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Fragen zum zubereiten von Essen auf Kaninchen Forum

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Ninchen
 
Registriert seit: 21.03.2010
Beiträge: 29
flocky u Bella befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 25.03.2010, 13:20

Fragen zum zubereiten von Essen


Hallo
ich habe heute meinen Hasen Fenchel und Rote Bete geholt und wollte mal wissen wie ich die beiden Sachen geben zu habe?



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Ninchen
 
Registriert seit: 10.12.2009
Beiträge: 26
Sandra648 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 25.03.2010, 13:25

AW: Fragen zum zubereiten von Essen


Hallo,

also bei Fenchel können Deine Nins sowohl die Knolle und auch das Grün fressen.
Zu der Roten Beete kann ich Dir leider nichts sagen..

Schau mal auf [url=http://www.kaninchenwiese.de]Kaninchen Ernhrung - Kaninchenwiese.de[/url]
Dort steht, welches Gemüse und Obst Du geben kannst!

Aber wichtig ist, das Du erst mit kleinen Mengen anfütterst, um zu gucken wie sie es vertragen.

Grüße

Sandra




Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 22.11.2009
Beiträge: 428
Daniela befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 25.03.2010, 13:30

AW: Fragen zum zubereiten von Essen


Hallo

Beim Fenchel schneid ich immer oben an den stangen sag ich mal das trockene ab und unten an der Knolle auch, das ja nicht so schön.
Bei der Roten bete schneid ich oben und unten dieses kleine Stück ab wo das so hubellig ist, schälen brauchst du sie nicht.
Ich würde dir aber raten die nicht zu schneiden wenn du vorhast noch wo hinzugehen, die Rate farbe kriegt man meist erstmal nicht mehr ab und auch vorsicht mit Teppich, das gibt schön Flecken.

LG
Daniela




Benutzerbild von Brausemaus
Kaninchen
 
Registriert seit: 14.12.2009
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Brausemaus befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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Geschrieben am 25.03.2010, 13:47

AW: Fragen zum zubereiten von Essen


@Flocky und Bella,

wie Daniela gesagt hat, die unschönen Stellen abschneiden. Du isst sie ja auch nicht! :-)

Bei rote Beete, lieber Einmalhandschuhe anziehen und dann kannste sie kleinschneiden. Dabei auch nicht das gute Küchenbrett benutzen, nicht das es ärger wegen der roten Flecken gibt. Und die Kleidung schützen.

Eins solltest Du bitte auch noch beachten. Wenn Du die rote Beete verfüttert hast, erschrecke dich nicht über die Ausscheidungen deiner Ninchen.

Kot und Urin können sich prima rot verfärben und man denk sie hätten Blut darin. Ist aber rote Beete!

Melanie



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Ninchen
 
Registriert seit: 21.03.2010
Beiträge: 29
flocky u Bella befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 25.03.2010, 18:12

AW: Fragen zum zubereiten von Essen


Vielen Dank für die Tipps!!!! Mal schauen ob die das mögen




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Geschrieben am 25.03.2010, 21:35

AW: Fragen zum zubereiten von Essen


@Locky und Bella,

Theo steht da total drauf. Danach sieht auch Stuhl und Urin dann aus!

Melanie



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Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 25.03.2010, 21:38

AW: Fragen zum zubereiten von Essen


Fenchel lieben meine, Rote Beete füttere ich bislang gar nicht. Sie darf ohnehin nur wenig gegeben werden, da sie einen sehr hohen Oxalsäureanteil aufweist.




Benutzerbild von Brausemaus
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Geschrieben am 25.03.2010, 21:41

AW: Fragen zum zubereiten von Essen


@LUpine,

sie bekommen nicht ne ganze Knolle, sondern so ungefähr einen Teellöffel voll. Das ist doch in Ordnung oder ist das zuviel?

Melanie



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Benutzerbild von Lupine
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Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 25.03.2010, 21:54

AW: Fragen zum zubereiten von Essen


Da müsste ich nachsehen wie viel Oxalsäure wirklich drin ist - und den Rest kennen den sie noch fressen. Ich weiß nur dass Rote Beete neben Spinat, Mangold und Klee (besonders um die Blütezeit herum) eines der am meisten mit Oxalsäure belasteten Futtermittel ist. Und die meide ich nach Möglichkeit, da ich keine Lust auf Blasensteine bei meinen Nins habe. Oxalsäure ist nicht ohne Grund als Fraßschutzstrategie der Pflanzen eingestuft.

Wichtig ist natürlich auch, ob sie das jeden Tag bekommen, oder selten.




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Geschrieben am 25.03.2010, 21:58

AW: Fragen zum zubereiten von Essen


@Lupine,

ich war gerade bei Kaninchenwiese, da steht folgendes:

Rote Beete hat einen hohen Oxalsäuregehalt und sollte deshalb immer in einer guten Mischung mit anderen Gemüse gereicht werden. Durch Rote Beete kann der Urin rot verfärbt werden (unbedenklich). Die Blätter sind ebenfalls gut zur Verfütterung geeignet.

Akzeptanz: sehr gut

Ich füttere ja nur FF, so ungefähr 8-10 Gemüsesorten am Tag immer frei zur Verfügung!

Melanie



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Ninchen
 
Registriert seit: 21.03.2010
Beiträge: 29
flocky u Bella befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 25.03.2010, 22:03

AW: Fragen zum zubereiten von Essen


Also Fenchel mag Flocky und von der Rote Bete werde ich morgen erst mal nur ein kleines stück rein machen, da sie etwas wählerisch sind




Benutzerbild von Lupine
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 19.399
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 25.03.2010, 22:04

AW: Fragen zum zubereiten von Essen


Naja, Kaninchenwiese ist das eine. Fakt ist aber, dass sich Oxalsäure mit Kalzium zum unlöslichen Kalziumoxalat verbindet. Und zwar unweigerlich, auch bei kalziumarmer Ernährung!

Du kannst gern saloiv dazu befragen, du weißt ja dass ich der ad-libitum-Ernährung kritisch gegenüberstehe. Aber ich vertraue da eben doch lieber auf diebrain und die Aussage meines Tierarztes, dass stark oxalsäurehaltige Futtermittel nicht häufig gegeben werden sollen, da sonst Nieren- und Blasenprobleme drohen. Und bei kalziumarmer Fütterung sogar ein massives Kalziumdefizit.

Noch kritischer kann es unter Umständen werden, wenn du gleichzeitig auch noch viel Vitamin-C-haltige Futtermittel einsetzt. Denn ein Vitamin-C-Überschuss wird auch noch zu Oxalsäure abgebaut, so dass die Konzentration dann noch mehr ansteigt - folglich mehr Kalzium gebunden wird mit allen negativen Folgen.




Kaninchen Freund
 
Registriert seit: 19.02.2010
Beiträge: 510
Kim R. befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 25.03.2010, 22:52

AW: Fragen zum zubereiten von Essen


Brausemaus,
wegen der Oxalsäure habe ich mich vor einigen Wochen genauer informiert. Da Du der Ad Libitum Ernährung folgst und eine große Auswahl an Futtermitteln anbietest, brauchst du dir an sich keine Sorgen machen.

Rote Beete ist bei uns sehr beliebt und ich verfütter 1-2 Mal die Woche davon meist etwa 6-7 kleine Knollen. Sprich etwa eine halbe Knolle pro Kaninchen. Mit Blasengrieß etc. hatte ich noch nie Probleme.

Lupine: Wärst du eventuell so nett, mal in einem Thread oder gern auch per PN zu erklären, warum du der Ad Libitum Ernährung negativ gegenüber stehst? Würde mich sehr interessieren




Benutzerbild von saloiv
Moderatorin
 
Registriert seit: 06.08.2009
Beiträge: 4.686
saloiv befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 26.03.2010, 02:30

AW: Fragen zum zubereiten von Essen


Kaninchen können im Vergleich zum Menschen sowohl sehr hohe als auch niedrige Oxalsäurewerte liefern. Rechnet man beim Menschen mit Gesamtoxalatmengen von 20—30 mg pro Tag und Konzentrationen zwischen 1 und 4 mg% sowie einem mittleren Körpergewicht von 75 kg, so resultieren etwa 0,3 bis 0,5 mg Oxalsäure/kg Gewicht als Tagesausscheidung. Bei Kaninchen konnten Werte zwischen 0,1 und 3,3 mg/kg beobachtet werden. Da unseres Wissens bisher niemals Oxalatsteine bei Kaninchen spontan gefunden wurden und auch oxalsäurehaltige Kost den Urinspiegel nur wenig beeinflußt, kann man auf eine besondere Anpassungsfähigkeit des Stoffwechsels dieser Tiere an die in der Natur weitverbreitete Oxalsäure schließen.
Quelle: Sengbusch u. Sucker: Oxalsäure im Urin. 2. klin. Chem. / 4. Jahrg. 1966 / Heft 1

Mal sehen wann auf diebrain vor Löwenzahn gewarnt wird, er hat einen ähnlich hohen Oxalsäuregehalt wie Chicorée. Oder auch Petersilie... Sie hat immerhin doppelt so viel Oxalsäure wie Rote Beete.

Löwenzahn ist sowieso etwas, das höchst giftig ist. Er enthält nicht nur viel Oxalsäure sondern auch noch Bitterstoffe, Harze und Triterpene im Milchsaft, die zu Durchfall und anderen Verdauungsproblemen führen. Ich kann mich noch an Zeiten erinnern, in denen man in Kaninchenforen zu der Ereknntnis kam, dass Löwenzahn für Kaninchen giftig ist, wegen des Milchsaftes. Nun gut, nachdem einige Zeit verstrich kam man auf die Idee, dass ein Kaninchen vielleicht doch kein Mensch ist und Pflanzenstoffe anders verwertet und verträgt als wir. Denn es ist immerhin ein Pflanzenfresser und auf die Inhaltsstoffe von Kräutern angepasst. Das gilt auch für Oxalsäure (siehe Zitat oben).
Meine Kaninchen waren schon immer die besseren Ansprechpartner wenn es um die Verträglichkeit von Pflanzen ging. Auch in Zeiten in denen ich Steinobstäste für giftig hielt (man erinnere sich an die angeblich im Ast enthaltene Blausäure) waren meine Kaninchen anderer Meinung und sahen mich entsetzt an als ich sie fern von diesen "Giftästen" hielt. Kurz darauf änderte sich diese Erkenntnis denn man stellte fest, dass die Blausäure nur im Kern aber nicht in der Rinde oder im Ast enthalten sei. Meine Kaninchen wussten das die ganze Zeit.
Auch die Giftigkeit des Löwenzahn-Milchsaftes beeindruckte Kaninchen noch nie, seit Jahrhunderten futtern sie mit Freude diese giftige Pflanze und selektieren sie auch noch mit Vorliebe. Und noch dazu wissen Kaninchen konstant was gut ist und selektieren heute noch genauso wie vor 100 Jahren. Die Wissenschaft hingegen schwankt täglich und die Forenweisheiten ebenfalls. Die zuvor noch giftigen Steinobstäste sind plötzlich ungefährlich und der Löwenzahn wird erst "ohne milchsaftreiche Stellen wie den Stiel" gefüttert und später wieder ganz. Noch dazu stellt man fest dass der Milchsaft gut für die Verdauung des Kaninchens ist obwohl er beim Menschen zu Verdauungsproblemen führt.

Ich für meinen Teil habe durch Beobachtungen und Irrwege gelernt, dass letzendlich immer die Kaninchen recht behielten und die Wissenschaft irrte. Meine Kaninchen waren immer ein Stück schlauer. Zudem waren die Kaninchen, welche frei selektieren durften und abwechslungsreich ad libitum ernährt wurden sehr gesund und stabil in der Verdauung während ich viele Kaninchen sah, die nur mit best verträglichen Dingen ernährt wurden und plötzlich nichteinmal mehr Karotte und Sellerie vertrugen. Das brachte mich stark ins Grübeln.

Eine einseitige Fütterung mit Rote Beete wäre sicherlich nicht empfehlenswert aber Rote Beete in einer Mischung mit anderen Futtermitteln ist sehr gesund. Bei Kaninchen die ad libitum ernährt werden braucht man sich sowieso keine Gedanken zu machen sie selektieren sich die beste Zusammenstellung zurecht.




Benutzerbild von Lupine
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 19.399
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 26.03.2010, 09:55

AW: Fragen zum zubereiten von Essen


Kim, ich habe meine Bedenken gegen diese Ernährungsweise bereits hier ausreichend dargelegt und sehe nicht ein, warum ich das noch einmal tun sollte.

Nur so viel:

1. Es stimmt NICHT dass Kaninchen die ad libitum ernährt werden keine Giftpflanzen aufnehmen. Das wäre zwar mit großer Wahrscheinlichkeit der Fall, wenn die Pflanzen noch nicht gepflückt worden wären, aber viele Pflanzen die instinktiv von Tieren gemieden werden so lange sie noch auf ihrer Wurzel stehen verlieren ihre Warnsignale sobald sie gepflückt sind rasend schnell. So kommt es dann unter Umständen zu schwerwiegenden Vergiftungen.

2. Wenn man die ad-libitum-Ernährung als das versteht was sie sein soll (naturnah und damit besonders gesund nämlich) MUSS man sich an dem orientieren was Kaninchen in freier Wildbahn fressen. Gemüse was nicht gerade auf den Feldern wächst ist tabu, Obst ist tabu so lange es noch kein Fallobst gibt und so weiter. Dafür müsstest du jeden Tag mindestens 6 - 8 mal frisch Pflanzen pflücken. Also, wenn man etwas nicht wirklich ernst meint, warum verkauft man es dann als Non-plus-Ultra? Eure Ernährungsweise ist genauso ein Kompromiss wie eine kontrollierte Heu-Gemüse-Grünzeug-Ernährung. So lange wir unseren Kaninchen nicht hunderte an Quadratmetern in natürlicher Umgebung als sicheres Gehege zur Verfügung stellen können, kann die Kaninchen-Haustierhaltung niemals eine wirklich artgerechte Ernährung beinhalten.

3. Es ist kein Beweis für die angeblich gesundheitsfördernde Wirkung der Ernährung, dass die wenigen bisher so ernährten Tiere gesund sind. Ich kenne genug Kaninchen die ausschließlich mit Trockenfutter (sogar ohne Heu!) ernährt wurden und trotzdem ohne Durchfälle steinalt wurden, der Rekord liegt bei fast 13 Jahren. Und will einer hier etwa bestreiten dass das Trockenfutter ungesund ist? Sicher nicht!

Wer von euch ist Lebensmittelchemiker? Wer Tierarzt? Wer kann wirklich mit der von euch vertretenen Gewissheit auch BELEGEN dass das was ihr macht tatsächlich gesünder ist als das was seit Generationen vor der Einführung von Trockenfuttern problemlos funktionierte? Nämlich eine heubasierte Fütterung mit 2 bis 3 mal täglich Grünzeug?

Zu Saloiv noch eine Anmerkung: Oxalsäure im Urin weist auf eine mangelnde Kalziumversorgung hin. Sonst wäre die Säure - die recht reaktionsfreudig ist - längst zum Salz geworden. Ich sehe mich durch deinen Artikel in meiner Auffassung bestätigt, dem Zeug mit sehr viel Vorsicht zu begegnen.




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Brausemaus befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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Geschrieben am 26.03.2010, 10:11

AW: Fragen zum zubereiten von Essen


Ups, sorry das ich hier so eine starke Diskusion angezettelt habe!

Bitte bitte nicht weiter ausdiskutieren und streiten, das hatten wir schon desöfteren!

Melanie



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saloiv befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 26.03.2010, 14:35

AW: Fragen zum zubereiten von Essen


Ich habe iegntlich auch keine Lust (momentan) auf Diskussionen aber zu einem deiner Punkte habe ich eine Frage:

Zitat:
1. Es stimmt NICHT dass Kaninchen die ad libitum ernährt werden keine Giftpflanzen aufnehmen. Das wäre zwar mit großer Wahrscheinlichkeit der Fall, wenn die Pflanzen noch nicht gepflückt worden wären, aber viele Pflanzen die instinktiv von Tieren gemieden werden so lange sie noch auf ihrer Wurzel stehen verlieren ihre Warnsignale sobald sie gepflückt sind rasend schnell. So kommt es dann unter Umständen zu schwerwiegenden Vergiftungen.
Warum fütterst du dann Heu? Und das auch noch als Hauptnahrung. Heu ist nichts anderes als reiner Wiesenschnitt, meist auch mit allerlei Giftpflanzen. Und gerade weil Heu getrocknet wurde sind die Signale sehr schwach und die Kaninchen können schwer selektieren. Nicht alle Pflanzen verlieren ihre Giftwirkung durch die Trocknung, die meisten behalten sie bei.

Ich habe zwar (bisher) nicht Tiermedizin studiert und bin auch nicht in Lebensmittelchemie ausgebildet, aber immerhin habe ich fünf Jahre lang hauptberuflich mit Kaninchen gearbeitet und dabei hunderte von Kaninchen kennen gelernt. Hast du dich mal über mehrere Jahre von morgens bis abends mit Kaninchen aueeinandergesetzt? Hinzu kommen diverse Pflegetiere und meine eigenen Hüpfer. Es gibt immer mehr Tierärzte, welche die Ad libitum-Ernährung empfehlen weil sie damit gute Erfahrungen gemacht haben. Kein Wunder wenn sie erleben, was bei kranken Tieren für extreme Fortschritte zu verzeichnen sind. Wenn Tiere die von Diabetes betroffen sind alleine durch die Umstellung von rationierter auf die Ad libitum-Ernährung den Blutzuckerspiegel halbieren, wenn chronisch kranke, abgemagerte Kaninchen plötzlich Normalgewicht haben, wenn chronische Bläher plötzlich keine Blähungen mehr bekommen. Wenn Verstopfungen sich lösen und Kaninchen die jahrelang Verstopfung hatten plötzlich wieder fit sind.

Die rationierte Heu-Gemüse-Ernährung ist übrigens extrem jung und wird erst seit wenigen Jahren praktiziert. Hast du miterlebt als der Umbruch von der Trockenfutter-Ernährung zur Heu-Gemüse-Ernährung kam? Das ist noch nicht lange her. Es gab noch nie eine Zeit in der Kaninchen mit Heu und Gemüse ernährt wurden. Bevor das Trockenfutter Deutschland eroberte wurden Kaninchen mit Mischnahrung ernährt, das Heu galt immerschon als Beilage die immer vorhanden sein sollte um Verdauungsproblemen vorzubeugen (wegen Pellet-Ernährung etc.), als Diätfutter, nicht als Hauptnahrung. Wann hat sich deiner Meinung nach denn die Heu-Gemüse-Ernährung bewehrt? In den letzten 10 Jahren (älter ist sie nicht, das ist schon gut gerechnet!)?

Eine Heuernährung kann bedarfsdeckend sein, wie Studien bestätigen. Allerdings nur wenn das richtige Heu gefüttert wird und es Kaninchen mit reinen Erhaltungsbedarf sind (keine Außenhaltung im Winter, kein Wachstum etc.). Allerdings reichen die Nährstoffe nur fürs reine Überleben. Deshalb führe ich sie ja auch auf.

Eine rationierte Ernährung kann in allen Fällen bedarfsdeckend sein (auch während der Laktation etc.), sofern sie richtig zusammengestellt wird. Leider ist das aber nicht immer der Fall und dann kann sie richtig schief gehen.

Achja: Beim gesunden Kaninchen wird Kalziumoxalat einfach mit dem Urin ausgeschieden. Das ist nur eine Frage der Flüssigkeitszufuhr. Es sammelt sich nur an und bleibt in den Organen wenn nicht geung Wasser aufgenommen wird um es herauszuspülen. Zum Beispiel wenn man vorallem Trockenkost verfüttert (Trockenfutter, Heu...).




Geändert von saloiv (26.03.2010 um 14:50 Uhr).

Kaninchen
 
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Uschi79 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 26.03.2010, 23:59

AW: Fragen zum zubereiten von Essen


Das hat zwar jetzt nichts mit dem eigentlichen Thema "Rote Beete und Fenchel" zu tun, aber zur ad-lib-Fütterung würde ich auch gerne noch was schreiben.
Ich habe bis vor kurzem auch rationiert gefüttert. Ich habe meinen Kanichen Heu als Hauptnahrungsmittel aufgedrückt. Frischfutter bekamen sie nur sehr wenig. Und ich hielt mich daran...Möhrengrün nicht zuviel, denn es enthält viel Kalzium, Kohl nicht zuviel, denn es bläht...
Lilly war da nicht das Problem, denn sie fraß und frißt immer noch sehr gerne Heu. Betty hingegen wollte nie wirklich gerne Heu mümmeln, aber ihm blieb ja nichts anderes übrig. Er war einfach der Meinung, daß Heu nicht "sein Ding" ist. Seine Köttel waren sehr winzig, sehr hart und hatten komische Formen. Er hatte auch Probleme mit Verstopfung.
Lilly's Köttel sahen groß und rund aus, allerding (durch das Heu) hellbrau und sehr trocken.

So, dann kam der Moment, als Betty seine Zähne verlor und er plötzlich ohne störende Zähne alles futtern konnte. Und er wollte wirklich alles fressen, auch das Frischfutter, welches er früher hat liegen lassen. Er fraß mit solcher Hektik und röchelte dabei so stark, daß ich Angst hatte, daß er beim fressen erstickt. Dann stieg ich von rationiert um auf ad-lib und sein Fressverhalten änderte sich - er ist total entspannt. Er kann futtern wann er will und brauch sich nicht mehr abhetzen dabei und ich muß keine Angst mehr haben, daß er sich verschluckt vor Hast. Seine Köttel sehen wunderschön aus...genauso, wie sie sein sollten und ich freue mich jeden Tag daran (auch wenn sich das komisch anhört). Auch Lilly's Köttel sehen endlich optimal und gesund aus.

Beide Kaninchen haben schönes, weiches und glänzendes Fell und besonders bei Betty bin ich froh und dankbar für die Aufklärung der Ad-Lib-Fütterung.



__________________
Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen,
wie sie ihre Tiere behandelt.
Mahatma Ghandi

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lolo befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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Geschrieben am 27.03.2010, 14:19

AW: Fragen zum zubereiten von Essen


Alles was nicht mit dem Thema des Threads zu tun hat, bitte hier:
kaninchenforum.de/kaninchenhaltung-allgemeines/3884-ad-libitum-disskusion-aus-dem-thema-fragen-zum-zubereiten-von-essen.html
Danke



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