Oder neu anmelden!

 
Zurück   Kaninchenforum - Das Kaninchen Forum Online > Kaninchen Forum > Kaninchenhaltung & Allgemeines
Willkommen bei Kaninchenforum - Das Kaninchen Forum Online.

Du schaust Dir das Kaninchen-Forum gerade als Gast an, und kannst noch nicht alle Funktionen nutzen.
 

 
Hier kannst Du Dir jetzt kostenlos einen Benutzernamen auswählen.
(Als angemeldeter Kaninchenforum-Benutzer siehst Du diese Box nicht!)


Übergewicht auf Kaninchen Forum

Like Tree14Likes

Antwort
 
Themen-Optionen Thema durchsuchen Ansicht

Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 23.07.2019
Beiträge: 70
Jusi befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 18.06.2020, 16:24

Übergewicht


Hallo, ich bräuchte mal wieder einen Rat und fasse noch mal zusammen, was bisher geschah...


Vor einem Jahr haben wir uns ein Pärchen aus dem TH geholt; nach vier Monaten ist das Weibchen zwei Wochen nach der Kastration durch einen Darmverschluss verstorben. Eine Woche später, also vor ca. 7 Monaten, haben wir ein weiteres Weibchen aus dem TH geholt, das geschätzt 2 Jahre alt ist (das Männchen ist geschätzt 3,5 Jahre alt).



Die Vergesellschaftung war etwas angespannt, aber nach drei Wochen waren die beiden unzertrennlich. Insgesamt hatten wir ca. einen Monat "Ruhe", und dann begannen die Probleme, und zwar bezogen auf die Verdauung des Weibchens:


Sie war schon etwas moppelig, als sie zu uns kam, aber in den 7 Monaten hat sie tatsächlich 1 kg zugenommen. Parallel begleitet sie ein fast tägliches Bauchgluckern, das sie mal mehr, mal weniger zu stören scheint. Wir haben "alles" untersuchen lassen (in einer wirklich guten Praxis): EC; mehrere Sammelkotproben; Blutbild; Urin; Röntgen Schädel und mehrmals Bauch; mehrmals Ultraschall Bauch und Herz (sie hat eine Herzerkrankung).


Die Ergebnisse waren immer so, dass sie das Gluckern hätten erklären können (mal Hefen, mal eine Kolitis, mal die Herzdiagnose, mal Würmer), und jedes Mal dachte man: Jetzt haben wir die Ursache. Das Gluckern ging aber immer weiter, ebenso ihre Gewichtszunahme. Der Stuhl sieht normal aus.


Die Ernährung besteht - bisher - aus Kräutern, Endiviensalat, Möhrengrün, Löwenzahn, Stangensellerie und Kohlrabiblättern.



Die Gebärmutter war häufig (dauerhaft?) entzündet, und so wurde sie vor zwei Wochen kastriert. Die Erholungsphase war (ist?) lang; körperlich ist alles rasch verheilt; die Narkose hat sie gut überstanden. Allerdings hat sie wohl durch das Zufüttern (sollten wir so machen) Blasengries bekommen und musste (das dritte Mal innerhalb weniger Wochen) stationär zum TA.



Seit der Kastration ist sie sehr ruhig und liegt viel herum (offiziell haben die beiden tagsüber fast in der gesamten Wohnung Auslauf; nachts (von 0 Uhr bis 6 Uhr) nur im 20qm-Wohnzimmer).


Sie war bis gestern sehr gestresst vom Männchen, das sie immer beschnuppern wollte und auch manchmal leicht "gejagt" hat, aber seit gestern putzen sie sich gelegentlich wieder.



Jetzt die eigentliche Frage: Ich weiß nicht, wie genau ich das mit dem Abnehmen (sie sollte in einem halben Jahr ein Kilo loswerden laut TÄ) hinbekommen soll, da sie sich so wenig bewegt (vielleicht wegen des Übergewichts und auch durch die Veränderung durch die Kastration). Ich freue mich so, dass sie ca. 1,5 Wochen nach der OP endlich wieder angefangen hat, normal zu esssen, ohne zugefüttert werden zu müssen, aber ich hab Angst, dass, wenn ich es ihr nicht "hinterhertrage", die Verdauung erliegt.



Deshalb funktionieren Anregungen wie "Futter verstecken" nicht; sie lässt es dann einfach liegen und ist lediglich auf Sonnenblumenkerne versessen, die ich aber besser nicht mehr geben sollte.



Manchmal stupse ich sie ein bisschen an, dass sie durchs Zimmer hoppelt, grundsätzlich ist sie auch neugierig und nicht apathisch oder so, aber sie ist eben sehr bequem geworden. Die TÄ meint, das sei ihr Wesen, dass sie nun durch die Kastration das "Sexuelle" in ihrem Verhalten verloren hat und sie deshalb noch nicht weiß, was ihre neue "Bestimmung" sei.



Kalorienarme Sachen (Salat) rührt sie kaum an; am liebsten isst sie derzeit wieder Apfel und Möhre (das wir sehr lange weggelassen hatten), weil das wiederum besser ist für Kaninchen mit Blasengries. Kohl usw. traue ich mich nicht, weil sie zu Blähungen neigt.



Fragen also:


1.) Wie bekommt man ein Gleichgewicht zwischen "abnehmen" und "Blasenprobleme vermeiden" hin?



2.) Wie viel "Animation" ist sinnvoll, und ab wann wird es Stress?



3.) Gibt es jemanden, der Erfahrung damit hat, dass das Weibchen nach der Kastration über längere Zeit ruhiger war?


4.) Wie motiviert man ein übergewichtiges Tier zu "Sport"?


5.) Wieso nimmt sie überhaupt zu? Denn eigentlich ist die Gesamtmenge nicht so groß (wir haben eine Weile gewogen), dass sie diese Zunahme erklären könnte (das Männchen wiegt ein Kilo weniger und bekommt ja dasselbe hingelegt).



Kaninchen Forum Werbeninchen
Werbe-Kaninchen
 
Diese Werbung wird auf diese Weise nicht angezeigt
wenn man angemeldet bzw. registriert ist.
Jetzt kostenlos einen Usernamen auswählen
und bei Kaninchenforum.de angemeldet sein
 
 

Kaninchen
 
Registriert seit: 05.06.2012
Beiträge: 2.923
Rakete befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 18.06.2020, 17:10

Zitat:
3.) Gibt es jemanden, der Erfahrung damit hat, dass das Weibchen nach der Kastration über längere Zeit ruhiger war?

5.) Wieso nimmt sie überhaupt zu? Denn eigentlich ist die Gesamtmenge nicht so groß (wir haben eine Weile gewogen), dass sie diese Zunahme erklären könnte (das Männchen wiegt ein Kilo weniger und bekommt ja dasselbe hingelegt).
3). Ich habe bis anhin 5 Häsinnen kastriert und 4 Rammler. Keines der Geschlechter hatte je deswegen eine feststellbare Charakterveränderung. Leider blieb Zicke auch weiterhin Zicke; es wäre zu schön gewesen...


5) Nicht jeder verstoffwechselt gleich. Wir Menschen auch nicht. Auch ich nehme bei zu vielem Süssem schnell zu.


Zunehmen hängt davon ab: Ernährung, Bewegung und eigener Stoffwechsel.
Das sind Faktoren, die bestimmend sind.

Und 1 kg Zunahme innert 1 Jahr hätte nicht passieren dürfen, da hättest Du vorher schon schauen müssen (ausser es handelt sich um eine 7 kg Häsin, die jetzt 8 kg wiegt? Aber dann auch ist es noch viel.)


Ich füttere auch alle gleich und habe trotzdem immer die gleiche, übergewichtige Häsin. Früher hatte ich mal dasselbe Problem mit einem Kastraten. Parallel sind die Anderen dünn oder Normalgewichtig.



Meine Häsin war schon bei Übernahme übergewichtig und sie bewegt sich seit je kaum! Ich kann ihr Gewicht langfristig nur unten halten, wenn sie gar nichts kalorienhaltiges bekommt. Das heisst nur Wiese und Getrocknetes (Heu, Kräuter, Blätter, Blüten). Und mit dem Übergewicht hat sie leider Probleme mit Matschkot oder kann sich nach Ausscheiden des Blinddarmkot unten rum nicht mehr säubern, weil der Bauch im Weg ist. Das heisst dann, ich muss sie stressen mit Waschen, da sie untenrum verklebt ist.



Vor rund knapp 2 Jahren hatte sie derart Probleme mit Matschkot, da konnte ich auch nicht mehr reine Wiese verfüttern. Ich habe alles mögliche ausprobiert; letztendlich half nur noch reine Trockenfütterung über 6 Wochen (Heu, Kräuter, Blätter, Blüten), um die Darmflora zu stabilisieren. Da hat sie erstmals auch 300 g abgenommen und konnte sich wieder selbst putzen. Übrigens hat es über 4 Wochen gedauert, als sie mit reiner Trockenfütterung keinen Matschkot mehr hatte! Es ist also ein sehr langer Prozess, bis die Darmflora wieder in Ordnung ist.



Für das Abnehmen gehört das ganze Gemüse gestrichen; es darf nur noch Wiese oder Blättriges Gemüsegrün, diverse Bittersalate (z.B. Radiccio wird gerne gefressen) verfüttert werden.



Übrigens hat auch Löwenzahn sehr viel Kalorien. Früher kannte ich mich mit Wiese noch nicht so und hatte auch keine Möglichkeit. Dafür gab es tonnenweise (und sehr einseitig) Löwenzahn. Nach dem Sommer haben ALLE Kaninchen zugenommen!


Wenn Du Möhre, Apfel und Sonnenblumenkernen verfütterst, dann musst Du Dich nicht wundern, dass sie zunimmt. Solche Sachen oder jegliche Leckerlis (falls Du noch mehr verfütterst) sollten komplett gestrichen werden!



Zitat:
Kohl usw. traue ich mich nicht, weil sie zu Blähungen neigt.
Höchstwahrscheinlich ist die Darmflora eben nicht mehr intakt, deswegen die Blähungen. Das passiert bei zu kalorienreichen Fütterung und Übergewicht. Das ist die Ursache. Bei zu viel Fett am Bauch, kann die schon normal sehr schwache Darmmuskelatur gar nicht mehr arbeiten. Es kommt automatisch zu Bauchgluckern und Aufgasungen.


Fürs Abnehmen musst Du zwangszweise getrennt füttern. Oder dauernd daneben sitzen und schauen, dass sie das kalorienhaltige nicht kriegt. Es ist leider aufwendig. Wenn sie langfristig abnimmt, wird sie sich automatisch auch mehr bewegen.


Übrigens muss ich Meine auch wieder auf Diät setzen, obwohl die Verdauung okay ist. Obwohl ich sehr wenig Karotte oder anderes Gemüse gab, hat sie innert 1 Jahr auch wieder 300 g zugenommen. Zu viel; sie kann sich wieder nicht mehr selber putzen.


Ich hatte noch nie Probleme mit Blasengriess und bin daher dafür kein Experte.

Ausser dass all meine Kaninchen den Blasenschlamm ab und zu normal ausscheiden, aber solange sonst keine Schmerzen bestehen, ist das ja in Ordnung. Problematisch wird es dann, wenn es nicht mehr ausgeschieden wird.


Bei zusätzlicher Blasengriess-Problematik würde ich dann nur Wiese verfüttern. Je Wasserhaltiger die Nahrung ist, desto besser die Ausscheidung des Blasengrieses.



Polly8 and -Flöckchen- like this.

Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 23.07.2019
Beiträge: 70
Jusi befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 18.06.2020, 17:40

Zitat:
da hättest Du vorher schon schauen müssen
Das haben wir ja, mit Tierarzt. Bzw. erst erschien es nicht als problematisch; im TH war sie nur eine Woche, und niemand wusste etwas von ihr, und aufgrund der Menge des Esssens schien es auch keine Erklärung zu geben. Die TÄ dachte immer, wir füttern Massen, aber das Wiegen ergab, dass es nicht zu viel war und auch qualitativ in Ordnung.


Und Äpfel, Möhren und Sonnenblumenkerne haben wir erst wieder nach der Kastration angefangen bzw. mit dem Gries (sie hatte erhebliche Probleme und konnte nicht mehr richtig pullern). Und das sollten wir so machen, weil Apfel und Möhre wenig Kalzium und viel Wasser haben. Nun sollen wir ein bisschen Apfel pro Tag geben. Trockenkräuter fallen weg wegen der Blasengeschichte.



Einmal hat sie tatsächlich abgenommen, als wir die Füttermenge reduziert hatten auf täglich 600g für beide Tiere. Aber offiziell dürften sie ja 1000g bekommen (200g pro Tag und Zielgewicht je Tier).



Zitat:
Höchstwahrscheinlich ist die Darmflora eben nicht mehr intakt
Probiotika bzw. Präbiotika haben wir gegeben, machte allerdings keinen Unterschied. Leider hat sie auch in den letzten Monaten viele Medikamente bekommen (Herzmittel, Novalgin, Sab, Wurmkur, Nystatin, Antibiotikum).


Zitat:
Das passiert bei zu kalorienreichen Fütterung und Übergewicht. Das ist die Ursache. Bei zu viel Fett am Bauch, kann die schon normal sehr schwache Darmmuskelatur gar nicht mehr arbeiten. Es kommt automatisch zu Bauchgluckern und Aufgasungen
Das sagt die TÄ auch, wobei die Fütterung, abgesehen von der letzten Woche, gar nicht so kalorienreich war.


Zitat:
Oder dauernd daneben sitzen und schauen, dass sie das kalorienhaltige nicht kriegt. Es ist leider aufwendig.
Das mache ich - bis auf nachts - ohnehin schon (bzw. meine Kinder), weil es ja auch darum geht, dass das Männchen nicht zu wenig isst. Und er hat ja in dieser Zeit auch keine Möhren usw. bekommen. Er hat immer mal heimlich ein paar Leinkuchen oder Cunis (die verträgt sie auch nicht) bekommen.




Moderator
 
Registriert seit: 20.02.2019
Beiträge: 3.859
4Chaoten befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 18.06.2020, 20:43

Tja, willkommen im Club der Dicken
Ich habe 4 Kaninchen, die getrennt (Pärchen) leben, alle bekommen gleiches Futter, aber einer hat Blasenschwamm und ist zu dick und er bewegt sich leider auch zu wenig
Ich würde viel Wert auf Frischfutter legen, ob Wiese oder Gemüsegrün/Kräuter/Kohl und Kohl kann gegeben werden, solange es kein Trockenfutter gibt. Zusätzlich befeuchte ich das Grün (zusätzliche Flüssigkeit). Ich gebe für meinen Blasenschwammpatienten kaum Trockenfutter und auch kaum Gemüse wie Wurzeln oder Kohlrabi, gibt für 4 Kaninchen eine Wurzel geteilt, ab und zu mal ein Stück Apfel oder Kohlrabi. Mein Blasenpatient bekommt noch Rodicare Uro täglich auf anraten der TÄ

Wenn sie Bauchgluckern hat, gibst du ihr was? Ein Kastrat von mir hatte es zeitweise und ich habe vorsorglich Sab gegeben.
Edit: ich empfehle auch Dill, das behebt viele Bauch/Magenprobleme und wird auch bei Problemen als erstes gefressen. Bei mir gibt es Dill mind 2 - 3 mal die Woche



Jusi likes this.

Geändert von 4Chaoten (18.06.2020 um 20:49 Uhr).

Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 23.07.2019
Beiträge: 70
Jusi befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 18.06.2020, 21:16

Beim Bauchgluckern hat sie über Wochen abends (da trat es auf) Sab bekommen, ich bilde mir auch ein, dass es dann wegging - oder wenn sie aufs Klo gehüpft ist. Häufig hab ich gemerkt, dass es gluckert, bin dann nach ein paar Minuten in die Küche gegangen, um die Spritze aufzuziehen - und als ich zurückkam, hockte sie auf dem Klo, hat geköttelt, und dann war das Gluckern weg.


Über einige Tage war es so schlimm, dass sie immer mehr gefressen hat und es dann immer mehr gegluckert hat und sie das Essen regelrecht verschlungen hat. Da haben wir dann das Essen stark reduziert, und es wurde wieder besser, bis das mit der Gebärmutterentzündung kam. Seitdem isst sie gar nicht so viel, aber sie nimmt trotzdem zu.



Dill isst sie täglich, ebenso wie Basilikum und ein bisschen Petersilie. Leider verträgt sie vieles nicht, sodass wir meist die Kräuter geben.


Das mit dem Rodicare Uro muss ich unbedingt mal beim nächsten TA-Besuch nachfragen!




Geändert von Jusi (18.06.2020 um 21:25 Uhr).

Moderator
 
Registriert seit: 20.02.2019
Beiträge: 3.859
4Chaoten befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 18.06.2020, 21:53

Wieviel wiegt sie denn und weist du wieviel sie wiegen sollte?
Sie kommt aus dem Tierheim, kennst du ihre Vorgeschichte? Ich habe auch eine Dame, die aus schlechter Haltung kam (naja, eigentlich kommen alle hier aus schlechter Haltung) diese hat jahrelang ihr fressen runtergeschlungen. Am Anfang habe ich das Futter auch rationiert, brachte aber nichts, weil sie trotzdem noch gierig war, egal wieviel angeboten wurde. Allerdings hatte sie da keine Verdauungsprobleme. Jedes Tier ist da eben unterschiedlich.
Wenn bei meinem Kastraten Bauchgluckern auftrat hat er Sab bekommen und das über den Abend stündlich, bis ich schafen gegangen bin. Auch, wenn es nur kurz auftrat hat er es mind 2 -3 x bekommen, einfach auch vorbeugend


Wie sieht denn die Fütterung aus? Also wann, wieviel und was?




Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 23.07.2019
Beiträge: 70
Jusi befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 18.06.2020, 22:16

Sie wiegt (nach der OP schwankte es) ca. 3,3 kg (hatte am Tag der OP 3,4 kg). Als wir sie bekamen, wog sie 2,6 kg. Rein optisch fand ich sie damals schon pummelig, und als wir vor einigen Wochen mal zu einem anderen TA mussten, meinte dieser, er fände sie nicht zu dick. Aber erstens sehe ich es daran, dass ihre Pfötchen und ihr Kopf sehr zart sind und einfach viel Körper "draufsitzt", und zweitens meinte unsere eigentliche TÄ, sie hätte definitiv zu viel Fett, auch sichtbar bei der Diagnostik und in der Gebärmutter. Gut wäre lt. TÄ, wenn sie auf jeden Fall unter 3 kg käme, am besten 2,6 kg.



Anfangs fiel das nicht so auf, weil sie extrem sportlich war und über Tische und Bänke hier gesprungen ist. Und dann wurde sie kurzatmig, aber das war noch, bevor sie so viel zunahm. Da wurde dann die Herzkrankheit festgestellt. Und seitdem ist das Herz zwar wieder gut eingestellt und sie ist auch nicht mehr kurzatmig, aber eben nicht mehr so wild, sondern "gemütlich".



Das könnte allerdings auch alles daran liegen, dass sie anfangs hier so aufgedreht ist, weil alles so neu war und sie erst mal zeigen wollte, was sie kann Das Männchen war auch schwer beeindruckt und hat sich animieren lassen zum "Blödsinnmachen" Inzwischen liebt sie es, sich von mir oder ihm kuscheln zu lassen.


Eine Vorgeschichte ist leider nicht bekannt, außer, dass sie aus einer Art "Wohnungsauflösung" (oder wie das im Tierheimdeutsch heißt) kam und dort mit 6 weiteren Tieren gelebt haben soll (im TH wurden diese aber alle einzeln gehalten).



Wegen des Fütterns: Anfangs hab ich mich gefreut, dass sie nicht wählerisch war und günstig Möhrenkraut und Kohlrabiblätter sowie ein bisschen Brokkoli gegessen hat - die Kräuter gehen ja so wahnsinnig ins Geld... Dann kam das mit dem Gluckern, und gleichzeitig muss ihr Partner die Kräuter essen, weil er zwar dünn ist, aber wegen der Zähne nichts Kalorienreiches essen soll, sondern viel zum Kauen.



Also bleiben Dill, Basilikum, Petersilie, Majoran, Pfefferminze, Koriander, Löwenzahn, Stangensellerie, Möhrenkraut, Kohlrabiblätter (und für eine Woche hat sie jetzt täglich ein "daumengroßes" Stück Möhre und Apfel bekommen). Seit einer Woche isst sie auch ca. 1 Blatt Endiviensalat, manchmal auch Radicchio.



Die TÄ meinte, wir sollen morgens und abends ca. 500g hinlegen und nach einer halben Stunde wegräumen (weil sich ansonsten Hefen vermehren) und ansonsten Heu fressen lassen.


Das entspricht ja aber nicht den offiziellen Empfehlungen; also füttern wir so:


6:00 ca. 200g
12:00 ca. 100g (danach sind sie bis 16 Uhr im Koma)

16:00 ca. 100g
18:00 ca. 100g
21:00 ca. 200g
23:00 ca. 200g


- und davon wird einiges wieder entsorgt, sodass sie am Ende wohl ca. auf 700g kommen (für zwei Tiere).



Beim Heu essen sie beide nur das Lechtaler Bergwiesenheu; alles, was man hier kaufen kann, dient allenfalls als "Füllmaterial" für die Wanne.




Kaninchen
 
Registriert seit: 05.06.2012
Beiträge: 2.923
Rakete befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 18.06.2020, 22:20

Zitat:
Wurmkur, Nystatin, Antibiotikum).
Was hast Du gemacht, um die Darmflora während der ganzen Zeit stabil zu halten?
Das alles ist in kurzer Zeitspanne schon heftig und würde rein von daher erklären, wieso sie so vieles nicht verträgt.

Bene Bac ist sicherlich gut und würde ich auch geben (über Monate...). Aber es ist kein Wundermittel und behebt keine schwere Störungen im Darmtrakt ohne andere Maßnahmen. Darin sind mehrheitlich Bakterien (wie Lactobacillen) vorhanden, die nicht zur Darmflora von Kaninchen gehören (Ausnahme von Enterokokken). Trotzdem unterstützen sie die Verdauung bedingt.

Meine Seniorin hat ja fast 1,5 Jahre diverse Antibiotika bekommen und irgendwann konnte BeneBac- Dauergabe den Schaden auch nicht mehr begrenzen. Es hat aber sofort geholfen, als sie täglich von selbst in großen Mengen den frischen Kot ihres Partners frass. Seit sie kein AB mehr bekommt, hat sie damit auch praktisch aufgehört. Ich war verblüfft, wie sie sich selbst therapierte, aus welchen Gründen auch immer: Instinkt oder Intelligenz...
Alternativ könnte man auch selbst frische Kotsuspension herstellen und täglich einflößen. Ich habe es dazumal auf Anraten meiner TÄ versucht herzustellen (was mehr eine Sauerei gab), aber eben meine Seniorin begann da 2 Tage später mit dem Kotfressen. Die hat den Rat der TÄ befolgt


Wenn Du bei ihr eine GewichtReduktion machen willst, dann bleibt Dir (wie schon geschrieben!) nichts anderes übrig, als auf Wiese und rein blättriges Frisches umzusteigen und den Rest an Kalorienhaltigen völlig weg zu lassen. Anders wird es nicht funktionieren.

Angeblich gibt's Kaninchen, die nicht alles vertragen. Aber obig genanntes Grünes sollte eigentlich nicht darunter fallen. Und wenn, dann ist die Darmflora echt kaputt.

Zitat:
Aber offiziell dürften sie ja 1000g bekommen (200g pro Tag und Zielgewicht je Tier).
Wie kommst Du darauf? Irgendwelche Fütterungsregeln sind veraltet und können nicht auf alle Kaninchen angewendet werden. Das ist u.a. auch abhängig von den Lebensunständen und was gefüttert wird. Das lässt sich so nicht sagen...

Zitat:
wobei die Fütterung, abgesehen von der letzten Woche, gar nicht so kalorienreich war.
Letztendlich entscheidet das nur die Waage. Wägst Du regelmässig (mind. wöchentlich), dann zeigt die Waage schon an, ob die Fütterung gepasst hat oder ob man es nochmals überdenken und anpassen muss...



marinahexe likes this.

Benutzerbild von Honeymouse
Kaninchen
 
Registriert seit: 02.08.2013
Beiträge: 27.916
Honeymouse befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 18.06.2020, 22:27

Heu hat erstaunlich viel Zucker. Futter nach einer halben Stunde wegräumen und den Rest des Tages Heu fressen lassen, bringt also kaum was. Vorallem vermehren sich Hefen nicht von Frischfutter, sondern vom falschen Futter: Knollengemüse, Obst. Alles was Zucker hat.
Ich habe noch nie Frisxhfutter abgewogen und würde ich auch nie. Es sollte einfach blättriges immer da sein. Schön verteilen, aufhängen, so, dass sie sich bewegen müssen.



__________________
GESTERN warst Du noch bei uns, mit Deinem Lachen, mit Deiner Freude, mit Deinen Worten.
HEUTE bist du bei uns, in unseren Tränen, in unseren Fragen, in unserer Trauer.
MORGEN wirst du bei uns sein, in Erinnerungen, in Erzählungen, in unseren Herzen.



Moderator
 
Registriert seit: 20.02.2019
Beiträge: 3.859
4Chaoten befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 18.06.2020, 22:47

Für die Zähne sind nicht nur Kräuter, sondern auch Blattgrün wie Wurzelgrün, Kohlrabi, Mairüben- Radischenblätter,Stangensellerie mit Grün etc wichtig. aufgefüllt mit Salate wie z. b. Endivie, Lollo, Radicio, Romana, auch mal Kopfsalat oder Sala nova

Und, ich würde das Grün nicht rationalisieren, bei mir gibt es morgens und abends grün, soviel, dass immer noch was liegen bleibt, bis ich nachlege
Ist bei meiner Dame, die verfressen war, hilfreich gewesen, da sie immer was zur verfügung hatte



marinahexe and -Flöckchen- like this.

Geändert von 4Chaoten (18.06.2020 um 22:49 Uhr).

Benutzerbild von -Flöckchen-
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 22.04.2019
Beiträge: 799
-Flöckchen- befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 18.06.2020, 23:29

Ich habe dazu auch mal gelesen, dass wenn man ihr essen, also massemäßig, reduziert oder zu gering hält kann es passieren das sie schlingen. Hast du schon mal probiert Wiese oder blättrige Bittersalate anzufüttern und 24/7 zu geben? So das der Teller nie leer ist? Eine Zeitlang bei dieser Umstellung kann es auch zum Schlingel kommen (So als könnten sie es nicht fassen so viel zu kriegen) und das geht dann nach einer Weile vorbei. Und solche Dinge wie Möhren,Obst, Kohl oder Sonnenblumenkerne ect streichen- wenn sie bewusst die Sachen rauspickt, macht das Satt. Und sie soll ja nicht satt werden durch zu viel Energie/Zucker ect. sondern ihre Wiese/Salate futtern. Und das darf sie eigentlich so viel wie sie hungrig ist.
Ansonsten muss da krankheitsbedingt noch was sein- Schilddrüsenunterfunktion z.b. Soll aber seeehr selten sein.
Wenn der Herr Möhrchen kriegen soll, dann über die Abnehmdauer ihm alleine geben, damit sie es nicht bekommt.



__________________
Grüße von den Kuschelninchen Flöckchen und Aviv


https://kuschelninchen.tumblr.com/
https://www.instagram.com/floeckchen_ninchen/?hl=de



Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 03.01.2019
Beiträge: 765
Solkinok befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.06.2020, 09:43

Hallo,
entschuldigt, dass ich dazwischenquatsche, aber ich hätte mal eine allgemeine Frage zum Bauchgluckern. Wie muss ich mir das vorstellen? Hört man Bauchgluckern bei Kaninchen bei normaler Entfernung oder muss man dazu direkt am Tier lauschen?


Grüße
S.




Benutzerbild von -Flöckchen-
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 22.04.2019
Beiträge: 799
-Flöckchen- befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.06.2020, 11:03

Zitat:
Zitat von Solkinok Beitrag anzeigen
Hallo,
entschuldigt, dass ich dazwischenquatsche, aber ich hätte mal eine allgemeine Frage zum Bauchgluckern. Wie muss ich mir das vorstellen? Hört man Bauchgluckern bei Kaninchen bei normaler Entfernung oder muss man dazu direkt am Tier lauschen?


Grüße
S.
Hmm, also wenn ich meinen Kopf auf den Bauch der Jungs lege und sie haben sich frisch die Wampe vollgeschlagen hör ich auch oft Bauchgluckern. Gerade bei Flöckchen der ja größer ist und dann hört man alles besser xD. Ich denke das bedenkliche Bauchgluckern ist, wenn es gefühlt dauernd ist und man es hört ohne nah ranzugehen und man das Gefühl hat dem Racker geht es damit nicht sehr gut. Wenn man sich direkt auf unseren Bauch legt gluckert der ja auch immer. Zumindest hab ich es so immer unterschieden. Oder wenn der Bauch zum Beispiel gluckert und das Kaninchen sieht runder aus wie vor ein paar Stunden und ist empfindlich wenn man den Bauch anfässt.



__________________
Grüße von den Kuschelninchen Flöckchen und Aviv


https://kuschelninchen.tumblr.com/
https://www.instagram.com/floeckchen_ninchen/?hl=de



Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.06.2020, 13:43

Kurz zusammen gefaßt:


Grünzeug täglich 2-3x unbegrenzt
alles Knollige weglassen
Partnertier (wenn er zunehmen soll) zwischendurch ein Schälchen Haferflocken hinstellen und aufpassen, dass sie nicht drangeht
Für Bewegung sorgen (Gehege öfter umstellen weckt die Neugier, Futter aufhängen, auch mal scheuchen)
regelmäßig wiegen und Gewicht aufschreiben


Denke, Du wirst nach 2-3 Wochen einen Unterschied auf der Waage feststellen können.



-Flöckchen- likes this.

Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 23.07.2019
Beiträge: 70
Jusi befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.06.2020, 16:27

Heute ist sie schon mobiler, aber das kann auch am Wetter liegen.



Das mit dem "Unbegrenzt" verstehe ich eben nicht, weil wir das ja praktiziert haben und sie darunter zugenommen hat. Anfangs hat sie, aber das haben die anderen beiden auch gemacht, gefuttert ohne Ende. Irgendwann haben sie dann alle umgestellt auf "nein, ich verhungere nicht, wenn ich nicht sofort den ganzen Garten aufesse", aber sie hat weiter zugenommen.



Vermutlich ist es eine Mischung aus "unbegrenzt" und "begrenzt", die hilft. Da die Tiere eigentlich nie lange alleine sind und ich ihre Hungerzeiten kenne, lässt sich das Futter ganz gut dosieren: Es liegt immer was da, aber nicht immer Berge vom Lieblingsfutter.


Das mit dem Bauchgluckern hat sich nach der OP verändert, was ich noch nicht verstehe:


Vorher hat der Bauch v. a. abends gegluckert, unabhängig vom Essen.



Als wir Critical Care gegeben haben, weil sie nach der OP nichts gegesssen hat, hat der Bauch gar nicht gegluckert.


Jetzt gluckert er wieder, aber immer nur unmittelbar nach dem Essen - sodass ich schon denke, es liegt am Nassfutter. Aber Trockenes ist eben wegen der Blase keine Alternative.




Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.06.2020, 17:02

Der Schlüssel liegt in dem, was Du weglassen sollst: alles Knollige, also Möhren, Kohlrabi, Fenchel, Apfel, Birne usw. Dafür darfst Du aber mal eine Erdbeere oder ein Stück Wassermelone geben.



-Flöckchen- likes this.

Kaninchen
 
Registriert seit: 05.06.2012
Beiträge: 2.923
Rakete befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.06.2020, 17:17

Zitat:
Hört man Bauchgluckern bei Kaninchen bei normaler Entfernung oder muss man dazu direkt am Tier lauschen?
@Solkinok:


es kann seeeehr laut sein. So laut, dass ich manchmal nicht sicher bin, ob es jetzt von mir stammt...


Also wenn's nur zwischendurch mal vorkommt und sonst keine weiteren Symptomen da sind, würde ich mir keine Sorgen machen. Ist es aber sehr häufig oder gar mehrmals täglich, dann schon.



Tägliches Bauchgluckern ist bei mir erst 1x vorgekommen, aber da hatte das Kaninchen parallel auch massiv an Gewicht verloren (1kg) und konstant Matschkot. Ursache liess sich damals nicht eruieren (inkl. CT-Abklärung ganzes Tier); mein Verdacht war damals EC, auch wenn es sich nicht bestätigt hat.



-Flöckchen- likes this.

Benutzerbild von -Flöckchen-
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 22.04.2019
Beiträge: 799
-Flöckchen- befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 20.06.2020, 11:27

Zitat:
Zitat von Jusi Beitrag anzeigen
Heute ist sie schon mobiler, aber das kann auch am Wetter liegen.



Das mit dem "Unbegrenzt" verstehe ich eben nicht, weil wir das ja praktiziert haben und sie darunter zugenommen hat. Anfangs hat sie, aber das haben die anderen beiden auch gemacht, gefuttert ohne Ende. Irgendwann haben sie dann alle umgestellt auf "nein, ich verhungere nicht, wenn ich nicht sofort den ganzen Garten aufesse", aber sie hat weiter zugenommen.



Vermutlich ist es eine Mischung aus "unbegrenzt" und "begrenzt", die hilft. Da die Tiere eigentlich nie lange alleine sind und ich ihre Hungerzeiten kenne, lässt sich das Futter ganz gut dosieren: Es liegt immer was da, aber nicht immer Berge vom Lieblingsfutter.


Das mit dem Bauchgluckern hat sich nach der OP verändert, was ich noch nicht verstehe:


Vorher hat der Bauch v. a. abends gegluckert, unabhängig vom Essen.



Als wir Critical Care gegeben haben, weil sie nach der OP nichts gegesssen hat, hat der Bauch gar nicht gegluckert.


Jetzt gluckert er wieder, aber immer nur unmittelbar nach dem Essen - sodass ich schon denke, es liegt am Nassfutter. Aber Trockenes ist eben wegen der Blase keine Alternative.
Eigentlich, wenn da keine Krankheit ist, dürfte sie nicht mehr zunehmen, wenn da wirklich nur wiese/blättriges gefüttert wird.
Z.B gehst du hin und fütterst nur Eichblattsalat, Radicchio, Chicoree und Romanaherzen. Wenn sie das nicht kennt erst anfüttern. Und das dann konsequent durchziehen und wöchentlich wiegen. Gluckern DIREKT nach dem Essen muss nicht schlimm sein, gerade wenn sie nicht 24/7 frisches Futter hat. Wenn sie wirklich 2 oder 3 Wochen nur Frisch kriegt 24/7 und Heu 24/7 könnte das Gluckern wegfallen. Wobei meiner nachdem essen häufiger mal gluckert, da kommt ja immerhin dann ne gute Ladung wasser in den Bauch

Den Zweiten auch wiegen, falls er davon abnehmen sollte und wenn er es tut, kannst du ihm Möhrchen geben, Kohl oder bisschen Haferflocken. Je nachdem wie viel er abgenommen hat eben. Bei 100gr würde mehrmals am Tag bisschen Möhre reichen.

Radicchio ist übrigens gut gegen Blasengries wenn ich mich nicht irre und mir wurde von der Ärztin gesagt, das sie leider noch nie so eine saubere Blase gesehen hat bei einem Kaninchen wie bei Flöckchen.

Sie ist nicht zufällig eine große Rasse? Weil die futtern dementsprechend mehr und wenn ich Flöckchen kauen sehe, sieht der im Vergleich zu Aviv auch aus wie ein Rasenmäher

Hast du vielleicht auch ein Bild der Zwei, damit wir uns das besser vorstellen können?



__________________
Grüße von den Kuschelninchen Flöckchen und Aviv


https://kuschelninchen.tumblr.com/
https://www.instagram.com/floeckchen_ninchen/?hl=de



Geändert von -Flöckchen- (20.06.2020 um 11:30 Uhr).

Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 23.07.2019
Beiträge: 70
Jusi befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 20.06.2020, 16:34

Danke erst mal für eure weiteren Antworten. Ich hab gerade nicht viel Zeit, gehe aber später noch genauer ein. Fotos hab ich natürlich, aber ich muss erst mal meinen Sohn fragen, wie ich die vom Handy ins Forum bekomme... Könnte ich morgen schicken.


Mein Problem, das merke ich jetzt wieder, ist eben nicht nur das Ü-Gewicht, sondern auch der "drohende" Blasengries. Gestern hockte sie wieder mehrfach verzweifelt auf dem "Klo" (ihr Lieblingsklo ist eigentlich eher eine Decke) und konnte zunächst nur kleine Pfützchen pullern. Ich war schon wieder kurz davor, zum TA zu fahren, hab ihr dann aber erst mal 1ml Wasser gegeben und ein bisschen mehr nasses Futter und die Kohlrabiblätter und das Möhrenkraut komplett weggelassen, und Novalgin gegeben, und am späten Abend waren die Probleme erst mal verschwunden, glaube ich. Sie war munter und fidel. Jedenfalls ist der Urin (den ich ja nur auf der Decke "analysieren" kann und nicht in der eigentlichen Wanne) heute wieder etwas "kalkiger", und sie braucht nicht mehrere Versuche, bis was kommt.


Nächste Woche haben wir nun aber wieder einen Termin ausgemacht, weil ich wissen möchte, wie ich das langfristig hinbekomme, den Kalziumhaushalt zu regulieren, ohne darauf angewiesen zu sein, dass sie nur Blätter isst. Heute bekam sie - von der TÄ empfohlen - einige ml Blasentee, und sie hat bisher am meisten Sellerieblätter und - ihr neues Lieblingsessen - Mairübchenblätter gegessen.



Ich hab gelesen, dass man auch selbst Infusionen geben kann oder Phosphor spritzen kann. Jedenfalls war das Futterwiegen und -kontrollieren dann erst mal wieder egal...


Wieviel Wasser oder Tee ich geben darf / soll, konnte mir auch keiner sagen. Sie lässt sich diese Spritzen gefallen und trinkt eben auch selbst nicht. Womöglich ist der Flüssigkeitsbedarf höher nach einer Kastration wegen der Hormone? Früher hatte sie ja überhaupt keine Probleme, das Kalzium auszuscheiden.




Geändert von Jusi (20.06.2020 um 16:36 Uhr).

Benutzerbild von Honeymouse
Kaninchen
 
Registriert seit: 02.08.2013
Beiträge: 27.916
Honeymouse befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 20.06.2020, 16:43

Warum soll sie denn nicht nur Blätter essen?

Das Problem ist, dass Übergewicht Blasengrieß gerne bedingt. Deswegen wäre es wichtig, dass sie abnimmt. Das geht mit viel blättrigem Frischfutter bzw Wiese, Platz, Bewegung und dem Verzicht auf sämtliche Leckerein und Knollengemüse/Obst.

Kennst du diese Seite?
https://www.kaninchenwiese.de/gesundheit/organerkrankungen/blase-niere/blasengries-und-blasensteine-beim-kaninchen/

Auf Kalzium zu verzichten ist halt auch keine Lösung, denn das brauchen Kaninchen natürlich.



-Flöckchen- likes this.
 
 
Weitere Themen / Kaninchenforum.de Empfehlung
 
 
 
 
 
 
Antwort



Ähnliche Themen
Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
Kaninchen Gewicht - Übergewicht Froschi04 Kaninchen Ernährung & Futter 32 22.09.2019 17:03
Übergewicht / Haare im Bauch CindyH Kaninchen Ernährung & Futter 2 12.06.2018 15:50
Übergewicht tangoafricano Kaninchenkrankheiten & Gesundheit 21 10.09.2015 16:02
Übergewicht? Femja Kaninchen Ernährung & Futter 3 11.01.2013 14:20
Ad Libitum bei Übergewicht? Pinkmafia Kaninchen Ernährung & Futter 1 27.01.2012 22:48

Copyright ©2010, Kaninchenforum.de

Search Engine Friendly URLs by vBSEO 3.6.0 PL2 ©2011, Crawlability, Inc.