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Lang, lang ists her... Ich habe mich seit Ewigkeiten nicht gemeldet. Es ist eine Menge passiert, und das hat meine Motivation, hier alles zu erklären, nicht gerade gesteigert. Aber jetzt werde ich versuchen, die Geschehnisse der letzten Monate möglichst kurz zusammenzufassen. Nachdem ich in Freiburg meine Ausbildung zur Bühnenmalerin begonnen habe, ist auch ein Teil der Tiere umgezogen. Allerdings nicht zu mir, sondern zu meiner Zwillingsschwester Laura in ihre neue WG in Wien. Da hat sie ein richtig tolles, riesiges Gehege für die Degus gebaut und für die Kaninchen diverse Etagen eingerichtet und ihren Gartenteil abgesichert. Bei ihr wohnen nun also die drei Kaninchen, die früher draußen bei uns im Garten gewohnt haben. Jimmy, Kiki und Stella. Die Versorgung im Winter wäre nämlich für meine Mutter schwierig geworden. Sie genießen freie Zimmerhaltung, kuscheln aber 90 Prozent der Zeit unter dem Degugehege, wo sie ihre Rückzugsecke haben. Im Auslauf im Garten wird dafür dann die ganze Energie auf einmal mit wildem Hakenschlagen verbraucht. https://abload.de/img/img_20210927_071822nvj6r.jpg Die Degus Leandro und Federico sollen noch nach Wien in das neue Gehege ziehen. Allerdings sollen sie vergesellschaften werden, denn Degus sollen eigentlich in Gruppen von mindestens drei Tieren gehalten werden. Sobald Laura sich eingelebt hat und neue Partnertiere (natürlich aus dem Tierschutz) da sind und die Quarantäne hinter sich haben, werden sie ihr neues Gehege beziehen. https://abload.de/img/img-20210914-wa00039fkaq.jpg Außerdem in Wien leben die beiden Ratten Hailey und Hannah. Mitte Juli wurden drei Ratten in der Praxis, in der Laura gearbeitet hat, abgegeben. Der Käfig und sie waren in einem katastrophalen Zustand: Der Boden mit schimmeligem Heu bedeckt und alle drei Ratten krank. Hannah war am ganzen Körper blutig gebissen, weil alle drei Parasiten hatten, Hailey hatte neurologische Probleme und konnte kaum ihr Gleichgewicht halten und Hazel, die dritte Ratte, hatte Atemprobleme - ein Tumor mit Metastasen in der Lunge wurde vermutet. Warum sie in der Praxis abgegeben wurden, ist eine längere Geschichte - jedenfalls wurden sie dort behandelt und nach zwei Wochen nahm Laura sie mit zu uns, weil niemand der angefragten Personen drei kranke Ratten aufnehmen wollte und das Praxisteam in den Urlaub fuhr. Von Anfang an war klar, dass das nur ein Hospizplatz bei uns wäre. Hazels vermuteter Tumor stellte sich als Abszess heraus. Nach einer Antibiotikabehandlung, während der wir versuchten, ihr Gewicht auf ein weniger kritisches Level zu heben, wurde der Abszess ausgeräumt. Der Schneidezahn war komplett entzündet und zerbröselt, was den Abszess bedingt hatte. Nach der OP ist sie jedoch leider nicht mehr aufgewacht, sie war zu schwach und hatte zu viel Blut verloren. Bei Hailey wurde eine Ohrenentzündung diagnostiziert und wird seit August mit verschiedenen Antibiotika behandelt. Leider wird es immer wieder auch schlechter... Hannahs Fell ist nachgewachsen. Sie schien die fitteste von allen zu sein und fast dachten wir, zumindest sie wird wieder ganz gesund. Doch auch Hailey und Hannah haben Rattenschnupfen, und dieser wird nicht besser, sondern eher schlechter. Momentan geht es beiden nicht gut - Hailey kämpft immer noch mit ihrem Ohr, Appetitlosigkeit und schläft sehr viel, Hannah hat durch die chronischen Atemprobleme schon ein verdicktes Herz. Laura war schon ganz verzweifelt, weil die beiden nie ein artgerechtes Leben erleben durften. Bis sie in die Praxis kamen, lebten sie in einem Miniknast. Jetzt bei Laura in Wien haben sie eine Etage des Degugeheges, also 240 x 60 cm. Allerdings nur sehr spärlich eingerichtet, weil alle paar Tage alles desinfiziert werden muss. Aber das wichtigste ist meiner Meinung nach, dass sie noch erfahren durften und dürfen, dass sich jemand um sie kümmert und dass jemand sie lieb hat. Laura verbringt momentan mehrere Stunden täglich damit, sie zum Fressen zu animieren und ihnen ihre elf Medikamente stressfrei zu verabreichen. Die Behandlung erfolgt mittlerweile aber nur noch palliativ,das heißt, sie bekommen nur, was sie freiwillig nehmen. https://abload.de/img/img-20211006-wa0005mljze.jpg In Graz wohnen jetzt noch vorübergehend die Degus Leandro und Federico, die beiden Schildkröten Momo und Joy (wobei die wohl bald in den Kühlschrank übersiedeln werden) und Nico und Finn, die beiden Wohnungskaninchen. Ach ja, und ich... Ich habe nämlich leider recht schnell gemerkt, dass die Ausbildung zur Bühnenmalerin nichts für mich ist. Also bin ich jetzt wieder hier... Ich hoffe, meine Ausführungen waren nicht zu lang und zu verwirrend. Habt noch einen schönen Tag! |
Oh, da ist ja viel passiert. Es ist so traurig zu lesen, dass es für die Ratten zu spät ist, ein glückliches und artgerechtes Leben zu leben. Da hat deine Schwester ganz schön was zu stemmen. Viel Kraft! http://wuerziworld.adbt2.ath.cx/tr/tr16.gif Schön, dass es den anderen Tieren soweit gut geht. :thumbsup: Ich drücke dir die Daumen, dass du eine Ausbildung findest, die dir Spaß macht und in der du deine Kreativität ausleben kannst. http://wuerziworld.adbt2.ath.cx/mx/mx63.gif |
Schön, mal wieder etwas von euch zu hören! :hurray: Das mit den Rattenmädels ist wirklich tragisch... Aber schön, dass es dem Rest und euch ganz gut geht. |
Danke! Ach ja, die Rattis... Sie schlafen fast den ganzen Tag nur, aber Laura meint, solange sie sich über ihr tägliches Stückchen Banane freuen, werden sie nicht eingeschläfert. Nur kann keiner sagen, wie lange es noch geht. Tage, ein paar Wochen... Monate sind eher unwahrscheinlich. :/ Ich habe beschlossen, mein Kunstgeschichtestudium fortzusetzen und mich gleichzeitig aber auch persönlich auf das Malen zu konzentrieren. Nach dem Bachelor kann ich ja immer noch schauen, ob es doch noch ein anderes Studium wird. Ich muss mal wieder ordentliche Kaninchenfotos machen, das habe ich in letzter Zeit etwas vernachlässigt. ;) |
Mitten im Lockdown mit zwei kleinen Degus auf dem Weg nach Wien... https://abload.de/img/img_20211127_1026518skuj.jpg "Ich finde Zugfahren urspannend! Sagt man doch so als angehender Wiener, oder?" Nachdem die Rattis nun alle über die Regenbogen rückte gegangen sind, holt Laura die Degus nach Wien und vergesellschaftet sie gleich im neuen Gehege. Aber erst einmal müssen diese zwei aus dem Tierheim in Quarantäne, dann folgen Leandro und Federico nach. Es ist immer wieder das gleiche im Tierheim. Am liebsten würde ich alle Tiere da raus holen. Die ganzen Meerschweinchen, Kaninchen, ein Hamster und vier Rennmäuse, zwei Wellis... Alle in kleinen Käfigen, die Kaninchen und Meer is zum Teil alleine. :( Das Futter ist nicht artgerecht, aber wieso auch, wenn auch die Haltung es nicht ist? Wo die Tiere hinkommen wird nicht gefragt, Informationen über die Haltung werden weder vorausgesetzt noch gegeben. Und behandelt werden sie eher grob, sie werden, um sie herzuzeigen, aus ihren Häusern genommen und der Hamster aufgeweckt. Maaaaah wieso kann ich diese Tiere nicht alle retten? :( |
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Oh man, das klingt wirklich übel...kann ich gut verstehen dass du da am liebsten alle mitnehmen willst. Tierheime gibt es auch solche und solche, unseres ist da mittlerweile echt super, war aber auch nicht immer so... |
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wenn du das abkannst, ein guter Plan :) Mich würde das eher fertig machen, vor allem wenn die Mitarbeiter auch noch beratungsresistent sein sollten...und die Gefahr dass ich am Ende ein oder zwei Kaninchen mehr zuhause habe wäre so oder so groß:D |
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