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Tinachen 21.06.2013 09:19

Ich freue mich fast täglich über mein Haus und weiß es sehr zu schätzen das ich hier machen kann was ich möchte. Allerdings habe ich seit wir es haben definitiv mehr Existenzängste als ich es je vorher hatte. Mein Mann sieht das genau wie Du Jinro, ein Objekt mit dem man Alter, Krankheit, Versorgung abdecken kann. Ist natürlich logisch gedacht aber ich bin inzwischen emotional so involviert das mir der Gedanke das Haus zu verkaufen ein absoluter Graus ist. Es bedeutet so eine Lebensqualität für mich eine tolles Umfeld, gute Nachbarn usw..Ist halt auch die Frage ob das gut ist so "an weltlichen Dingen" zu hängen.

Jinro 21.06.2013 09:28

Tag,

schöne Gewitter über die Nacht.

"An weltlichen Dingen hängen" ändert sich dann eh sobald ihr mal ausgezogen seid, Tinachen. Was will der Nachwuchs schon mit einem Häuschen, dass man sich teilen müsste und das am falschen Ort steht? Direkt verkaufen und eigenes anschaffen.:D

Blume 21.06.2013 09:32

Wir sind vor 4 Jahren umgezogen, meinen Vater ärgert es immernoch, dass er das Haus aufgeben musste. Ich hätte schon auch gerne ein Häuschen. Realistisch betrachtet kann es aber passieren, dass man sich dumm und dämlich daran zahlt, es einem nach 20 Jahren vielleicht endlich mal gehört und man dann garnichtmehr ewig dort bleiben kann. Unser Haus wäre spätestens, wenn meine Schwester auch aus dem Haus ist auch viel zu groß gewesen nur für meine Eltern.

Lara004 21.06.2013 10:15

Selbst wenn man das Haus verkauft, ist das ja entweder für sich selbst oder seine Kinder ein Startkapital für was neues, was auch immer das sein mag ;)

Blume 21.06.2013 10:16

Zitat:

Zitat von Lara004 (Beitrag 522892)
Selbst wenn man das Haus verkauft, ist das ja entweder für sich selbst oder seine Kinder ein Startkapital für was neues, was auch immer das sein mag ;)

Nicht wenn das haus noch nichtmal abbezahlt ist und man es auch noch unter Wert verkaufen muss...

Jinro 21.06.2013 10:22

Zitat:

Zitat von Lara004 (Beitrag 522892)
Selbst wenn man das Haus verkauft, ist das ja entweder für sich selbst oder seine Kinder ein Startkapital für was neues, was auch immer das sein mag ;)

Wie Blume schon sagte: Es muss nicht das beste Startkapital sein, man kann ja auch einen Veräußerungsverlust haben. Wenn man Eigentum als Wertaufbewahrung oder Steigerungsmethode sieht, dann konkurriert es mit allen anderen verfügbaren Anlagemöglichkeiten.;)

Lara004 21.06.2013 10:24

Zitat:

Zitat von Blume (Beitrag 522894)
Nicht wenn das haus noch nichtmal abbezahlt ist und man es auch noch unter Wert verkaufen muss...

Wäre ja auch blöd, es zu verkaufen, wenn's nicht abbezahlt ist, sofern mans sich noch leisten kann.
Gibt eben viele Faktoren, die das bedingen, ob sich ein Haus lohnt oder nicht.
Allein die Lebensqualität ist für MICH der entscheidendste Punkt.

Edit: wo steht, dass es DAS BESTE Startkapital ist?!?

Piccolini 21.06.2013 10:25

Da ist die Mietwohnung eben wieder im Vorteil, wenn man das so nennen kann. Bei unvorhergesehenen finanziellen Problemen sucht man sich eben etwas günstigeres...das Haus musst du verkaufen und am Ende deckt der Verkaufserlös nicht mal die ausstehenden Verbindlichkeiten. Haus weg - Schulden -und zusätzlich Miete.

Wir haben uns im übrigen gestern für die Fassadenarbeiten entschieden... Nächste Woche geht es vielleicht schon los!

Blume 21.06.2013 10:25

Ich hab in einem Mietshaus und einem Eigentum dieselbe Lebensqualität :rolleyes: Tja, und wenn du dich für ein haus entscheidest kann dir keiner garantieren, dass du dir die Raten auch die 20 Jahre lang leisten kannst

Jinro 21.06.2013 10:28

Zitat:

Zitat von Lara004 (Beitrag 522896)
Edit: wo steht, dass es DAS BESTE Startkapital ist?!?

Die Betonung liegt weniger auf beste als auf Kapital.;)

Piccolini 21.06.2013 10:29

Lara... Lebensqualität hängt doch nicht nur vom Haus oder einer Wohnung ab. Das ist ja absoluter Blödsinn.

EFIT: Aber die Ansichten sind da ja unterschiedlich ;)

Jinro 21.06.2013 10:56

Falls es tatsächlich Verhaltensunterschiede zwischen Hausbewohnern und Mietern gibt, dann sind in unserem Haus ausnahmslos alle Bewohner in Eigenheimen aufgewachsen. Hier ist eben Leben in der Bude, Musik auch mal laut und Füße wiegen 50kg wenn man sie auf den Boden aufsetzt. That's life.

Verstehe auch diese Duckmäuser-Mentalität nicht, als würde sich da was ändern. Nur weil ich ein Haus habe, werde ich kein Gartenzaun-Tyrann und kann mir alles leisten, genau wie ich umgekehrt als Mieter nicht alles schlucke. Ich bin eben immer der gleiche Stinkstiefel.:D

Piccolini 21.06.2013 11:11

Ich bin in keinem Eigenheim aufgewachsen und finde dennoch beides ( Haus +Wohnung) schön. Je nach dem was die Zukunft für uns bereit hält, werde ich da und dort glücklich sein. Zuhause ist, wo Familie ist - da spielt das Dach über dem Kopf eine untergeordnete Rolle.

JayJay 21.06.2013 11:12

Sage schnell Hallo und verabschiede mich auch gleich wieder, zu viel Arbeit, zu wenig Zeit. War gestern um viertel nach neun im Bett :cool:

iLulu 21.06.2013 11:17

Ich denke aber schon, das man einigermaßen abschätzen kann ob sich ein Hauskauf lohnt oder nicht. Abhängig vom Einkommen, Familienplanung, andere Rücklagen oder Gegenwerte ...je nachdem.

Klar, es kann immer was schlimmes passieren, dass es plötzlich doch nicht geht - aber insgesamt weiß ich für mich z.B., dass ich bei unseren beiden Gehältern + dem Haus von meinem Papa (was ich als Einzelkind später erben werde) genug Rücklagen und Rückhalt habe, dass es mich nicht in den Ruin treiben würde, wenn ich es mit Verlust verkaufen müsste ODER eine Naturkatastrophe oder was weiß ich den Wert mindert. (Zumal ich auch noch eine große Familie habe die im Notfall auch parat steht. - Auch wenn das natürlich nicht das Ziel sein kann ;) )

Bei einem eigenen Haus/einer eigenen Wohnung lebt man einfach anders. Ich würde in eine Mietwohnung z.B. nie in ein Badezimmer investieren...und der Vermieter würde meinen Wünschen nie gerecht werden ;) In einem eigenen Haus ist das etwas worauf man hinarbeiten kann...oder selbst machen (mit befreundeten Handwerker :D ).

Jinro 21.06.2013 11:28

Unter Ausschluss höherer Gewalt (Tod eines Partners, Berufsunfähigkeit, Scheidung) kann man das sicherlich. Sonst wäre Eigentum weit seltener.;)

Da wird auch jeder von uns andere Grundlagen haben, was Finanzierung, Ausstattungspräferenz etc angeht, also eigentlich sinnfrei zu diskutieren. Mich interessiert das Bad zB einen Dreck, die Heizungsart, Eigenenergiegewinnung etc dagegen...deutlich mehr. Ich mieses Spielkind.:p

Piccolini 21.06.2013 11:34

Um das Badezimmer kümmern sich wahrscheinlich alle Frauen mehr :p oder generell die Einrichtung/Ausstattung. Ihr Männer dürft Euch um den Rest kümmern.

Wir durften in unserer Mietwohnungen bei der Sanierung sehr viel mitbestimmen. Grundriss wurde geändert, Fliesen durften wir auswählen/kaufen, etc. Man kann sich auch hier verwirklichen. Allerdings hängt das natürlich auch von der Lage bzw. Nachfrage am Wohnort ab.

Jinro 21.06.2013 11:38

Ja gut, in Köln oder München kann man eine Wohnung vermutlich noch dann vermieten, wenn man ein nur Dixiklo installiert.:D

Blume 21.06.2013 11:39

Mein Freund wird auch mal das Haus von seinen Eltern erben und seine Großeltern haben nun auch nicht gerade wenig Geld...ich hingegen werde mal nichts erben, außer vielleicht Schulden :D Wir verdienen auch beide gut - nur wer garantiert mir, dass das die nächsten 10 Jahre so bleibt? Richtig keiner :rolleyes: Vor allem bei mir, weil ich hier wirklich viel verdiene für meine Ausbildung. Dann kommt dazu, dass ich Kinder will, also kommen da ein paar Jahre dazu in denen ich nicht oder nur halbtags arbeiten gehen werde...aber da Kauf hier eh noch nicht zur Debatte steht ist es eh egal :D Wir schmeißen unser Geld jetzt noch ein bisschen aus dem Fenster raus und dann wird ernsthaft gespart - für was auch immer.

Piccolini 21.06.2013 11:43

War aber ein angenehmer Exkurs in unsere Lebensplanungen :D


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