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Nachwuchs, AusbauSchönen guten Abend! Kurz zu mir: Ich war vor 10 Jahren schon einmal in diesem Forum -> deshalb der Name. Ich bin absolut für artgerechte Haltung und gegen sinnlose Vermehrung egal welcher Tierart. Außerdem funktioniert leider die Suchfunktion nicht, deshalb konnte ich nur wenig vorher nach ähnlichen Themen recherchieren. Hintergrundinformationen: Ich hatte vor vielen Jahren Kaninchen und auch ein sehr großes Gehege hinterlassen (über 60 m^2). Aktuell sind dort die Kaninchen meiner Schwester (12 Jahre). Ich wohne auch in dem Haus und habe einen kleinen eigenen Garten auf meiner Seite. Mein Vater hat nichts mit den Tieren am Hut, meine Mutter ist zu unorganisiert, generell gibt es wenig Gefühl für wichtige Dinge und artgerechte Haltung, sodass es zu folgenden Situationen kam: aus 3w und 1m wurden nach zwei Maligen Wurfgenerationen 21 Tiere. Ja ich habe meine Meinung dazu gegeben und das nicht zu freundlich. Außerdem immer wieder zur Kastration gedrängt (männliche Tiere wurden getrennt gehalten aber im gleichen Gehege). Ein paar wurden kastriert, 3 fehlten noch. Am 22. Juni waren die männlichen Tiere bei den weiblichen für circa 3 Stunden. Meine Reaktion könnt ihr euch vorstellen... angeblich sind sie abgehauen, ich glaube aber nicht an den Zufall … Ich habe einige Stunden gebraucht um mich abzureagieren und schließlich entschieden das Ganze selbst in die Hand zu nehmen. Ich habe heute mit dem Tierarzt telefoniert, ab wann er eine Trächtigkeit feststellen könnte. Er sagte ab knapp 3 Wochen, daher dachten wir an den 10.07. Nun zu meinen Plan, bei dem ich auf Antworten und Verbesserungen von euch hoffe: Meine Idee war es meinen Garten auch zum Gehege umzubauen. Ich würde mit den weiblichen Tieren zum Tierarzt gehen und die eventuellen trächtigen Tiere von den anderen Tieren trennen. Aktuelle sind mehrere Tiere nachts in einem Käfig und werden dann morgens in das Gehege gelassen. Ich kann aber auf keinen Fall werfende Tiere in einem Käfig halten oder? Demnach würde jedes tragende Kaninchen bei mir (damit meine Schwester sich davon fern hält) einen eigenen Käfig bekommen mit eigenem Auslauf neben den anderen tragenden Tieren. Wenn die Jungen nicht mehr gesäugt werden, würde ich über gehen in ein gemeinsames Gehege (also alle Mütter und Jungen in ein Gehege) und zwei Wochen vor der Geschlechtsreife (also mit 10 Wochen) würde ich die männlichen Tiere alle bei mir lassen und alle weiblichen in das große Gehege bei meinen Eltern setzen. Ich hatte bisher eigentlich immer die Erfahrung gemacht, dass sich sozialisierte Tiere in großen Gruppen sehr gut vertragen, habe aber gelesen das männliche Tiere früh kastriert werden sollte. Dadurch würden sie ruhiger und weniger aggressiv werden? korrekt? In welchem zeitlichen Raum müssten sie kastriert werden, damit ein positiver Effekt erzielt wird? So noch zu meinem Gehege. Ich könnte es um einige Meter erweitern, wenn ich Zypressen mit einzäunen dürfe. Diese sind ja bekanntlich giftig. Ich habe aber auch schon gelesen, dass Kaninchen da nicht dran gehen, wenn sie nicht hungern müssen. Wie sieht da eure Empfehlung aus? Ich finde meinen Plan ehrlich gesagt nicht optimal, mir fällt aber auch nichts besseres ein. Deshalb freue ich mich über Verbesserungen und Ideen jeglicher Art.
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| Das ist mir schon bewusst. Dennoch bleiben ja meine Frage offen? Oder sprichst du davon die tragenden Tiere in den Tierschutz zu geben? In dem Fall wäre doch das Stresslevel extrem hoch?
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Ich wollte nur sichergehen, ob du weißt was ungefähr auf dich zukommt. Wenn du das finanziell und platzmäßig geregelt bekommst, musst du sie natürlich nicht in den Tierschutz abgeben. Würdet ihr denn alle behalten wollen? Ihr hättet immerhin um die 70 Kaninchen hinterher. Und die müssen ja alle 70 nicht nur einmal geimpft werden sondern regelmäßig. Immerhin bräuchtet ihr nicht alle mit Einzeldosen impfen, aber trotzdem. Also in Käfige sperren würde ich die Häsinnen nach Möglichkeit nicht. Aber alle zusammen in ein neues Gehege eher auch nicht. 10 trächtige Häsinnen, die alle ihr Wurfnest verteidigen wollen und in neuer Umgebung auch evtl noch die Rangordnung neu auskämpfen stelle ich mir auch als explosive Mischung vor mit viel Streß für die Tiere. Erstmal würde ich die Häsinnen wohl im alten großen Gehege lassen und da beobachten. Die Rammler würde ich kastrieren lassen und in den anderen Garten holen. Da aber dann in einem gemeinsamen Gehege lassen, da sie sich ja bisher auch scheinbar verstanden haben. Oder sitzen die einzeln? Und die Kastraten? leben die aktuell mit den Häsinnen oder den Rammlern zusammen? Warum sind manche Tiere nachts in Käfigen und nur tagsüber in der Gruppe im Gehege? Geändert von Polly8 (01.07.2020 um 09:59 Uhr).
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| Guten Morgen, vielleicht habe ich es falsch verstanden, aber: Die Kaninchen gehören dir doch gar nicht? Und ich lese nichts davon, dass du das irgendwie mit der Familie absprechen willst, klingt eher nach Nacht-und-Nebel-Aktion. Wenn dem so wäre, fände ich das, nunja, " juristisch schwierig". Grüße S.
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Ja, dieser Aspekt kommt natürlich auch noch dazu. Allerdings kann man ja nicht tatenlos dabei zusehen, wie die sich immer weiter vermehren. In dem Fall, falls der Rest der Familie mit ihren Plänen nicht einverstanden sein sollte eindeutig ein Fall fürs Veterinäramt, spätestens wenn die Kleinen auf der Welt sind und der Bestand dann auf ca 70 Tiere angewachsen ist.
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| @Polly8: Ja, das sehe ich schon auch so. Aber es ist vermutlich eh abgesprochen, ich denke, dass das für IchliebeChip nur so klar war, dass sie/er es gar keiner Erwähnung für wert befunden hat. S.
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| Ich bin mir leider absolut bewusst, dass könnt ihr mir glauben. Also nochmal zur Situation: In dem großen Gehege stehen Ställe, in denen die Tiere Nachts kommen. Es sind auch zu wenig (da bin ich dran). Dementsprechend sind es immer andere Konstellationen in denen sie die Nacht verbringen. Die Rammler verstehen sich alle. Die Kastraten sind aktuell bei den Häsinnen. Das Ganze läuft tatsächlich auch harmonisch ab. Je nach Anzahl der trächtigen Häsinnen ändert sich natürlich der Plan, deshalb wäre es für mich wichtig zum Tierarzt zu kommen. Wenn es viele sind macht es natürlich wenig Sinn, dass sie umziehen. Wobei ich sie natürlich lieber bei mir hätte, da dann meine Schwester nicht rumfuscht. Ansonsten hatte ich angedacht, dass die Häsinnen zu mir kommen und jeder seinen eigenen Nacht-Stall (kein 0815 Stall!) erhält und von morgens bis abends entweder 1. einen eigenen Freilauf erhält neben den anderen Müttern oder 2. einen gemeinsamen Auslauf erhält mit den Müttern (wie sieht das aus, kann das ein Problem sein, wenn die anderen zu den unterschiedlichen Jungen können??) Natürlich würde ich je nach Nachwuchs auch nach neuem Zuhause schauen, auf der Seite von unserem benachbarten Tierheim kann man soweit ich weiß auch sie dort rein setzen. Dennoch kann ich ja nicht damit rechnen das alle direkt ein artgerechtes Zuhause finden, deshalb der gedachte Umbau. Du kannst ja nochmal schreiben, wie du es unter den Begebenheiten am sinnvollsten findest.
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Nein das passiert nicht in einer Nacht und Nebelaktion. Es ist super schwer zu erklären wie wir aufgestellt sind. Also meine Familie sind absolut keine Unmenschen. Wir sind auch nicht arm, sodass das Tierwohl gefährdet sein muss. Tiermäßig sind aber (wenn auch sonst Akademiker) alle ziemlich blauäugig. Mein Vater interessiert sich nicht dafür. Meine Mutter versucht immer das Beste draus zu machen hat aber mit Arbeit und allem so viel zutun, dass die Tiere nicht Priorität 1 sind und demnach Gedanken des Kastrierens etc. wirklich VERGESSEN werden. Demnach wird die Oberhand meiner Schwester gelassen - wodurch natürlich das passiert was passiert. Demnach wenn ich sage so wird das gemacht, kommt da auch kein Gegenwind. Also kein juristischer Fall. Sie würden Tiere auch abgeben, so ist es nicht. Dennoch muss ja an anderen Stellschrauben angefangen werden. Ich habe lange nicht dort hingeschaut, sodass ich nicht früher eingegriffen habe. Als ich das Ganze mitbekam waren es schon 21 Tiere. Ich bin also an allem dran. Gebe mein Bestes, habe aber mit meiner Uni und meinen Tieren natürlich auch viel um die Ohren, sodass es auch mal sein kann, dass ich Alternativen etc. übersehe und deshalb in diesem Forum schreibe.
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| Um Kaninchen artgerecht zu halten solltet ihr ein Gehege bauen, in dem sie auch nachts den Auslauf bekommen, der ihnen zusteht. Artgerecht bedeutet 24h am Tag 6m² Grundfläche für zwei Kaninchen und für jedes weitere + 20% Grundfläche. Wenn das platz- oder kostentechnisch nicht möglich ist, solltest du die Tiere abgeben. So vielen Tieren in kurzer Zeit gerecht zu werden wird mit Sicherheit ein riesiger Aufwand wenn nicht sogar unmöglich.
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Also ich würde wirklich schnellstmöglich Kontakt mit einer erfahrenen Pflegestelle oder Tierheim in der Nähe aufnehmen. Nicht direkt zum Abgeben, aber damit du jemand Erfahrenen vor Ort hast, der dir zur Seite steht. Denn abgesehen von den ganzen Kosten, die auf dich zukommen in den nächsten paar Monaten und ich würde da mal von ca 5000 Euro ausgehen, für TA (Frühkastrationen, Impfungen) und Bau mehrer Gehege und sicherer Umbau des 60qm Geheges, können ja auch noch ganz andere Probleme auf dich zukommen. Eine Häsin stirbt evtl bei der Geburt oder kümmert sich nicht um die Kleinen usw usw. Geändert von Polly8 (01.07.2020 um 10:53 Uhr).
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| Einer 12jährigen unkastrierte Rammler zu überlassen finde ich recht unveratwortlich. Sind die Tiere inzwischen kastriert? Ich finde es super, dass du dich jetzt so einsetzen möchtest. Bitte versteh mich nicht falsch, wenn die Worte hier etwas hart klingen aber bei 70 möglichen Tieren habe ich sofort Bilder von animal hoarding vor Augen.
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Ich habe schon einiges Organisiert, habe da gute Kontakte. Es weiß ja noch Niemand wie viele letzten Endes tragend sind. Meine Gegebenheiten sind zu diesem Zeitpunkt dann fertig, sodass sie ab dem Punkt umziehen können. Sind es mehr, dann werde ich mich an Hilfe wenden - aber ich brauche dann ja auch konkrete Angaben, da muss ich ja noch auf den Tierarztbesuch warten.
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Ich glaube dir, dass du wirlich gute Absichten hast. Fühl dich nicht angegriffen. Aber ich weiß nicht, ob du das allein schaffen kannst. Ich würde es auch nicht schaffen, gebe ich ehrlich zu. Evtl 50 Jungtiere, etwa zeitgleich in ca2 Wochen das ist eine ganz schöne Hausnummer.
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Moment es sind aktuell 20 bei ÜBER 60 m^2 - das ist ja noch ein wenig davon entfernt.
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Dann drücke ich mal die Daumen, dass ihr ganz großes Glück hattet und evtl nur 2 oder 3 Häsinnen tragend sind. Aber ab dem TA Besuch hast du nur noch ca 7 Tage Zeit für weitere Vorbereitungen. Mir wäre da ziemlich mulmig insgesamt.
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| Ich hab's mal ein bisschen zerpflückt, sorry ![]() Zitat:
Theoretisch musst Du die trächtigen Tiere nicht alle einzeln setzen. Die Tiere können auch in der Gruppe werfen. Zitat:
Man sollte nie ein Kaninchen in einem Käfig halten, auch nicht nachts. Und trächtige schon gar nicht. Zitat:
Wie gesagt, a) musst du sie nicht trennen (außern von den Unkastrierten Rammlern) und b) kannst du sie auch nachts nicht in Käfige stecken, immerhin brauchen sie Platz um ihren Jungtieren auch auzuweichen. Zitat:
Die männlichen Tiere musst du mit 10 Wochen nicht einzeln setzen sondern im Idealfall lässt du sie dann frühkastrieren (bis 12 Wochen) und sie können bei ihrer Familie bleiben. Zitat:
Frühkastration bis 12 Wochen, dann musst du sie auch gar nicht erst trennen. Zitat:
Im Idealfall sollte das Gehege entsprechend groß und gesichert sein, damit die Tiere 24h ausreichend Platz haben - Ställe, auch Nachts, sind zu wenig Platz. Zitat:
Kaninchen können auch gut in der Gruppe werfen. Was für Ställe sollen es denn sein? Sie sollten mindestens 3m² pro Tier haben, mit Jungtieren natürlich nochmal mehr, und natürlich auch entsprechend raubtiersicher.
__________________ GESTERN warst Du noch bei uns, mit Deinem Lachen, mit Deiner Freude, mit Deinen Worten. HEUTE bist du bei uns, in unseren Tränen, in unseren Fragen, in unserer Trauer. MORGEN wirst du bei uns sein, in Erinnerungen, in Erzählungen, in unseren Herzen.
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