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Anfängerfrage zur Unterbringung zweier RiesenLiebe Kaninchenfreunde, Ich bin neu hier und unerfahren in der Kaninchenhaltung, daher wende ich mich meinen Fragen an euch. In der Hoffnung einen vertrauenswürdigen Riesen Züchter in unserer Nähe zu finden, möchten wir im nächsten Jahr zwei deutschen Riesen (Kastrat und Häsin) ein Zuhause geben. Momentan sind wir mit der Planung der Unterkunft beschäftigt. Nun hat mein Mann vorgeschlagen die beiden in der Garage unterzubringen. Dort hätten sie einen 4m2 großen Stall über zwei Etagen und Innenauslauf von zusätzlichen 4-6m2. Tageslicht durch Glasbausteine ist selbstverständlich vorhanden. Zudem ist die Garage wetterfest und mardersicher. Das Außengehege von 15-20m2 hat sowohl Sonnen- als auch Schattenplätze unter zwei Apfelbäumen. Im Gehe stehen auch die Himbeerpflanzen unserer Kinder. Den restlichen, nach oben nicht abgesicherten Garten können sie auch nutzen, vorausgesetzt unsere Kinder nutzen diesen gerade nicht mit ihren Freunden, da sie altersentsprechend recht wild sind und das auch noch einige Zeit bleiben In den Auslauf draußen kämen die Langöhrchen durch einen Ausgang den wir morgens und abends mit einem Schieber/ einer Tür per Seilzug fest verschließen können, sodass der Marder nicht rein kommt. Nun zu meiner Frage: wir würden die Kaninchen gerne auch im Winter in den Auslauf draußen lassen, ist das möglich? Können sie ausreichend dichtes Winterfell entwickeln? Haben wir etwas dabei nicht bedacht oder übersehen? Werden die himbeerpflanzen die Nager überleben oder brauchen sie ein eigenes Gehege? ![]() Ich würde mich über eure Einschätzung, Tipps und Anregungen sehr freuen LG Kruimel
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| Vom Grunde hört es sich schon mal gut an….Winterfell wird in „Kalthaltung“ wie einer Garage ausreichend entwickelt, Nur bitte…. unterstütze keinen Vermehrer äääh „Züchter“, besonders nicht bei Riesen. Diese werden ausschließlich zur „Schlachtreife“ mit knapp einen Jahr „produziert“ um mögl. viel Gewicht zu bekommen… Solche Tiere bekommen dann in jungen Jahren häufig schwerste Arthrose o.ä. weil sie eben nur auf schnelle „Schlachtreife“ produziert werden. Warum soll man als Vermehrer auf eine gute Gesundheit Rücksicht nehmen wenn die Tiere eh mit spätestens 12 Monaten im Topf landen? Und nein, man „rettet“ damit vielleicht ein Tier, aber der Vermehrer hat dann wieder Platz und macht munter weiter… ![]() Wenn es soweit ist dass Hoppler bei Euch einziehen sollen fragst Du am besten @marinahexe zwecks Vermittlung, sie ist im Tier- bzw. Kaninchenschutz bestens vernetzt und wird Euch bestimmt ein paar passende Langohren „vermitteln“ können… Diese Tiere sind im übrigen dann tierärztlich gecheckt, ggf. behandelt, ausreichend geimpft und die Rammler kastriert (bei zwei Kaninchen rund 250 Euro Ersparnis für die neuen Halter).
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| Hallo! Ich schließe mich meinen Vorposterinnen an, vor allem was den Platzbedarf und das Thema Züchter angeht. Wir haben unsere Riesin (die nach Aussage der TÄ gar keine echte Riesin ist, sondern eine mittelgroße Rasse ) aus dem Tierheim, das hatte sie aus einer Zuchtauflösung. So etwas gibt es immer wieder, und die Riesen oder größeren Tiere sind meinem Eindruck nach schwerer vermittelbar, 1., weil viele Leute für ihre Kinder doch lieber Farbzwerge oder Widder möchten, 2., weil viele Leute einfach den Platz für die Großen gar nicht haben. Bei uns war es so: Unsere Tochter wollte einen Farbenzwerg, weil die ja sooooo niedlich sind, unserer Sohn einen Widder, weil die so kuschelig seien. Gegen Widder war ich sowieso, wegen der Ohrkrankheiten und habe dann gesagt, wir nehmen halt, was das Tierheim hat. Als die Pflegerin im Tierheim hörte, dass wir ein 13qm-Gehege für zwei Tiere haben, grinste sie und sagte, oh, dann gehen wir doch mal nach hinten, da haben wir noch ein paar Riesen... Mein Sohn war sofort hin und weg. Meine Tochter hat sich dann für ein anderes, etwas kleineres Tier entschieden (daher mein Username;-) ) Was du auf jeden Fall wissen solltest: Neben der Neigung zu Pododermatitis, die echte Riesen aufgrund ihres Gewichts wohl haben, ist es einfach auch so, dass sie UNGLAUBLICH VIEL FRESSEN UND MIST PRODUZIEREN! wenn ich höre, was andere, mit zwei Zwergen, so füttern, dann ärgere ich mich schon ein bisschen, weil es einfach eine krasse Schlepperei und Misterei ist, die man in der Form mit Zwergen nicht hätte. Geändert von RieseUndZwerg (30.12.2021 um 13:50 Uhr).
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| Hallo Ihr 3, Vielen Dank für eure Antworten und Tipps! Theresa, dass die Garage eine Option ist bei der sie ganzjährig nach draußen könne freut mich ungemein! Dann ist der Aufwand für uns geringer weil die Garage schon steht. Die Himbeeren müssten wir also ansprechend einzäunen, das habe ich mir notiert Marina, den Stall haben wir noch nicht, sondern würden ihn extra bauen. Wir wollten jedoch nicht auf Verdacht irgendetwas "zusammen schustern", sondern uns vorher schlau machen was sinnvoll, nötig und nice to have ist. Mittlerweile gehen unsere Überlegungen dahin einen 2x1m 'Stall' also eine Art erhöhte, große Schutzhütte zu bauen. Die Höhe würden wir so wählen dass wir mit der Schubkarre ranfahren können um sie rückenschonend sauber zu machen. Eine weitere ebenerdige Hütte wird es neben anderen Verstecken auch geben. Im Moment überlegen wir wie wir einen Teil draussen mardersicher bekommen. Ich schätze 8 bis 10m2 könnten wir maximal schaffen, mehr nicht da die beiden Apfelbäumchen sonst weichen müssten. Danke für dein Angebot, ich werde das Mal mit meinem Mann besprechen ��RieseundZwerg, ich musste so lachen über deine Antwort aber ja da hast du schon recht. Mein Opa hat immer gesagt "was vorn rein geht muss hinten wieder raus" �� Widder sind wg der Ohrenentzündungen raus. Vielleicht werden es auch "nur" Stallhasen. Mal schauen. Planen würden wir nun aber mit großen Kaninchen, damit wir die Möglichkeit haben diese zu halten. Viele liebe Grüße Kruimel Geändert von Kruimel (30.12.2021 um 21:27 Uhr).
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| Denkt auch an einen Schutz für die Apfelbäume. Gerade wenn die klein sind, dann kann so ein Riese der in den Zweigen hängt viel kaputt machen. Und auch die Rinde am Stamm ist in Gefahr. Zur Anschaffung der Tiere bitte unbedingt Abstand von so genannten „züchtern“ nehmen und lieber zwei durchgecheckte Tiere aus dem Tierschutz aufnehmen. Wie erwähnt ist marinahexe eine gute Ansprechpartnerin. Es gibt aber auch tierheime, die eine vernünftige Kaninchen-Haltung und Vermittlung betreiben. Unsere Große kommt zb aus dem TH Reutlingen.
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| Hallo Lara, Daran habe ich nicht gedacht, aber klar, wenn sie die zweige fressen dann natürlich auch die Rinde! Ich habe es zu meiner to-do Liste hinzugefügt. Grundsätzlich finde ich Tiere aus dem Tierschutz absolut eine Option. Ich würde sonst jemanden suchen der Kaninchen bzw. Riesen sehr gerne mag und sie entsprechend artgerecht hält, wissen möchte wo sie zukünftig leben, sie impft und Böckchen kastriert abgibt oder die Option anbietet dass sie im alten zuhause kastriert werden sodass dies im neuen Zu Hause keine Rolle mehr spielt. Ich kann mir vorstellen dass eine Kastration und die Zeit die er braucht un zu Kräften zu kommen die Dynamik stark beeinflussen kann. Ich frage mich allerdings wo der unterschied zwischen einen zwei Kaninchen von Privat, einem Züchter o.ä. aind und einem TS Tier? Stammen diese denn nicht auch oft aus schlechter Haltung, von Beschlagnahmungen oä.? Was ist denn da der Unterschied? Und gibt es denn überhaupt die Möglichkeit recht junge Tiere über den TS zu bekommen? Vielleicht muss ich Marina dazu mal persönlich anschreiben. Ich merke dass ich da Lücken habe. Liebe Lara, meine Apfelbäume und ich sind dir aber sehr dankbar für die Tipps und ich werde mich mal mit den Tierschutzkaninchem beschäftigen. DANKE DIR )
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Und auch da, sie sind geimpft und gecheckt. Zitat:
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| Liebe Theresa, vielen Dank! Das sind allerdings wichtige Punkte! Dass viele ungeimpfte Jungtiere regelrecht verscherbelt werden ist mir leider auch schon aufgefallen. Auch dass bei manchem teuren Tier ebenso wenig geimpft und gecheckt wurde. Sehr schade. Werde mich dann wohl doch mal im TS umschauen. DANKE ![]()
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| Außerdem ist das Geld, dass man einem „Züchter“ gibt, einfach nur Anreiz neue Tiere zu produzieren. Damit unterstützt man die Massen an tieren, die ungewollt in irgendwelchen Tierheimen/pflegestellen landen oder ihr Leben lang in einem Käfig oder einer Bucht vor sich hinvegetieren. Die gebühr, die du beim Erwerb eines tierschutztieres bezahlst, ist meist kaum kostendeckend bzw.wenn da was übrig bleibt, wird das direkt wieder genutzt um anderen Tieren zu helfen. Kurze Rechnung: Kotprobe ca. 20€ Kastration Rammler ca. 70-75€ Impfung 2 Tiere Rhd 1+2 und Myxo ca. 120€ Das sind dann schon über 200€ nur für die Basics, um ein Pärchen artgerecht halten zu können. Dazu kommen die Mengen an Futter, die ein Riese verdrückt. Im Sommer kein Problem, da wächst das Futter kostenlos (nur der Zeitfaktor die Menge ran zu schaffen) und im Winter wird’s dann direkt teuer. Ich schreibe mir seit diesem Winter tatsächlich mal auf, was die Tiere mich für 1 Jahr kosten. Das ist jetzt schon jenseits von gut und böse und mein Mann darf das nicht sehen. Und wir haben Glück und kennen leute, die uns frischFutter schenken. Bezüglich der chronischen Erkrankungen: ich hatte eine Riesin von einem „Züchter“ als pflegestelle übernommen. Die hatte massiv Probleme mit pododermatitis und musste im April diesen Jahres gehen. Das nimmt mich Monate später noch so mit. Ihre Geschichte kannst du hier nachlesen, wenn du magst: https://www.kaninchenforum.de/unsere-kaninchen-user-vorstellung-fotos/44651-adel-verpflichtet-sissi-franz-20.html
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Ganz einfach. Privat und Züchter wollen Geld verdienen und geben die Tiere so günstig wie möglich für sie ab. D.h. Die Tiere werden nicht geimpft und die Böcke nicht kastriert. Im Tierschutz werden die Tiere erstmal dem TA vorgestellt, der Kot auf Parasiten untersucht, geimpft und die Böcke kastriert. Aber es gibt auch hier schwarze Schafe. Die Tiere aus dem Tierschutz kommen aus Beschlagnahmungen, Zuchtauflösungen, Tod des Halters, Abgaben durch Überforderung oder plötzlich auftretender Allergien.Die Allergien treten häufig auf, sobald man festgestellt hat, dass die Tiere Arbeit machen und nicht so funktionieren, wie Mensch es sich vorstellt. Ich arbeite mit vielen seriösen Pflegestellen und guten Tierheimen zusammen. Wenn Du magst, schau Dich bei FB in unserer Vermittlungsgruppe um: https://www.facebook.com/groups/1830766063900831/ (Kaninchennotfelle - Ihr Sprung ins neue Leben) Oft steht bei den Anzeigen dabei, wie die Tiere vorher gelebt haben. Und ja, es gibt auch viele Jungtiere, da die Pflegestellen oft bereits trächtige Weibchen aufnehmen.
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| Ein frohes neues Jahr wünsche ich euch. Liebe Lara, Ich habe deinen adeligen Thread gelesen. Was du in deiner beruflichen Tätigkeit erlebst ist sehr traurig. So manches tier. Schicksal lässt einen schon an Menschen zweifeln. Ich denke dass es durchaus gute Züchter mit Herz und Verstand gibt. Die Spreu vom Weizen zu trennen ist da nur wichtig und notwendig. Es gibt erschreckend viele schwarze Schafe, das wirst du besser wissen als ich. Auch scheint mir dass ein TS Pärchen ebenso teuer oder günstiger ist als eines vom Züchter. Die Futterkosten im Winter sind sicherlich ein wichtiger Aspekt. Wir wohnen auf dem Land und können das Futter ergänzen durch Ausschussware des ein oder anderen Bauern, also nicht normgerechtes Gemüse, was er nicht los wird. Auch haben wir Bauernläden hier die sehr günstig sind, wenn man saisonal einkauft. Trotzdem wird sich der Futterbedarf im Winter sicherlich finanziell bemerkbar machen. Marinahexe ich habe mir die Gruppen mal angesehen. Danke für den Tipp Ich würde mich gerne mal melden wenn das Ende der Garagenumbauarbeiten bzw. Gehegebauarbeiten absehbar ist, also so 4-6Wochen vorher. Mein Mann nimmt das Projekt Villa Löffel sehr ernst, ich rechne nicht vor dem Frühjahr damit. ![]() Nochmal vielen Dank und bis ganz bald.
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| Ja. Es gibt Züchter, die wirklich kaninchengerechte Haltung betreiben. Da kann man aber lange nach suchen und muss sich im Klaren sein, dass zu verantwortungsvoller Zucht auch die Überlegung gehört, was man mit Tieren macht, die nicht zur weiteren Zucht geeignet sind. Bringt man diese Tiere trotzdem in Umlauf, muss man damit rechnen, dass (gerade bei Weibchen) doch irgendwer da so blöd ist und Nachwuchs mit produziert. Das hat ja Gründe, dass das Tier nicht zuchttauglich ist. Alle Tiere behalten kann man auch nicht. nur kastriert abgeben funktioniert bei männlichen Tieren vielleicht, die kosten für eine Kastration von (mehren) weiblichen Tieren pro Wurf wird enorm teuer und sollte wenn überhaupt erst bei erwachsenen Tieren erfolgen; also sitzt msn wieder auf denen fest. Und mehrere hundert Euro (je nach Ort und Aufwand kostet eine Kastration vom Weibchen bis zu 700€) Anschaffungspreis zahlt niemand. Was also mit diesen Tieren tun? Eigentlich bleibt da nicht viel über, wenn man es richtig machen will. Und gerade bei großen Rassen wäre die Konsequenz die Tiere zu schlachten und zu essen. Kann msn damit leben mit diesem Wissen Tiere vom Züchter zu nehmen? (Egal, welche Option für die nicht zuchttauglichen Tiere praktiziert wird) Das Thema ist einfach so enorm komplex. Da kann msn sich ewig drüber austauschen. Die Vermittlungsgebühr im Tierschutz ist übrigens nicht annähernd so hoch, wie die Kosten, die das Tier bis dahin „verursacht“ hat. Ich kenne die Zahlen jetzt nicht im Detail. Auf jeden Fall wirst du unter den Kosten liegen, die die jungtiere dich kosten würden, wenn du es selbst machst. Und wenn’s blöd kommt, dann kannst du trotzdem erst mal alles richtig machen und die Tiere sterben dir unter der Hand weg, weil der Impfschutz noch nicht aufgebaut ist (da ja nicht bereits als Jungtier geimpft) und sie durch den umzugsstress in eine stressige immunlage kommen. (Edit: wow, du hast alle Seiten bei uns gelesen - zum Glück überwiegt bei meinem Beruf das schöne und der Spaß an den eigenen Tieren auch. Man darf nicht zulassen, dass einen die negativen Erfahrungen zu sehr prägen, das hält man sonst nicht lange durch)Geändert von Lara004 (02.01.2022 um 10:26 Uhr).
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Tu das. Wenn Dir bis dahin ein passendes Kaninchen über den Monitor hoppelt - die Pflegestellen reservieren auch Tiere. ![]()
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