, als wären familienmitglieder krank. was unpraktisch ist, wenn es so ein fragiles tier ist. und eben auch irgendwo "nur" ein haustier, wo ich mich immer wieder versuche, zu erinnern. aber ist schwer. ich hoff einfach, dass sich das beim neuen nin jetzt langsam bessert und der abgeb-gedanke einfach was ist, über das ich in ein paar jahren mit ihm neben mir auf dem sofa schmunzeln kann. aber echt, geht das so lange mit AB? ich habe immer angst, dass die die darmflora zerfetzen, zumal es gefühlt die hälfte der hasi-prä/probiotika gar nicht mehr zu kaufen gibt. ich versuche es auf jeden fall einmal weiter mit der cuni-/ breigewöhnung. wenn die hart sind, findet er die auch interessant aber hat noch kauprobleme. nur das weiche, nasse scheint ihm nicht ganz so recht zu sein. vllt kann ichs ihm irgendwie schmackhaft machen- aber heute hat er zum glück auch wieder gut selbst gefressen. erste nacht seit langem auch mal 7 stunden am stück geschlafen, juhu ![]() Geändert von widdermoehrchen (22.01.2025 um 17:16 Uhr). Grund: rechtschreibfehler/ ergänzung
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| Meine Angorahäsin hatte Darmverklebungen als Folge der Kastration. Sie hatte regelmässig Darmstasen, weil die Nahrung nicht mehr durch ging. Das trat so im Schnitt monatlich auf und sie war jeweils 1 Woche in stationärere Behandlung als Notfall. Kotabsatz funktionierte mind. für 5 Tage gar nicht mehr. Alle mögliche Untersuchungen wurden durch geführt, trotzdem ist auch kein Spezialist drauf gekommen, was sie hat. Bis einmal eine Not- OP gemacht werden musste wegen der Aufgasung. Danach war 4 Monate Ruhe, bevor es wieder anfing. Zuletzt hat sie sich gar nicht mehr erholt von den Stasen und plötzlich entdeckte man Nierensteine, was für mich der Grund war sie einzuschläfern. Die Sektion ergab aber, dass der ganze Blimddarm nun verklebt war. Die Not-OP hat zu neuen Verklebungen geführt. Grund genug für mich, dass ich nie mehr prophylaktisch kastrieren lassen werde… Meine Schnupfen-Häsin hatte während der AB-Therapie keine Probleme mit der Verdauung. Ich habe eher selten was zur Unterstützung der Darmflora gegeben. Sie war sowieso das intelligenteste Kaninchen, was ich je hatte. Keine Ahnung, ob sie instinktiv gehandelt hat: aber ab Beginn des AB hat sie regelmässig angefangen recht viel Kot täglich vom Partnertier zu fressen. Erst nachdem ich das AB abgesetzt hatte, wurde das Kotfresen immer seltener. Sie hat sich also selber therapiert. Probleme mit der Verdauung bekam sie erst später in ihrem letzten Lebensjahr, was aber aufgrund des Alters und schlechten Zustand wohl so war. Als sie dann gar nicht mehr fressen wollte und massiven Hefebefall hatte, entschied ich mich für keine weitere Behandlung und liess sie gehen.
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Hmm, ich schau mal! Wir haben jetzt auch ein neues AB bekommen, das hoffentlich wirkt. Da muss ich wohl eh beobachten, wegen Komplikationen, die zeigen sich aber meist direkt an Tag 1.
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| Bei ihm gings jetzt die Tage wieder aufwärts, nur dass es jetzt wieder fast so schlimm ist wie vorher. ![]() Ich hatte den Eindruck, dass er seit der Entfernung vom Heustück aus der Wunde gut frisst, bis dann Donnerstag nachts eine Aufgasung kam. Ich hatte kurz gedacht, er wechselt gerade Fell, vllt ein Fellball.. allerdings war da wirklich kaum Futter im Darm... die Wunde im Maul ist aber komplett verheilt. Da Schnupfen wieder stärker (trotz Spülung), probieren wir jetzt doch noch ein anderes AB aus sobald das Bäuchlein wieder fit ist, mit der Hoffnung, dass das anschlägt. Bauch/Brustkorb wurde direkt bei der Aufgasung mitgeröngt, kein Fremdkörper sichtbar, genau wie bei den 2x Kopfröntgen.. Allergie denke ich auch nicht, ich habe schonmal während der Weihnachtsferien 2 Tage jegliches Heu entfernt und auch die Heizung ausgemacht, dann wieder reingeräumt, mit keinem wirklichen Unterschied. Wir haben kleine Fortschritte beim Päppeln gemacht, er trinkt das jetzt selbst aus der Spritze, ohne dass ich ihn heben muss, und wenn ich ihm Lieblingsfutter vor die Nase halte, frisst er das auch idR. Wenn ich ihn jedoch nicht "erinnere", frisst er von sich selbst aus tagsüber nichts, Frühstück inklusive, also so. ca 12-13 Stunden (hab gestern mal ausprobiert, wie lang er das durchzieht, da ich noch Emeprid habe, habe aber nach 9 Stunden dann zugefüttert). Ich glaub, er ist durch den Schnupfen echt leicht schlapp. Ich kenns ja von meiner anderen, dass tagsüber nur ab und zu ein paar Häppchen gefressen werden und dann wieder husch ins Versteck, aber so gar nichts essen? Andererseits rennt er dann nachts immer rum wie bescheuert, ich werd aus ihm echt nicht schlau. Ich will ihn auch deshalb tagsüber ungern allein lassen, aber wegen der Arbeit muss ichs wohl die Tage riskieren, gut vorpäppeln, Daumen drücken. Vllt ihn in ein Gehege setzen und Cunis reinstellen (Gehege muss, da sonst seine Partnerin alles wegmümmelt). Die Pflegestelle bemüht sich gerade um einen Termin für eine Zweitmeinung, inkl. Verpflegung des Kleinen für ein Wochenende, aber konnte mir nicht sagen, wann genau das möglich sein wird, evtl. erst in 2 Wochen. Ach menno ey. Eventuell wollte ich auch mal eine Spülung mit seiner Partnerin machen, die ist auch schnupfig angelegt (auch nie was gefunden, bei der TA war der letzte Stand vor der Vergesellschaftung auch eher Allergie/ Immunschwäche, zumal sich ihr vorheriger Partner auch nie angesteckt hatte), bei ihr gings bisher aber immer mit normalen AB und Spülung komplett weg. Anders als bei ihrem Partner. Hatte jetzt aber zu Silvester einen Schub und da hatte sie plötzlich schlimmeres Niesen, mehr Atemgeräusche und ähnlich weißen, kleberartigen Schleim wie ihr Partner- was sie vorher noch nie hatte. Vorher war es immer klar und nach einer Woche AB weg. Ich denke, sie hat sich vermutlich jetzt bei ihm angesteckt. Da sie weniger kurzköpfig ist, steckt sie das Niesen zum Glück deutlich besser weg als er und frisst weiterhin wie ein Mähdrescher. Ich wollte vllt mal gucken, ob ich mir ihr nicht eine Spülprobe mache, da ihre Nase auch deutlich größer und leicht spülbar ist und so mein Glück versuche. Sie ist schon 1 Woche ohne AB und dann könnte ich bei ihr deutlich schneller einen Termin zur Spülprobe machen. Bei ihrem Partner waren ja jetzt 2 Spülproben in 2 Laboren schon ohne Befund. Mal schauen, was wird. Sollte ich ihn doch abgeben müssen, muss seine Partnerin glaube ich auch mitziehen. Er war letztens nur eine Nacht im Schlafzimmer in einem Gehege (als er die Aufgasung hatte) und sie ist komplett abgedreht, hat auf Teppiche gepinkelt und die Tapete gefetzt, eine Regaletage leergeräumt, das macht sie sonst nicht. Nochmal alleine schafft sie denke ich nicht, beim Tod ihres ersten Partners ist sie mir schon fast eingegangen. Aber so ganz ohne Hasen will ich auch nicht, glaube ich. Aber die nächsten Wochen, werden es zeigen. Aber ob dann so ein krankes Tier dann vermittelbar ist, weiß ich auch nicht. Geändert von widdermoehrchen (26.01.2025 um 16:23 Uhr).
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