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ÜbergewichtHallo, ich bräuchte mal wieder einen Rat und fasse noch mal zusammen, was bisher geschah... Vor einem Jahr haben wir uns ein Pärchen aus dem TH geholt; nach vier Monaten ist das Weibchen zwei Wochen nach der Kastration durch einen Darmverschluss verstorben. Eine Woche später, also vor ca. 7 Monaten, haben wir ein weiteres Weibchen aus dem TH geholt, das geschätzt 2 Jahre alt ist (das Männchen ist geschätzt 3,5 Jahre alt). Die Vergesellschaftung war etwas angespannt, aber nach drei Wochen waren die beiden unzertrennlich. Insgesamt hatten wir ca. einen Monat "Ruhe", und dann begannen die Probleme, und zwar bezogen auf die Verdauung des Weibchens: Sie war schon etwas moppelig, als sie zu uns kam, aber in den 7 Monaten hat sie tatsächlich 1 kg zugenommen. Parallel begleitet sie ein fast tägliches Bauchgluckern, das sie mal mehr, mal weniger zu stören scheint. Wir haben "alles" untersuchen lassen (in einer wirklich guten Praxis): EC; mehrere Sammelkotproben; Blutbild; Urin; Röntgen Schädel und mehrmals Bauch; mehrmals Ultraschall Bauch und Herz (sie hat eine Herzerkrankung). Die Ergebnisse waren immer so, dass sie das Gluckern hätten erklären können (mal Hefen, mal eine Kolitis, mal die Herzdiagnose, mal Würmer), und jedes Mal dachte man: Jetzt haben wir die Ursache. Das Gluckern ging aber immer weiter, ebenso ihre Gewichtszunahme. Der Stuhl sieht normal aus. Die Ernährung besteht - bisher - aus Kräutern, Endiviensalat, Möhrengrün, Löwenzahn, Stangensellerie und Kohlrabiblättern. Die Gebärmutter war häufig (dauerhaft?) entzündet, und so wurde sie vor zwei Wochen kastriert. Die Erholungsphase war (ist?) lang; körperlich ist alles rasch verheilt; die Narkose hat sie gut überstanden. Allerdings hat sie wohl durch das Zufüttern (sollten wir so machen) Blasengries bekommen und musste (das dritte Mal innerhalb weniger Wochen) stationär zum TA. Seit der Kastration ist sie sehr ruhig und liegt viel herum (offiziell haben die beiden tagsüber fast in der gesamten Wohnung Auslauf; nachts (von 0 Uhr bis 6 Uhr) nur im 20qm-Wohnzimmer). Sie war bis gestern sehr gestresst vom Männchen, das sie immer beschnuppern wollte und auch manchmal leicht "gejagt" hat, aber seit gestern putzen sie sich gelegentlich wieder. Jetzt die eigentliche Frage: Ich weiß nicht, wie genau ich das mit dem Abnehmen (sie sollte in einem halben Jahr ein Kilo loswerden laut TÄ) hinbekommen soll, da sie sich so wenig bewegt (vielleicht wegen des Übergewichts und auch durch die Veränderung durch die Kastration). Ich freue mich so, dass sie ca. 1,5 Wochen nach der OP endlich wieder angefangen hat, normal zu esssen, ohne zugefüttert werden zu müssen, aber ich hab Angst, dass, wenn ich es ihr nicht "hinterhertrage", die Verdauung erliegt. Deshalb funktionieren Anregungen wie "Futter verstecken" nicht; sie lässt es dann einfach liegen und ist lediglich auf Sonnenblumenkerne versessen, die ich aber besser nicht mehr geben sollte. Manchmal stupse ich sie ein bisschen an, dass sie durchs Zimmer hoppelt, grundsätzlich ist sie auch neugierig und nicht apathisch oder so, aber sie ist eben sehr bequem geworden. Die TÄ meint, das sei ihr Wesen, dass sie nun durch die Kastration das "Sexuelle" in ihrem Verhalten verloren hat und sie deshalb noch nicht weiß, was ihre neue "Bestimmung" sei. Kalorienarme Sachen (Salat) rührt sie kaum an; am liebsten isst sie derzeit wieder Apfel und Möhre (das wir sehr lange weggelassen hatten), weil das wiederum besser ist für Kaninchen mit Blasengries. Kohl usw. traue ich mich nicht, weil sie zu Blähungen neigt. Fragen also: 1.) Wie bekommt man ein Gleichgewicht zwischen "abnehmen" und "Blasenprobleme vermeiden" hin? 2.) Wie viel "Animation" ist sinnvoll, und ab wann wird es Stress? 3.) Gibt es jemanden, der Erfahrung damit hat, dass das Weibchen nach der Kastration über längere Zeit ruhiger war? 4.) Wie motiviert man ein übergewichtiges Tier zu "Sport"? 5.) Wieso nimmt sie überhaupt zu? Denn eigentlich ist die Gesamtmenge nicht so groß (wir haben eine Weile gewogen), dass sie diese Zunahme erklären könnte (das Männchen wiegt ein Kilo weniger und bekommt ja dasselbe hingelegt).
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