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Zwergkaninchen W tanzen und besteigen sich?! auf Kaninchen Forum

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Ninchen
 
Registriert seit: 28.04.2020
Beiträge: 6
lisalexss befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 28.04.2020, 11:21

Zwergkaninchen W tanzen und besteigen sich?!


Hey,
ich habe 2 weibliche Zwergkaninchen (10 Wochen alt), seit ca. 2 Wochen hüpfen und rennen sie wie verrückt immer im Käfig herum und auch über die Köpfe des anderen. Vor 2 Tagen haben sie mitten in der Nacht aufeinmal angefangen sich nebeneinander gekuschelt im Kreis zu bewegen.. es sah aus als würden sie tanzen. Nach 20 Min. tanzen fing die kleinere an, die größere zu besteigen, erst von hinten und dann von vorne ?! Was ist aufeinmal mit denen los, ist das nur eine Phase? Und was kann man dagegen tun?



Ich hatte in einigen Foren schon gelesen, dass sie so herumrennen da sie so einen großen Käfig nicht gewöhnt sind und sich umso mehr freuen.. aber wenn sie jetzt anfangen sich zu rauffen und sich gegenseitig besteigen?



Die letzten Nächte war auch nur wenig Schlaf angesagt , da sie mich fast durchgehend auf Trab gehalten haben mit ihrem Lärm, Näpfe wurden umgeworfen, das ständige gerenne, das Haus lag quer im Käfig etc.. Ich weiß nicht wie ich sie ruhig bekommen kann oder was ich dagegen tun kann..



-> Vlt. als Nebeninfo, ich weiß nicht ob es relevant ist aber ich habe den Käfig gestern sauber gemacht und das Haus und Futternapf an eine andere Stelle gestellt. Kann es evt damit zusammenhängen? Aber vorher war es auch nicht so gravierend wenn ich etwas umgestellt habe oder neues Spielzeug dazu kam.



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Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 03.01.2019
Beiträge: 765
Solkinok befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 28.04.2020, 13:18

Hi,
du schreibst von "Käfig". Magst du noch etwas mehr über die Haltungsbedingungen schreiben? Insbesondere die Info, wie viel Platz die Tiere haben, ist oft schon der Schlüssel zur Lösung.


Grüße
S.



Lupine and dangerschaf like this.

Benutzerbild von Lupine
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 19.399
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 29.04.2020, 10:30

Habt ihr die beiden bereits einem Tierarzt vorgestellt zum Eingangscheck? Es wäre wichtig, von einem Fachmann noch einmal die Geschlechter prüfen zu lassen, nicht immer bekommt man was man bestellt hat.



Darüber hinaus sollte sichergestellt sein, dass die Kleinen parasitenfrei sind (Sammelkotprobe von 3 aufeinanderfolgenden Tagen auf Hefen, Kokzidien und Würmer untersuchen lassen) und über die erforderlichen Impfungen verfügen (unbedingt auf einen ausreichenden Impfschutz auch gegen RHD 2 achten!)


Auch mich würde das Platzangebot interessieren. Ein großer Käfig, in dem sie übereinander rennen kommt mir wie ein handelsüblicher Kleintierkäfig vor. Das ist für Kaninchen aber viel zu wenig. 6 qm (also beispielsweise 2 Meter x 3 Meter) Gehege ist das empfohlene Mindestmaß. Bei dieser Größe kommt es eher selten vor, dass sie beim herumflitzen übereinander springen müssen.




Ninchen
 
Registriert seit: 28.04.2020
Beiträge: 6
lisalexss befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 29.04.2020, 15:51

Hey,



ich habe die Kaninchen bekommen als sie 6 Wochen alt waren, ich weiß das ist viel zu früh aber sie waren davor auch schon in der Zoohandlung ohne ihre Mutter also wurden sie wahrscheinlich noch früher getrennt. Auch ein Grund warum ich mir den kastrierten Hasen nun aus dem Tierheim hole sobald Tiere wieder vermittelt werden dürfen.



Da eine der beiden schon in der ersten Woche eine Augenentzündung hatte, kam der Weg zum Tierarzt recht schnell. Somit habe ich gleich beide geimpft und die Geschlechter gleich nochmal überprüfen lassen. (laut ihrer Aussage sind es 2 Weibchen)
In der Zoohandlung wurde mir gesagt, dass ich kein Weibchen und Männchen halten soll sondern entweder oder - hauptsache nicht allein.



Zu der Haltung: Ich habe einen XXL Käfig mit 2 Öffnungen (ca. 1,60m lang) und einen Auslauf, den ich aber über Nacht nicht mit aufgebaut hatte.

Jedoch trotz des Platzes findet man die beiden selten allein irgendwo sitzen (auch wenn der Auslauf dran ist), sie sind eigl durchgehend zusammen am schmusen oder sind am mümmeln.. Selbst beim schmusen wird sich teilweise auf den Körper des anderen gelegt oder sich zu zweit auf ein Haus gequetscht. Deswegen würde ich sie auch eigl ungern voneinander trennen.

Und wenn sie dann ihre 5 Minuten kriegen, wird schnell mal auf den Kopf getreten oder rübergerannt -obwohl sie genug Platz hätten.




Benutzerbild von Lupine
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 19.399
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 29.04.2020, 16:28

Da kommen wir langsam zu des "Pudels Kern", wie man gerne mal so sagt.


Kaninchen sind dämmerungsaktiv, das heißt sie haben ihre aktivste Zeit normalerweise um diese Jahreszeit gegen 5.00 Uhr bis 6.00 Uhr morgens und gegen 21.00 Uhr bis 22.00 Uhr abends. Zu diesen Zeiten hast du aber ihren Platz auf den angeblich großen Käfig beschränkt.


Ist der wirklich groß? Nein, er sieht zwar sehr klobig aus und nimmt eine Menge Platz weg, aber er ist nicht groß genug für Kaninchen.



Für dich zum Vergleich: dein Käfig hat eine Breite von 1,6 Metern und normalerweise haben diese Modelle eine Tiefe von 0,6 Metern. Das macht 0,96 qm. Das ist nicht einmal EIN ganzer Quadratmeter, sie sollten aber das 6-fache haben (oder, wenn man einmal von den alten, früher empfohlenen Werten ausgeht: das Vierfache zuzüglich mehrstündigem täglichem Auslauf auf großer Fläche).



Warum hat man dir also diesen Käfig empfohlen in der Tierhandlung? Überlege einmal, aus welchen Materialien er besteht. Ein bisschen Plastik, ein bisschen Metall. Materialwert? Vorsichtig geschätzt vielleicht 5 Euro. Und nun vergleich das mal mit dem, was du dafür bezahlt hast. Na? Geht dir ein Licht auf? Die Gewinnmarge bei den Dingern ist wirklich unglaublich - und das führt dazu, dass die gern und fleißig verkauft werden. Übrigens sind diese Gitterkäfige unter Umständen mächtig gefährlich, es hat schon Kaninchen gegeben die sich in den Gittern schwerst verletzt haben.


Was tun?



Platz schaffen. Daran geht kein Weg vorbei. Insbesondere, wenn noch ein drittes Kaninchen dazu kommen soll, muss der Käfig weg und ein ausreichend großes Gehege her - oder freie Zimmerhaltung.


Noch ein Wort zu der Empfehlung der Zoohandlung, du solltest doch besser nicht Häsin und Rammler zusammen halten: da rollen sich mir die Fußnägel hoch, so ein Blödsinn ist das. Entschuldige bitte die klaren Worte Häsin + Kastrat ist die stabilste Zweierbeziehung und gerade für Anfänger das einzig wirklich geeignete. In der Zoohandlung hat man nur keine Lust, Kunden durch zusätzlich anfallende Kosten zu verschrecken - und eine (Früh-)Kastration kostet nun mal im mittleren bis oberen zweistelligen Bereich. Also rät man lieber zu gleichgeschlechtlichen Tieren. Bis sich die zoffen, ist ausreichend Zeit vergangen und der Kunde hat dem Zoohandel brav sein Geld hingetragen, bevor er merkt dass er schlecht beraten wurde. Es sei denn, der Kunde findet rechtzeitig den Weg in ein gutes Forum oder auf gute Informationsseiten wie kaninchenwiese.de , leider finden die meisten erst dorthin wenn schon etwas schief gelaufen ist.


Du bist also leider ziemlich über den Tisch gezogen und komplett falsch beraten worden. Nun müssen wir sehen, wie wir das bestmöglich korrigieren.


Die Käfigunterschale kannst du ruhig weiter verwenden, aber du solltest sie in ein Gehege stellen was 6 qm Fläche bieten sollte. Oder eben - wenn du es schaffst dein Zimmer kaninchensicher zu machen - einfach so in dein Zimmer. Dort kannst du füttern, und viele Kaninchen kötteln dort wo sie fressen und werden dadurch ganz gut stubenrein. Wenn du möchtest, überlegen wir gemeinsam wie wir das am besten hinbekommen.




Kaninchen
 
Registriert seit: 05.06.2012
Beiträge: 2.923
Rakete befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 29.04.2020, 17:10

Dem kann ich nur anfügen, dass Gleichgeschlechtliche häufiger deutlich mehr Platz als das Minimum von 6 qm (bei zusätzlichem Auslauf) benötigen. Gerade wenn sie unkastriert sind und während den nächsten Monaten gehörig Pubertätsschub bekommen, kann das sehr problematisch werden.
3 Kaninchen benötigen dementsprechend auch mehr Platz.



Zur artgerechten Kaninchenhaltung kannst Du Dich hier genügend einlesen:


https://www.kaninchenwiese.de/haltung/hintergruende/mindestmasse-2/
https://www.kaninchenwiese.de/haltung/wohnungshaltung/
https://www.kaninchenwiese.de/haltung/wohnungshaltung/wohnungsgehege-bauen/

https://www.kaninchenwiese.de/soziales/rangordnungskaempfe/



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Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 13.11.2018
Beiträge: 267
Preitler befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 30.04.2020, 23:45

Am Platz liegt das jetzt mal primär nicht, aber es wäre sehr hilfreich wenn sie genug haben um sich wirklich aus den Augen gehen zu können, also auch bauliche Unterteilungen. Oder z.b. 2 Ställe, mit Tunneln verbunden.


Für Rammeln sind sie eigentlich noch recht jung, wobei Zwerge sind ein bisserl früher dran, oder durch das frühe Trennen war weniger Sozialisierung als ich kenne, wie dem auch sei, es ist normales Verhalten. Wichtig wäre halt dass die Unterlegene weggehen kann wenn's ihr zuviel wird. Wenn beide den gleichen Dickschädel haben heisst's aufpassen, anders als Böcke haben Mädels aber doch ein paar Eskalationsstufen wenn's ums ausschnapsen der Rangordnung geht, aber es gibt auch Charaktere die nicht miteinander klarkommen, als Babys vertragen sich alle, was zählt ist wie's nach der Pubertät ausschaut, bei 2 Alphas kann's Probleme geben, oder wenn sich eine das Erniedrigwerden durch eine extreme Alpha zu sehr zu Herzen nimmt (hatte ich aber erst einmal in einem Weibchentrio)


Zum Fachwissen der Zoohandlung sage ich besser nichts.




Benutzerbild von Lupine
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 19.399
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 01.05.2020, 07:35

Zitat:
Zitat von Preitler Beitrag anzeigen
Am Platz liegt das jetzt mal primär nicht...
Doch. Eigene Erfahrung. Platz spielt eine wirklich extrem wesentliche Rolle.

Dein Vorschlag, zwei Käfige mit Tunneln zu verbinden kann in einer solchen Situation sehr gefährlich werden. Zum einen sind selbst die größten Käfige maximal 1 qm groß. Das mal 2 genommen gibt immer noch lediglich 1/3 der notwendigen Fläche.

Was aber viel wichtiger ist: verbindet man zwei solcher Käfige mit einem Tunnel, entstehen auf beiden Seiten Sackgassen. Und das ist bei einer ungeklärten Rangfolge, besonders unter gleichgeschlechtlichen Kaninchen, SEHR gefährlich! Ich habe so etwas einmal mit erlebt auf einer Fläche die fast doppelt so groß war wie so ein Käfig, nämlich 1,20 m x 1,20 m. Es war das in mein Gehege integrierte Kinderspielhaus, das nur einen Ausgang hatte. Ich meinte, das sei so groß, dass es keine Sackgasse sein könnte... weit gefehlt. Wuschel saß dort drin, Jule erschien im Türchen, Wuschel sollte das Feld räumen. Der einzige Weg dazu führte direkt an Jule vorbei. Die bekam das prompt in den falschen Hals und dachte, Wuschel wollte sie provozieren und schon war eine heftige Prügelei im Gange. Wenn ich nicht gerade den frisch gefüllten Wassernapf in der Hand gehabt hätte, den ich auf das wilde Knäuel aus zwei Kaninchen gekippt habe, wäre sicher ein Tierarztbesuch notwendig geworden. Eine Stunde später verfügte das Kinderspielhaus über einen Hinterausgang. Und seit dieser Zeit weiß ich, wie gefährlich so kleine Flächenabschnitte sein können.



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Kaninchen
 
Registriert seit: 05.06.2012
Beiträge: 2.923
Rakete befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 01.05.2020, 08:15

@Preitler:
Kein Käfig ist eine artgerechte Unterbringung, unabhängig davon ob Kaninchen davon Verhaltensstörungen entwickeln, was lange noch nicht alle tun. Und man kann auch nicht daraus ableiten, dass ein Kaninchen, welches nun mal ausnahmsweise nicht am Gitter nagt, deswegen ein glückliches Kaninchen ist. Eingesperrt will nun jemand sein, weder ein kleiner Hund, Katze oder Kaninchen.

Die Kleinen hier sind bloß 10 Wochen alte 'Babys' und reagieren jetzt schon heftig miteinander, was aber durchaus mal vorkommen kann, wenn es dominantere Tiere werden. Man kann sich vorstellen, wie das in ein paar Wochen sein wird, wenn sie größer sind, deutlich mehr Platz beanspruchen und bei 2 Häsinnen der Hormonschub für die nächsten Paar Monate einsetzt. Da werden schwere Verletzungen vorprogrammiert sein.

Viele Halter, die sich nicht mit Kaninchenhaltung und ihren Bedürfnissen auskennen, werden in so einer Situation den Fehler bei Kaninchen suchen und daraus schließen, dass sie nicht verträglich sind und daher einzeln gehalten werden müssen. Dabei liegt es an der Haltung, respektive an den Menschen.

Jetzt ist noch Zeit, Grundlegendes dagegen zu unternehmen. Es ist durchaus möglich, dass es sich irgendwann derart zuspitzt, dass auch der Platz ein zerrüttetes Verhältnis nicht mehr retten kann. Solange würde ich bestimmt nicht warten.



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Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 13.11.2018
Beiträge: 267
Preitler befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 01.05.2020, 08:35

Zitat:
Was aber viel wichtiger ist: verbindet man zwei solcher Käfige mit einem Tunnel, entstehen auf beiden Seiten Sackgassen. Und das ist bei einer ungeklärten Rangfolge, besonders unter gleichgeschlechtlichen Kaninchen, SEHR gefährlich!

Ein Häuschen in einem Gehege ist etwas ganz anderes. Das ist immer noch ein Bereich, sie sehen sich immer noch.

Ich habe dieses Setup seit 7 Jahren, mit 2 Paaren, das funktioniert sehr gut, das dominante Weibchen beansprucht nur einen Teil, die andere kann ihr aus den Augen gehen wenn die ihre 5 Minuten hat. Klar müssen beide Flächen gross genug und strukturiert sein um aneinader vorbei zu kommen, das stimmt schon, mit den handelsüblichen Hamsterkistchen könnte es wirklich schwierig werden.




Geändert von Preitler (01.05.2020 um 08:38 Uhr).

Benutzerbild von Lupine
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 19.399
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 01.05.2020, 09:56

Ich glaube du hast da ein paar Kleinigkeiten nicht verstanden. Das Haus hatte eine Grundfläche von ca. 1,4 qm und war Teil des Geheges:



Jule konnte Wuschel NICHT sehen und umgekehrt auch nicht. Jule kam nur auf die Idee, jetzt ins Haus zu wollen.

Und ich dachte auch, es sei groß genug "um aneinander vorbei zu kommen", außerdem gab es sogar innen noch einen Sichtschutz in Form eines Eckhauses:



Trotzdem kam es zu der Prügelei.

Und das Haus hatte wie gesagt eine Fläche, die ungefähr das anderthalbfache des größten zu kaufenden Käfigs betrug.

Wenn du also die Tunnellösung empfiehlst, solltest du sehr klar die folgenden Punkte als unbedingt notwendig aufzählen:
  • Gesamtfläche mindestens 6 qm
  • Immer mindestens 2 Ausgänge auf jeder Teilfläche (gibt es also 2 Teilflächen müssen diese mit 2 Tunneln verbunden sein), wenn nicht jede Teilfläche mindestens 4 qm beträgt, bei 3 oder mehr Teilflächen kann auch ein "Rundkurs" eingerichtet werden
  • Tunnel müssen einen Mindestdurchmesser haben, der es dem größten Kaninchen der Gruppe erlaubt, sich darin umzudrehen

Denn nur weil es bei dir seit 7 Jahren funktioniert, muss das nicht heißen dass es grundsätzlich funktioniert. Das ist wie mit der Mardersicherheit - da sagen die Leute auch gerne, es würde seit 10 Jahren funktionieren nur mit ein bisschen Hasendraht und oben offen, nie sei etwas passiert. Und irgendwann kommen sie morgens ans Gehege und finden ein Blutbad vor.




Kaninchen
 
Registriert seit: 05.06.2012
Beiträge: 2.923
Rakete befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 01.05.2020, 10:06

Ich empfehle für Gleichgeschlechtliche 10 qm oder mehr.
Natürlich kann es auch auf relativ verhältnismäßiger kleiner Fläche funktionieren. Aunsnahmen gibt es immer.

Ich habe auch schon bei einer Kontrolle vom Tierschutzverein einen Balkon von Grundfläche 5 qm (mit noch Ställen und Etagen) für 4 Kaninchen angetroffen. Das hat damals harmoniert, was bei einer anderen Konstellation in den meisten Fällen niemals gut gegangen wäre.




Ninchen
 
Registriert seit: 28.04.2020
Beiträge: 6
lisalexss befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 06.05.2020, 11:35

Hey,



meine beiden Mädels haben nun seit 2 Tagen männliche Verstärkung, der kleine Mann ist fast 8 Wochen alt. (KEIN ZOOHANDLUNGSTIER!) Die ersten Tage habe ich aber nur alle 3 zusammen rausgelassen wenn ich dabei bin, um zu sehen wie sie aufeinander reagieren und falls etwas passiert, dass ich eingreifen kann.

Bei der ersten Begegnung war das gegenseitig besteigen interessanter als den Zuwachs zu begrüßen. Nach circa einer Stunde anschnuppern und nach dem Essen fingen Luna & Mia langsam an den kleinen Charly zu besteigen. Er ist verständlicherweise noch recht ängstlich, vorallem wenn die ihre 5 Minuten haben und auf der Stelle hüpfen oder 10 Runden im Kreis durch Käfig und Auslauf drehen ohne Rücksicht auf alles zu nehmen.. Da wird mal eben die Wasserschale umgeschmissen oder die anderen werden überrrannt etc.. Daher möchte ich dem kleinen Charly zu liebe noch nicht alleine bei den Rackern lassen da mir die Gefahr noch zu groß ist. Er ist noch sooo klein & zart.



Zur Info, meine Hasen genießen nun einen Auslauf, sie können wenn ich da bin frei entscheiden ob sie im Käfig bleiben oder draußen rumrennen wollen. Außer zur Nacht habe ich Luna & Mia in den Käfig getan da ich mir zur Nacht noch nicht sicher bin mit dem kleinen. (Hätte lieber den kleinen im Käfig gehabt um ihn stubenrein zu bekommen aber die Mädels können über die Abzäunung springen aber da mein Zimmer noch nicht Ninisicher ist, müssen die beiden erstmal dran glauben) Dann soll er sich erstmal in Ruhe an die neue Umgebung gewöhnen und vorallem an den Geruch. Damit würde ich diese Woche noch so fortfahren bis ich die anderen zur Nacht auch rauslassen kann mit der Sicherheit nicht einen von den dreien am Ende des Tages mit Verletzungen aufzufinden.



Ich habe mir zusätzlich noch Regalstecksysteme bestellt, womit sich der Auslauf dann noch vergrößert zum Ende der Woche und ich den Bereich evt erstmal abtrenne für den kleinen Charly damit er seinen Rückzugsort hat.. Oder ab wann kann ich alle 3 ohne schlechtes Gewissen alleine lassen?

Wenn ich mich reinsetze kommt der kleine immer ganz flott aus seinem Versteck an, will gestreichelt werden und holt sich ganz viel Liebe ab. Er hält sich auch größtenteils von den beiden fern da er eher Angst hat, weil sie nicht mehr so rücksichtsvoll und größer sind..



Sie bekommen jetzt noch 2 weitere selbstgebaute Häuser dazu damit sie noch mehr Möglichkeiten zum unterschlüpfen haben, natürlich auch mit mindestens 2 Durchgängen.




Benutzerbild von LoonyFlecki
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 09.03.2020
Beiträge: 165
LoonyFlecki befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 06.05.2020, 12:06

Hallo!
Ich finde dein Gehege und Überlegungen grundsätzlich gut.
Hier im Forum wird immer von den optimalsten Haltungsmöglichkeiten ausgegangen, aber diese kann nunmal nicht jeder erfüllen.

Trotzdem muss ich zustimmen, dass der Platz eine wesentliche Rolle am Verhalten ausmacht.
Ich hab meinen Beiden ein Gehege mit 3 Stockwerken gebaut und sie am Anfang mal dort rein gesetzt. Nach 2 Tagen Streit zwischen den Beiden hab ich dann einfach mal was Wohnzimmer Kaninchensicher gemacht und das Gehege aufgemacht. Und siehe da, die beiden waren sichtlich entspannter als sie frei wählen durften ob sie raus gehen können. Meine beiden (Männchen und Weibchen) leben seitdem frei im Wohnzimmer tagsüber.

Aber dennoch bin ich der Meinung man muss sich nicht versklaven, also von dieser Nachtaktivität die hier immer beschrieben ist halte ich als arbeitender Mensch einfach nichts und deswegen kommen meine beiden von 23 Uhr bis 7 Uhr früh ins Gehege. Und auch Tiere passen sich den Menschen an, denn meine beiden schlafen in dieser Zeit und sind mucksmäuschen still. Für sie ist das ihre fixe Schlafenszeit und das tut ihnen selber auch sichtlich gut dieser geregelte Ablauf, sie gehen Abends sogar oft schon früher ins Gehege, legen sich in ihr Bettchen und dann mach ich das Gehege zu.
Und wenn ich am Wochenende mal bis 8 oder 9 Uhr schlafen möchte halten sie auch still.. also anpassen auf beiden Seiten.

Ansonsten bin ich mir aber sicher, meine Beiden sind deshalb so ausgeglichen, weil sie eben den Rest des Tages frei sind, also wirklich frei. Wenn wir Zuhause sind, dann haben sie noch 100m2 Garten auch zur freien Verfügung.
Hier habe ich anfangs mit einem Gehege auch draußen gearbeitet und sie waren gar nicht happy... dann auch den Garten sicher gemacht und sie sind soooo glücklich in ihrem Garten und das sie frei rein und raus hoppeln können.

Also meine Meinung ist: optimale Haltungsverhältnisse so gut es geht die meiste Zeit über und dann kann man auch mal von ihnen verlangen Nachts in einem 6m2 Gehege zu verbringen.

Aber dieses "frei sein Gefühl" ist ein ganz wesentlicher Punkt beim Wohlbefinden.




Kaninchen
 
Registriert seit: 05.06.2012
Beiträge: 2.923
Rakete befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 06.05.2020, 12:48

Zitat:
Hier im Forum wird immer von den optimalsten Haltungsmöglichkeiten ausgegangen, aber diese kann nunmal nicht jeder erfüllen.
Falsch: der Tierschutz empfiehlt die Mindestmasse. Optimal ist anders.
Und wenn man sich Tiere (nicht nur Kaninchen) nicht einigermassen artgerecht halten kann, soll man davon absehen. Zum Wohl der Tiere!



Zu häufige Fehler bei der Vergesellschaftung bei unerfahrenen Haltern (die so gemacht werden...) gibt es hier einiges nachzulesen:


https://www.kaninchenwiese.de/soziales/haeufige-fehler/



Nur damit eine VG hier auch 'richtig' durchgeführt wird, sonst kann es auch daran scheitern...




Ninchen
 
Registriert seit: 28.04.2020
Beiträge: 6
lisalexss befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 06.05.2020, 12:57

Ich habe mir den Link mal durchgelesen und dort steht das auch wie ich es gemacht habe.



"Spätere Vergesellschaftungen gleichgeschlechtlicher Kaninchen sind nur empfehlenswert, wenn noch Kaninchen des anderen Geschlechts dazu gesellt werden."


Und da das der Fall ist, habe ich doch vorerst nichts falsch gemacht.




Ninchen
 
Registriert seit: 28.04.2020
Beiträge: 6
lisalexss befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 06.05.2020, 12:57

Ich habe mir den Link mal durchgelesen und dort steht das auch wie ich es gemacht habe.



"Spätere Vergesellschaftungen gleichgeschlechtlicher Kaninchen sind nur empfehlenswert, wenn noch Kaninchen des anderen Geschlechts dazu gesellt werden."


Und da das der Fall ist, habe ich doch vorerst nichts falsch gemacht.


Zitat:
Zitat von Rakete Beitrag anzeigen
Falsch: der Tierschutz empfiehlt die Mindestmasse. Optimal ist anders.
Und wenn man sich Tiere (nicht nur Kaninchen) nicht einigermassen artgerecht halten kann, soll man davon absehen. Zum Wohl der Tiere!



Zu häufige Fehler bei der Vergesellschaftung bei unerfahrenen Haltern (die so gemacht werden...) gibt es hier einiges nachzulesen:


https://www.kaninchenwiese.de/soziales/haeufige-fehler/



Nur damit eine VG hier auch 'richtig' durchgeführt wird, sonst kann es auch daran scheitern...




Kaninchen
 
Registriert seit: 25.01.2016
Beiträge: 2.189
Kaninchenherz28 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 06.05.2020, 14:20

Wenn du die Kaninchen ständig wieder trennst, kann die VG seeehr langendauern. Ich spreche da aus Erfahrung. Ich habe damals zwei Jungtiere (10 Wochen, eigene Handaufzucht) zu meiner erwachsenen Vierergruppe gesellt und täglich im Gartenauslauf vergesellschaftet, da es einfach wesentlich mehr Platz zum Aus-dem-Weg-gehen gab. Letztendlich habe ich doch die "normale" Methode gewählt und alle ins Gehege gesetzt, weil es über mehrere Wochen keine wirklichen Fortschritte gab.
Ich würde an deiner Stelle möglichst bald einen sicheren Auslauf (auch für nachts) bauen und dann alle drei zusammen lassen und nicht mehr trennen. Das ist auch stressfreier für die Ninchen.



__________________
Liebe Grüße von den Sophie mit Kiki, Stella, Jimmy, Richard, Sissi, Caramel und Heidi!



Kaninchen
 
Registriert seit: 05.06.2012
Beiträge: 2.923
Rakete befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 07.05.2020, 06:52

Zitat:
Und da das der Fall ist, habe ich doch vorerst nichts falsch gemacht.
Dann würde ich empfehlen, mal genauer zu lesen!

Man soll bei einer VG nie trennen, das sind die Empfehlungen....Schürt Aggressionen und man beginnt wieder von vorne mit der VG. Aber ich habe keine Zeit, da den Text zu wiederholen, daher der Link zu den Fehlern.




Ninchen
 
Registriert seit: 28.04.2020
Beiträge: 6
lisalexss befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 07.05.2020, 11:49

Ich hatte alle 3 heute Nacht zusammen im Auslauf gehabt & hat soweit ganz gut geklappt, sind alle noch am Leben Bis auf die 3 Stunden Schlaf aber ich hoffe sie werden irgendwann ruhiger wenn sie sich an den Zuwachs gewöhnt haben. Die beiden haben Charly auch schon am Köpfchen geleckt und scheinen sich soweit zu verstehen. Ich werde das jetzt auch beibehalten, dass alle 3 über Nacht & am Tage rausgehen können wann sie wollen.





Zitat:
Zitat von Kaninchenherz28 Beitrag anzeigen
Wenn du die Kaninchen ständig wieder trennst, kann die VG seeehr langendauern. Ich spreche da aus Erfahrung. Ich habe damals zwei Jungtiere (10 Wochen, eigene Handaufzucht) zu meiner erwachsenen Vierergruppe gesellt und täglich im Gartenauslauf vergesellschaftet, da es einfach wesentlich mehr Platz zum Aus-dem-Weg-gehen gab. Letztendlich habe ich doch die "normale" Methode gewählt und alle ins Gehege gesetzt, weil es über mehrere Wochen keine wirklichen Fortschritte gab.
Ich würde an deiner Stelle möglichst bald einen sicheren Auslauf (auch für nachts) bauen und dann alle drei zusammen lassen und nicht mehr trennen. Das ist auch stressfreier für die Ninchen.



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