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Zufütterung von Trockenfutter ja/nein und Empfehlung auf Kaninchen Forum

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Benutzerbild von Minimannfrau
Ninchen
 
Registriert seit: 12.08.2020
Beiträge: 4
Minimannfrau befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 12.08.2020, 14:49

Zufütterung von Trockenfutter ja/nein und Empfehlung


Hallo zusammen,

das Thema wurde früher schonmal "diskutiert" bzw. aufgegriffen, aber mittlerweile gibt es neue Hersteller und neue Tipps dazu etc. und die meisten Bilder, Links sind mittlerweile nicht mehr aktuell oder verfügbar.

Wir haben vor 2 Monaten 6-Wochen alte Zwergkaninchen (Zwergwidder) bekommen. Sind jetzt also jetzt 4 Monate alt. Bisher haben wir sie mit Heu und frischem Obst, Gemüse, Gemüseblätter, Gras (Klee, sämtl. Gräser nach Liste der Verträglichkeit,) getr. Brennnesseln, 1 EL Haferflocken und Erbsenflocken je Woche und Zweigen/Blätter gefüttert. Alles super angenommen

Sie haben aber bisher nicht wirklich zugenommen und haben gefühlt dauernd hunger
Jetzt habe ich überlegt ein wenig Trockenfutter 2-3x die Woche mit aufzunehmen.

Macht das Sinn?
Oder erst im Winter?

Und wenn ja welche 1-2 Sorten/Hersteller wird empfohlen?

Danke und liebe Grüße



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Benutzerbild von Honeymouse
Kaninchen
 
Registriert seit: 02.08.2013
Beiträge: 27.916
Honeymouse befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 12.08.2020, 15:30

Nein, denn satt sollten Kaninchen eh nie sein.
So viel Wiese (mehr Wildkräuter, Klee und Gräser reichen da nicht) wie möglich, ansonsten blättriges(!) Grünfutter (Küchenkräuter, Kohl, Bittersalate) ist ausreichend. Als Leckerchen geht super ein Stücken Apfel oder ähnliches, denn Obst sollte wirklich wenig gefüttert werden, genauso wie Knollengemüse.



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Benutzerbild von Lupine
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 19.399
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 12.08.2020, 18:17

Wie viel haben sie denn in den 2 Monaten zugenommen?

Hast du mal eine Sammel-Kotprobe abgegeben? Wenn jemand seine Jungtiere mit nur 6 Wochen Alter abgibt (und damit 4 Wochen zu früh), muss man leider damit rechnen dass derjenige nicht allzu viel Wert auf die Gesundheit der Tiere legt.



Rakete, Terry and Al Kanino like this.

Gesperrt
 
Registriert seit: 03.07.2015
Beiträge: 5.334
Terry ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Geschrieben am 12.08.2020, 18:17

War die Mama der beiden krank oder warum wurden sie mit sechs Wochen schon abgegeben? Normalerweise säugt die Häsin mindestens bis zur 10/12 Woche, tlw. bis zur 16. Woche.

Von daher (was die Darmflora angeht, die war ja noch viele Wochen auf zusätzliche Milch eingestellt) auf keinen Fall irgendein Trockenfutter geben.


Sind es gleich- oder gegengeschlechtliche Tiere?
Falls Rammler dabei, wann wurde kastriert?
Sind sie TA-mäßig gecheckt worden (inkl. Sammel-KP)?
Wann wurden sie geimpft?



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Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 09.07.2020
Beiträge: 113
Aika13 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 12.08.2020, 20:41

Abgesehn davon, wann die Tiere abgegeben worden sind, mein Zwergwidder hat mit Trockenfutter zugenomen... Den rat, dass Trockenfutter wegzulassen hab ich von anderen Usern bei dem Thema: "Wamme"https://www.kaninchenforum.de/kaninchenkrankheiten-gesundheit/47925-wamme.html. Hatte seine Vorteile, sie sieht viel fitter aus!




Benutzerbild von Minimannfrau
Ninchen
 
Registriert seit: 12.08.2020
Beiträge: 4
Minimannfrau befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 12.08.2020, 21:12

Auf die Abholung der Tiere gehe ich nicht ein. Es gibt Infos zu ab 5. Woche, dann wieder nein nicht vor der 10., dann wieder 6.-8. Woche...
Sie haben auch nicht mehr bei der Mutter getrunken.
Auch mit der Verdauung, Ausscheidungen der beiden ist alles bestens und normal

Sind beides Rammler (Brüder), TA gecheckt, bereits geimpft und noch nicht kastriert.
Vor ein paar Wochen wogen sie 1,1 kg.

Vertragen bisher wie gesagt auch alles problemlos und auch Kohl haben sie schon bekommen.

Werde mir aber wohl noch getrocknete Blüten/Kräuter zulegen. Hab in meinem Haushalt keine 10 versch. frische Kräuter oder 10 versch. frische Blätter/Blüten zur Hand und irgendwo pflücken kann man die auch nicht immer zwecks Spritzen etc.




Gesperrt
 
Registriert seit: 03.07.2015
Beiträge: 5.334
Terry ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Geschrieben am 12.08.2020, 21:26

Vier Monate alt, zwei Rammler und unkastriert?
Viel Spaß noch und ein gut gefülltes TA-Konto.



EmsFan ♥ and Al Kanino like this.

Benutzerbild von Honeymouse
Kaninchen
 
Registriert seit: 02.08.2013
Beiträge: 27.916
Honeymouse befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 12.08.2020, 21:27

Getrocknete Kräuter sind reine Kalziumbomben und fördern Blasen- und Nierenprobleme. Kaninchen sind Frischköstler, trockenes fressen sie nur in der Not. Deswegen frisch, frisch, frisch!
Du brauchst auch keine 10 verschiedenen Dinge pro Tag. Im Winter wird hier Weißkohl gefressen, dazu mal Rucola oder Feldsalat, wenn möglich mal Kohlrabiblätter oder Möhrengrün.

Hast du keine Waldränder, Parks oder Spielplätze in der Nähe? Da kann man meist gut pflücken.

Kastrieren solltet ihr sie wirklich bald, 2 Rammler kämpfen durchaus bis auf den Tod und es wird schwer sie wieder zusammen zu bringen, wenn sie einmal angefangen haben zu kämpfen. Und bei gleichgeschlechtlichen Paaren gilt: Platz, mehr als die üblichen 6m²

Für's nächste Mal: 12 Wochen ist ein gutes Abgabealter, 6 Wochen ist viel, viel zu früh, da lernen sie noch jede Menge Sozialverhalten von der Mutter



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Benutzerbild von Lupine
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 19.399
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 12.08.2020, 21:37

Ich lese jetzt zwischen den Zeilen heraus, dass du bisher keine Kotprobe abgegeben hast? Falls das stimmt, solltest du das umgehend nachholen. Sollte es einen Befund geben, musst du außerdem die Impfungen wiederholen. Bei Kokzidien- oder Wurmbefall wird nämlich kein ausreichender Schutz aufgebaut.

Ist die Kotprobe ohne Befund, sollte die Kastra zeitnah erfolgen, es wird allerhöchste Zeit. Besser wäre eine Frühkastration gewesen, aber der Zug ist ja nun leider abgefahren.

Was wiegen die beiden denn jetzt? Und wie lange ist "vor ein paar Wochen" her? Das wäre schon wichtig zu wissen um beurteilen zu können, ob sie tatsächlich zu wenig zugenommen haben.

Zum Trinken bei der Mutter: die Häsin lässt sich meist nicht beim Säugen beobachten, außer sie hat großes Vertrauen in "ihren" Menschen. Junge Kaninchen werden tatsächlich noch bis zur 12. Woche, in Ausnahmefällen auch noch länger, gesäugt. Dass sie bereits "futterfest" sind, also mit normalem Futter auch ohne Muttermilch überleben können, ändert nichts daran dass sie zusätzlich noch gesäugt werden. Sie nehmen dadurch nicht nur Nährstoffe, sondern auch wertvolle Antikörper auf die ihrem Immunsystem helfen. Und noch etwas extrem wichtiges nehmen sie auf: Darm Bakterien der Mutter, mit deren Hilfe sie ihre eigene Darmflora aufbauen. Außerdem erlernen sie Sozialverhalten.

Wer behauptet, man könne Kaninchen schon mit 5 oder 6 Wochen von der Mutter trennen, der weiß entweder das alles nicht oder es ist ihm egal - zum Beispiel, weil die Häsin als gewinnbringende Gebärmaschine herhalten soll. Die Jungtiere sterben nicht daran (zumindest überleben mehr als die Hälfte), aber das ändert nichts daran, daß es nicht gut ist.



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Benutzerbild von Minimannfrau
Ninchen
 
Registriert seit: 12.08.2020
Beiträge: 4
Minimannfrau befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 12.08.2020, 22:33

Ok bzgl. den 6 Wochen haben wir den Abgebern halt vertraut. Sorry nächstes Mal dann anderst.

Kotprobe habe wir noch keine abgegeben. Der TA hat uns auch beim 1. Check gar nicht danach gefragt... Werde das dann gleich mal nachholen.
Aber warum ist diese eigentlich so wichtig wenn es keine Probleme gibt?

Noch streiten sie lediglich ums essen das gerade einer aus dem Napf genommen hat Bzgl. Kastrieren hat er gemeint das viele es sogar gar nicht machen. Er überlässt das uns. Werde mich dann mal bzgl. Termin schlau machen.
Müssen sie nach der Kastration getrennt werden?

Und noch sind die 2 sehr lieb zueinander, chillen nebeneinander und lecken sich ab.

Der TA meinte übrigens auch: 90% der Nahrung sei Heu...

Sie bekommen neben Obst/Gemüse/Zweige/Gras/Wiesengräser natürlich auch Kohl, Salat, Kohlrabi/Radieschen/Möhrenblätter.
Auch Petersilie und Basilikum ist ab und zu dabei.
Im Netz stehen nur so viele Kräuter und Blüten da hatte ich gedacht die sollten immer alle dabei sein...

Auch Haselnusszweige und Rosen/Brombeerblätter stehen auf dem Speiseplan.
Also denke unsere Ernährung der 2 ist nicht wirklich schlecht



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Benutzerbild von Lupine
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 19.399
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 12.08.2020, 22:47

Die Kotprobe ist deshalb wichtig, weil es auch asymptomatische Infektionen gibt. Das heißt, du siehst dem Kot die Infektion nicht an, bis das Problem schon richtig groß ist.

Ihr solltet die beiden gemeinsam kastrieren lassen und nach Möglichkeit gemeinsam aufwachen lassen aus der Narkose (und dann die beiden auch zusammen lassen). Das ist am besten für die Beziehung der beiden.

Kastra ist ein Muss, je eher desto besser. Ihr sitzt nämlich auf einem Pulverfass ohne zu wissen, ob die Lunte schon brennt. Es kann gut gehen, jahrelang. Und urplötzlich knallt es, mit unter Umständen tödlichem Ausgang. Potente Rammler neigen nämlich dazu, ihren Kontrahenten die Hoden abbeißen zu wollen, und daran kann ein Rammler verbluten.

Die Ernährung hört sich gar nicht schlecht an aber bitte Vorsicht mit Obst, das wirklich nur ein Leckerchen.



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Registriert seit: 02.08.2013
Beiträge: 27.916
Honeymouse befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 12.08.2020, 23:15

Nein, 90% der Nahrung sollte nicht Heu sein, sondern Wiese bzw. Alternativ blättriges Frischfutter. Wie gesagt, Kaninchen sind Frischköstler und keine Wüstenbewohner. Sie nehmen über die Nahrung Flüssigkeit auf. Heu hat kaum noch Flüssigkeit dafür aber vergleichsweise viel Zucker.
Ganz ehrlich, euer Tierarzt klingt nicht sonderlich Kaninchenerfahren. Ihr könnt Marinahexe eine pn mit eurer Plz schicken, sie hat eine Liste mit empfehlenswerten Tierärzten.
Bei den bisherigen Aussagen: mit welchem Impfstoff wurden eure Tiere geimpft?

Kennt ihr die Seite www.kaninchenwiese.de ? Die ist wirklich empfehlenswert.



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Benutzerbild von Lupine
Kaninchen
 
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Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 13.08.2020, 07:16

Das mit der Ernährung meinte ich auf das Frischfutter bezogen, da habe ich mich leider missverständlich ausgedrückt. 90 % Heu ist gar nicht gut, viel zu trocken und es fehlen etliche Vitamine durch lange Lagerung. Dazu der hohe Zuckergehalt den ja auch Honeymouse schon angesprochen hat.

Ich schließe mich den Empfehlungen von Honeymouse absolut an, ich würde mich an eurer Stelle wirklich nach einem anderen Tierarzt umsehen. Angesichts der Aussagen sollten wir mal einen Blick auf die verwendeten Impfstoffe werfen, nicht dass der Schutz gegen RHD2 fehlt. Das wäre fatal.

Und Kaninchenwiese.de ist wirklich klasse.



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AIL AIL ist offline
Zwergkaninchen
 
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Beiträge: 190
AIL befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 13.08.2020, 09:44

Zitat:
Zitat von Honeymouse Beitrag anzeigen
Kaninchen sind Frischköstler, trockenes fressen sie nur in der Not. Deswegen frisch, frisch, frisch!
Du brauchst auch keine 10 verschiedenen Dinge pro Tag. Im Winter wird hier Weißkohl gefressen, dazu mal Rucola oder Feldsalat, wenn möglich mal Kohlrabiblätter oder Möhrengrün.
Dazu hätte ich auch noch eine Frage:
Ich ging bisher davon aus, dass ich im Winter die jetzt frisch gepflückte Wiese dann durch Heu ersetzen würde. Aber das was du sagst klingt ja sinnvoll. Also würde ich dann eher schauen, dass ich mehr grünes Gemüse aus'm Supermarkt besorge statt Heu zu nehmen?

Wie sieht das mit gefrorenem Gemüse, zum Beispiel Brokkoli, aus? Wenn ich das auftaue und dann füttere, eignet sich das ggfls. auch als Winternahrung?




Benutzerbild von Honeymouse
Kaninchen
 
Registriert seit: 02.08.2013
Beiträge: 27.916
Honeymouse befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 13.08.2020, 09:47

Heu würde ich dennoch anbieten im Winter, aber auch da sollte das Hauptfutter Frischfutter sein. Kohl eignet sich super, dazu Bittersalate, Küchenkräuter und Gemüsegrün. Ab und an mal ein Stückchen Möhre, dann passt das im Winter.

Gefrorenes Gemüse eignet sich hingegen nicht als Kaninchenfutter.



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Benutzerbild von -Flöckchen-
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 22.04.2019
Beiträge: 799
-Flöckchen- befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 13.08.2020, 21:26

Zitat:
Zitat von Minimannfrau Beitrag anzeigen
Ok bzgl. den 6 Wochen haben wir den Abgebern halt vertraut. Sorry nächstes Mal dann anderst.

Kotprobe habe wir noch keine abgegeben. Der TA hat uns auch beim 1. Check gar nicht danach gefragt... Werde das dann gleich mal nachholen.
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Noch streiten sie lediglich ums essen das gerade einer aus dem Napf genommen hat Bzgl. Kastrieren hat er gemeint das viele es sogar gar nicht machen. Er überlässt das uns. Werde mich dann mal bzgl. Termin schlau machen.
Müssen sie nach der Kastration getrennt werden?

Und noch sind die 2 sehr lieb zueinander, chillen nebeneinander und lecken sich ab.

Der TA meinte übrigens auch: 90% der Nahrung sei Heu...

Sie bekommen neben Obst/Gemüse/Zweige/Gras/Wiesengräser natürlich auch Kohl, Salat, Kohlrabi/Radieschen/Möhrenblätter.
Auch Petersilie und Basilikum ist ab und zu dabei.
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Auch Haselnusszweige und Rosen/Brombeerblätter stehen auf dem Speiseplan.
Also denke unsere Ernährung der 2 ist nicht wirklich schlecht
Leider vertraut man da beim ersten mal immer demjenigen woher man die Tiere hat. Gut das du auf die Frischfutterernährung schon wert legst, da die sehr wichtig ist, den Tierarzt würde ich übrigens wechseln und marinahexe die Plz schicken für einen besseren. 90% Heu ok, dürfte ich mir letztens auch anhören. Aber die Kastration als nicht wichtig einzustufen, puh, du hättest deine Kaninchen oder zumindest eines, jetzt schon verlieren können. Grob fahrlässig von ihm!
Die Kotprobe ist unheimlich wichtig, solche die Kaninchen mit 6 Wochen abgeben, achten auch nicht drauf das sie keine Kokzidien, Hefen oder Würmer haben. Das sollte direkt abgecheckt werden, Kokizidien kann Jungtieren gut zusetzen- Flöckchen war deshalb Untergewichtig. Und das ziemlich gut für ein deutschen Riesenbaby.
Impfung hat der Tierarzt dann sicher auch nicht erwähnt? Gegen RHD/RHD2 und Myxomatose. Unheimlich wichtig!
Nach der Kastration können die 2 Jungs eigentlich zusammen bleiben, wenn sie ja noch friedlich ist.



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Grüße von den Kuschelninchen Flöckchen und Aviv


https://kuschelninchen.tumblr.com/
https://www.instagram.com/floeckchen_ninchen/?hl=de



Ninchen
 
Registriert seit: 29.04.2020
Beiträge: 26
Topsy befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 15.08.2020, 19:40

Ich persönlich verzichte nicht ganz auf die Pellets-Zusatzfütterung.
Meine Kaninchen haben einen eigenen Kräutergarten, zusätzlich werden viel Blätter, Löwenzahn usw. verfüttert. Gerade wenn meine Zibben tragend sind, oder frisch Mutter sind, brauche ich mehr Pellets. Ansonsten gibt es durch den Tag Kräuter, Gräser, Gemüse, Heu und etwas Früchte, über Nacht bekommen sie dann die Pellets. Meine Kaninchen stürzen sich am Anfang darauf, aber meist reicht eine kleine Portion über die ganze Nacht, denn sie haben ja noch anderes zu fressen.
Meine 4 Kaninchen sind im Idealgewicht, die andern 2 sind 1x zu leicht und 1x zu schwer.
Meine Kastraten sind in jungen Jahren oft etwas schwerer, dies normalisiert sich aber auch wieder.
Der zu leichte Kastrat ist in tierärztlicher Behandlung, da er eine Immunschwäche hat. Deshalb ist er auch zu leicht.
Also ich bin sehr zufrieden mit de Pellets als Zusatz.
Liebe Grüsse aus der Schweiz




Benutzerbild von dangerschaf
Kaninchen
 
Registriert seit: 16.05.2014
Beiträge: 20.618
dangerschaf befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 15.08.2020, 20:08

Pellets haben halt das Problem, dass sie von ihrer Struktur her nichts gutes mitbringen. Sie quellen auf im Magen, binden Flüssigkeit und vervielfältigen ihre Volumen. Das kann zu üblen bis tödlichen Magenüberladungen führen. Abgesehen davon sind die Inhaltsstoffe meist nur Industriemüll. Außerdem sind sie nicht für das Kaninchengebiss geeignet. Dieses ist auf das Zermahlen von Blättern ausgelegt. Pellets führen zu einer vertikalen Belastung der Zähne, die zu einer Überlastung und im schlimmsten Fall direkt zu einer Wurzelschädigung führen können. Da hilft es auch nicht, wenn sie parallel Blattzeug kriegen.

Wenn erhöhter Energiebedarf gedeckt werden muss, gibt es weitaus bessere Möglichkeiten wie z.B. Haferflocken.



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---
"Du mußt sie jetzt sagen,
Oder ewig 'rumtragen,
Deine Worte: Verzeih!
Hätt' ich doch! – Einerlei.
Könnt' ich doch noch!
– Vorbei."
(Reinhard Mey)
---

[Danke, Tante Jessi]



Gesperrt
 
Registriert seit: 03.07.2015
Beiträge: 5.334
Terry ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Geschrieben am 15.08.2020, 20:14

Zitat:
Zitat von Topsy Beitrag anzeigen
Gerade wenn meine Zibben tragend sind, oder frisch Mutter sind, brauche ich mehr Pellets.
Hier handelt es sich, gerade bei Fragen der Ernährung, um ein Liebhaberforum nicht um ein „Vermehrer-Forum“.

Von daher sind Deine Tipps noch nicht einmal interessant für jemanden der aus dem Tierschutz evtl. ein bereits tragendes Mädel aufgenommen hat.

Und für diese wird hier schon immer „Cuni Complete“ empfohlen, das für Vermehrer aber meist zu teuer ist.

Denn hier im Forum geht es um gesunde (!) und artgerechte Ernährung, was Vermehrer häufig (meistens?)außer acht lassen.

„Züchterpellets“ gehören bestimmt nicht dazu!



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Ninchen
 
Registriert seit: 29.04.2020
Beiträge: 26
Topsy befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 15.08.2020, 21:10

Ich habe sehr Freude an meiner kleinen Zucht, jedes Jahr habe ich einen Wurf. Ab 4 Jahren trägt bei mir keine Zibbe mehr. Das ist meine Liebhabersache, diese kleinen Lebewesen aufwachsen zu sehen.
Meine Tiere scheinen glücklich zu sein. Sie dürfen unter schattenspendenden Tannen die Natur geniessen.
In den 15 Jahren hatte noch kein Kaninchen ein Zahnproblem.
Was ich viel schlimmer finde als ein paar Pellets, die Kaninchen 12 Jahre alt werden lassen, ohne ein Magen- oder Zahnproblem, ist, wenn man bei schlimmen Krankheiten noch lange am Kaninchen herumdoktern muss, obwohl man sieht, wie sehr das Tier leidet, und wenn es auch im seltenen Fall wieder gesund wird, hat es eine wahnsinnige Strapaze hinter sich.
Aber hier geht es jetzt darum, dass diese 2 Rammler zunehmen müssen, denen muss man helfen, denn jetzt leiden sie (hoffentlich) noch nicht.
Mein kleiner hat auf jedenfall schon wieder etwas zugenommen, ist jedoch noch nicht auf seinem Idealgewicht.

Ihr müsst keine Pellets verfüttern wenn Ihr nicht wollt, aber ich teile gerne meine guten Erfahrungen mit.



 
 
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