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Hasendame alleine, Partner gestorben, und nun?Wir hatten bis letzte Woche zwei weiße Neuseeländer aus dem Labor in Außenhaltung, er fast 6 Jahre alt, sie 5 Jahre alt. Leider ist unser Roger am Donnerstag überraschend verstorben. Am Dienstag hat er schlecht gefressen und kam deshalb mit Luna in den Keller ins Gehege, um ihn einfacher im Auge behalten zu können. Er hat schon noch gefressen, wenn man es ihm vor die Nase gehalten und ihn animiert hat, aber nicht die normale Menge. Dort fraß er Mittwochmorgen auch noch schlechter, abends jedoch wieder freiwillig, wenn auch nicht viel. Zumindest hoppelte er wieder etwas rum. Wir dachen schon, alles wieder okay, aber am Donnerstagmorgen hing er schlaff in der Ecke, also sind wir sofort zum Tierazt. Zähne und alles andere waren okay, es gab Paraffinöl weil sie Verdacht auf Haarballen im Magen hatte und der Magen gut voll war. Er hatte seit Dienstag auch nicht mehr geböbbelt oder er ist noch auf Klo gegangen und das benutzt ja auch Luna. Zudem gab ihm die TÄ noch eine ein Schmerzmittel, Baytril und eine Infussion subkutan mit balancierter Kochsalzlösung, ca. 50-100 mL. Zuhause weigerte er sich weiter zu fressen und lag stur in der Transportbox. Kurze Zeit später ist er dann im Alter von 5 Jahren und 11 Monaten verstorben und hatte in seinen letzten Minuten noch üblen Durchfall. Der ganze Stress mit dem Tierarztbesuch schien ihm wahrscheinlich nicht bekommen zu sein oder hat ihm leider den Rest gegeben. Das mag jetzt alles etwas distanziert klingen, aber ich schaffe es erst heute wirklich darüber zu schreiben. Wir haben ihn nicht obduzieren lassen, denn es ändert nichts mehr. Zurück blieb Luna. Sie kommt klar, ist jedoch verstört, extrem anhänglich, aber topfit. Das wichtigste ist, sie frisst, ist aber recht aggressiv gegen alles war sich nicht wehrt und zerlegt alles, was ihr vor die Nase kommt, so war sie eigentlich nie. Nun kann ich wieder einen noch-Labori bekommen, gerade mal 4-5 Monate alt, auf dem Rücken rasiert, unkastriert. Ich müsste Luna und ihn also über Winter im Keller behalten, was Luna nicht sonderlich mag, aber gut, da muss sie eben durch und meine Kellereinrichtung dann wohl auch. Zudem müsste ich ihn kastrieren. Nun meine Frage: Luna ist kastriert. Würdet ihr vor der Kastra des Rammlers vergesellschaften oder besser erst wenn alles danach verheilt ist und das Fell am Rücken nachgewachsen ist? So könnte Luna draußen bleiben, jedoch wäre sie alleine. Abholen könnte ich ihn sofort, jedoch sind wir nächste Woche 3 Tage in Urlaub, also würde ich nicht vorher kastrieren lassen, selbst wenn ich einen Termin bekomme. Diese weißen Neuseeländer sind was Hautschnitte angeht sehr empfindlich und ich muss ggf. da sein, falls das nicht reibungslos klappt. Roger ist mir damals daran fast gestorben, hatte Ödeme, Fieber ectr. Wegen Urlaub würde es bis zur Kastra eher noch 3 Wochen dauern. Was meint ihr?
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| Erstmal mein Beileid zu Rogers Tod. Auch wenn es sich nicht unbedingt danach anhört, waren sie beide vollständig durchgeimpft, also einschl. Filavac gegen RHD V2? Wenn nein, bitte bei Luna schnellstmöglich nachholen. Zu dem Neuen, ist Dein Keller warm genug? Die Laboris kommen aus sterilen Laborbedingungen, sind empfindlich und natürlich ungeimpft, daher sehr empfindlich gegen Kälte und Infektionen. Du müsstest also, neben der Kastra und der Kastrafrist, strengste Quarantäne zu Luna einhalten. Eine VG vor der Kastra ist ausgeschlossen, selbst wenn Luna kastriert ist, würden seine Hormone ihr so zusetzen, dass mit schweren Verletzungen zu rechnen ist. Heißt im Klartext: Eigener Raum für den Neuen (inkl. notwendiger Schutzmaßnahmen wie Schuhwechsel, Handdesinfektionen etc.), KP und TA-Check, dann Kastra, dann sechs Wochen warten, in der Zeit die notwendigen Impfungen (ggf. auch für Luna) und dann in neutralem Gebiet vergesellschaften. Alternativ holst Du Dir einen "fertigen" Labori aus dem Tierschutz, guck zum Beispiel mal bei "laborkaninchenhilfe.de", die Tiere sitzen auf Pflegestellen, sind bereits akklimatisiert, kastriert und meist vollständig durchgeimpft. http://laborkaninchenhilfe.de/ Da wartet zum Beispiel "Hannibal" auf einen neues Zuhause, er ist kastriert, vollständig geimpft und kann sogar sofort in Außenhaltung. Geändert von Terry (26.09.2017 um 06:43 Uhr).
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| Hallo, Danke für die Antwort. Das mit der Kastration vor Vergesellschaftung hatte ich mir fast schon gedacht, alleine schon wegen der Wundheilung. Nur wann hat man schon eine einsame, traurige kastrierte Hasendame da sitzen? Daher dachte, ich frage nochmal nach. Unsere Kaninchen waren bzw. sind allesamt immer vollständig geimpft (gewesen). Mit dem neuen Namenlosen zieht bereits das 10. Kaninchen aus dem Labor bei uns ein. 8 davon waren nur zu Gast, bis sie sich umgewöhnt hatten und dann in ihr neues Zuhause zogen. Allesamt haben ihre ersten Tage oder Wochen bei uns im Keller bei 19-22 °C verbracht. Gleichzeitig hatten wir auch immer unsere eigenen Kaninchen noch im Haus oder draußen. Letzten Herbst starben unsere beiden Damen (Zwerge) mit über 11 Jahren. Übertriebene Hygiene haben wir nie eingehalten. Luna wird draußen bleiben, das findet sie eh viel interessanter und der neue kommt in den Keller und wie immer wird zwischen Betreuung draußen und im Keller die Hände gewaschen. Das ist Routine, mehr haben wir jedoch nie gemacht. Bei Roger denke ich wirklich dass es an der Verdauung lag, denn er hatte da schon immer wieder mal Probleme wenn es zuviel grünes war im Futter oder im Garten zuviel genascht hatte. Zudem hat man dieses Jahr schon gemerkt, dass er alt geworden ist. Er war deutlich weniger aktiv und hat viel mehr geschlafen. Das kenne ich von den beiden Zwergdamen noch so, die waren die letzten 2-3 Jahre quasi 23 Stunden vom Tag scheintot im Tiefschlaf. Ich denke, das ist halt einfach so, auch wenn fast 6 Jahre wenig klingen.Er wurde auch viel früher ruhiger als die Zwerge vom Alter her, Luna ist dagegen noch ein Wirbelwind mit ihren 5 Jahren und sie ist dieselbe Rasse, nur ein anderer Labortiervermarkter/Züchter. Der Tod gehört leider zum Leben dazu, auch wenn es einem jedes Mal wieder genauso sehr schmerzt.
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| Hallo, wir hatten ehrlich gesagt schon überlegt, ob wir Luna ein neues tolles Zuhause suchen, haben uns aber ganz schnell dagegen entschieden. Wir möchten es bei diesem zweiten Tier belassen. VG
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