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Wirklich Weibchenkastration?[QUOTE]Guten Morgen ![]() Wir (2 Weibchen und 1 kastr. Böckchen) waren letzte Woche zur jährl. Impfg. und Krallenschneiden. Da wir dabei auch wieder über das Verhalten meiner Gruppe gesprochen hatten, hat mich die Ärztin eigentlich davon überzeugt gehabt, die bd. Weibchen, seit Feb2014 5 Jahre alt, kastrieren zu lassen. Sie meint, ihr Team wäre sehr geübt und erfahren darin, die Wahrscheinlichkeit, dass dabei etwas passieren könnte, wäre extrem niedrig. Sie rät mir dazu, weil angeblich festgestellt wurde, dass so gut wie alle unkastr. Weibchen auf Grund unterschwelliger Scheinschwangerschaft unter ständigem Stress stehen, nicht nur, wenn sie Nester bauen o.ä.. Die Markiererei wäre auch schon Zeichen genug. Außerdem käme es bei fast allen älteren Kaninchendamen irgendwann zu Gebärmutter-Problemen. An diesem Tag war ich also vollends davon überzeugt, die bd operieren lassen zu müssen. Allerdings nimmt die Überzeugung immer mehr ab. Sie sind gesund, es geht ihnen gut und überwiegend gibt es die Rangeleien, wenn es Futter gibt. Außerdem steht auf "diebrain": Weibchenkastration? Mittlerweile wird häufig zur generellen Kastration von Kaninchenweibchen geraten. Dabei werden Ihnen die Eierstöcke und Eileiter entfernt, mitunter auch die Gebärmutter. Allerdings ist das eine gefährliche Operation, die viele Risiken birgt. Die Kastration der Weibchen sollte also nur dann durchgeführt werden, wenn ein medizinischer Grund dafür vorliegt. Außerdem macht mich stutzig, dass auch das kastr. Böckchen dazu neigt, manchmal zu spritzen... Ich hoffe, hier ein paar Ratschläge zu erhalten, ob ich die bd. Weibchen jetzt tatsächlich provisorisch unter das Messer legen soll oder lieber nicht? Im voraus vielen lieben Dank und ein schönes Rest-Pfingsten! Liebe Grüße ![]()
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| Ohne begründeten medizinischen Verdacht bzw. ohne medizinische Veranlassung würde ich das nicht machen. Der Eingriff ist lang und schwer in Vergleich zur Rammler-Kastration. Es gibt keine Garantie, dass das Markieren mit Urin danach aufhört. Ist deine Häsin oft scheinschwanger? Gibt es sonst irgendwelche Auffälligkeiten, die von einer veränderten Gebärmutter herrühren könnten? Gibt es eine Krankengeschichte in Bezug auf die Gebärmutter? Wenn nicht, dann würde ich auch nicht kastrieren lassen. Für mich hört sich das so an, als wolle die TÄ Geld verdienen. Eine Kastration bei Häsinnen ist deutlich teurer als bei Rammlern.
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| Ich plädiere ebenfalls gegen eine "vorsorgliche" Kastration. Ein völlig unnötiges Risiko (und nebenbei auch eine völlig unnötige Ausgabe) für ein gesundes Tier. Nicht nur die OP selbst ist riskant, sondern auch die Folgen, wie Inkontinenz oder Ostheoporose. Von dem Geld, was zwei Kastrationen kosten würden (und das werden wohl 200-400€ sein) könnte man den Kaninchen was tolles kaufen (ein neues Gehege, Luxus-Häuser...), was ihnen viel besser täte, als ihnen Organe zu entfernen.
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| Hallo zusammen! Also Nester bauen und Fell ausrupfen macht keine der Weibchen. Beim Zoffen fliegt manchmal etwas Fell...dies tun sie auf Grund von Futterneid (es gibt aber genug, es gibt mehrere Futterstellen, allein schon dadurch, dass es Gemüseteller gibt und Häufchen mit Grünzeug aus dem Schrebergarten). Das eine Weibchen scheint schon manchmal gestresst zu sein, insbesondere jetzt im Frühling/Sommer: sie grunzt und greift mich an, wenn ich die Pipi-Pfützen wegwische und ist einfach viel aufgebrachter...Daher fand ich die Erklärg. der Ärztin, dass Weibchen fast immer unter Stress stehen, wenn sie nicht kastriert sind, einleuchtend. Allerdings ist sie das ja nicht 365 Tage im Jahr, es liegt wohl an der Jahreszeit. Das andere Weibchen bekommt gerade wieder so eine Art Doppelkinn... Auch sind sie nicht 24 h am Tag gestresst, sie haben ja immer wieder ihre sleepy mode Phasen. Ich fand es beunruhigend, dass die Ärztin erzählte, so gut wie alle Kaninchendamen bekommen im zunehmenden Alter Probleme mit der Gebärmutter und spät. dann müssten sie operiert werden, allerdings dann auch mit höherem Risiko... Vllt. sind es auch nur wieder diese "wer ist hier der Boss" Rangeleien und diese treten vermehrt zur jetzigen Jahreszeit auf? Die Ärtzin, welche mich diesbzgl. beraten hat, verlässt jetzt die Klinik, weil ihr Vertrag nicht verlängert wurde - ob sie diesem Arbeitgeber wirklich noch eine zusätzl. Finanzspritze auf meine Kosten verschaffen wollte, glaube ich eigentlich eher nicht... ![]()
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| Ich lasse eigentlich lieber beizeiten kastrieren, zumal ich auch nach Jahren trotz mehrerer Kastrationen keine Nachteile festgestellt habe.
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| Ich bin gegen die OP bei gesunden Tieren.
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| Das mit dem Abzocken kann ich mir halt nicht vorstellen, da sie die Klinik verlässt, ihr Vertrag wird nicht verlängert. Sie würde die OP schon gar nicht mehr mitmachen, sondern ihre beiden Kolleginnen zusammen (normalerweise macht so eine OP immer nur eine der Ärztinnen, aber für mich würden sie die OP zusammen machen, um noch sicherer zu sein, das fand ich auch sehr nett und beruhigend). Sie meinte auch, die OP würde NICHT wg der Markiererei gemacht, sondern wg den Gebärmutterproblemen im zunehmenden Alter. Dies ist übrigens jene Praxis, welche auch im Kaninchenforum bei den empfohlenen Praxen mit aufgeführt wird. Wir haben auch darüber gesprochen, die Gebärmutter nur untersuchen zu lassen. Da würde der Bauch rasiert (das ist der größte Stress) und dann wird per Ultraschall äußerlich geschaut, alles im abgedunkelten Raum. Keine Narkose, nix. Vllt. sollte ich erstmal nur diese Untersuchung machen lassen...
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| Wegen eventueller Gebärmutterprobleme soll operiert werden. Solange es keine gibt, sollte es auch keine OP geben. Und die Wahrscheinlichkeit, dass eine Häsin im Alter Gebärmutterprobleme bekommt, wird von vielen TÄ übertrieben dargestellt. So ein Eingriff ist wirklich groß und schwerwiegend, ohne medizinischen Grund sollte das nicht empfohlen werden.
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| Nein! Wenn ein erfahrener TA die Operation durchführt, der dann unbedingt auch noch eine Intrakutane Naht machen sollte, ist das zwar selbstverständlich eine Operation aber so dramatisch wie das hier dargestellt wird, ist es sicher nicht. Sämtliche Weibchen die ich kastrieren lassen musste waren teilweise schon am nächsten Tag so fit, dass man gar nicht glauben konnte das sie frisch operiert waren. Bei nur zweimal im Jahr Scheinschwangerschaft und keinen weiteren Anzeichen würde ich allerdings auch keine Notwendigkeit zur Kastration sehen. Ich habe allerdings bei drei älteren Kaninchendamen Gebärmuttertumore, bzw. bei allen Dreien zusätzlich Gesäugetumore gehabt. So ganz kann man meiner Meinung nach deshalb die Befürwortung der Weibchenkastra nicht ablehnen. Es gibt mit Sicherheit Fallzahlen darüber. Wäre eigentlich mal ganz interessant diese anzuschauen.
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| Ich meine, es wären nur diese 2 "normalen" Scheinschwangerschaften pro Jahr, dazu gehört die "Wumme" und etwas dickere Zitzen bei der einen Dame, welche "nur" latent (ab und zu jagen, halt immer, wenn es um Futter geht, also bei Fütterung und wenn ich zu ihnen komme (dann könnte es ja etwas geben )) aggressiv gegenüber der anderen Dame ist.Und diese andere Dame ist halt die Schwächere/Kleinere, welche einen aufgebrachteren Eindruck macht und mich manchmal "angreift" (aber harmlos), wenn ich Pfützen aufwische. Sie ist zu diesen Phasen halt meist die Gejagte. Man könnte sie per Ultraschall untersuchen, ob auszuschließen, dass da schon eventuelle Veränderungen stattgefunden haben, aber wenn heute alles OK ist, ist das halt wie bei uns eine Momentaufnahme, in paar Wochen könnte es schon wieder anders sein....daher der Rat der Ärztin, am besten diese OP provisorisch machen zu lassen... Mich wundert, dass diebrain ganz einfach davon abrät...wird diese Seite auch immer mal aktualisiert? Ich finde, die sieht genauso aus, wie vor 5 Jahren...?
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| Wenn Veränderungen an der Gebärmutter zu sehen sind, ist das sicher keine Momentaufnahme. Das ist bei uns Menschen auch nicht anders. Ein Tumor oder ähniches verschwindet in der Regel nicht einfach wieder. Von dem her sehe ich eine Ultraschalluntersuchung nicht als Momentaufnahme. Wenn jetzt keine Veränderung ist, kann natürlich in ein paar Wochen eine da sein. Aber eine bestehende Veränderung wäre in ein paar Wochen nicht verschwunden sondern eher ausgeprägter.
__________________ Mein Vorstellungsthreat: http://www.kaninchenforum.de/unsere-kaninchen-user-vorstellung-fotos/27188-gerti%B4s-rasenm%E4herbande-%3B.html] Meine Homepage http://www.gertis-rasenmaeherbande.de/ Myxomatose Erfahrungsaustausch Gruppe in FB: https://www.facebook.com/groups/739013102858463/ Kaninchen Body etc nach Maß Shop: https://www.gertis-rasenmaeherbande.de/shop/
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| dann habe ich mich wohl falsch ausgedrückt, sorry: sie meinte, wenn jetzt alles OK ist, kann das aber in paar Wochen anders sein...
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| Ja, aber das kann immer und mit jedem Körperteil passieren. Wenn man danach geht, dürfte man nicht vor die Tür gehen. Und die Gebärmutter hat ja auch eine Aufgabe im Körper, ist ja nicht so, als wäre sie überflüssig. Zumindest beim Menschen ist das so, ich denke, bei Tieren wird das ähnlich sein.
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| das hört sich logisch an ![]() Was sagst Du denn zu meinen Beschreibungen der Kaninchendamen-Verhalten? Scheint recht normal, oder?
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| Ja, völlig normal. Ich habe eine 4,5 Jahre alte Dame, seit dem Frühling, und sie hat seitdem schon 4 Nester gebaut. Wenn sie eins baut, ist sie immer besonders unfreundlich zu mir, aber das ist selten von Dauer. Gedanken würde ich mir dann machen, wenn es so bleibt. Diesen Frühling hatten scheinbar viele Häsinnen mit den Hormonen zu kämpfen...
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| man weiß ja auch nicht, wo dieser frühling anfängt und wann er wirklich aufhört ![]() allerdings die aufgabe der gebärmutter: sie ist ja eigentlich zum gebähren da, das geht ja aber nicht...wäre ja also auch logisch, wenn die daher verrückt spielt, weil kaninchen ja eigentlich ziemlich gebährfreudige tiere sind, aber es ja leider nie dazu kommt... bei uns menschen unterziehen sich ja auch daher manche frauen ab 50 einer totaloperation...
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| Die Gebärmutter sorgt nicht nur dafür, dass neues Leben heranwachsen kann, sondern auch dafür, dass gewisse Funktionen im Körper vernünftig ablaufen. Verschiedene Botenstoffe werden dort produziert, sie ist also nicht nur Gebärorgan. Eine Totaloperation beim Menschen ist nicht selten mit starken hormonellen Schwankungen verbunden, die dann mit Medikamenten ausgeglichen werden müssen. Edit meint: wie heißt es so schön? Never change a running system.
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| never change a running system das kenn ich von der Arbeit und da ist was wahres dran die Ärztin meinte ja auch (wir hatten am nächsten Tag nochmal telefoniert - da hatte sie mir nach einer Besprechung mit dem Team mitgeteilt, dass bd. Ärztinnen die OP zusammen vornehmen würden wenn ich mich dann sicherer fühlte), ich könnte es mir natürlich auch noch mal anders überlegen, wenn ich also kein gutes Gefühl dabei hätte, könnte ich natürlich die OP absagen (geplant ist der 26.06.). Vllt. lasse ich es also wirklich gut sein. Sie sind schließlich gesund. Sicher, irgendetwas könnte immer irgendwann kaputt gehen/sich verändern...
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| Ich finde, dass jeder Halter selbst die Entscheidung ob präventive Kastra oder nicht für sich treffen sollte. Es gibt da kein allgemeingültiges richtig oder falsch! Sehen kann man das schön an der Pro- und Kontra-Liste ganz unten auf dieser Seite: http://kaninchenwiese.de/allgemeines/geschlecht-kastration/ Denn es gibt nun mal auch Gründe, die dafür sprechen, und das einfach zu verschweigen und nur von den möglichen Nachteilen zu sprechen, ist einfach zu kurz gegriffen und ermöglicht dem Fragenden auch nicht wirklich eine objektive Sicht auf das Problem... Fakt ist: Man wird sich a) Vorwürfe machen, wenn die Kastration negative Folgen hat, aber man wird sich b) genauso Vorwürfe machen, wenn die Häsin unbemerkt an Gebärmutterkrebs o.ä. erkrankt und die OP dann zu spät kommt. Meine beiden Weibchen sind kastriert, alles ging gut, keine merklichen Folgen bisher (außer, dass die Scheinschwangerschaften wegfallen), die Praxis nimmt inzwischen sogar nur noch 90€ dafür inklusive Medikamente für die Nachsorge und Body, nichtmal eine Nachkontrolle ist nötig, also weiß Gott was verdienen tun sie nicht mehr dran... Eins der Mädels hatte im Alter von nur 9 Monaten eine Gebärmutterentzündung, die mir nicht aufgefallen wäre, hätte ich nicht zufällig danebengestanden, als sie im Klo Blut verlor. Sie war vorher exakt einmal scheinschwanger, es waren keine Verhaltensänderungen zu bemerken, auch ansonsten keine Blutspuren mehr zu finden. Mich persönlich hat das geschockt - man meint immer, man könnte Probleme rechtzeitig erkennen, aber dem ist nun mal nicht immer so, und wenn man es merkt, dann kann es zu spät sein, denn je länger ein Tier so etwas mit sich rumschleppt, desto größer wird das Risiko der OP. Mich persönlich hat das in meiner Meinung gefestigt, dass präventive Kastrationen durchaus ihren Sinn haben und bestimmt nicht nur Geldmacherei sind. Natürlich ist die OP nicht zu unterschätzen und nur dem Halter zu empfehlen, der sich mit dem Für und Wider auseinandergesetzt hat und weiß, worauf er sich einlässt und warum. So weit ich weiß, haben kastrierte Weibchen übrigens ein genauso großes Ostheoporose-Risiko wie die Herren der Schöpfung, denn die haben ja logischerweise sowieso nicht viele weibliche Hormone, die die Wahrscheinlichkeit von Ostheoporose senken könnten ![]()
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