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Bevorstehende Einschläferung??? auf Kaninchen Forum

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Benutzerbild von Ranmaru
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 28.11.2012
Beiträge: 95
Ranmaru befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 30.07.2020, 19:23

Bevorstehende Einschläferung???


Hallo liebe Forenmitglieder,


wir haben die Hoffnung das vllt. jemand einen Rat oder Vorerfahrung mit einer solchen Situation hat und vllt einen Tipp, wie man am besten damit umgeht bzw. Entscheidungen trifft…den es geht leider dem Ende entgegen und wir müssen entscheiden. Die momentane Lage für unsere drei Kleinen sieht folgendermaßen aus:


Jet Li:


- - Verkalkte Nieren (bereits vor einem Jahr völliger Zusammenbruch nach ZahnOp, einigermaßen wieder erholt, seit damals Breifütterung & normales Essen seinerseits)
- - 4 Zähne wurden gezogen, weitere sind jedoch noch beschädigt
- - Weißer Schleim an der Nase, da Nase innerlich auch verkalkt ist
- - Momentan Gewichtsabnahme da zögerliches Fressen seid 1 Woche, Zähne auf anderer Seite machen Probleme. TA meinte, man könnte es operieren, aber sie rät davon ab. Zum einen starke Schmerzen wg Op, zum anderen wg. den Nieren. Zudem hat er so durch den Schleim schon pfeifende Geräusche beim Atmen, was für die Narkose auch nicht supi wäre. Ebenso der Gewichtsverlust. Wenn wir den Zahn trotzdem ziehen lassen würden, könnte er danach gar nicht mehr selbstständig fressen. (Momentan tut er das sowieso nur zögerlich, aber wir wollen ihm eigentlich nicht nochmal so eine OP antun…er hat sie letztesmal nur knapp überlebt)
- - Nun haben wir Schmerzmittelgabe erhöht auf 2x 0,5ml Metacam, 5x Breifütterung am Tag + 0,5ml Rodicare Uro morgens, 0,5ml Rodicare akut abends, 2x tägl. Hexasolvon, AB hat nur kurzzeitig gegen den Schleim geholfen, Inhalieren mit ACC und NaCl 2xtägl.
- - Wir warten die Woche ab, TA meinte wir sollen uns mit dem Gedanken der Einschläferung auseinandersetzten.


Schnuu:
- Seid ca. 1 Jahr stärker werdende Arthrose
- - Schwanken, Umfallen à kommt manchmal nicht selbständig wieder hoch, Hinterläufe wie gelähmt von den Gelenkschmerzen (nicht komplett, aber Ansatz sichtbar)
- - Mittlerweile öfters verdreckt am Hinterteil à beim Putzen reißt sie den Mund weit auf wie beim Gähnen/ Krallen schneiden à TA meint das ist sehr schlechtes Zeichen, da das auf Atemnot hindeutet/auf das Ende
- - Heraustretendes Auge, könnte evtl. vllt ein Tumor sein, der nicht auf dem Röntgenbild war. TA geht von einem Zahn aus der ins Auge wächst. Wäre nur operabel in dem man das Auge entfernt und den Zahn durch die Augenhöhle zieht. Schnuu ist aber weder operabel noch transportfähig.
- - Sie frisst sehr gut, jedoch hat sie auch verkalkte Nieren.
- - Bekommt 2x 0,3ml Metacam + 0,3 ml Uro + 0,3ml Akut
- - TA meinte wir sollen uns mit dem Gedanken der Einschläferung auseinandersetzen, als ich ihr die aufgenommen Videos von ihr gezeigt habe, wo sie schwankt, hinfällt, heraustretendes Auge. Sie ist leider nicht transportfähig, also mussten wir interaktiv Diagnose stellen. Sie hat Schnuu aber auch schon zuvor persönlich betreut.

Mori:


- - Ältester unter den dreien, isst ab und zu, da er es oft vergisst, wirkt daher dünn und klapprig
- - Ultra-dement, kriegt oft die Umgebung nicht mit
- - Orientiert sich an den anderen beiden, ansonsten geht er auch mal im Kreis (nicht von E.C.)
- - TA meint ansonsten ist er körperlich für seine 14 Jahre noch recht fit
- - Kriegt in Stresssituationen oft mal Durchfall
- - Als Jackie& Bruce letztes Jahr gestorben sind ebenfalls, war sehr schwer für ihn
- - Muss morgens und abends jeweils 30 min gepflegt werden, da er stark Kaninchenschnupfen hat, ebenso ein Auge tränt
- - Bekommt 0,5ml Akut morgens und abends, 0,6ml AB, 2xtägl Hexasolvon gegen den Schnupfen, Inhalieren mit ACC und NaCl 2xtägl zusammen mit Jet Li, 2x tägl. 2x6ml Brei

Wir pflegen unsere Kaninchen nun schon intensiv seit ca. 2 Jahren. Davor waren es Jackie und Bruce nun sind es die letzten drei. Bei Jackie haben wir mit der Einschläferung bei den Krampfanfällen zulange gewartet. Als ihre Hinterbeine gelähmt waren, war jedoch klar, dass kein Weg mehr am Loslassen vorbeiführt. Wir wissen beide, dass wir bei ihr zulange gewartet haben, weil wir sie zu liebhatten und sie nicht gehen lassen wollten. Wir haben bis zum bitteren Ende trotz ihres schlimmen Zustands um ihr Leben gekämpft…im Grunde hätten wir ihr aber das schlimme am Ende ersparen können, aber es war einfach schwer mit alldem damals umzugehen…


Jetzt ist es wieder unsere Entscheidung sie gehen zu lassen und auch wenn es doof klingt, ich frag mich die ganze Zeit wie wir das machen sollen…wir sind wie die Lebenserhaltene Maßnahme, die man abschalten müsste. Wie soll man einfach sagen, wir füttern dich nicht weiter und ab heute schläfst du und wir tun nichts mehr. Klar, es ist auch auf der anderen Seite eine große Belastung…wir sind jeden Tag stundenlang am Füttern, putzen, TA, können seit ca. 2 Jahren nirgendwo mehr richtig zusammen hin, Urlaub auch nicht, da keiner die kleinen betreuen kann. Es ist somit natürlich auch Einschränkend und zermürbend. Deshalb fühlt es sich so mies an, so eine Entscheidung zu treffen, weil wir sie so sehr lieb haben und sie unsere kleine Familie sind… und wir sie schon so lange intensiv betreuen und pflegen müssen…es sind unsere kleinen Sorgenkinder. Natürlich setzt man sich innerlich auch damit auseinander, bei ihrem Zustand, dass es irgendwann zu einer Einschläferung kommt, wie bei Jackie wenn etwas akut schlimm ist. Aber es einfach so entscheiden zu müssen ist einfach so hart…Jackie konnte sich ja nicht mal mehr eigenständig bewegen…und es kommt auch eine Art Schuldgefühl auf, weil durch das Entfallen der Intensivpflege eine Art Erleichterung aufkommt, da man wieder mehr Lebensqualität hätte, was sich komplett scheiße anfühlt.

Wir wissen das es Ihnen schlecht geht und die TA hat uns auch schon drauf hingewiesen, dass unsere Kaninchen nicht in der Zukunft leben, sondern im hier und jetzt und da geht es ihnen nun mal so…und das Ganze ist wahnsinnig überfordernd und bringt mich wirklich zum Weinen, weil wir sie so liebhaben. Mein Mann weiß auch nicht so recht weiter wie das jetzt weitergehen soll, er meinte wir beobachten jetzt mal die Woche…Jet Li isst immer noch nichts, nagt nur zögernd mal kurz am Salat oder Löwenzahn ohne etwas oder viel zu Essen…. Seit 2 Tagen keine Besserung…den Brei ist er auch nicht mehr wirklich freiwillig und dreht sich weg und will runter. Davor hat er ihn liebend gern gegessen…


Wenn wir uns entscheiden müssen, wen sollen wir denn gehen lassen? Wie soll man sowas entscheiden?


Und wenn wir beide letztendlich gehen lassen müssen, was tun wir mit Mori? Weitere Kaninchen möchten wir uns nicht anschaffen, der Schmerz ist einfach zu groß von den letzten zwei Jahren und neu vergesellschaften und ihn weggeben find ich furchtbar. Hier hat er alles. Frisches Essen, die ganze Wohnung zum Laufen und er ist ein Familienmitglied Er kam aus einer Familie wo er nur 7 Jahren in einem Kasten saß ohne Partnertier...Er ist so dement, er kennt sich grad mal hier noch aus, und das auch oft nur wenn wir ihm helfen oder die anderen zwei kleinen ihm den Weg zeigen. Er vergisst auch oft zu Essen und bekommt Brei… Was wenn er wieder zusammenbricht….
Was sollen wir nur tun? Hat vllt. jmd. Einen Rat für uns?


Liebe Grüße und bleibt Gesund

Ranmaru



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Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 28.06.2020
Beiträge: 52
Sannchen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 30.07.2020, 20:58

Zuerst einmal.....meinen tief empfundenen Respekt vor dem;was ihr leistet. Es gibt sehr viele, die all diese Wege nicht gegangen wären.

Aber gerade weil Ihr Eure Tiere liebt, wollt Ihr alles "richtig" machen.

Bei mir hat leider noch kein Tier den Weg zum Regenbogen alleine geschafft.....immer musste ich mich mit der Frage quälen "Wann ?"

Ich kann auch verstehen, dass Ihr jetzt sagt "Keine Kaninchen mehr" - ob man es durchhält......ich habe jetzt den dritten Hund.....nach 2 x "nie mehr", weil es einfach zu weh tat,sie zu verlieren.

Letztendlich könnt nur Ihr entscheiden,weil nur Ihr Eure Tiere gut kennt.Aber egal wann der Zeitpunkt da ist....Ihr habt alles getan, was man tun konnte.

Ich glaube ich würde - wenn die beiden nicht mehr sind - Mori alleine bei mir lassen.Man soll es ja eigentlich nicht.....aber ob es sich in eine neue Situation (neue Umgebung, neuer Partner) einfinden könnte ? Es gibt natürlich auch tolle Menschen, die bewusst alte und kranke Tiere aufnehmen und "alles geben"...aber die Nadel im Heuhaufen zu finden..

Ich wünsche Euch viel Kraft für die Zeit, die vor Euch liegt.

Suse




Gesperrt
 
Registriert seit: 03.07.2015
Beiträge: 5.334
Terry ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Geschrieben am 30.07.2020, 21:05

Zitat:
Zitat von Sannchen Beitrag anzeigen
Ich glaube ich würde - wenn die beiden nicht mehr sind - Mori alleine bei mir lassen.Man soll es ja eigentlich nicht.....
Nicht nur „eigentlich“.
Warum soll das überlebende Langohr bis zu seinem Lebensende noch mehr leiden?

Keinen Kuschelpartner?
Keinen der einem das Gesicht oder die Ohren schleckt?
Keinen der einem Sicherheit gibt?

Und das alles nur aus „Bequemlichkeit“ der Halter?


Ne sorry, mit dieser Denke sollte man sich überhaupt keine Tiere halten!!




Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 19.05.2020
Beiträge: 629
Tintenherz befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 30.07.2020, 21:34

Zitat:
Zitat von Terry Beitrag anzeigen
Ne sorry, mit dieser Denke sollte man sich überhaupt keine Tiere halten!!
Das ist echt harsch, dass du jemandem, der eh schon so leidet, das ins Gesicht knallst. Ich verstehe die Situation sehr gut.

Mein Tipp wäre ein Leihkaninchen. Hör dich im Umkreis mal um, Tierheime bieten sowas manchmal an. So muss das Langohr nicht allein sein, aber es steht nicht das nächste Kaninchen im Raum, wenn ihr die Haltung aufgeben wollt.

Bezüglich einschläfern, meine persönliche Regel ist, wenn das Tier noch kämpft, kann man weiter gucken. Wenn man aber merkt, dass es eigentlich nicht mehr kann und vielleicht auch nicht will, würde ich es ziehen lassen.

Ich wünsche dir alles Gute und viel Kraft. Ich verstehe, wie schlimm das ist, ich war da. Fühl dich gedrückt, wenn du magst.



-Flöckchen- likes this.

Benutzerbild von PollyBrow
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 14.06.2019
Beiträge: 203
PollyBrow befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 30.07.2020, 22:00

Ich finde es ganz toll, wie ihr euch um eure Nins kümmert. Das ist leider nicht selbstverständlich!
In dem Alter und dem Pflegezustand, in dem Mori ist, würde ich auch dazu tendieren, ihm noch alleine ein schönes Leben zu bieten.
Ja, Kaninchen sind Gruppentiere. Aber das muss man situationsweise sehen und eine Vergesellschaftung und ein evtl. Umzug wäre zu stressig. Dann müsstet ihr auch noch jemanden finden, der die Pflege übernimmt. Wenn er dann auch noch „dement“ ist, findet er sich in neuen Umgebungen gar nicht mehr zurecht.

Dass man sich dazu entscheidet, nach etlichen Jahren die Kaninchenhaltung aufzugeben, hat auch nichts mit „Bequemlichkeit“ zu tun!

Zum Thema Einschläferung: das kann nur jeder Halter selbst entscheiden, wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist. Innerlich weiß man es.
Ich musste vor vielen Jahren meine Kaninchendame einschläfern lassen (8 Jahre alt ist sie geworden), weil sie einen gestreuten Tumor hatte und nur noch vor sich hin vegetiert ist. Ich habe beim Tierarzt Rotz und Wasser geheult. Sie ist bereits bei der „Narkose“ verstorben, so schwach war sie. Ich wußte aber, dass sie nur noch leidet. Man spürt, wann es nur noch Quälerei ist, sein geliebtes Tier am Leben zu lassen.
Deshalb: den richtigen Weg könnt nur ihr bestimmen

Ich wünsche euch ganz viel Kraft dafür!!



Rakete, Benny92, Tamou and 1 others like this.

Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 28.06.2020
Beiträge: 52
Sannchen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 30.07.2020, 22:09

Zitat:
Zitat von Terry Beitrag anzeigen
Nicht nur „eigentlich“.
Warum soll das überlebende Langohr bis zu seinem Lebensende noch mehr leiden?

Keinen Kuschelpartner?
Keinen der einem das Gesicht oder die Ohren schleckt?
Keinen der einem Sicherheit gibt?

Und das alles nur aus „Bequemlichkeit“ der Halter?


Ne sorry, mit dieser Denke sollte man sich überhaupt keine Tiere halten!!
Genau - aus Bequemlichkeit reißen sich der Themenstarter samt Partner seit langem ein Bein aus.

Und nur aus Bequemlichkeit - weil ich auch so extrem bequem bin - habe ich laut überlegt, ein altes,dementes, Medis benötigendes Kaninchen evtl. nicht dem Stress einer neuen Vergesellschaftung auszusetzen.

Ich habe selten etwas unpassenderes gelesen zu einem Beitrag wo ein Mensch verzweifelt/traurig/ratlos ist.

Ich habe in Deiner Antwort leider nichts sinnvolles gelesen, was dem Themenstarter helfen könnte.....und das ist eigentlich der Sinn eines Foruns.....Austausch und Hilfe.

So ist es zumindest in dem Forum, in dem ich fast 15 Jahre Moderator bin....da unterstellt jedenfalls keiner jemandem den er gar nicht kennt Bequemlichkeit...

Und stell Dir vor - auch wenn Leute wie ich aus Bequemlichkeit keine Tiere halten sollten....vor lauter Bequemlichkeit habe ich an einem Tag über 600 km zurückgelegt,um ein Kaninchen zu retten...und habe 800 Euro dafür auf den Tisch der Klinik gelegt.

Suse




Gesperrt
 
Registriert seit: 03.07.2015
Beiträge: 5.334
Terry ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Geschrieben am 30.07.2020, 23:01

Zitat:
Zitat von Tintenherz Beitrag anzeigen
Das ist echt harsch, dass du jemandem, der eh schon so leidet, das ins Gesicht knallst. Ich verstehe die Situation sehr gut.
Das ging zu null Prozent gehen Dich oder den TE, sondern war ausschließlich gegen den „Tipp“ von @Sannchen gemeint, was man auch anhand des Zitates sehen kann.

Und ja, ich stand auch schon unzählige Male vor einer solchen Entscheidung, aber bei mir blieb nie ein Tier alleine, egal wie alt oder krank es war.
Und wenn ich die Option „Leihkaninchen“ gezogen habe, hauptsächlich jedes Tier durfte bis zum Schluss in Gemeinschaft leben!

@Sannchen hat eben „empfohlen“ das Tier ggf. bis zum Schluss alleine leben (vegetieren?) zu lassen. Ausschließlich darum drehte sich meine Aussage!

Mit keinem Wort bin ich in diesem Fall auf die Situation des TE eingegangen, sondern ausschließlich auf diesen „Tipp“ von @Sannchen
Zitat:
Ich glaube ich würde - wenn die beiden nicht mehr sind - Mori alleine bei mir lassen.Man soll es ja eigentlich nicht.....




Kaninchen
 
Registriert seit: 05.06.2012
Beiträge: 2.923
Rakete befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 31.07.2020, 00:10

Hallo Ranmaru

Ich kann es nachvollziehen, dass man sehr stark an Kaninchen hängt, für sie man so lange gekämpft hat und auf vieles (wie Ferien etc.) verzichtet. Und täglich mit dem Tod vor den Augen kämpft.

Bei mir ist es zwar nur 1 Kaninchen über so lange Zeit, aber selbst das hat mich neben der Arbeit letztes Jahr am Rande eines Burnouts getrieben. Mit 2 großen OP's bin ich aufgrund Alter&Schnupfen ein hohes Risiko eingegangen, aber sonst hätte es nur Einschläfern gegeben. Auch betreffend Schnupfen habe ich jetzt alles eingestellt und mich entschieden, aktuell nichts mehr groß zu machen und sollte es schlimm werden, sie rechtzeitig gehen zu lassen. Aktuell zumindest habe ich meinen inneren Frieden dafür gefunden.

Bei Schnupfen ist für mich ein wichtiges Kriterium für das Einschläfern akute Atemnot. Ich stelle mir das (auch persönlich für mich) schlimm vor und möchte dies auch nicht nochmals bei einem Kaninchen erleben müssen.

Ewiges Päppeln und mehrfach tägliche Therapien für längere Zeit ohne wirkliche Erfolgsaussichten ist auch für das Tier (nebst dem körperlichem Leiden) mit sehr viel Stress verbunden.

Wenn ich Deine lange Liste an Therapien durchlese inkl. allen Symptomen:
ich persönlich könnte das psychisch gar nicht verkraften und denke (zumindest gemäß Deinen Beschreibungen), dass Du Ihnen keinen Gefallen damit machst.
Für mich ist es schlimm, wenn ich ein Tier leiden sehe, aber vielleicht ist meine Schmerzensgrenze da auch nicht sehr hoch... Trotzdem kann ich verstehen, dass die eigenen Gefühle da mit hinein fließen. Leider heißt lieben aber auch rechtzeitig loszulassen. Ich hoffe, Du findest Deinen inneren Frieden.

Betreffend Mori:
Ich habe selbst erlebt, dass es falsch war, ein krankes, altes Kaninchen aus seiner Umgebung zu entreißen und zu vergesellschaften. Der Zustand des Übernahmetieres verschlechterte sich durch den Stress so rapide, dass ich nach 3 Wochen nur hoffte, dass es für's Erlösen noch reicht. Ich hatte zu lange gewartet und die unbekannte Situation falsch eingeschätzt und der (angeblich erfahrenen) Vorbesitzerin vertraut. Gerade Stress kann da den Rest geben und Krankheiten wie Schnupfen und EC massiv verschlechtern. Und leider kommt diese Kombi im hohen Alter gehäufter vor!

Daher:
lass Mori in seiner gewohnten Umgebung und ausnahmsweise auch alleine. Die Lebenserwartung dürfte auch kaum noch viel höher ausfallen (auch wenn meine Arbeitskollegin ein 16 Jähriges Kaninchen mal hatte).
Bei allen anderen Alternativen besteht die Möglichkeit, dass es sein Leben vorzeitig oder sofort beendet. Und das wäre dann bestimmt noch schwerer zu verkraften...

Ich hoffe für Dich, dass Du für Dich passende Entscheidungen treffen und zur Ruhe kommen kannst!

Liebe Grüsse, Moni



marinahexe, Benny92, Tamou and 4 others like this.

Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 28.06.2020
Beiträge: 52
Sannchen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 31.07.2020, 07:38

Theresa - ich sehe an Deiner Antwort, dass Du nicht verstanden hast, um was es hier geht.

Ich vermisse immer noch eine hilfreiche Antwort für den Themenstarter.....aber jetzt sind es schon (incl. mir) 3 User, die den Gedanken nicht ganz so extrem finden,ein altes,krankes,dementes Kaninchen ausnahmsweise den Rest seines - nicht mehr ewig dauernden - Lebens,alleine zu lassen.

Wenn sich nur 5 % aller Besitzer in Iso-Haft sitzender Kinderzimmer-Kaninchen so viel Gedanken machen würden wie der Themenstarter....

Außerdem geht es darum,auch seine Meinung zu einem Thema sagen zu dürfen....in einer angemessenen Art und Weise.

Aber gleich Bequemlichkeit und "sollte gar keine Tiere halten" zu unterstellen....sorry....

Das kann man - vielleicht - sagen, wenn es sich um ein gesundes Jungtier handelt und man merkt,jemand beabsichtigt, es jahrelang alleine zu halten.

Aber selbst dann, wird solch eine Wortwahl kein Umdenken bewirken.

Suse



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Benutzerbild von -Flöckchen-
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 22.04.2019
Beiträge: 799
-Flöckchen- befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 31.07.2020, 15:26

Im Normalfall würde ich auf keinen Fall Einzelhaltung empfehlen. Aber ich muss sagen in dieser Extremsituation weiß ich auch nicht ob Mori eine VG mit einem Leihkaninchen schafft. Wenn du denkst einen Versuch wäre es wert und Mori schafft das, würde ich über ein Leihkaninchen nachdenken. Ansonsten tendiere ich auch zur Einzelhaltung bei dir selbst. Gerade wenn Mori dement ist, ist das alles eine heikle Sache. Und in wie weit Mori neue Kaninchen wahrnimmt ist dann ja auch fraglich. Wenn da ein plötzliches Leihkaninchen kommt, könnte das auch noch Krankheiten auslösen durch Stress. Es ist wirklich schwierig, weil immer im Kopf ist "Niemals Einzelhaltung,weil das Tierquälerei ist." im Normalfall immer zu unterschreiben. Aber ab einen gewissen Grad an Krankheit würde nur einschläfern oder Einzelhaltung Lösungen sein und wenn Mori noch eine gewisse Lebensqualität alleine hat, würde ich versuchen diese Zeit so schön wie möglich zu machen. Auch wenn man mir dann sagen würde ich quäle mein Kaninchen, weil ich kein Leihkaninchen hole oder es abgebe. Wenn es alleine an Lebensqualität rapide abnimmt, kann man immer noch ein Leihkaninchen probieren.



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Grüße von den Kuschelninchen Flöckchen und Aviv


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Benutzerbild von Ranmaru
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 28.11.2012
Beiträge: 95
Ranmaru befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 31.07.2020, 23:29

Vielen Dank für die ganzen Antworten
Ja, man möchte alles richtigmachen und irgendwie hat man trotzdem das Gefühl wenn man es so oder so macht ist es bestimmt verkehrt…wir wollen Ihnen so gerne helfen. Es ist schwer wenn der TA schon sagt, dass es keine Möglichkeiten mehr gibt außer Schmerzmittel.

Danke für die liebe Antwort Sannchen. Das ist hart, dass du diese Entscheidungen immer treffen musstest.
Wg. Mori überlegen wir momentan auch sehr stark drum rum…er ist so dement und es ist einfach schwer vorzustellen, dass er nochmal in einer anderen Umgebung/ mit neuen Partnern klarkommt ohne das er komplett zusammenbricht (schon allein weil er bei Stress immer Durchfall bekommt und sofort behandelt werden muss) . Und wir wissen zu 100% dass man Kaninchen nicht alleine halten soll. Wir wissen wie sie sich liebhaben und kuscheln und füreinander da sind, aus Jahrelanger Erfahrung. Aber ich frag mich, wie Susannchen das auch schreibt, ob man das nicht Situationsbedingt sehen muss bei Mori. Denn wenn ich ihn weggeben soll zu einer neuen Gruppe, dann müssten wir auch noch jemanden finden der ein altes/schwaches und pflegebedürftiges Kaninchen aufnimmt, wo er nicht gequält oder einfach aufgegeben wird, weil man keine „Lust“ hat, sich für ihn einzusetzen. Und ich geb den kleinen nicht an irgendwen, denn ich nicht kenne, wo sowas passieren könnte. Dann leidet er nämlich extrem und das bricht mir das Herz. Das wäre für mich der komplette Horror. Wir würden seine neuen Herrchen ja überhaupt nicht kennen und was wirklich dort und mit ihm dann passiert. Er hatte vor uns keine so guten Erfahrungen und ist nun schon 7 Jahre bei uns. Mittlerweile ist Mori 14 Jahre alt. Die meiste Zeit des Tages ist er abwesend und weiß nicht so recht was los ist, außer wir kuscheln ihn oder die anderen. Er ist so ein lieber alter Kerl.


An Terry: Unter Bequemlichkeit, so wie du das andeutest, klingt das irgendwie so, dass es für mich Bequem ist mein Tier zu behalten, da ich zu „faul“ wäre, mich um richtige Umstände für ihn zu bemühen, bei denen ich als guter Halter, natürlich weiß, dass ein Partnertier super wichtig für ihn ist und ich ihn abgeben müsste. Ich würde Mori aber nur weggeben, wenn ich wüsste, dass alles perfekt für ihn wäre, dass er gut aufgehoben wäre und er körperlich und mit den neuen Partnertieren und Umgebung klarkommt. Ich habe kein Problem damit zu recherchieren ob es jmd. Gäbe, aber ich sehe auch situationsbedingt, wie grausam es wäre ihn hier mit dieser starken Altersschwäche auch noch rauszureißen. Dann verliert er nicht nur demnächst Schnuu, Jet Li sondern auch seine geliebte Umgebung, seine Kuschelecke, und auch uns. Und mit Bequemlichkeit assoziiere ich als Kaninchenhalter was anderes, als Mori jeden Tag 1 Stunde durch einen verklebten Haare Prozess zu kämen/quälen und zu pflegen, ihm Medis zu geben und mit Brei zu päppeln. Aber wir tun das gerne für ihn/mit ihm um ihm zu helfen und haben ihn unendlich lieb. Bequem wäre, kalt und hart gesagt, ihn einfach wegzugeben. Aber dann wären ich und mein Mann die herzlosesten Menschen. Denn er ist ein Familienmitglied. Das wollte ich nur dazu sagen. Ich hoffe es kommt nicht falsch rüber, bei dieser schwierigen Thematik.

Tintenherz: Das mit dem Leihkaninchen ist eine interessante Idee. Wir müssten sie aber dann auch wieder neu vergesellschaften oder? Geht das mit so einer starken Demenz? Wie geht es dann am Ende dem Leihkaninchen damit, wenn man es wieder abgibt? Hat da jmd. Vllt schon Erfahrungen gesammelt? Sorry, ich mach mir immer viel zu viel Gedanken…
Wg. Einschläfern, bei Schnuu habe ich das Gefühl sie will und kann noch, aber seit gestern atmet sie stärker und hat vermehrt Herzrasen. Ist auch wieder umgefallen, aber von selbst hochgekommen. Jet Li isst immer noch nicht wirklich besser, selbst den Brei. Werde ihn wieder wiegen und mal sehen wie es aussieht. Er will denke ich, aber kann aufgrund der Zähne nicht…der arme kleine…

Danke Pollybrow, dazu tendieren wir, wie gesagt mittlerweile auch innerlich und eure Antworten helfen uns sehr. Wir wollen, dass es ihm auf jeden Fall gut geht. Auch wenn er schlimmstenfalls dann für eine Zeit alleine sein wird. Im Stich lassen, ist für uns keine Option. Seine Demenz ist sehr heftig. Wenn ich ihn nur auf meine Beine setze für Medis & pflegen, schläft er sofort wieder ein. Ab und zu kuckt er sich um und dann ist er schon wieder weg. Sehr selten registriert er, dass was passiert, ganz plötzlich, dann kriegt er kurz Angst und beruhigt sich wieder. wenn er rumsitzt, starrt er fast den ganzen Tag Wände/Futter/JetLi/Schnuu an mit gesenktem Kopf. Dort wacht er auch nur gelegentlich auf und wenn er nicht weiß wo er ist, rennt er kurz im Kreis bis wir ihm helfen oder JetLi/Schnuu, dann ist wieder alles gut.
Das mit dem Tumor klingt sehr sehr hart, dass tut mir sehr leid dass du da durchmusstest.



Ich wünschte ich würde es spüren ob es nur noch Quälerei ist, es ist so schwer, wenn sich die Krankheiten schleichend dahinziehen und Kaninchen können Schmerzen so gut verstecken…selbst wenn die TA sagt, das und das ist nicht mehr gut, als Mensch sieht man z.B. bei Schnuu, sie isst und kuschelt mit den anderen und mit uns usw. Da fällt diese Einschätzung irgendwie so ultra schwer...


Danke Susannchen fürs Verteidigen, das ist sehr lieb von dir und Respekt, dass du das für das Kaninchen durchgezogen hast.


Danke Rakete, das hat uns sehr geholfen. Ja, uns treibt es auch oft an eine innere Grenze. Es ist schmerzhaft und traurig zum einen Zuzusehen und dass alles hinzubekommen. Persönlich ist es für mich sehr hart, da ich letztes Jahr bereits mein Studium wg. der OP sein lassen musste, da genau am Start das Nierenversagen losging und er mich von früh bis Abend gebraucht hat mit zum TA, in die Klinik, Nachversorgungen. Jetzt ist es wieder kurz vor Beginn, und ich habe eine Ausbildungsstelle bekommen, und jetzt geht es wieder extrem rund. Vermutlich bin ich deswegen auch so ein bisschen am Rand und so verzweifelt. Mein Mann und ich haben schon einen Plan wie wir die Pflege einteilen und es unter einen Hut kriegen. Er ist Lehrer und jetzt mit Corona hat er auch viel Online momentan, also wir schaffen es schon, aber es ist trotzdem viel. Das mit dem Burnout verstehe ich gut, wir waren auch oft schon sehr kaputt dadurch. Atemnot fände ich auch ultrafurchtbar. Das macht uns bei Schnuu sorgen und bei Jet Li wg. dem Schleim, wenn er pfeift und schnarcht. Ich danke dir für deine Bewertung der Situation. Es tut wirklich gut von einem Außenstehenden der auch sowas erlebt hat eine Meinung zu lesen. Ja, das ist glaub ich das Grundproblem, man müsste das alles komplett objektiv betrachten und die Gefühle dafür abschalten. Dann könnte man die Situation wg. der Schmerzen/Leiden besser bewerten und damit leichter den inneren Frieden machen und sie ziehen lassen. Danke, für deine Einschätzung bezüglich Mori


Danke Flöckchen für deine Antwort. Ja, so wie ich Mori einschätze, würde er ultraschwer mit sowas umgehen können. Ich frag mich selbst bei einem Leihkaninchen ob er es noch als neu wahrnehmen würde oder ob er einfach nur den Kopf hebt und ihn dann wieder absenkt. Wenn er das tun würde, wäre die Frage, wie es dem Leihkaninchen damit gehen würde, dann wäre das vermutlich auch irgendwie allein. Bei der Vergesellschaftung auf neutralem Boden wäre das im Flur vermutlich schon so eine Sache wo er nur im Kreis läuft und Panik bekommt, weil er nicht mehr weiß wo oben und unten ist…“Heikle Sache“ trifft es bei ihm glaub ich ganz gut. Ich sehe das wirklich ansonsten auch wie ihr zu 100% als Tierquälerei an ein Kaninchen allein zu halten, aber er ist irgendwie so ein Spezialfall geworden.



Vielen vielen Dank für eure Antworten und dass ihr uns mit eurem Rat zur Seite steht



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Kaninchen
 
Registriert seit: 05.06.2012
Beiträge: 2.923
Rakete befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 01.08.2020, 07:44

Wenn überhaupt, dann würde ich ein Handicap oder sehr altes Kaninchen suchen. Allenfalls eine Gitter- VG machen oder fix durch Gitter getrennter Bereich ein dauerhaftes 'Zusammenleben' ermöglichen. Für letztere Möglichkeit könnte man immer noch schauen, wie Mori darauf reagiert (ob überhaupt Interesse oder Wahrnehmung da ist). Allerdings wollt ihr ja keine neuen Kaninchen...

A Propos meiner desaströsen VG, die immer noch einen sehr bitteren Nachgeschmack hat:
Das 10- jährige Übernahmetier war blind, vermutlich stocktaub und konnte sehr schlecht Hoppeln, respektive hat die Beine hinten nachgezogen. Alles verursacht durch Schnupfen und EC. Dem allen war sich die erfahrene Halterin und deren TÄ nicht bewusst (außer der Schnupfensymptomatik). Das alles hat erst meine TÄ festgestellt, weil ich den Senior wegen chron. eiterndem Auge zur Untersuchung brachte, wo vorher auch nicht richtig behandelt wurde.... Durch die VG, welche trotz Voraussetzungen noch ganz zu Beginn gut verlief, löste sich nach 2 Wochen ein akuter EC- Schub aus. Er drehte sich im Kreise, fiel ständig um und stellte zuletzt das Fressen komplett ein.




Geändert von Rakete (01.08.2020 um 07:48 Uhr).

Benutzerbild von Benny92
Kaninchen
 
Registriert seit: 03.04.2015
Beiträge: 2.281
Benny92 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 01.08.2020, 10:26

Hallo,

erstmal tut mir es wirklich wahnsinnig leid, dass ihr vor solchen schwierigen Entscheidungen steht!
Bei sowas ist es immer so schwierig, zu entscheiden was richtig und was falsch ist, und eigentlich gibt es das auch bei solchen Themen gar nicht.
Ihr habt meinen größten Respekt für die jahrelange Pflege und alles was ihr für eure Kaninchen leistet.

Zwecks Mori, würde ich ihm eine neue VG nicht mehr zumuten. Kaum eine VG verläuft komplett ohne Jagen usw. selbst wenn ich eigentlich immer das Glück hatte bisher, das nichts passiert ist und es im Gegensatz zu anderen VGs bei uns relativ mild verlaufen ist, würde ich das einem Kaninchen in dem von dir beschriebenen Zustand und auch in dem extrem hohen Alter nicht zumuten. Vlt wäre die Überlegung noch da, die anderen beiden noch so lange bis Mori stirbt schmerzfrei am Leben zu erhalten - wobei da natürlich auch die Gefahr ist, dass die Zustände der beiden noch schlimmer werden und das für die beiden dann auch sehr schlimm ist und sie dadurch leiden. Und bei Jet Li ist es ja schon sehr schlimm, wenn er trotz Schmerzmittel usw. nichtmal mehr freiwillig frisst.
Allerdings ist bei Mori ja auch nicht viel Besserung in Sicht, da du ja schriebst dass ihr ihn auch 1 Stunde am Tag pflegen müsste, er auch oft das Fressen vergisst usw. Ich hätte auch Angst, dass wenn ihr die anderen Beiden gehen lässt, er komplett eingeht, da du ja schriebst, dass er sich hauptsächlich an den anderen orientiert und ansonsten sich auch gar nicht mehr bewegen würde. Vielleicht wäre da auch der Gedanke naheliegend, ihn auch gehen zu lassen - schließlich ist er sehr alt, sehr dement und hatte ja wirklich ein wunderschönes Leben bei euch.
Falls ihr jedoch nur die anderen beiden einschläfern, würde ich ihn aufkeinenfall hergeben und auch aufkeinenfall neu vergesellschaften - beides wäre für ihn in dem Zustand unzumutbar. Dann lieber den Rest seines Lebens mit eurer Liebe und in seiner gewohnten und vertrauten Umgebung ohne zusätzlichen unnötigen Stress verbringen.



__________________
Liebe Grüße von

Besucht uns doch mal:
http://www.kaninchenforum.de/unsere-kaninchen-user-vorstellung-fotos/38773-kurti-seine-geschichte.html



Geändert von Benny92 (01.08.2020 um 10:29 Uhr).

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marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 01.08.2020, 10:52

Ich habe mich bisher hier nicht zu Wort gemeldet, weil ich in der gleichen Zwickmühle wäre wie Du.


Was man machen könnte:


- einen guten, kaninchenerfahrenen TA befragen (evtl. per email) mit der
Auflistung der Medis, die sie bekommen. Vielleicht hat dieser noch einen
Behandlungsansatz


- Mori würde ich - wenn überhaupt - nur in eine erfahrene Pflegestelle
geben, wo sich gut gekümmert wird und er noch Gesellschaft bekommt


- alternativ, wie Rakete vorgeschlagen hat, ein älteres oder Handicap-
Weibchen aufnehmen und zunächst per Gitter trennen, bis sie sich
kennengelernt haben.


Ein neues Partnertier, egal wo, würde ich vom Moris Charakter abhängig machen. Leidet er sehr, wenn er kein Partnertier hat oder würde er mit der Situation klarkommen?


Kannst mir gerne Deine PLZ schicken, dann würde ich nach einer Pflegestelle oder einem Leihkaninchen gucken. Brauch dann aber eine kurze Charakterbeschreibung von Mori.


Egal, für was Du Dich entscheidest, ich wünsche euch ganz, ganz viel Kraft.




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Ranmaru befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 01.08.2020, 11:47

Danke Rakete für deine Antwort: Gittervergesellschaftung habe ich noch nie gemacht. Ja, Mori zieht ab und an die Füsschen bisschen nach, manchmal fällt er leider auch um (zum Glück eher selten). Das tut mir sehr leid mit dem EC-Schub. Sowas kann immer so brutal und schnell verlaufen. Das ist immer so eine furchtbare Krankheit.


Danke Benny für die Einschätzung. Ja, unsere VG liefen bis jetzt zum Glück auch immer ziemlich ruhig ab. Das mit schmerzfrei am Leben halten wird denke ich sehr schwierig. Jet Li wird zwar momentan mit Schmerzmittel zugepumpt, wirkt aber ein wenig platt, da er ansonsten nur bissl was annagen kann, wg. den Zähnen. Er wurde nochmal bei unserer TA geröngt und alles untersucht, aber man kann ja gar nichts mehr machen, damit er wieder essen würde. Selbst wenn sie operiert, kann er nicht mehr essen. Und Schnuu hat seid heute morgen 7:30 nur noch Herzrasen und schnelle Atmung. Das hat gestern Abend begonnen. Wir haben ihr vorher Medis gegeben und ihren Fuss geputzt (sie ist in Kot gestiegen), da hat sie wieder den Kopf in den Nacken und das Mäulchen aufgerissen. Das alles deutet doch auf Schmerzen hin oder? Meine TA meinte letztens das mit dem Mäulchen aufreißen deutet extrem auf das Ende hin.


Ja, das haben wir uns bei Mori heute auch das erste mal überlegt beim pflegen bzgl. dem einschläfern. Er sah wieder schlimm aus wg. der Nase und allem. Als ich ihn gefüttert habe, kriegt er nicht mal richtig die Spritze in seinem Mund mit und schläft wieder weg. Wie ein kleines Baby hängt er liegend da. Das kämen kann er auch nicht leiden und ist gestresst. Manchmal fängt sein Körper an zu zittern und wenn er kurz aufwacht und merkt das das kämen unangenehm ist will er panisch wegspringen. Er liebt die anderen beiden sehr und hängt durchgehend an einem von beiden um sich zu orientieren. Das macht mir auch große Sorgen, weil er dann einen kompletten Verlust erleiden würde.


Danke Marinahexe für deine liebe Antwort. Wir sind bereits bei der kaninchenerfahrenen TA die uns hier im Forum empfohlen worden ist. Sie gibt sogar Seminare über Kaninchen und ist echt toll. Davor waren wir bei einem nichterfahrenen gewesen und das war wirklich ein heftiger Unterschied. Nun sind wir mit den kleinen schon länger Patienten bei ihr. Sie hat uns damals auch an einen Chrirugen verwiesen, der die extreme Zahnop durchgeführt hat und hat immer top nachbehandelt. Sie berät uns immer bis ins Detali was wir machen sollen. Ich weiß nicht, ob ein anderer TA in der Situation überhaupt noch irgendwas anderes tun könnte.
Ich denke schon, dass er ohne Partnertier leiden würde. Jedenfalls in seinen wachphasen. Wie gesagt, wollen wir jedoch die Kaninchenhaltung vorerst aufgeben, dass war einfach alles zu heftig und schmerzhaft in den letzten Jahren Deshalb würden wir ein neues Partnertier ausschließen. Wenn Mori nicht mehr wäre, wäre dann das neue Tier nur wiederallein und alles ginge von vorne los. Bei einer Pflegestelle hätte ich große Angst/Sorgen das er mit der neuen Umgebung/Stress nicht umgehen kann und daran stirbt.



Mein PLZ ist 82538, danke für dein nettes Angebot. Wie verläuft das mit einem Leihkaninchen? Gewinnt man das dann nicht auch total lieb und will es weiter betreuen? Wir bezweifeln leider auch das Mori noch insgesamt viel wahrnimmt, werde später mal ein paar Fotos hochladen, damit ihr einen Eindruck gewinnen könnt, von seinem dementen Verhalten.

Vielen Dank für eure fürsorglichen Antworten, ihr seid so ein tolles Forum




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marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 01.08.2020, 12:57

Ja, es besteht die Gefahr, dass man ein Leihkaninchen liebgewinnt.


Aber vielleicht wäre das eine Möglichkeit:
https://www.kaninchenforum.de/plz-8xxxx/48042-3-kaninchen-brauchen-hilfe-dringender-umzug.html#post1218738


Wo genau das ist, müsstest Du erfragen. Die Tiere sind älter und wenn das zusammen nicht klappt, könntest Du 2 Gruppen nebeneinander halten und das Spreizbeinchen zu ihm setzen.



Nur so eine Überlegung, die vielleicht euch beiden hilft.




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Geschrieben am 01.08.2020, 14:35

Mal eine andere Frage die ich mir gerade stelle.

Vorabgeschickt - ich frage wirklich aus Interesse weil mir das gerade durch den Kopf geht und möchte kein "Streitthema" daraus machen.

Aber.....die Situation ist ja -Kaninchen,14 Jahre,dement,krank, 1 Stunde am Tag "wach".

Jetzt angenommen man setzt ein Leihkaninchen dazu,weil man sagt, die dürfen unter keinen Umständen - auch nicht in diesem Fall - alleine bleiben.

Ist es für das Leihkaninchen o.k.einen Partner zu haben, von dem es an sich nicht "viel hat" ? Meine beiden machen z.B.alles zusammen.....die sitzen sogar zu zweit in der Toilette,fressen nur zusammen usw.

Ich hoffe Ihr versteht was ich meine....das interessiert mich ehrlich,weil ich ja selbst mal in die Situation kommen kann und mir das gerade so eingefallen ist zu dem Thema.

Suse




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Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 01.08.2020, 15:58

Zitat:
Zitat von Sannchen Beitrag anzeigen
Mal eine andere Frage die ich mir gerade stelle.

Vorabgeschickt - ich frage wirklich aus Interesse weil mir das gerade durch den Kopf geht und möchte kein "Streitthema" daraus machen.

Aber.....die Situation ist ja -Kaninchen,14 Jahre,dement,krank, 1 Stunde am Tag "wach".

Jetzt angenommen man setzt ein Leihkaninchen dazu,weil man sagt, die dürfen unter keinen Umständen - auch nicht in diesem Fall - alleine bleiben.

Ist es für das Leihkaninchen o.k.einen Partner zu haben, von dem es an sich nicht "viel hat" ? Meine beiden machen z.B.alles zusammen.....die sitzen sogar zu zweit in der Toilette,fressen nur zusammen usw.

Ich hoffe Ihr versteht was ich meine....das interessiert mich ehrlich,weil ich ja selbst mal in die Situation kommen kann und mir das gerade so eingefallen ist zu dem Thema.

Suse

Man steckt nicht drin und kann es daher nicht genau sagen. Aber ich denke, kuscheln und Öhrchen lecken wird er auch wahrnehmen und genießen. Vielleicht fordert ihn die neue Situation dann auch heraus und er ist wieder mobiler und länger wach.


Mein Lino ist 10 Jahre alt, auch dement und hat starke Arthrose. Er ruht auch sehr viel. Er und Felix leben bei mir im Wohnzimmer, 3 andere Kaninchen in der Küche. Bei uns sind die Türen fast immer auf. So kommt zwischenzeitlich Keks aus der Küche und wirbelt regelrecht durchs Wohnzimmer und macht den beiden Beine. Ich lass das zu, so lange es geht. Wenn ich merke es wird Lino zu viel, bring ich Keks wieder rüber. Kurze Zeit später macht sich Lino dann auf den Weg Richtung Küche, bleibt aber an der Tür sitzen und traut sich nicht weiter. Vielleicht beeindruckt in meine Lady mit ihren 7-8 kg. Ich weiß es nicht. Von meinen Tieren würde nur Keks ohne Partnertier kein Problem haben.



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Rakete befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 02.08.2020, 09:09

Zitat:
da hat sie wieder den Kopf in den Nacken und das Mäulchen aufgerissen. Das alles deutet doch auf Schmerzen hin oder?
Das ist akute Atemnot! Soweit würde ich es bei Meinen gar nie kommen lassen und für mich wäre spätestens dann Schluss, davon habe ich geschrieben. Kaninchen sind Nasenatmer. Reißen sie das Maul auf, dann kriegen sie keine Luft mehr. Sowas ist allgemein bekannt, erst recht wenn man Schnupfer hat...?

Meine Seniorin stand einmal kurz davor, dass Maul aufzureißen... sie war die ganze Nacht panisch: die Augen waren aufgerissen, sie hat massiv geröchelt und ist dazwischen panisch herum gerannt.

Das andere Kaninchen hatte einen akuten Schub (ohne vorher je Schnupfen gehabt zu haben) und war auch einen Schlag nicht mehr ansprechbar. Zwischen Hecheln hat es angefangen, das Maul aufzureißen. Ich bin dann gleich in die Klinik und er bekam zusätzlich 3 Tage lang dort Sauerstoff verabreicht.

Wieso bist Du Dir überhaupt so sicher, dass Mori kein EC hat?
War der EC- Titer negativ oder hast Du darauf schon mal erfolglos behandelt?
Es gibt sehr selten EC- Kaninchen mit einem negativen Titer, man kann das so nicht ganz zu 100% ausschließen. Und chron. EC über Jahre hat sehr vielfältige Symptome. Natürlich kann in diesem extrem hohen Alter zwangsläufig Arthrose hinzu kommen. Das macht es sicherlich schwierig zu differenzieren.




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Ranmaru befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 02.08.2020, 17:55

Das haben wir nicht gewusst mit der Atemnot. Wir wussten dass sie primär immer durch die Nase atmen. Die TA meinte das mit dem Mäulchen deutet akut auf das Ende hin. Schnuu atmet ansonsten immer ganz normal (das schnelle atmen von gestern ist auch wieder weg gegangen) und ansonsten ist ihr verhalten auch normal. Sie hatte das jetzt insgesamt ca. 3 mal nur wenn wir sie schlimm putzen mussten (wg. einurinieren/kot gestiegen) oder krallen schneiden. Ansonsten hatte sie nie sowas (zum Glück) Also sie verhält sich nicht wie deine Seniorin, panisch, röchelnd usw. Sie ist ansonsten ganz normal abgesehen von der Arthrose und dem Auge. Deswegen sind wir so erschrocken. Sie ist auch keine Schnupferin. Das hat nur Mori und Jet Li auf einer Seite wg. dem Zahn.



Mori hat bis vor ca. 1 1/2 Wochen noch die volle 28Tage E.C. Kur durchgemacht (AB, Panacur,VitaBKomplex), weil wir zusammen mit der TA auch den Verdacht eines Schubs hatten. Mit E.C. infiziert sind leider alle, aber keiner der drei hatte je einen Ausbruch. Nur Bruce, Jackie und Brownie damals. (unsere bereits verstorbenen Kaninchen)



 
 
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