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Umzug nach draußen :-) auf Kaninchen Forum

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Ninchen
 
Registriert seit: 25.08.2013
Beiträge: 13
PrinzessinPillepalle befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 21.06.2015, 12:35

Umzug nach draußen :-)


Liebe Kaninchenfreaks! ;-)
Zur Zeit wohne ich in einer 2-Zimmer-Wohnung. Meine beiden Kaninchen wohnen im Wohnzimmer in einem selbstgebautem Käfig mit PVC als Untergrund und teils Holz, teils Plexiglas als Wände. Tagsüber haben sie Auslauf im Wohnzimmer und Balkon (oft auch nachts, wenn ich vergesse, die Tür zu schließen ;-)).
Mein Freund und ich bauen gerade ein Haus und sind in 2-3 Monaten fertig. Kommen wir nun also zu meiner Frage:
Wie gestalte ich mein Außengehege und die Übergangszeit am besten??
Natürlich habe ich mich schon im Internet und bei meiner Tierärztin informiert, aber bin noch nicht so wirklich vorangekommen.
Wir ziehen wohl so Ende September/Anfang Oktober um, aber unser Garten ist erstmal nur Acker. Deswegen werde ich es nicht wagen, sie gleich rauszusetzen. Meine Häsin ist allerdings ein kleiner Raudi und ich möchte nicht, dass dem Haus was passiert :-P
Für die erste Zeit möchte ich gerne unseren selbstgebauten Käfig in ein Zimmer stellen, die Tür rausnehmen und einen großen Bereich mit so einem billigem Gehege einzäunen. Um den Boden zu schützen, würde ich den Bereich ebenfalls mit PVC auslegen. Ist das so ok?
Und kommen wir zu meinem Hauptproblem: In unserem Garten möchte ich gerne eine Ecke schaffen, wo ich ein Gartenhaus aus Holz hinstelle für die Kaninchen. Es soll dort ein kleines Loch geben, wo die Kaninchen nach draußen in den Garten und sich austoben können.
Was muss ich dabei alles beachten?
1. Wie mache ich das Gehege mardersicher? Also von allen Seiten abdichten ist mir klar, aber wie weit muss ich den Draht in die Erde einbuddeln? Welcher Draht hält dem Stand? Wie komme ich dann ins Gehege, um zu reinigen?
2. Ist das ok, wenn das Loch auch im Winter offen bleibt?
3. Ist ein Holzhaus im Sommer nicht zu warm und im Winter zu kalt? Wie schaffe ich Abkühlungen und Kuschelecken?
4. Besser ein Haus ohne Holzfußboden und lieber Pflastersteine als Untergrund?
5. Was muss ich noch alles beachten? Mit Außenhaltung kenne ich mich nicht aus.
6. Säe ich vorher Rasen? Oder lohnt sich das in dem Käfig sowieso nicht? Schätze mein Weibchen so ein, dass sie sowieso alles in null komma nix umgegraben hat ;-)
7. Ist eine Gartenlaube überhaupt das richtige bzw nötig? Ist ja auch recht kostenintensiv... oder reicht vielleicht auch so eine Holzhütte, die als Kaninchenställe verkauft werden?
Wäre euch sehr dankbar für eure Tipps.
Vanessa



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Benutzerbild von hoppelchen
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 25.05.2013
Beiträge: 105
hoppelchen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 23.06.2015, 13:25

Hallo Vanessa!
Puuh....so viele Fragen Ich versuche mal, die schematisch abzuarbeiten.

Deine Idee mit dem Übergangsgehege in eurem neuen Haus finde ich gut. Dazu kannst du einfach einen Bereich in der Wohnung abtrennen (also mind. 4qm). Woraus besteht denn der Boden eigentlich? Laminat? Teppich? Wenn in dem Zimmer Laminat ist, dann würde ich den Boden einfach nur mit einem alten Teppich bedecken, dass die Kaninchen da nicht so herumrutschen und ihnen ein Kaninchenklo reinstellen - so brauchst du dir auch keine Sorgen machen, dass irendwo hingemacht wird. Wenn in dem Zimmer Teppich ist, dann würde ich den Boden mit 2 Schichten belegen - unten zum Beispiel mit einer großen Plastikplane (damit kein Pipi durchweichen kann) und darüber dann ein großes Laken oder ein anderer Stoff (so habe ich auch immer die provisorischen Gehege gebaut, wenn meine Häschen wegen Krankheit vorrübergehend im Haus wohnen mussten).
Da ihr ja dann erst im Herbst umzieht, kann es sein, dass es draußen schon zu kalt ist für eine "Umgewöhnung" an die Außenhaltung. Normalerweise siedelt man Kaninchen am besten im Sommer nach draußen um - so können sie sich an die Temperatur und die neue Umgebung schritt für Schritt gewöhnen und wenn es langsam kälten wird, wächst ihnen automatisch ein kuscheliges, dickes Fell für den Winter. Würdest du deine Kaninchen also im Herbst nach draußen umsiedeln, könnte es (je nach Temparatur) dann schon zu spät sein - das dicke Fell würde sich nicht mehr rechtzeitig bilden und im Winter wäre es sicher zu kalt. Also auch das einfach-mal-so-auf-die-Wiese-setzten wäre dann nicht gut für deine Häschen, da sie die plötzlichen Temparaturschwankungen nicht gut ertragen können.
Ich hätte da eine bessere Idee: Du hast geschrieben, dass ihr in eurer jetzigen Wohnung einen Balkon habt - wie groß ist der denn? Du könntest nämlich deine Kaninchen am besten jetzt gleich auf euren Balkon umsiedeln, dort könnten die beiden bis zum Umzug wohnen und könnten sich schon mal ans Wetter und den Wind und vorallem eben an Wärme und Kälte gewöhnen. Wenn ihr dann umzieht, könnt ihr die beiden gleich nach draußen umsiedeln, da sie ja schon ans draußen leben gewöhnt sind. Diese Idee finde ich persönlich besser als die Variante, die beiden noch den Winter über drinnen zu behalten und dann erst im nächsten Sommer rauszutun (das wäre ja die andere Möglichtkeit). Kommt natürlich darauf an, wie schnell ihr die beiden raus haben wollt - aber wenn ihr schonmal ein schönes Haus mit Garten habt, dann sollten eure Kaninchen ja auch davon profetieren können.
So und jetzt zu deinen Gehege-Frage:
Erstmal habe ich nicht wirklich verstanden, wie du dir das zukünftige Gehege vorstellst. Soll der Stall ein kleiner Schuppen sein mit einem fest angebauten Auslauf? Oder nur eine kleine Schutzhütte mit losem Gehege? Bitte erklärt das doch nochmal genauer.
zu 1.: Es gibt mardersicheren Draht - das ist der stabile Draht mit viereckigen "Löchern" (zum Beispiel so:http://luxpro.de/neuholz/zaun/sm006_detail_3_klein.jpg). Nicht geeignet ist dieser Draht: https://www.colourbox.de/preview/1574567-metal-wire-fence-protection-chainlink-background.jpg, da er sehr instabil ist und leicht zerbissen oder verbogen werden kann. Beim Eingraben des Drahtes gilt eigentlich je tiefer desto besser - mit 50cm würde ich schon rechnen, vorallem wenn du schreibst, dass deine Häsin so gerne buddelt. Willst du dir die Mühe mit dem Eingraben nicht machen (was ja ein ganz schön großer Aufwand ist), so kann du auch das Gehege mit Steinplatten auslegen und dann eine seperate Ecke oder Kiste zum Buddeln reinstellen. Das ist eigentlich egal (wobei natürlich Boden natürlich schon ein bisschen schöner ist).
zu 2.: Mit "Loch" meinst du den Eingang vom Stall zum Gehege, oder? Das kann unbedingt offen bleiben! Wenn deine Kaninchen rechtzeitig an Wind&Wetter gewöhnt sind und ein dickes Winterfell haben gibt es nichts Schöneres, als im Schneesturm durchs Gehege zu tollen. Außerdem brauchen deine Kaninchen ja den Platz - und ich glaube nicht, dass dein Stall 5qm groß sein wird, dass die beiden dort auch ohne Auslauf wohnen können.
[B]zu 3.:[B] Du solltest auf jeden Fall ein wetterfestes Schutzhäuschen haben - am besten isoliert für den Winter. Das ist dann nicht zu warm oder zu kalt - wird es den Häschen im Sommer zu warm, dann gehen sie halt ins Gehege und suchen sich ein schattiges Plätzchen und wird ihnen im Winter zu kühl draußen, dann kuscheln sie sich in ihre Schutzhütte. Es gilt also: eine isolierte, warme und geschütze Schutzhütte ist Pflicht!
zu 4.: Ich verstehe nicht, warum du in das Häuschen Pflastersteine tun willst!? Streu sie schön dick mit Streu und Stroh aus - das gehört in einen warmen Stall.
zu 5.: Da musst du schon spezieller Fragen Aber generell ist es wichtig, dass du beachtest, dass deine Kaninchen mindestens 4qm rund um die Uhr zu verfügung haben - nach diesen Maßen solltest du deinen Stall auch planen.
zu 6.: Das kommt darauf an, ob du eben Erde oder Steinplatten in deinem Gehege haben willst. Aber ich glaube, das wäre eher vergebene Müh, extra Gras zu säen und auch vertane Zeit (wenn das Gehege eigentlich schon bezugsfertig ist und du aber noch darauf warten musst, dass das Gras hoch genug ist). Du kannst auch einen kahlen Erdboden lassen und dann große Grasbüschel in Blumentöpfe pflanzen und hineinstellen - so mach ich das auch immer).
zu 7.: Du kannst dir aussuchen, ob du nun deine Häschen in einem großen Stall mit festem Gehege oder in einer kleinen Schutzhütte im Gehege wohnen lässt. Hauptsache ist: Der Stall (ob groß oder klein) ist wetterfest und isoliert und nicht allzu klein. Je kleiner der Stall, desto größer muss dann aber das Gehege sein, ist ja klar.

Beschreib doch nochmal genauer, wie du dir den zukünftigen Draußenstall vorstellst! Kannst du mal ein Bild von eurem selbstgezimmerten kleinen Stall (oder "Käfig" wie du es nennst) hochladen?

Liebe Grüße,
hoppelchen



__________________



Ninchen
 
Registriert seit: 25.08.2013
Beiträge: 13
PrinzessinPillepalle befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.07.2015, 15:23

Hallo hoppelchen! Hallo an alle anderen!

Erstmal vielen lieben Dank an hoppelchen für die Mühe, mir alle Fragen zu beantworten!
Hoffe, das mit dem Bild hat auch geklappt...

Auf dem Balkon bei uns Zuhause sollen sie nur, wenn wir dabei sind, weil sie sonst alles kaputtfressen!
Aber ich habe mich jetzt sowieso dafür entschieden, dass sie dann im Haus erstmal mit reinkommen in ein Extrazimmer. Das Zimmer hat Fliesen und ich würde sie dann aber trotzdem mit PVC schützen wollen. Oder ist Teppich besser?
Habe mich dazu entschlossen, da wir außen noch nicht ausgemessen haben, bis wohin unser Grundstück genau geht und ich dann lieber bis April 2016 warte. Dann habe ich mir die Gartengestaltung und das Außengehege vorgenommen!

Jetzt zu deinen Fragen:

Das Außengehege sollte so ein Gartenhäuschen sein, aus dem Baumarkt, wo man normalerweise vielleicht den Rasenmäher und anderen Sachen unterstellt.
Davon wollte ich dann die Hälfte absperren. Eine Hälfte für die Hasen als Unterschlupf bei Kälte und Regen und die andere Hälfte wirklich für Gartenutensilien ;-)

Das mit dem Draht hilft mir schon ein bisschen weiter. Also muss ich einfach nur darauf achten, dass er nur sehr kleine Löcher hat und am besten auch zu hart zum Durchbeißen?!
Die Mühe wollte ich mir auf jeden Fall machen mit dem Buddeln, auch wenn es wirklich nur ein halber Meter ist. Die Steinplatten wollte ich dann zusätzlich machen, damit sie sich im Sommer abkühlen können. Dazu sind die doch gut oder? Aber da reichen ja wahrscheinlich zwei Platten??

Und das Gartenhaus wollte ich mit Steinplatten auslegen, weil Holz immer so schnell durchschimmelt.Wollte das Haus nicht gleich nach zwei Jahren wieder wegschmeißen ;-) Und so viele m² wollte ich auch nicht wöchentlich mit Streu auslegen, das wird mir ehrlich gesagt zu teuer. Dachte es reicht, wenn ich diesen Plastikuntersatz von einem "normalen" Käfig mit Streu auslege als Toilette. Das mache ich jetzt auch so. Ansonsten haben sie nur PVC worauf sie laufen.

Mit den m² habe ich dann kein Problem mehr. Jetzt haben sie ja täglichen Auslauf, den sie da halt rund um die Uhr haben sollen! Also innen werden sie ja mind. einen m² zum Aufwärmen haben und außen werden es bestimmt 5-6m²...

Das mit Gras säen in einen Blumentopf ist eine gute Idee! :-)

Muss außen dann auch nochmal ein Unterschlupf sein mit Futter, Trinken, Toilette? Oder verstehen sie, dass man draußen nur laufen kann und alles andere gibt es immer drinnen im Haus?

Und wie mache ich das Außengitter? Also was ich in den Boden für Draht nehme, weiß ich ja jetzt. Nehme ich den auch als Wände und Dach?
Muss ich irgendwo Dachpappe verwenden?

Liebe Grüße
Vanessa



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außengehege, draußen, haltung, umzug



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