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Kaninchen mit Zahnproblemen - einige Fragen auf Kaninchen Forum

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Ninchen
 
Registriert seit: 25.06.2014
Beiträge: 15
lisacs befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 09.02.2017, 22:19

Kaninchen mit Zahnproblemen - einige Fragen


Hallo zusammen,
vor einigen Wochen haben wir bei meinem Kaninchen Anton (9/10 Jahre) einen Abszess unter dem Auge festgestellt. Nach einem Tierarzt Besuch hat sich herausgestellt, das ein Zahn unter dem Zahnfleisch gespalten war und wurde nach dem Röntgen entfernt. Mittlerweile ist auch alles wieder gut verheilt, nachdem wir die Wunde jeden Tag 2x gespült haben. Das einzige was mir nun bei Anton "sorgen" macht ist, das er immer wieder schnarcht. Als wäre irgendeine Verbindung zur Nase durch die OP gestört worden. Meine Tierärztin ist auf meine Frage zu dem schnarchen nicht eingegangen, gäbe es hier einen Grund zur Sorge?
Nun zum 2. Problem... mein anderes Kaninchen, Harvey (zwischen 9 und 11 Jahren) hat nun das gleiche Problem am Unterkiefer. Letzte Woche habe ich mehrere kleine Knubbel am Rand seines Unterkiefers fühlen können. Daraufhin bin ich mit ihm zum Tierarzt und meine TÄ meinte, sie könne von innen nichts feststellen aber ein Zahn sei auf jeden Fall zu locker und ein anderer zu lang. Sie hat die Zähne mit einer Mundspreizer untersucht und den zu langen Zahn abgeknipst - ich wusste zu dem Zeitpunkt nicht, das man dies nicht tun sollte. Ist das ein Zeichen, dass meine Tierärztin nicht genug Erfahrung mit der Behandlung von Kaninchen hat? Ist es wirklich so schlecht dir Zähne abzuknipsen? Bisher schien sie sehr kompetent und steht auch auf der Liste der Empfohlenen Tierärzte.

Meine TÄ meinte, dass wir bei Harvey erstmal nicht operieren sollten, weil er so alt und etwas fragiler als Anton ist (er ist recht zottig, blind und grau). Sie hat mir Myristica mit gegeben und nächste Woche gehen wir noch einmal hin.
Die kleinen Knubbel unter seinem Kinn scheinen nicht sonderlich gewachsen zu sein aber trotzdem stellt mich diese Entscheidung nicht ganz zu Frieden.
Würdet ihr Harvey operieren lassen, wenn es euer Kaninchen wäre? Er ist nicht viel älter als Anton und immer noch sehr fit und isst wie immer (er knabbert gerade an einer Karotte). Würdet ihr noch etwas anderes Vorschlagen? Habt ihr allgemein Tipps, die bei Zahnproblemen helfen können?
Es ist sehr komisch, dass beide zur gleichen Zeit dieses Problem bekommen haben.
Ich bin für jeden Beitrag sehr dankbar. Es wäre sehr traurig einen der beiden zu verlieren, da die beiden unzertrennlich sind.




Geändert von lisacs (10.02.2017 um 14:15 Uhr).
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Benutzerbild von Kathy566
Kaninchen
 
Registriert seit: 29.09.2010
Beiträge: 3.539
Kathy566 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.02.2017, 11:26

Hallo

Ich habe auch ein Zahnkaninchen seit Jahren.

Ich erzähle dir einfach mal aus eigener Erfahrung, was passiert ist, als ihm von einer nicht sachkundigen Tierärztin seine zu langen Backenzähne abgeknipst worden sind:

Kiwhy leidete schon ziemlich früh an einem Kieferabszess. Er wurde operiert, der Zahn kam raus, Penicillin wurde verabreicht. Das ging recht gut und war echt problemlos.
Kiwhy musste regelmäßig, auch vor der Diagnose "Kieferabszess" zum Zähneschleifen. Anfangs waren es alle 5 - 6 Monate. Eines Tages bekam er Bauchschmerzen und fraß nicht mehr. Da bin ich zu einer TÄ, die noch geöffnet hatte. Diese hat ihm mit einem Knipser die Backenzähne abgeknipst. Glücklicherweise hat sie keinen Maulspreizer benutzt. Der ist nämlich ohne Narkose mehr als gefährlich. Dabei kann sich das Kaninchen stark verletzten, Kieferausrenken bis hin zum Kieferbruch. Alles schon passiert. Wie dem auch sei, er kam in die Tierklinik für 4 Tage, er verlor tonnenweise Darmschleimhaut, hatte eine schlimme Darmlähmung und überlebte das Ganze nur sehr knapp.
Die Folge des Zähneknipsens kam promt wenig später beim nächsten Zahnschleiftermin. Mein Zahn-TA erzählte mir, dass die beiden Backenzähne aus dem Kiefer rausgeeitert sind und ihm quasi schon entgegen kamen. Er konnte sie so aus dem Kiefer zupfen mit der Konsequenz, dass Kiwhy nicht nur schon wieder Penicillin kriegen musste, sondern auch ab da an alle 5-6 Wochen zum Zähneschleifen muss, da die Gegenspieler ja nun dank der o.g. TA fehlen.

So viel zum Thema Kompetenz. Jetzt kannst du selbst überlegen, ob du es weiterhin bei ihr machen lassen willst oder nicht. Ich würde die TÄ auf jeden Fall meiden. Am besten suchst du dir für Zahnprobleme einen kompetenten Zahn-TA. Meiner ist Zahn- und Kieferspezialist und sitzt in Duisburg. Da fahr ich zwar auch alle 6 Wochen über 40km pro Strecke, aber es lohnt sich. Und auch nur der kompetente TA sollte über eine OP entscheiden. Am besten wird noch einmal ein Röntgenbild gemacht, damit man auch sieht, wie die Zahnwurzeln stehen. Vielleicht steht da auch was quer oder - noch schlimmer, wie bei Kiwhy damals - die Zahnwurzeln drohen den Kiefer zu brechen. Durch das regelmäßige Zähneschleifen haben wir das verhindern können. Es wurde aber nur auf einem RöBi sichtbar.

Kiwhy und ich fahren seit 2013 zu dem TA und seit 2013 muss Kiwhy auch alle 5-6 Wochen die Zähne geschliffen bekommen und das immer unter Gasnarkose, die er sehr gut wegsteckt. Sein Zahnproblem fiel schon 2012 auf, da wurden ihm einmal die Zähne gemacht unter Injektionsnarkose (die viel belastender ist als die Gasnarkose) und gesagt, dass er wahrscheinlich keine Probleme haben wird. Anfang 2013 dann der Kieferabszess und seitdem sind wir bei einem Zahn-TA.

Alles Gute für euch



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Ninchen
 
Registriert seit: 25.06.2014
Beiträge: 15
lisacs befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.02.2017, 11:42

Liebe Kathy, vielen vielen Dank für deine Antwort! Du hilfst mir mit deiner Nachricht wirklich sehr. Es gibt einen Tierarzt, 30 Minuten von hier, der sich auf Zähne spezialisiert. Ich denke wir werden dort für Harvey einen Termin vereinbaren und ich hoffe das wir dort bessere Erfahrungen machen können.
Das Röntgenbild wurde bei Anton nur unter Narkose mit anschließender OP gemacht, ist das immer so?




Benutzerbild von Kathy566
Kaninchen
 
Registriert seit: 29.09.2010
Beiträge: 3.539
Kathy566 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.02.2017, 11:47

Ja das ist eine sinnvolle Sache das miteinander zu verbinden. Mein TA macht fürs Kopfröntgen auch immer eine Gasnarkose, weil er sagt, das Köpfchen ist so klein und fein. Bei der kleinsten Bewegung sind die Bilder nicht mehr auswertbar. Macht für mich Sinn. Gasnarkose ist aber ja auch harmloser als Injektion. Kiwhy ist danach immer recht schnell wieder fit. Wir lassen seine Zähne ganz normal während der Sprechstunde machen. Also es ist nicht so, dass ich ihn morgens abgeben muss und ihn abends abholen kann. Das ist immer nur bei Injektionsnarkose nötig.

Die Frage ist, um welche OP soll es sich denn handeln? Will sie den Kiefer aufmachen?



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Ninchen
 
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lisacs befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.02.2017, 11:57

Bei Harvey haben wir noch gar nicht über den Vorgang der OP geredet, weil sie der Meinung war, dass wir es erstmal so lassen sollten. Anscheinend gab es in ihrer Praxis Kaninchen, die so Jahrelang ohne Probleme weiter leben konnten.
Wenn man den Kiefer aufmacht wäre das wahrscheinlich eine größere OP?
Bei Harvey sind es mehrere kleine Knubbel, im Gegensatz zu Anton, der einen großen Abszess unter dem Auge hatte. Dann sollte das eigentlich eine kleinere OP werden? Ich weiß es leider nicht




Geändert von lisacs (10.02.2017 um 12:25 Uhr).

Benutzerbild von Kathy566
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Kathy566 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.02.2017, 12:12

Ich hab ja keine Ahnung, was das für Knubbel sind. Es könnten auch Zahnwurzeln sein. Vielleicht müssten dann auch Zähne raus, wenn sie zu tief kommen. Es könnte aber auch einfach nichts sein. Bei Kiwhy spüre ich auch immer kleine Knubbel. Da ist aber auch nichts. Ich würde mich nicht verrückt machen. Frisst er denn anders oder schlechter? Wenn er sich ganz normal verhält, dann würde ich abwarten. Wenn er schlechter oder anders fressen würde (z.B. Hartes meiden oder so) dann würde ich wirklich die 30min zum Zahn-TA fahren und dann soll er mal gucken, evtl. mit einem Röntgenbild.



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lisacs befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.02.2017, 12:26

Die Knubbel kommen schon von den Zähnen, das hätte ich nochmal in meiner vorherigen Antwort erwähnen sollen. Der eine Zahn ist locker und ein anderer zu lang. Heute habe ich in seinem Mäulchen auch eine kleine gelbe Blase entdeckt, von dem her denke ich das wir auf jeden Fall einmal Röntgen sollten.
Vielen Dank nochmal für die Hilfe!




Benutzerbild von Kathy566
Kaninchen
 
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Beiträge: 3.539
Kathy566 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.02.2017, 12:35

Ja, dann würde ich auf jeden Fall eine Zweitmeinung des Zahn-TA einholen.
Gerade bei lockeren Zähnen ist ja auch immer die Gefahr, dass Futterreste in die Zahntasche gelangen und Entzündungen (schlimmstenfalls eitrige) hervorrufen.

Ich drücke die Daumen.



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