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Frage zum Narkoserisiko auf Kaninchen Forum

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  • 1 Post By marinahexe
  • 2 Post By Lara004
  • 1 Post By Kat.

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Ninchen
 
Registriert seit: 16.04.2021
Beiträge: 4
Kat. befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 16.04.2021, 20:03

Frage zum Narkoserisiko


Hallo liebe Kaninchenliebhaber,

zunächst mal, ich bin neu im Forum und hoffe den Beitrag hier an der richtigen Stelle zu Posten.

Ich möchte gern eure Erfahrungen zum Thema Narkose bei älteren Kaninchen wissen.

Bei meinem neuen Jahre alten Farbzwerg Finni stellt sich aktuell die Frage, wegen der Zähne auf einen Verdacht hin zu röntgen.
Um mal die ganze Geschichte zu erzählen, fange ich mal von vorn an.

Finni ist wie gesagt 9 Jahre alt, lebt seit einem Jahr allein. Er lebt bei uns in Freier Wohnungshaltung im Wohnzimmer. Der kleine Heumuffel frisst seit 2 Jahren schlecht Heu, wobei ich tatsächlich alle Sorten ( inklusive Bergwiesen Heu und alle Sorten von Heu Andi und auch von Fressnapf und Co. probiert habe).
Heu frisst er wirklich kaum in reiner Form, er bekommt nun seit einem halben Jahr ( in Absprache mit Tierarzt) Breitfutter von JR Farm vermengt mit kleingeschnittenem Heu und Kräutern, sowie aufgeweichten Pellets (grainless free complete) als Breitfutter.Das frisst er sehr gern

Vor ca. 2 Monaten waren wir beim Tierarzt weil er nicht mehr gegessen hat ( auch kein Grünfutter). Daraufhin hat er ein Antibiotikum bekommen, 2 Wochen lang, und alles war wieder in Ordnung.

Nun, Anfang dieser Woche, das selbe wieder. Wir waren beim Tierarzt der auf Verdacht einer leichten Schiefhaltung des Mäulchens E. Cuniculi " diagnostizierte" bzw. vermutete. Er bekommt Panacur und Antibiotika.

Heute, beim nachspritzen wurden auf meinen Wunsch hin die Zähne kontrolliert. Vor 2 Monaten sagte man mir, das " eventuell leichte spitzen gucken" aber es nicht der Fall sein kann, das er aufgrund dessen nicht frisst. Heute wurden leichte Flöckchen im Speichel festgestellt, was auf Eiter hindeutet.

Da eine eindeutige Diagnose nicht möglich ist, wurde mit gesagt man könnte da nur röntgen oder weiter mit Antibiotika versuchen die eventuelle Zahnkrankheit zu bessern.

Nun bin ich unschlüssig ob ich ihm das Risiko der Narkose zumuten will, obwohl nur ein Verdacht besteht. Dazu konnte mein Tierarzt mir recht wenig sagen, außer das aufgrund des Alters ein erhöhtes Risiko besteht.

Einen Termin werde ich in der nächsten Woche trotzdem erstmal erfragen, diese könnten laut Aussage des TA bis zu 6 Wochen dauern.


Kann man sagen, wie hoch das Risiko ist oder wie ist die Erfahrung dahingehend?
Sollte ein Zahn gezogen werden müssen, wie lang dauert der Heilungsprozess und wie Stark belastet ein solcher Eingriff die Tiere ( auch im Nachhinein)?

Ich würde mich über eine Antwort freuen.
Liebe Grüße und ein schönes Wochenende



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Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 16.04.2021, 20:21

Herzlich willkommen bei uns im Forum!


Du solltest Dir ganz dringend einen anderen - kaninchenkundigen - Tierarzt suchen. Die bisherigen Behandlungen lassen sich mir die Nackenhaare aufstellen. Auch die jetzigen Aussagen sagen mir: Ich hab keinen Plan, aber wir können mal versuchen ....


Es gibt verschiedene Narkosen, die auf das Kaninchen abgestimmt werden können. Mein jetzt 11jähriger Opi hat im Alter eine Zahnfehlstellung entwickelt. Er musste im letzten Jahr 3x in Narkose gelegt werden und hat relativ lange gebraucht, bis er wieder der Alte war. Er war bis zu 3 Tage müde und bewegungsfaul. Seitdem haben wir (erstmal) Ruhe.


Am besten gehst DU zu einem TA, der Ahnung von Kaninchen hat (Kleine Heimtiere) und sich in Zahnheilkunde weitergebildet hat.



Du kannst mir auch gerne Dein PLZ per PN schicken, dann schau ich mal in meine TA-Liste.



Lupine likes this.

Benutzerbild von Lara004
Kaninchen
 
Registriert seit: 08.03.2012
Beiträge: 4.305
Lara004 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 17.04.2021, 06:32

Um das Narkose Risiko zu minimieren bei planbaren Narkosen bitte unbedingt vorher eine Kotprobe untersuchen lassen.
Darmparasiten insbesondere kokzidien erhöhen das Risiko der Narkose deutlich!



Lupine and marinahexe like this.

Ninchen
 
Registriert seit: 16.04.2021
Beiträge: 4
Kat. befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.04.2021, 15:17

Alles klar, das wäre mir nicht in den Sinn gekommen. Daher vielen lieben Dank. Ich versuche noch einen zeitnahen Termin zu bekommen (bzw. zeitnah einen Urlaubstag...), ist tatsächlich gar nicht so einfach.

Vielen Dank für eure hilfreichen Antworten.



marinahexe likes this.

Benutzerbild von Lupine
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 19.399
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 19.04.2021, 21:14

Zitat:
Zitat von Kat. Beitrag anzeigen
... Vor 2 Monaten sagte man mir, das " eventuell leichte spitzen gucken" aber es nicht der Fall sein kann, das er aufgrund dessen nicht frisst.

Uff. Darf ich den Tierarzt mal hauen? Ganz fest? Natürlich kann es sein, dass selbst leichte Spitzen ein Grund für Futterverweigerung sind. Es gibt Kaninchen, die mit katastrophalem Gebiss noch fressen, und welche die wesentlich empfindlicher sind. Spitzen gehören beseitigt. Punkt.



Zitat:
Heute wurden leichte Flöckchen im Speichel festgestellt, was auf Eiter hindeutet. ...

Ich hoffe, die Ursache für den Eiter kann schnell gefunden und beseitigt werden. Möglicherweise, wenn das wirklich gründlich und erfolgreich gemacht werden kann, wird sein Fressverhalten wieder deutlich besser.


Mein Leo, Dauer-Zahnpatient, musste mehrfach im Jahr in Narkose um seine Zähne zu machen. Er hat das echt gut weggesteckt. Leider wurde er nur ca. 7 - 8 Jahre alt, aber seine Zähne waren auch wirklich extrem katastrophal und er bekam aufgrund eines großen Kieferabszesses eine Blutvergiftung.



Mit 9 Jahren ist Finni durchaus noch in einem Alter, wo ich ihm nach entsprechender Vorbereitung eine Narkose zutrauen würde. Den Tipp von Lara004 solltest du unbedingt beherzigen, alles was das Narkoserisiko vermindert ist natürlich gut für ihn.



__________________
Gute Menschen gleichen Sternen, sie leuchten noch lange nach ihrem Erlöschen.



Ninchen
 
Registriert seit: 16.04.2021
Beiträge: 4
Kat. befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 20.04.2021, 07:27

Ich hoffe auch das er das gut wegsteckt. Ich gehe mal ganz stark davon aus, das es so kommen wird, das er einen Zahn/Zähne gezogen bekommt. Wir werden sehen. In der nächsten Woche haben wir zunächst Mal einen Termin bei einem entsprechenden Tierarzt, zur Vorstellung.
Allmählich könnte ich meinen Tierarzt auch hauen..
Bin gespannt wie lange ich auf einen Röntgentermin warten muss. Aber aktuell geht es ihm den Umständen entsprechend gut. Er bekommt Antibiotika und ist wieder gut drauf, frisst Grünfutter und sein zerkleinertes Heu im Breitfutter. Zumindest hält er sein Gewicht.
Ich werde auf jeden Fall an die Kotprobe denken danke.




Ninchen
 
Registriert seit: 16.04.2021
Beiträge: 4
Kat. befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 27.04.2021, 17:34

Hallihallo, Neuigkeiten zur kleinen Möhrennase.

Wir hatten heute Termin beim "Zahnarzt". Eiter könnte man nicht sehen, jedoch sind die Zähne nicht gleichmäßig abgenutzt und stehen nicht optimal in einer Reihe, sondern versetzt. Etwas Futter hatte sich auch zwischen den Zähnen verkeilt (sah wohl wie Heu aus). Nächste Woche ist der Termin zum Röntgen. Ich habe ein gutes Gefühl, ein sehr einfühlsamer Tierarzt der alles Eerfragt und erklärt.

Da er aktuell frisst, wird das Antibiotikum ab heute angesetzt und er bekommt Benebac um die Darmflora zu stärken.

Ich bin gespannt, und nervös, auf nächste Woche.

LG, Kat.



 
 
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