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Außenhaltung Entscheidungshilfe auf Kaninchen Forum

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  • 2 Post By angelsfire
  • 1 Post By Lauri

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Ninchen
 
Registriert seit: 14.10.2018
Beiträge: 11
Quensi befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 14.10.2018, 10:46

Außenhaltung Entscheidungshilfe


Hallo Kaninchengemeinde.


Ich bin neu hier und freue mich über den Austausch mit anderen Kanichenhaltern. Zudem starte ich direkt mit einer Frage, die mich seit ein paar Wochen umtreibt.


Wir (also ich, mein Partner und unser kleines Kind) ziehen demnächst zusammen mit unseren beiden Zwergkaninchen Olivia und Nepomuk, beide kastriert und 2,5 Jahre alt in ein kleines Häuschen mit Garten. Bisher haben wir in einer Mietwohnung mitten in Berlin gelebt und hatten für die beiden Kanichen ein Innengehege mit Freilauf im Wohnzimmer.
Nun ist es so, dass wir im neuen Heim auch einen kleinen Garten haben und ich mit dem Gedanken spiele, die beiden ab nächstem Frühjahr in ein Außengehege ziehen zu lassen. Ein paar Anleitungen habe ich schon gelesen. Den Garten würden wir für Freihoppeleien dann auch noch sichern.

Ich denke, dass es für die Kaninchen sicher schön ist, sich immer frische Luft um die Nase wehen zu lassen, zum anderen merke ich, dass speziell Nepomuk mit unserem kleinen Kind (fängt jetzt an zu krabbeln) doch mitunter überfordert ist - er verlässt eigentlich garnicht mehr das Gehege. Gesund ist er, sagt die Tierärztin. Olivia ist generell anders, sehr zutraulich und auch neugierig gegenüber dem Kind. Sie kommt von sich aus zum Streicheln, hört auf ihren Namen und ist sehr lebhaft. Daher kann ich mir generell für beide aus unterschiedlichen Gründen vorstellen, dass es draußen gut werden könnte. Nepomuk hätte mehr Freiraum und Olivia mehr Action.

Jetzt zu meinen Entscheidungschwierigkeit: Unsere Vorbesitzer erzählten uns letzte Woche vom Marder, der die ganze Gegend unsicher macht. Er hat sich schon mal durchs Dach geknabbert und ein paar Autos haben auch schon dran glauben müssen. Das macht mir natürlich einigermaßen Angst in Bezug auf die Hasen. Zumal Nepomuk ja bereits vom Kind eingeschüchtert ist. Könnte er da einen Schock bekommen und ist es bei so einem Störenfried überhaupt sinnvoll, Kaninchen im Außengehege zu halten?



Ich würde mich über ein paar Anregungen, Entscheidungshilfen oder Erfahrungsberichte freuen. Natürlich ist es noch etwas hin bis Frühjahr, wüsste ich aber, dass sie dann rausziehen, würde das Einfluss auf die Gestaltung des Innengeheges im neuen Haus nehmen.


Ich bedanke mich im Voraus und wünsche einen schönen Sonntag.


VG Kerstin



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Kaninchen
 
Registriert seit: 17.07.2018
Beiträge: 1.536
angelsfire befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 14.10.2018, 13:28

Hi Kerstin und Herzlich Willkommen hier



Schön das ihr euch vorher Gedanken darüber macht.



Wir haben bei uns auch Marder. Wichtig ist das ihr das Gehege wirklich sehr gut sichert. Das heißt:



- feuerverzinkten und punktgeschweißen Volierendraht mit einer Mindeststärke von 1,2mm. Ich nehme immer 1,35mm starken. Am günstigsten bekommt ihr diesen bei Drahtexpress. https://drahtexpress.de/volierendraht-und-drahtgitter.html?drahtstaerke=25


- das Gehege muss wirklich komplett gesichert werden. Das heißt auch nach unten und Oben. Nach unten könnt ihr entweder das Ganze Gehege ausheben und dann auch im Boden volierendraht verlegen und mit Erde wieder aufschütten. Oder aber ihr legt das ganze Gehege mit beispielsweise Waschbetonplatten aus. Diese bekommt man oft über die Kleinanzeigen günstig oder sogar Geschenkt.



- es darf wirklich keine Lücke entstehen. Marder quetschen sich überall durch. Man sagt wo ein gekochtes Ei durchpasst da kommt auch ein Marder durch.


Wenn ihr das Gehege wirklich sichert dann sehe ich darin kein Problem. Natürlich besteht die Gefahr eines Schocks immer. Diese sehe ich aber als relativ gering an.



flyrider and maximus like this.
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LG Britta



Ninchen
 
Registriert seit: 14.10.2018
Beiträge: 11
Quensi befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 14.10.2018, 18:22

Hi,


vielen Dank für deine Antwort und die vielen Tipps!

Dass das Gehege gut gesichert sein muss, habe ich auch gelesen. Obwohl das selbstverständlich ist und ich auch mein Bestes geben werde, macht mir das trotzdem gerade Sorgen - was, wenn ich doch nicht alles perfekt gesichert habe, obwohl ich mich an alle Anweisungen gehalten habe, was wenn irgendwo eine marode Stelle ist und das am Ende ein schlimmes Ende für meine Kaninchen bedeuten würde,...?
Mal schauen, ob ich das mache. Mein Freund hält es für eine gute Idee, die meisten, mit denen ich spreche, finden es auch artgerechter, als in der Wohnung. Letztlich habe ich momentan noch irgendwie Angst vor der eigenen Courage.




Benutzerbild von Lauri
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 17.07.2018
Beiträge: 212
Lauri befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 14.10.2018, 21:44

Hallo Quensi,

ich finde es auch gut, dass du darüber nachdenkst, deine Kaninchen draußen zu halten.

Wenn in deiner Umgebung so viele Marder sind, musst du das Gehege wirklich gut sichern. Das hat angelsfire ja schon sehr gut beschrieben. Willst du das Gehege begehbar machen? Auf jeden Fall musst du auch bei den Riegeln für Türchen und co aufpassen, dass sie nicht zu leicht verschieben gehen.
Wenn ich das richtig verstanden habe, möchtest du deine Kaninchen im Garten laufen lassen? Das ist eine sehr gute Entscheidung, deine Kaninchen werden es lieben. Du musst aber beim Einsperren sehr konsequent sein, lieber noch kurz bevor es dunkel wird.

Um einen Schock zu vermeiden würde ich vielleicht eine oder zwei Seiten des Geheges ganz zu machen, also mit Holz. Stell auf jeden Fall auch genug Häuser und Verstecke auf, auch im Freilauf! Kaninchen werden sehr leicht panisch, wenn sie etwas nicht kennen, also ist das vor allem in der ersten Zeit sehr wichtig, wenn sie Tiere wie Vögel, Katzen und Hunde erst kennenlernen müssen.

Nur Mut, ihr schafft das! Gutes Gelingen! Hältst du uns auf dem Laufenden?



maximus likes this.
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Ganz liebe Grüße
Lauri

Mit den Kaninchen Felix, Kiki, Stella, Jimmy, Nico und Finn,
den Schildkröten Momo und Joy
sowie den Degus Leandro und Federico



Ninchen
 
Registriert seit: 14.10.2018
Beiträge: 11
Quensi befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 15.10.2018, 08:58

Guten Morgen,


danke auch dir für die Antwort.
Ja, sie sollten dann auch im Garten hoppeln dürfen - allerdings auch, wenn sie im Innengehege bleiben.

Ich werde zur Zeit noch nicht das Bild los, wie der fiese Marder die halbe Nacht vor dem Gehege lauert und meine kleinen Häschen in Angst und Schrecken versetzt. Über den Schutz der Seiten habe ich auch nachgedacht, zumal wir das Gehege neben unseren Schuppen stellen wollen würden. Zudem habe ich an ein Dach gedacht, wie es die Ställe auch haben. Damit von oben nichts unheimlich ist für die beiden.

Ich werde mich mal von mir selber überraschen lassen, finde es aber sehr nett, dass Ihr mich da etwas unterstützt habt.


BG und einen schönen Wochenstart


Kerstin




Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 06.12.2017
Beiträge: 221
sabunny befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 15.10.2018, 10:09

Deine Kaninchen brauchen, wie schon geschrieben wurde, Bereiche (z.B. eine große Schutzhütte), in den sie sich komplett zurückziehen können, wenn sie sich bedroht fühlen. Bei uns schleichen oft Katzen um's Gehege, dann flitzen unsere beiden in ihre Hütte. Klar, zwischendurch haben sie schon mal Angst, aber insgesamt wirken sie auf mich so, als würden sie sich im Gehege sicher fühlen. Irgendwie haben sie schon kapiert, dass da keiner reinkommt, der da nicht hingehört. Und, sofern ich das als Mensch beurteilen können, sind sie auch glücklich und zufrieden.

Und auch der Marder wird irgendwann vom Gehege ablassen, wenn er merkt, dass er da nicht reinkommt …




Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 06.12.2017
Beiträge: 221
sabunny befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 15.10.2018, 10:10

Ach so, und wenn man sorgfältig baut und immer mal wieder kontrolliert, ist da auch nicht plötzlich eine Schwachstelle, wo der durchkommt. Dieser Draht ist schon seeehr stabil ...




Ninchen
 
Registriert seit: 14.10.2018
Beiträge: 11
Quensi befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 15.10.2018, 10:47

Hi,


ich habe hier einen Doppelstock-Stall, den ich mit einem Gehege verbunden habe. Ich würde den dann auch für draußen verwenden. Der hat einige Bereiche, die mit geschlossenen Türen dann auch schön dunkel und mummelig sein könnten.
Danke auch dir - wenn der Draht so stabil ist, dann wage ich es wohl doch. Bin immer so ein Kontrollfreak. Der Gedanke beruhigt mich auch tatsächlich, dass es selbst dem Marder vielleicht irgendwann zu langweilig werden könnte. Und mein Freund plant mittlerweile so eine Art Hochsicherheitstrakt für die beiden Mümmler.

Jetzt kommt ja erstmal der Winter (wenn er denn kommt?). Ab wann macht es denn nächstes Jahr Sinn, die Kaninchen rauszusetzen, damit sie bis zum darauffolgenden Winter maximal gewappnet sind?


VG Kerstin




Kaninchen
 
Registriert seit: 17.07.2018
Beiträge: 1.536
angelsfire befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 15.10.2018, 11:00

Der Draht ist wirklich stabil. Ihr werdet eure Freude damit haben ihn zu befestigen ich würde ihn nicht tackern (hält bei mir zumindest maximal ein jahr wirklich sicher) sondern entweder krampen verwenden oder kleine Schrauben mit Unterlegscheiben. Das ist die bequemer version, dafür auch teurer als krampen. Halten tut beides.

Die Kaninchen kannst du meist spätestens ab Mitte Mai problemlos raus setzen. Frost sollte halt vorbei sein und die Temperaturen nachts nicht unter 15 Grad oder so fallen.



__________________
LG Britta



Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 06.12.2017
Beiträge: 221
sabunny befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 15.10.2018, 11:59

Zitat:
Zitat von angelsfire Beitrag anzeigen
Der Draht ist wirklich stabil. Ihr werdet eure Freude damit haben ihn zu befestigen
… und zu schneiden ...

Was auch gut geht und schön aussieht (aber einiges an Arbeit macht), ist den Draht mit Holzlatten zu befestigen.




Kaninchen
 
Registriert seit: 17.07.2018
Beiträge: 1.536
angelsfire befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 15.10.2018, 12:02

Zitat:
Zitat von sabunny Beitrag anzeigen
… und zu schneiden ...

Was auch gut geht und schön aussieht (aber einiges an Arbeit macht), ist den Draht mit Holzlatten zu befestigen.
Wollte sie jetzt nicht gleich komplett verschrecken

Mit holzlatten war mir irgendwie immer zu unsicher. Hatte Angst das er da durch rutscht. Passiert natürlich nicht wenn man es korrekt macht aber mein Kopf sagt was anderes



__________________
LG Britta



Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 06.12.2017
Beiträge: 221
sabunny befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 15.10.2018, 12:10

Oops, das wollte ich auch nicht. Das Bauen macht ja auch trotzdem Spaß!!

Wenn man Latten nimmt, muss man natürlich schauen, dass die Schrauben richtig sitzen, also dass man sozusagen in so einem kleinen Viereck landet und nicht über dem Draht. Dann rutscht da nix.




Ninchen
 
Registriert seit: 14.10.2018
Beiträge: 11
Quensi befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 15.10.2018, 15:49

Ach, verschrecken kann man mich damit kaum - ich habe leider wenig Bautalent und überlasse das meinem handwerklich viel versierterem Freund.
Aber ich bin die Informationssammlerin und daher danke ich euch wirklich! Was Krampen sind, musste ich erstmal nachgucken, nie gehört.

Was mich noch ein bisschen verunsichert: viele Anleitungen sind ja mit Holzrahmen, wenn man nicht gaanz viel Geld in die Hand nimmt und sich eine Voliere wie im Zoo bauen lässt. Kommt der Marder da nicht durch? Ich tendiere etwas dazu, das Vieh als Antihelden zu sehen, wo er sich schon durchs Dach gemampft hat...




Kaninchen
 
Registriert seit: 17.07.2018
Beiträge: 1.536
angelsfire befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 15.10.2018, 17:28

Ich habe meine Gehege bisher immer aus Holz gebaut. Da kommt kein Marder durch sofern der Draht überall dran ist Solltest halt auch oben mit Draht sicher und dann bei Bedarf noch ein Dach drüber machen oder so.



__________________
LG Britta



Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 06.12.2017
Beiträge: 221
sabunny befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 15.10.2018, 17:45

Im Dach wird es wohl auch eine Schwachstelle gegeben habe …

Hier mal zwei interessante Seiten:

http://marderhilfsnetz.de/?page_id=1003

http://www.bunny-in.de/media/download_gallery/Die%20Märchen%20über%20Marder%20und%20Fuchs.pdf

Da steht unter anderem, dass sich Marder nicht durch Holz durchbeißen. Bin aber selbstverständlich kein Experte. Aber wenn man den Draht möglichst weit an den Rand zieht, kommt da auch keine Marder durch. Wirklich, so einen 1,35 mm Draht kriegt man nur mit einem Seitenschneider und einiger Kraftanstrengung durch - den Marder möchte ich sehen, der sich da durchbeißt …




Benutzerbild von maximus
Kaninchen
 
Registriert seit: 31.10.2014
Beiträge: 15.174
maximus befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 15.10.2018, 21:43

In unserem Dachboden lebt ein Marder.
Die Kaninchen interessiert das nicht. Sie haben ein sicheres Nachtgehege und ein paar Schutzhütten da drinnen. Da fühlen sie sich völlig sicher und sind total entspannt. Klar, wenn die Katze oder der Marder übers Dach rennt schauen sie, bzw verkriechen sich. Aus diesem Grund haben wir das Gehege auch komplett überdacht. Das gibt gefühlt mehr Sicherheit nach oben als "nur" Volierendraht.



__________________
Liebe Grüße von Susanna
und ihren Fellnasen.



Ninchen
 
Registriert seit: 14.10.2018
Beiträge: 11
Quensi befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 16.10.2018, 08:24

Vielen Dank für die Erfahrungsberichte!

Ja, das Dach hatte sicher irgendwas, ist aber alles repariert und wir haben es im Blick.

Ich dache mir auch, dass es sicher besser für die Kaninchen ist, wenn nach oben hin ein Dach auch einen Sichtschutz bietet. Werde ich machen! Dazu den Stall und vielleicht noch eine Hütte, ich schaue mal.

Für den Untergrund tendiere ich eher zu Platten. Ausheben oder die Seiten ganz tief einbauen sind vom Boden her nicht so einfach.

Werde dann irgendwann im frühen Frühjahr starten und hoffe, es führt nicht zu einem Wutausbruch beim Bauen. Mein Freund hatte schon das Innengehege gebaut, was schon ziemlich schön ist. Ich befürchte aber, dass so ein Außengehege eine völlig andere Hausnummer wird...



 
 
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