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Die wirklich große Knuddelbande stellt sich vor^^ auf Kaninchen Forum

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Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 19.10.2019
Beiträge: 88
Asyra befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 13.11.2019, 20:22

Die wirklich große Knuddelbande stellt sich vor^^


Hallo ihr Lieben
Ich bin ja schon ein paar Tage hier und habe mich noch nicht wirklich vorgestellt.
Ich bin 21 und halte seit etwa 12 Jahren Kaninchen, unterstützt durch meine Mutter. Wir beide sind wohl mehr in die süßen Fellknäule verknallt als in die männliche Belegschaft der menschlichen Familie


Alle meine Tierchen vorzustellen würde wohl ziemlich lange dauern, ebenso die jeweilige Leidensgeschichte und die oft nervenaufreibenden VGs. Deshalb nur ein grober Umriss


Nachdem vor etwa 2 Jahren die letze lebende Häsin unserer alten Gruppe in meinen Armen an Altersschwäche starb, nur zwei Tage nach dem Tod ihrer Schwester, hatten wir eigentlich eine Pause und etwas Abstand gebraucht. Aber irgendwie war das Haus so ganz ohne Kaninchen... einfach nur leer.

Also haben wir uns dann nach einer Weile so langsam umgehört und schließlich im Mai 2018 ein Geschwisterpärchen von einer Bekannten übernommen. Die beiden Widderdamen, Emmi und Nala, waren der Start einer rasch anwachsenden Hasengruppe. Emmi war ein kleiner Kümmerling, selbst mit 18 Wochen war sie noch nicht einmal etwa halb so groß wie ihre Schwester.
Als dann nach und nach noch das schwarze Stehörchen Socke und deren Halbgeschwister, zwei Sallanderfarbene Schnuckelchen mit etwa 4 Monaten (Sina und Romeo), bei uns einzogen, hielt sich Emmi aus den Rangkämpfen der Großen heraus. Nala zeigte sehr schnell, dass sie der Boss war und nach zwei Tagen haben das alle akzeptiert und es wurde schön miteinander gekuschelt.
Später kamen aus einem Tierheim dann auch noch die Geschwister Feder und Sirius (Russe und Marder) zu uns, die erst von einem Züchter gerettet wurden (Feder, weil sie nicht die richtige Russenzeichnung hatte und Sirius, weil er eben Marder statt Russe war, was nicht beabsichtigt war) und dann leider wegen Allergie im Tierheim landeten. Die beiden waren vom Charakter her total gemütlich und haben innerhalb weniger Minuten die Rangordnung akzeptiert. Ich habe selten so verträgliche Tierchen gesehen.

Generell habe ich auch nie so eine strenge Hierachie gesehen. Nala blieb unangefochten an der Spitze, ist aber eine gerechte Alpha. Sie geht sogar dazwischen, wenn Socke (die manchmal ein wirklich zickiges Biest ist), mal wieder hinter der Zwergin Sina her ist (sie ist leider überzüchtet - viel zu kleine Ohren und Probleme mit Tränenkanälen). Socke selbst ist - meiner Meinung nach - wirklich intrigant, eine kleine Bestie. sie hat sich die Beta-Stellung ergattert und verteidigt sie vehement gegen jeden anderen, schmeichelt sich aber unglaublich stark bei ihrer Chefin ein. Hätte ich es nicht selbst gesehen, würde ich es nicht glauben

Da wir wirklich einige Sorgenfellchen aufgenommen haben, und meine Mutter schon lange den Wunsch nach einem Loh-Kaninchen hatte, konnten wir es doch mit unserem Gewissen vereinbaren, einmal ein Tierchen direkt vom Züchter zu beziehen. So holten wir unseren Captain Blaubär, einen Blau-Loh-Rammler. Gemeinsam mit ihm zog auch eine "ausgediehnte Häsin" mit ein, die der Züchter uns förmlich aufdrängte. Die Gute war drei Jahre alt und er wollte sie nicht mehr für die Zucht. also gut, dachten wir, warum nicht. Die Arme hatte ihr Leben alleine in einem Kleinen Stall verbracht, Gesellschaft nur zum Werfen bekommen. Warum ihr nicht ein schönes Zuhause bieten. Und so kam das Dickerchen Tessa, eine Thüringer Gelb-Dame zu uns. Sie hat sich sofort in die Gruppe eingefügt. Blaubär kam nach der Kastration auch in die Gruppe...und da kam es zum ersten wirklichen Kampf. Der Kerl wurde als Einzelkind geboren und war wirklich... einfach nur verwöhnt. Er hatte nie wirklich gelernt, soziale Kontakte zu pflegen, putzte keinen anderen und hielt sich wohl für den kleinen König. Blöd nur, dass der andere Kastrat, Sirius, unter den Herren das Regiment führte. Und das nicht so wirklich akzeptierte. Zuerst sahen wir nur zu, teilweise echt panisch, aber da (noch) kein Fell flog, ließen wir es sie klären. Nach zwei Tagen wurde es besser... und dann geriet Romeo irgendwie zwischen die Fronten. Der Arme Schnuffel hat seitdem ein gespaltenes Öhrchen. Nach einer Woche endlich konnten Sirius und Blaubär nebeneinander Fressen, ohne sich gegenseitige die Augen auskratzen zu wollen. Und nach einer weiteren Woche kuschelten sie endlich und ich habe Blaubär dabei ertappt, wie er ganz zaghaft mal Sirius über den Kopf geleckt hat, Anscheinend war die Machophase endlich vorbei.

Da die Ninis 35 Quadratmeter Platz haben, und unsere Herzen viel zu weich sind... zogen dann nach und nach wohl noch ein paar Ninis ein. Bis dieser "Unfall" geschah. Unser neuer Satin-Widder, Sam war der Schuldige. Dieser Held stellte jeden anderen Hasen in den Schatten. Er sprang teilweise fast 1,40 hoch. Kein Tisch war vor ihm sicher, draußen nicht einmal die Fensterbretter (Herzinfarkt meines Lebens - sitze vor dem Fernseher, auf einmal schaut da so ein Ninchen durchs Fenster neben mir XD). Da im Sommer die Balkontür offensteht, können die Kaninchen vom Balkon bequem ins Haus. Und Sam hatte sehr schnell gelernt, wo das Futter herkommt. also saß er, sobald man den Kühlschrank aufmachte, sofort davor und bettelte. Und wenn man ihn nicht beachtete... dann wurden gerne mal die Beine etwas zerkratzt oder angeknabbert .

Der Schatzi wurde uns als 13-wöchig und sehr groß gewachsenes Einzelkind verkauft. Tja, wie wir schmerzlich herausfinden mussten, war er vermutlich bereits älter (diese Masche haben wir danach übrigens mehrmals erlebt, man versuchte Kaninchen als viel jünger abzugeben, zumindest bei Hobbyzüchtern und privater Abgabe). Sam befand sich zu der Zeit bei uns noch in Quarantäne und Einzelhaltung, weil er aus unseriöser Herkunft stammte. Er kam nur im Wechsel mit den anderen auf den Balkon, der davor und danach gereinigt wurde.
Sam hat eines Tages seine Chance ergriffen. Er hat sich durch die Holzwand seines Stalles im Gästezimmer genagt und ist über das Gatter gesprungen. Zu der Zeit befand sich Emmi im Haus in einem Colloseum- Käfig, weil wir sie beobachten mussten (bei so vielen Hasen sieht man ja nicht, ob sie köttelt oder nicht, deshalb war sie für drei Stunden alleine im Haus). Tja, und der Springer-Sam fand das natürlich toll und sprang irgendwie in ihren Käfig (vermutlich über den Tisch). Wir fanden ihn kurz danach, er hatte höchstens 15 Minuten alleine mit Emmi. Es war ein unglaublich süßer Anblick, wie er mit ihr Kuschelte und sie umgarnte. Wir hatten ihn raus und noch den Rest der Quarantäne-Zeit abgewartet. Nach der Früh-kastration haben wir Sam dann also zu Emmi, weil sie sich ja super vertragen hatten. Wie gesagt, wir hatten vermutet, dass es eine Frühkastration war. Wir wollten Sam sowieso nicht alleine zu der großen Gruppe setzen, da er vermutlich als einziger Neue nicht zurechtgekommen wäre. Also wollten wir ihn mit Emmi solange im Haus zusammen lassen, bis die Quarantäne des anderen neuen Kaninchens, Lady, vorüber war, sie dann mit Sam und Emmi zusammenzubringen und dann alle drei wieder in die große Gruppe.

Nun...bis eines Tages Emmi anfing Nest zu bauen. Sie begann dann mitten in der Nacht, Sam anzuknurren. Eine Stunde später warf sie vier kleine Junge. Also Sam wieder in Einzelhaft, da er definitiv keine Frühkastration bekommen hatte. Die Babys waren zum Glück gesund und wuchsen zu stolzen, überdrehten Jungen heran. Als sie in ihrer Popcorn-Phase waren, etwa vier Wochen, geschah es leider, dass eines der Kleinen in die Heuraufe sprang, dann diese überraschenden Schnelzer machte und unglücklich gegen eine Wand kam. Es brach sich das Genick dabei. Für uns war das ein Schock, den wir kaum verdauen konnten. Haben dann vorerst die Heuraufe weg und in einem Anfall von Panik auch alle andere Einrichtung im Stall, bis uns klar wurde, dass wir ihnen ja nicht einfach alles Spielzeug wegnehmen konnten, das war ja auch nichts, oder? Also wieder langsam angefangen, einen Karton und eine Heuraufe reinzutun. Glücklicherweise wuchsen dann die anderen drei Junge, unsere drei Musketiere, zu gesunden Kaninchen heran.
Gemeinsam mit dem nun "sauberen" Papa Sam und der süßen Lady zogen die Kiddies mit ihrer Mama dann zu der Gruppe (die Kleinen waren zu dem Zeitpunkt 17 Wochen alt und Floh wurde mit 10 Wochen frühkastriert). Die Zusammenführung verlief nahezu reibungslos. Vermutlich waren es so viele Neue, dass die anderen kapitulierten und sich nur langsam an eine Rangordnung rantasteten. Nala zeigte einmal klar, dass sie die Alpha war und damit hatte es sich.


Fortsetzung und Bilder folgen bald




Geändert von Asyra (13.11.2019 um 23:07 Uhr).
 



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