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Pubertät, Sozialisierung und Gruppenaufteilung auf Kaninchen Forum

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Kaninchen
 
Registriert seit: 25.01.2016
Beiträge: 2.189
Kaninchenherz28 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 16.07.2019, 21:51

Pubertät, Sozialisierung und Gruppenaufteilung


Hallo,

ich weiß gerade nicht mehr weiter und brauche euren Rat.

Ich hatte eine Dreiergruppe mit Stella, Kiki und Felix. Im Mai ist Jimmy, damals angeblich ca. 11 Wochen alt, ich glaube aber, dass er schon älter und deshalb doch nicht frühkastriert war, zu uns gekommen. Die vier verstehen sich mäßig, die Mädels hängen mit beiden Jungs ab, aber Jimmy verjagt Felix immer aus dem Auslauf, obwohl er anfangs mit ihm gekuschelt hat. Felix ist aber auch schon sechseinhalb, blind und körperlich nicht gerade auf der Höhe, daher wehrt er sich nicht.

Vor drei Wochen haben wir zwei damals zwei Wochen alte Kaninchenbabys zur Handaufzucht aufgenommen. Nico und Finn sind mitlerweile fünf Wochen alt und trinken keine Milch mehr, daher dachten wir, wir versuchen eine VG. Unsere alteingesessenen drei waren bisher immer total lieb bei VGs und die VG mit Jimmy war auch innerhalb einer Stunde abgeschlossen. Dieser Versuch ist leider gescheitert, denn sie haben die kleinen gejagt und die sind ja noch zu klein, um sich zu wehren. Zusammenlassen hätten wir sie nur können, wenn es kein Gejage gegeben hätte.

Also haben wir den Kleinen im Gehege der Großen eine Ecke mit Gittern abgetrennt, damit sie wenigstens durch zuschauen ein bisschen Sozialverhalten lernen können. Die kleinen wollen am Gitter immer Kontakt aufnehmen, und so kam es, dass Nico heute Abend eine fiese Bisswunde in der Nase hatte . Das hätte ich den großen wirklich nicht zugetraut.

Also haben die kleinen jetzt drinnen wieder ihr Gehege und wir stehen vor der Entscheidung, wie es weitergeht. Hier bräuchte ich bitte eure Einschätzung:

Möglichkeit 1:
Die Kleinen kommen wieder Gitter an Gitter mit den Großen, aber mit doppeltem Gitter.
Diese Möglichkeit haben wir bereits ausgeschlossen, weil Stella es, als sie sich die Pfote gebrochen hatte, auch immer über die Absperrung zu den anderen geschafft hat. Sie und Jimmy sind den kleinen gegenüber am aggressivsten, also wäre das zu riskant.

Möglichkeit 2:
Die kleinen bleiben alleine in ihrem Gehege in unserem Zimmer, bis sie alt genug für eine richtige VG sind.
Vorteil: Nach den zwei Monaten kann die VG sozusagen ganz von vorne beginnen.
Nachteil: Sie erfahren keinerlei Sozialisierung, was sie ihr gsnzes Leben lang schlechter verträglich machen kann.

Möglichkeit 3:
Felix kommt zu den kleinen dazu. Er ist aufgrund seines Alters und seiner Blindheit überhaupt nicht aggressiv den Babys gegenüber, er hat sozusagen gar nicht die Möglichkeit dazu. Er könnte sie für die nächsten zwei Monate sozialisieren und danach würden wir die drei mit den anderen dreien vergesellschaften.
Vorteil: Die Kleinen werden sozialisiert, Felix hat zwei Monate Ruhe vor Jimmy (vollpubertär)
Nachteil: Felix hat Stress wegen einer erneuten VG später, er wird von den Mädels getrennt. Was, wenn Jimmy ihn später aus der Gruppe ausschließt, weil er zwei Monate lang weg war?

Möglichkeit 4:
Felix wechselt zwischen den kleinen und den anderen. Z.B. tagsüber bei den kleinen, nachts bei den großen. Die Großen haben tagsüber Auslauf, wo er sowieso nicht teilnehmen darf, weil Jimmy ihn vertreibt.
Vorteil: Keine erneute VG für Felix, Sozialisierung für Felix
Nachteil: eventuell Stress für Felix.

Irgendwie sind alle Möglichkeiten sch, genauso wie die ganze Situation. Was würdet ihr machen?



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Moderator
 
Registriert seit: 20.02.2019
Beiträge: 3.859
4Chaoten befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 16.07.2019, 22:05

Und wenn du Kiki und Felix zu den Kleinen setzt?




Kaninchen
 
Registriert seit: 25.01.2016
Beiträge: 2.189
Kaninchenherz28 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 16.07.2019, 22:17

Wäre schön, aber auch Kiki hat die kleinen gejagt. Nicht so schlimm wie Jimmy und Stella, aber doch...



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Benutzerbild von Arren
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Registriert seit: 04.06.2018
Beiträge: 2.464
Arren befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 16.07.2019, 23:09

Möglichkeit 3 würde ich Felix nicht antun.
Er liebt ja seine Mädels und zwei so junge Hüpfer sind vielleicht auch nicht das richtige für ihn.

Ein kleines extra Gehege für die zwei Minis angrenzend zum Gehege ist nicht möglich?
Wenn es ein extra Teil ist, kann ja niemand einbrechen, oder? Etwas Abstand und die Minis könnten zumindest beobachten.



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Kaninchenherz28 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 17.07.2019, 06:31

Zitat:
Zitat von Arren Beitrag anzeigen
Möglichkeit 3 würde ich Felix nicht antun.
Er liebt ja seine Mädels und zwei so junge Hüpfer sind vielleicht auch nicht das richtige für ihn.

Ein kleines extra Gehege für die zwei Minis angrenzend zum Gehege ist nicht möglich?
Wenn es ein extra Teil ist, kann ja niemand einbrechen, oder? Etwas Abstand und die Minis könnten zumindest beobachten.
Das gestaltet sich leider schwierig, weil das ja auch mardersicher sein müsste. Ich glaube, Draht habe ih keinen mehr.

Ich tendiere im Moment zu Möglichkeit drei oder eher Möglichkeit vier, denn so fies das klingt, für die Babys beeinflusst das ihr ganzes Leben, für Felix sind es zwei Monate.



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Benutzerbild von crazy curry
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crazy curry befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 17.07.2019, 07:03

Bitte Felix nicht aus der Gruppe nehmen, blinde Kaninchen sollten in ihrer Umgebung bleiben.

Vielleicht ist Kiki die beste Wahl, sie kommt dann zu den Kleinen und da sind die Karten neu gemischt.

Entweder noch ein paar Wochen warten oder innerhalb des Geheges eine erhöhte Abtrennung setzen.



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Kaninchenherz28 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 17.07.2019, 07:09

Zitat:
Zitat von crazy curry Beitrag anzeigen
Bitte Felix nicht aus der Gruppe nehmen, blinde Kaninchen sollten in ihrer Umgebung bleiben.

Vielleicht ist Kiki die beste Wahl, sie kommt dann zu den Kleinen und da sind die Karten neu gemischt.

Entweder noch ein paar Wochen warten oder innerhalb des Geheges eine erhöhte Abtrennung setzen.
Kiki kann ich beim besten Wilen nicht dazulassen, wenn sie die kleinen auch jagt.
Einer erhöhte Abtrennung - wie? Das Gehege insgesamt ist nur 1m hoch. Bisher haben wir Abtrennungen mit 60cm Gitter unten und dann bis zum Dach gespannten Decken gemacht, aber die Kaninchen finden da immer Löcher Mit einer komplett fixen Absperrung komme ich aber nicht mehr zu den kleinen hinüber...
"Noch ein paar Wochen" wären über zwei Monate, bis sie in einem Alter sind, wo sie anfangen, sich auch selbst zu wehren. Bis dahin ist dann die wichtigste Sozialisierungsphase vorbei.



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crazy curry befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 17.07.2019, 07:14

Zitat:
Zitat von Kaninchenherz28 Beitrag anzeigen
Kiki kann ich beim besten Wilen nicht dazulassen, wenn sie die kleinen auch jagt.
Einer erhöhte Abtrennung - wie? Das Gehege insgesamt ist nur 1m hoch. Bisher haben wir Abtrennungen mit 60cm Gitter unten und dann bis zum Dach gespannten Decken gemacht, aber die Kaninchen finden da immer Löcher Mit einer komplett fixen Absperrung komme ich aber nicht mehr zu den kleinen hinüber...
"Noch ein paar Wochen" wären über zwei Monate, bis sie in einem Alter sind, wo sie anfangen, sich auch selbst zu wehren. Bis dahin ist dann die wichtigste Sozialisierungsphase vorbei.
Du weißt doch gar nicht, wie sich Kiki alleine im Revier der Kleinen benimmt. Und Felix gegenüber fände ich es absolut unfair. Sowas macht man nicht mit Handycaptieren.

Vielleicht ist das eigentliche Gehege dann auch etwas klein für alle und du solltest dann über eine Abgabe nachdenken.

Das ist natürlich eine doofe Gehegehöhe, wenn man was basteln muss.



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flyrider befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 17.07.2019, 08:25

Kannst du nicht evtl. den Auslauf tagsüber abtrennen und die Kleinen dann eben nur tagsüber zu Felix dazu setzen? Wenn ich dich richtig verstanden habe, darf er ja tagsüber sowieso nicht mit raus? Dann hat er tagsüber auch jemand zum Kuscheln...




Moderatorin
 
Registriert seit: 13.07.2014
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Diabi befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 17.07.2019, 09:59

Felix zu den kleinen zu setzen, halte ich ebenfalls für keine gute Idee.

Zum einen wäre es nicht fair gegenüber Felix, der aufgrund seiner Einschränkungen ohnehin schon zu sehr damit belastet wäre, sich an eine neue Umgebung und dazu noch neue Nins anzupassen, die ihn aufgrund ihres Alters wohl nur nerven würden.

Bei unserem erblindeten Phönix ist es übrigens so, dass er gereizt reagiert, wenn zu viele der anderen Wackelnasen um ihn rumwuseln und dann auch mal die Zähne zeigt, das könnte bei Euch in der Kombination altes, blindes Kaninchen und junge Hüpfer auch passieren.

Zum anderen sehe ich auch nicht, wie Felix die kleinen gut sozialisieren soll: zu den guten Umgangsformen unter Kaninchen zählt auch die Körpersprache, was er bei den kleinen aufgrund seiner Blindheit gar nicht wahrnehmen könnte, kurz: die Babys würden ihm wohl auf kaninisch hundertmal am Tag die Zunge rausstrecken und mit den Ohren "Du alter Sack" signalisieren, und er bekäme es noch nicht einmal mit...




Kaninchen
 
Registriert seit: 05.06.2012
Beiträge: 2.923
Rakete befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 17.07.2019, 12:42

Eine sehr knifflige Situation, bei der ich auch überfordert wäre.

Aber selbst wenn alles so bleibt, wie es momentan ist, gibt es auch keine Gewähr, dass Jimmy Felix langfristig weiterhin dulden wird.
Je älter Jimmy wird und es mit der Gesundheit abwärts leicht abwärts geht, desto schwieriger wird es . Es kann gut sein, dass das eines Tages plötzlich gar nicht mehr klappen wird. Das hatte ich leider auch schon.

Variante 1
Selbst wenn ein Gitter hoch genug ist, können Aggressionen auch bestehen bleiben. Das sieht zumindest bei mir nach 3 Monaten (nach gescheiterter VG) noch so aus, wobei das Gitter anstelle der Zimmertüre ist (also kein kompletter Gitter-Kontakt) und täglich ab und zu Kontakt besteht.

Variante 3
Die Sozialsierung mit den Kleinen finde ich persönlich gut. Allerdings bezweifle ich, dass die VG mit Felix zu Jimmy harmlos sein wird. Ggf. wird es auch nicht mehr klappen, respektive Du wirst das Felix nicht mehr zumuten können.

Variante 4
Selbst beim halbtägigem Wechsel könnte es sein, dass das irgendwann nicht mehr klappt von Jimmys Seite. Allerdings ist das auch stark kaninchenabhängig, muss also nicht zwingend so sein.


Ich würde versuchen, dass (doppelte) Gehege zu erhöhen und dann Variante 4 (oder allenfalls 3) durchführen, falls das klappen sollte. Dann wäre für alle wohl am besten. Wie es ist, bleibt leider abzuwarten.

PS: wie wäre es mit Gehege tauschen, so dass Felix im vertrauten Revier bleiben könnte?




Geändert von Rakete (17.07.2019 um 12:45 Uhr).

Moderator
 
Registriert seit: 20.02.2019
Beiträge: 3.859
4Chaoten befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 17.07.2019, 17:50

Ich lese und lese und ich denke und denke
Es ist eine schwierige Situation, aber Felix würde ich definitiv nicht alleine/nach Möglichkeit gar nicht, aus seiner gewohnten Umgebung nehmen.
Entweder mit einer Häsin zusammen oder eine Häsin nur zu den Kleinen. Da Felix jetzt schon von Jimmy so weit gezwungen wird nicht in den Auslauf zu dürfen würde ich mir eh schon Gedanken über eine getrennte Haltung machen.

Ich sehe auch schon Probleme mit den 2 Jungtieren, sobald sie in die Pubertät kommen, selbst wenn sie Frühkastriert werden.
Im übrigen kann ich nur bestätigen, dass sich Kanichen in einer anderen Umgebung anders Verhalten. Gerade wieder erlebt, eine angeblich "schüchterne, ängstliche" Häsin mitgenommen und hier lässt sie den "Macho" raushängen" auch schon mal einen "Macho" vergesellschaftet, der hier nix mehr zu sagen hat.




Kaninchen
 
Registriert seit: 25.01.2016
Beiträge: 2.189
Kaninchenherz28 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 17.07.2019, 18:34

Hi,



erst einmal danke für eure zahlreichen Antworten!


Ich versuche alles aus meiner Sicht so gut wie möglich zu beantworten:


@crazy curry:



Zitat:
Du weißt doch gar nicht, wie sich Kiki alleine im Revier der Kleinen benimmt. Und Felix gegenüber fände ich es absolut unfair. Sowas macht man nicht mit Handycaptieren.
Da hast du natürlich Recht, an ein anderes Verhalten im anderen Revier hatte ich bisher noch nicht gedacht.


Zitat:
Vielleicht ist das eigentliche Gehege dann auch etwas klein für alle und du solltest dann über eine Abgabe nachdenken.
Dass es gut sein kann, dass wir die Babys später abgeben müssen, ist mir durchaus bewusst. Aber mit ihren fünf Wochen sind sie definitiv noch nicht alt genug, um sie abgeben zu können. Wenn sie abgegeben werden, dann erst nach den Kastra. Zudem fühle ich mich verantwortlich für die Kleinen, auch, wenn sie abgegeben werden. Ich möchte ja keine gute sozialisierung für sie, damit es später für uns leichter ist, sondern damit sie später ein möglichst schönes Leben führen können und sich mit anderen Kaninchen und gegenseitig gut verstehen. https://www.kaninchenwiese.de/sozialisierung-warum-gibt-es-so-viele-schlecht-vertraegliche-kaninchen/ - das möchte ich für die beiden nicht.


Zitat:
Das ist natürlich eine doofe Gehegehöhe, wenn man was basteln muss.
Ja, genau. Aber höher ging nicht, weil wir nur eine Wohnung mit Minigarten haben.


@flyrider:



Zitat:
Kannst du nicht evtl. den Auslauf tagsüber abtrennen und die Kleinen dann eben nur tagsüber zu Felix dazu setzen? Wenn ich dich richtig verstanden habe, darf er ja tagsüber sowieso nicht mit raus? Dann hat er tagsüber auch jemand zum Kuscheln...

Das ist im Prinzip wie Möglichkeit 4, nur eben nicht drinnen, sondern im Auslauf, oder? Darüber habe ich in der Tat auch schon nachgedacht.


@Diabi:



Zitat:
Felix zu den kleinen zu setzen, halte ich ebenfalls für keine gute Idee.

Zum einen wäre es nicht fair gegenüber Felix, der aufgrund seiner Einschränkungen ohnehin schon zu sehr damit belastet wäre, sich an eine neue Umgebung und dazu noch neue Nins anzupassen, die ihn aufgrund ihres Alters wohl nur nerven würden.

Bei unserem erblindeten Phönix ist es übrigens so, dass er gereizt reagiert, wenn zu viele der anderen Wackelnasen um ihn rumwuseln und dann auch mal die Zähne zeigt, das könnte bei Euch in der Kombination altes, blindes Kaninchen und junge Hüpfer auch passieren.

Zum anderen sehe ich auch nicht, wie Felix die kleinen gut sozialisieren soll: zu den guten Umgangsformen unter Kaninchen zählt auch die Körpersprache, was er bei den kleinen aufgrund seiner Blindheit gar nicht wahrnehmen könnte, kurz: die Babys würden ihm wohl auf kaninisch hundertmal am Tag die Zunge rausstrecken und mit den Ohren "Du alter Sack" signalisieren, und er bekäme es noch nicht einmal mit...

Die Umgebung kennt er ja schon, da er bis vor einigen Monaten mit den Mädels in Innenhaltung gelebt hat. Gereiztes Reagieren kann ich mir (leider) beim besten Willen nicht vorstellen, es wäre ja ganz praktisch, wenn er sich ab und zu gegen Jimmy wehren würde.
Mit der Körpersprache hast du Recht, aber das ist ja nicht der einzige Bereich des Sozialverhaltens. Zumindest ist Sozialisierung durch Felix für die Kleinen immer noch besser als gar keine.


@Rakete:


Zitat:
Aber selbst wenn alles so bleibt, wie es momentan ist, gibt es auch keine Gewähr, dass Jimmy Felix langfristig weiterhin dulden wird.
Je älter Jimmy wird und es mit der Gesundheit abwärts leicht abwärts geht, desto schwieriger wird es . Es kann gut sein, dass das eines Tages plötzlich gar nicht mehr klappen wird. Das hatte ich leider auch schon.

Meinst du? Am Anfang hat Jimmy Felix geliebt und die beiden haben total gekuschelt, dann kam die blöde Pubertät... aber im Moment wird es ganz langsam wieder etwas besser. Zumindest im Gehege wird Felix (fast) nicht mehr gejagt.


Zitat:
Variante 3
Die Sozialsierung mit den Kleinen finde ich persönlich gut. Allerdings bezweifle ich, dass die VG mit Felix zu Jimmy harmlos sein wird. Ggf. wird es auch nicht mehr klappen, respektive Du wirst das Felix nicht mehr zumuten können.

Hmmm... das Ding ist, dass Felix sich total schnell unterordnet. Deshalb war seine VG anfangs mit Jimmy auch gar keine - sie haben sich nebeneinandergesetzt und fertig. Jetzt in der Pubertät ist Jimmy halt fies zu ihm (habe ich einmal irgendwo gelesen, dass Kastraten keine so schlimme Pubertät haben wie Mädels? Kann ich gerade nicht bestätigen.), aber die hormone müssten sich ja in 2 1/2 Monaten gebessert haben, oder nicht? Klar, wenn es nicht klappt, muss man eine Lösung finden. Aber schiefgehen kann immer etwas.


Zitat:
Variante 4
Selbst beim halbtägigem Wechsel könnte es sein, dass das irgendwann nicht mehr klappt von Jimmys Seite. Allerdings ist das auch stark kaninchenabhängig, muss also nicht zwingend so sein.

Mein Gedanke ist, dass Jimmy Felix' Abwesenheit gar nicht wirklich bemerken wird. Er ist von morgens bis abends im Auslauf und Felix alleine im Gehege...


Zitat:
Ich würde versuchen, dass (doppelte) Gehege zu erhöhen und dann Variante 4 (oder allenfalls 3) durchführen, falls das klappen sollte. Dann wäre für alle wohl am besten. Wie es ist, bleibt leider abzuwarten.

Also würdest du eine GitterVGmit Felix zu den Kleinen machen? Verstehe ich das richtig?


Zitat:
PS: wie wäre es mit Gehege tauschen, so dass Felix im vertrauten Revier bleiben könnte?

Gute Idee, aber Jimmy würde durchdrehen. Schon während fünf Tagen Kokikur war er komplett am Ende und fast unausstehlich, weil er seine geliebte Buddelkiste nicht benutzen konnte.


@4Chaoten:


Zitat:
Ich lese und lese und ich denke und denke
Es ist eine schwierige Situation, aber Felix würde ich definitiv nicht alleine/nach Möglichkeit gar nicht, aus seiner gewohnten Umgebung nehmen.
Entweder mit einer Häsin zusammen oder eine Häsin nur zu den Kleinen. Da Felix jetzt schon von Jimmy so weit gezwungen wird nicht in den Auslauf zu dürfen würde ich mir eh schon Gedanken über eine getrennte Haltung machen.

Wirklich? Das Nachtgehege darf er ja frei benutzen. Nur den täglichen Gartenauslauf im Moment nicht...
Wir planen, sobald wir die Gitter von den Kleinen wieder haben, den ganzen Gerten als Auslauf zu verwenden. Dann kann Felix auch wieder in den Auslauf, weil unser Garten so um die Ecke geht, dass Jimmy unmöglich den Überblick behalten kann.


Zitat:
Ich sehe auch schon Probleme mit den 2 Jungtieren, sobald sie in die Pubertät kommen, selbst wenn sie Frühkastriert werden.
Im übrigen kann ich nur bestätigen, dass sich Kanichen in einer anderen Umgebung anders Verhalten. Gerade wieder erlebt, eine angeblich "schüchterne, ängstliche" Häsin mitgenommen und hier lässt sie den "Macho" raushängen" auch schon mal einen "Macho" vergesellschaftet, der hier nix mehr zu sagen hat.

Wie gesagt, dass wir sie eventuell abgeben müssen, wissen wir. Aber bis dahin sollen sie möglichst gut für ihr weiteres Leben vorbereitet sein. Das mit dem Verhalten kenne ich auch, allerdings würde ich eher sagen, dass es von den Partnertieren abhängt.


Wir werden es gleich einmal mit Felix und Kiki versuchen, wie sie sich mit den kleinen verstehen. Vielleicht benimmt sich Kiki in einer anderen Umgebung doch anders.



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Kaninchenherz28 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 17.07.2019, 19:58

Das Problem hat sich erledigt, Felix und Kiki sind ebenfall nicht so nett zu den kleinen.



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Kaninchen
 
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crazy curry befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 17.07.2019, 20:04

Du tust einem blinden Kaninchen keinen Gefallen, wenn du es rausnimmt. Er benötigt dann wieder eine Weile um sich zurechtzufinden. Und dann in ein paar Wochen wieder eine Umstellung. Das ist definitiv nicht ok, sondern egoistisch.

Wenn er dann wieder zurückkommt, kannst du unter Umständen damit rechnen, daß es gar nicht mehr passt und du dann 2 Gruppen machen musst.



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4Chaoten befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 17.07.2019, 21:22

Dann bleibt nur noch, sie alleine zu halten oder jemand zu suchen, der ein verträgliches Pärchen oder eine Häsin mit gerade Jungtiere hat bzw. hatte.
Oder du wagst den Versuch nochmal mit Stella. Evtl. dann erstmal Stella alleine im Gehege (damit sie zur Ruhe kommt und die Umgebung kennen lernt) bevor sie zu den Jungtieren kommt.

Allerdings ist dann die Frage, wie sich Jimmy und Felix mit Kiki verhalten, denn Felix hat es ja jetzt schon nicht leicht.




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Kaninchenherz28 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 17.07.2019, 21:46

Die beiden bleiben jetzt, bis sie alt genug für eine Abgabe oder VG sind, bei uns alleine im Zimmer. Bleibt zu hoffen, dass sie das nötige Sozialverhalten später immer noch lernen können.



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