Hallo ihr Lieben,
ich brauche euren Rat.
Vorgestern ist ganz plötzlich eins unserer Mümmelchens (Pfötchen) verstorben und unsere (zukünfigte) Haltungssituation hat sich dadurch schlagartig geändert.
Kurz zu unseren Fellnasen:
Baxi (schwarzer Kastrat, 11 Jahre alter Senior), seit jeher dominanter Chef, und trotz seines Alters noch ziemlich fit und bewegungsfreudig. Dennoch merkt man ihm sein Alter an (Ohren und Augen waren schon mal besser

)
Lilly (weiße Häsin, kastriert, 7 Jahre alt), eher schüchtern, ruhig und rangniedrig.
Pfötchen (braune Häsin, kastriert, 4 Jahre alt), war Nr. 2 hinterm Senior, sehr munter und aufgeweckt und für jeden Spaß zu haben. War die beste Freundin vom Senior.
Unsere 3er-Gruppe war insgesamt sehr harmonisch, es hat jeder mit jedem oder alle zusammen gekuschelt. Baxi ist durch die beiden jüngeren Mädels nochmal sehr aufgeblüht. Leider ist Pfote vor ein paar Tagen plötzlich und unerwartet verstorben. Nun sitzen unsere beiden ältesten alleine da.
Unsere Überlegung ging natürlich bisher davon aus, dass wir nach Baxis Tod schauen, wie die Mädels alleine klarkommen bevor wir ein Drittes nochmal dazu holen. Sie wurden bereits zusammen im Tierheim abgegeben und kannten sich daher schon, bevor wir sie geholt haben.
Dass eine 3er Gruppe so harmonisch ist und keiner ausgeschlossen wird, ist ja auch nicht selbstverständlich.
Unsere Mümmels leben in Innenhaltung in einem Gehege (ca. 6 qm), haben aber tagsüber, wenn wir zuhause sind, von morgens bis abends den kompletten Garten zur Verfügung. Sie können jederzeit selber entscheiden, ob sie lieber draußen oder drinnen sind. Pfote hat sich als richtiges Outdoor-Mümmelchen entpuppt, genauso wie der Senior. Der viele Freilauf tut ihm sichtlich gut und zusammen mit Pfote haben sie immer eine Menge Unsinn im Garten getrieben

. Ich hatte auch ein bisschen das Gefühl, dass sie seine einsetzende Alterserscheinungen kompensiert und für beide aufgepasst hat. Die beiden saßen oftmals Pöppes an Pöppes und haben friedlich vor sich hin gegrast
Lilly ist leider eine ziemliche Stubenhockerin und kommt nur ab und an mal in den Garten.
Nun bricht es mir das Herz zu sehen, wie der kleine Senior alleine seine Runden im Garten dreht und total nervös durch die Gegend hoppelt, weil keiner mehr für ihn aufpasst. Er sitzt ganz häufig nur da und schaut durch die Gegend und hoppelt dann irgendwann wieder rein. Die kleine Maus fehlt uns unendlich doll.
Es steht also die Frage im Raum, ob zeitnah ein neues Kaninchen einzieht oder ob wir damit warten, bis der kleine Mann zu Pfote rüberhoppelt. Er ist zwar grundsätzlich bei guter Gesundheit und für sein Alter fit, aber die VG vor 3 Jahren mit Lilly und Pfote hat ihn schon einiges an Kraft gekostet. Er hat leider einen recht kurzen Kopf und dadurch teils etwas Atembeschwerden.
Dennoch würde ich mir für ihn wieder jemanden wünschen, der mit ihm den Garten unsicher macht und Lilly wäre nach seinem Tod auch nicht direkt alleine. Ich habe aber Sorge, dass ihn eine VG sehr stresst und er dem Stress nicht mehr gewachsen ist. Mit Lilly alleine ist es im Gehege sehr harmonisch. Nur halt der Punkt, dass Lilly kein Gartenfreund ist, finde ich sehr schade.
Wie würdet ihr in so einer Situation vorgehen?
Liebe Grüße