 | Ninchen | | Registriert seit: 02.08.2016
Beiträge: 3
| |
|
Geschrieben am
02.08.2016, 13:30
| | | | Liebstes Kaninchen altert.... Hallo an alle. Zunächst möchte ich mich mit unseren Kaninchen und mit meiner Motivation, mich hier anzumelden, vorstellen.
Ich bin Mutter von einem jetzt erwachsenen Sohn, der sich im Alter von 7 Jahren spontan auf einem Tiermarkt für 5 Euro Taschengeld ein kleines Kaninchen kaufte. Wir ließen das Kaninchenböckchen kastrieren und es sitzt aktuell mit einer Kaninchen-Dame zusammen, die knapp 6 Jahre jünger ist als er. Die beiden lieben sich nun seit über 5 Jahren. Unserem Bock, der uns ja nun schon seit über 11 Jahren begleitet, sieht man langsam sein Alter an, er wird in etwa einem halben Jahr 12. Seine Linsen beginnen einzutrüben, auf dem einen Auge dürfte er so gut wie gar nichts mehr sehen, und die Sprünge werden kürzer. Auch nimmt er jetzt bevorzugt die hölzerne Treppe vom Auslauf in den Stall und springt nicht mehr lässig durch die Klappe. Aber er ist immer noch sehr munter, macht Männchen nach Kräutern und kommt auf Ansprache zu einem, also hören dürfte er noch gut. Er schläft mehr und ruht sich viel aus, wirkt aber ansonsten nicht geplagt.
Uns ist aber schon klar, dass er sein Alter hat und das Leben auf dieser Erde auch für die entzückendsten Häschen begrenzt ist. Und nun kommt das eigentlich Drama: Bleibt die Häsin zurück, könnte man sie einfach neu vergesellschaften und es geht immer so weiter, unendliche Kaninchengeschichte. Aber mein Sohn ist jetzt erwachsen und verlässt jetzt Deutschland für einen noch nicht definierten Zeitraum. Ich arbeite ganztags und zur Tierhaltung zählt meiner Meinung mehr als Fütterung und Stallreinigung - man sollte sich auch beschäftigen mit den Tieren, wie mein Sohn es (noch) tut.
Selbstverständlich würde ich ein altes Kaninchen nicht mehr umsetzen oder in fremde Hände geben, aber der deutlich jüngeren Witwe wäre ein neu-Eingewöhnen durchaus zumutbar. Während unser Bock sehr zahm ist, auf Zuruf kommt und einem hinterher hoppelt, ist die Zippe aber sehr ängstlich. Sie wirkt wie das verschreckte Kaninchen vor der Schlange, und ich vermute, dass sie schlechte Erfahrungen mit Menschenhänden gemacht hat. Sie frisst uns zwar auch aus der Hand, lässt sich aber nicht anfassen. Sie ist definitiv keine Häsin für Kinder oder unerfahrene Kaninchenhalter. Es brauchte sehr lange, sie an Hände zu gewöhnen, und nach jedem Tierarztgang, für den man sie ja einfangen und anfassen muss, fängt man wieder bei 0 an.
Gibt es hier vielleicht Menschen, die sich zutrauen, eine trauernde Problemhäsin zu übernehmen, wenn unser alter Hase nicht mehr ist? |