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Fragen zum SpeiseplanHallo an alle Kaninchenexperten hier, ich wage mich nochmal an ein paar Fragen zur Ernährung, die die erfahrenen unter Euch vielleicht beantworten können. Ich habe schon einige Themen hier durchgelesen und auch die Suche probiert (da gibt es allerdings bei mir immer keine Treffer, das kann eigentlich nicht sein, das funktioniert wohl bei mir nicht?). Bei uns sind nun vor gut 2 Wochen zwei kleine Rammler und ein Mädel eingezogen, sie leben außen in einer offenen Voliere mit angebautem Stallhaus und zusätzlichem Tagesfreilauf auf dem Rasen wenn jemand hier ist. Wir haben sie mit 10 Wochen bekommen. Beim vorherigen Halter wurden sie mit Grünhopper Adult und Nösenberger Strukturmüsli im Wechsel (morgens), Haselnusszweige o.ä. und Löwenzahn (mittags) und abends Gemüse (Salat, Fenchel, Karotten, Sellerie). Das habe ich erstmal übernommen, jedoch das Mittagsangebot ausgeweitet auf 2-3 Handvoll Wiese (also was ich kenne, müssten so ca. 10 Sachen sein) und verschiedene Äste dazu. Nun füttere ich morgens idR Grünhopper Adult (ca. 3 gehäufte EL, wobei bestimmt die Hälfte liegen bleibt) und frische Äste mit Blättern (Haselnuss, Buche, Apfel, manchmal Weide und Birke) und evtl ein paar frische Kräuter oder Erdbeerblätter, Stockrose oder Frauenmantel aus dem Garten (das ist natürlich nicht so ein riesen Haufen). Und abends dann Gemüse (wie bisher Fenchel, Sellerie mit grün, versch. Salats und Karotten mit grün und auch mal Brokkoli dabei oder Chicoree). Heu und Stroh ist immer da, Heu wird auch gefressen. Das sind unsere ersten Kaninchen und ich habe nun soviel gelesen, dass ich echt Angst habe, gleich mit dem Füttern etwas falsch zu machen, seht mit also bitte die vll aus eurer Sicht überflüssigen Fragen nach. 1. Es wird ja nun schon Herbst, dann füttern viele von Euch Kohl. Nun steht aber auch oft da, dass Kohl und Trockenfutter nicht geht oder schlecht ist, gilt das auch für das Grünhopper? Ebensosoll ja auch Trockenfutter und Klee schlecht sein? 2. In der letzten Heulieferung waren drei Extras dabei, nun bin ich aber auch nicht sicher, ob die mit Frischfutter zusammen gehen oder dann zu sehr aufquellen im Bauch? Dabei waren HeuCobs (die sehen aus wie grüne Pellets), HeuCrispy und trockene Wiesenkräuter (sehr kleine Stücke, sieht aus wie geschnittenes Heu). Kann ich das dazu geben oder ist das schlecht zusammen mit dem frischen Grün? 3. Im Winter dann Saaten dazu geben? Gemischte (Öl- und Mehlsaaten)? Falls ja ab wann ungefähr und wieviel? Bin leider noch ziemlich unsicher mit dem Thema, soll ja keiner verhungern (und die fressen echt was weg ;-) oder Bauchweh bekommen. Viele Grüße
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| Danke schon mal für die Tipps. Das heißt aber, Du gibst im Winter kein extra Futter draußen auch nicht vorher im Fellwechsel, nur was an Blättern noch da ist, Salat, Gemüsegrün und Wiese?
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| Für den Fellwechsel empfiehlt sich Leinkuchen, das ist das, was nach dem Ölpressen von Leinsamen übrig bleibt. Da sind essentielle Fettsäuren enthalten, die für den Haaraufbau wichtig sind (Methionin) und die Schleimstoffe aus den Leinsamenschalen helfen, verschluckte Haare rauszuflutschen. Ein bis zwei solcher Presskuchen pro Tier und Tag reichen. Im Winter KANN man bei Außenkaninchen auch mal Kraftfutter geben (nichts anderes sind die beiden von dir aufgezählten Futtermittel). oder wenn man merkt, dass die Tiere dünn sind/werden. Grundfutter ist das nicht, vor allem nicht in der wahnsinnigen Menge, die du angibst. Das macht auf Dauer fett. Ausstellungszüchter wollen ihre Nachzucht schnell "auf Gewicht" für die Ausstellung bringen, daher pumpen sie schnell viel Energie rein. Bei Schlachtern ja ohnehin. Jungtiere im Wachstum brauchen durchaus etwas mehr Energie als Alttiere, man kann schon ab und an mal ein bisschen was zufüttern. Haupt- und Grundnahrungsmittel bleibt aber trotzdem Wiese satt. So viel, dass sie nie leer ist. Ich fülle abends die Raufen ordentlich auf, abends und nachts wird der Großteil gefressen. Was bei der nächsten Fütterung übrig ist, fliegt halt auf den Mist. Gerade dieses Jahr herrscht ja beileibe kein Mangel, da muss nicht gespart werden.
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| Zitat:
Für den Fellwechsel ist frisches, blättriges Grünfutter ideal, es macht den Futterbrei schön geschmeidig (Trockenfutter trocknet den Futterbrei aus) und er kann die Haare gut mittransportieren. Hier hilft z.B. Broccoli gut im Fellwechsel (vermutlich durch das viele Wasser), aber da muss man gucken, was man macht. Besser als Trockenkram füttern ist immer noch Bürsten oder halt das lose Fell rausstreicheln/vorsichtig zupfen.
__________________ GESTERN warst Du noch bei uns, mit Deinem Lachen, mit Deiner Freude, mit Deinen Worten. HEUTE bist du bei uns, in unseren Tränen, in unseren Fragen, in unserer Trauer. MORGEN wirst du bei uns sein, in Erinnerungen, in Erzählungen, in unseren Herzen.
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| Ok, dann werde ich das Grünhopper reduzieren bis weglassen, sie lassen sowieso inzwischen ca. die Hälfte übrig. Nösenberger habe ich gar nicht gefüttert, das hatten sie nur vorher. Ja, Wiese ist im Prinzip genug da, nur motgens vorm Büro manchmal schwierig. Kann man das abends schon pflücken und in der Garage bis früh lagern? Leinkuchen ist sowas wie Leinflocken oder sind Kuchen besser?
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| Wir pflücken einmal am Tag eine entsprechend große Menge (bei uns bekommen 2 Tiere eine der blauen IKEA-Tüten voll), dass beim nächsten Füttern noch etwas da ist. Soll ja eh nicht leer werden, von daher passt das immer ganz gut.
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| Leinflocken sind im Prinzip nur plattgequetschte Leinkuchen. Nur teurer... Man kann Grünzeug kühl lagern, das ist kein Problem. Darf nur nicht gestopft und gedrückt sein. Locker in einem Korb oder ausgebreitet ist das möglich. Wie gesagt, ich gehe nur abends los und hole zwei Säcke Grünfutter, die ich direkt in die Raufen gebe. Morgens hab ich auch keine Zeit dafür. Lagermöglichkeiten habe ich gar nicht.
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