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| Ich habe gebaut. ![]() ![]() Meine olle Holzkisten-Heupresse mit menschlichem Pressstempel (also meine Wenigkeit trampelt das Heu fest, inkl. Sturzrisiko) wird mir langsam zu anstrengend, man wird ja nicht jünger... Und die Maschinen, die es so gibt, kann ich mir zum einen nicht leisten und zum anderen brauchen die meisten einen Traktor, den ich weder habe noch mir leisten noch ihn irgendwo unterbringen könnte... Also wird in der Holzklasse aufgerüstet. Paletten hat man ja da, wenn man sich das Geflügelfutter liefern lässt. Paletten demontieren ist nicht ganz einfach und nicht jedes Brett ist am Ende brauchbar. Aber der Korpus steht. Ich habe wirklich nur Paletten und Reste benutzt, die ich auf Lager hatte. Selbst die Türscharniere und Verschlüsse hatte ich da. Ich kaufe sowas gern auf Vorrat, wenn es irgendwo günstig im Angebot ist. Bzw. kaufe ich Sachen für Projekte, die dann manchmal aber doch nicht umgesetzt werden. Die Kiste bekommt noch eine Hebelkonstruktion, mit der das Heu dann mechanisch verdichtet wird. Ich würde ihr auch gerne Räder verpassen, aber das muss dann so ausgeführt sein, dass sie trotzdem sicher und fest steht. Auch schön wäre ein Garnspender auf der Rückseite, wo ich die Pressengarnrollen anbringen und Garn nach Bedarf rausziehen kann, statt mit vorgeschnittenen Stricken zu arbeiten. Wahrscheinlich werde ich die angefangene Rolle umwickeln müssen auf zwei kleinere, damit das rein physisch überhaupt da hin passt. Die ist sowieso ziemlich auseinandergefallen nach 7 Jahren Benutzung, davon einmal von zwei Teenagern, die das Prinzip einer Garnrolle nicht verstanden hatten... Sohnemännchen hat die Konstruktion gestern eingehend betrachtet und sich seine eigenen Gedanken zur Hebelmechanik gemacht. Ich hatte provisorisch was zusammengeheftet, um es mir erstmal zu visualisieren und die beste Variante zu ermitteln. Ich kenne das ja schließlich auch nur von Bildern und Videos. Mal sehen wie das am Ende rauskommen wird... Zumindest war das Pubertier noch ein Stündchen an der frischen Luft ![]() Seufz... Einachserbetriebene Minirundballenpresse. Extra für kleine, schlecht zugängliche, sogar hängige Flächen entwickelt. (Toll, jetzt spinnt abload, hier der Link https://www.earthtools.com/implements-haymaking/roundhaybaler/) ![]() min. 15.000€, wenn man die Anschaffung des Einachsers dazurechnet. Allerdings gibts dafür auch die ganze restliche Heutechnik - Mähbalken, Wender, Schwader. Reich müsste man sein... (na gut, dann hätte ich gleich mehr Land und große Technik...) Standgerät mit Kraftstrombetrieb, wird mit der Gabel gefüttert, wickelt Minirundballen und kann sie auch mit Folie einwickeln. Damit könnte ich in feuchteren Jahren auf Silage ausweichen. Oder eben generell einfach Silage/Heulage machen. Da berichten einige Kaninchenhalter sehr gutes von. ![]() Kommt aus China, bis das hier aufm Hof steht, sind das auch locker 5.000€. Trotzdem ist kein chinesischer Hilfsarbeiter im Lieferumfang enthalten... ![]() Der Traum meiner schlaflosen Nächte ist immer noch ein akkubetriebenes mobiles Kleinstgerät analog zu der Einachsermaschine, das Mini-mini-Rundballen wickelt. Die obigen Geräte machen Ballen von rund 50cm Durchmesser, zwischen 60 und 80 cm hoch, je nach Ausführung. Werden mit ca 25kg angegeben. So 10-15kg Ballen wären perfekt. Ich finde aber niemanden, der mir sowas bauen kann oder will Ich hab sogar schon an allen möglichen Stellen, in Bastlerforen etc., gefragt. Da kommt aber nur Bullshit wie "Stopf es doch einfach in Säcke" (was genau ist daran einfacher und schneller als Handpressung?), "Beauftrage einen Lohner" (ui, darauf bin ich ja noch gaaaar nicht selbst gekommen - gibt bloß keinen, der noch Aufträge annimmt) bis hin zu Schwachsinn wie "Pack es in Plastesäcke und saug mit dem Staubsauger die Luft ab". ![]() Geändert von Angora-Angy (16.05.2022 um 09:51 Uhr).
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| Ich habe bei Deiner Konstruktion ein wenig Sorge um die Stabilität.Beim Pressen wirkt da doch eine Menge Kraft auf den Holzkasten ein. Aber das wirst Du beim Ausprobieren ja dann sehen. Alternative wäre eine Mülltonne,die halten erstaunlich viel aus. Lohnpressen geht wohl nur über Vitamin B.Zudem machen die wenigsten Bauern heutzutage noch kleine Ballen,bei uns im Ort kenne ich auch nur einen.Und der ist zum Glück Vorsitzender vom Kaninchenzuchtverein,so dass ich da immer gut versorgt war.Und was ich dann zusätzlich als reines Futterheu gemacht hatte,habe ich lose in Kartons gelagert. Machst Du denn Dein ganzes Heu zu bestimmten Terminen auf einmal? Oder kontinuierlich in kleinen Mengen? Ich meine,ich hätte auch mal ein Video von einer stationären Quaderpresse gesehen,die im Prinzip wie das mechanische,was Du bauen willst,funktioniert.Nur wurde da elektrisch eine Hydraulikpresse angetrieben,die das Heu komprimiert.
__________________ "O Bär", sagte der Tiger, "ist das Leben nicht unheimlich schön, sag!" "Ja", sagte der kleine Bär, "ganz unheimlich und schön." Und da hatten sie verdammt ziemlich recht.
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Oder meinst du extra Kräuterheu/getrocknete (Heil)Kräuter?Zitat:
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Das Kind und ich haben gestern die Mechanik gebastelt. Plöt, dass ich weder den 12er Bohrer noch die Flex gefunden habe. Nein, ich bin nicht unordentlich... Aber mit bisschen Fummeln hab ich die fetten Maschinenschrauben reingekriegt, die als Achsen fungieren. Zum Teil sind die überdimensioniert, aber man nimmt halt was man da hat. Der Schaufelstiel als Hebel sieht gammeliger aus als er ist. Außen ist er angewittert, aber innen fest. Der Bohrer hatte ausreichend Mühe damit... Der Test fällt erstmal aus, das Verschenkheu ist schon weg. Ich hab aber dann doch überlegt, schonmal das erste Häppchen Heu zu machen, sobald das Wetter wieder aufklart. Ringsum sind ja schon die ersten Wiesen runter. Wobei die großen Betriebe eher Silage draus machen statt Heu... Wo wir schon dabei waren, haben wir dann gestern noch das Hartplasterad am Tor zur Straße gegen ein Vollgummmirad getauscht, weil der Lärm nervig war. In der halben Stunde zog es unheimlich schnell zu und fing an zu blitzen und zu rumoren. wir haben zwar noch versucht, uns aufzuteilen und die Eier einzusammeln, mussten die Mission aber abbrechen und vor dem einsetzenden Starkregen ins Haus fliehen. Schäden konnte ich heute morgen zum Glück nicht feststellen. Auch die Küken/Junghühnchen, die erst dieser Tage raus zu den Großen gezogen waren, sind noch vollzählig und intakt. Mal sehen was heute und am Wochenende über uns hereinbricht...
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| Ich habe ein Logo bekommen! Eine sehr nette Userin im Hühnerforum hat das von sich aus angeboten und gestern bekam ich die Mail mit dem fertigen Produkt, basierend auf einer ungelenken Bleistiftskizze meiner Idee.![]() Bunt für Dokumente und fürs Auto, farblos für Stempel etc. Ich habe schonmal ein Stempellayout entworfen und bastle gerade an Visitenkarten. Erstmal werde ich mir die selbst ausdrucken, später kann ich dann auch mal "richtige" bestellen. ABer erst, wenn dann noch mehr Details endgültig feststehen. Dienstag hab ich Termin bei der Steuerberaterin. Ich werde dann mal ernsthafter an meinem Businessplan arbeiten. So ganz genau weiß aber nicht, WIE sowas erstellt wird. Das Gründerseminar hab ich hinter mir ![]() Nächstes Wochenende ist nach über 2 Jahren ENDLICH wieder Geflügelbörse, und ich hab sogar Wachteln und junge Hühner zum Anbieten. Und das Wochenende drauf ist Landmarkt, da will ich auch mal versuchen mich mit einem kleinen Eierstand hinzustellen. Einfach mal testen, was passiert. Andersrum wäre besser, schon doof, erst Hennen zu verkaufen, wenn ich später möglichst viele Eier brauche Aber ich kanns nicht ändern. Und der Brüter läuft ja in Dauerschleife ![]() Leider hat mir der Marktmeister noch nicht auf meine E-Mail geantwortet, da werde ich wohl doch anrufen müssen... Mit der Chefin hab ich schonmal vorgefühlt, wie es mit einer Arbeitszeitreduzierung aussieht. Ein freier Tag in der Woche würde durchaus sehr helfen, hier etwas mehr zu schaffen. Und langsam auch mal mehr Einnahmen zu generieren. Wir müssen nur noch Details ausarbeiten und besprechen. Aber umgesetzt werden kann das eh erst, wenn meine Kollegin aus der Reha wieder da ist (wobei ich nicht ihre Vertretung bin, aber wir sind halt nur zu viert im Büro). Bin nur mal gespannt, ob der Mindestlohn im Oktober tatsächlich auf 12€ angehoben wird... Würde mir schon ein ganzes Stück helfen. Eine nette Anekdote vom letzten Wochenende hab ich noch zu bieten. Ich war mich im Garten/Stall am betun, als jemand vom Tor her ständig "Haaaaaallooooo" rief (Memo an selbst: Klingel anbringen...). Also bin ich hin - da stand die Nachbarin, jene, die mein Welpe vor vielen Jahren "zerfleischt" hatte (sprich sie hatte einen Kratzer am Bein, nachdem sie nach ihm getreten hatte). Ich dachte schon "Na toll, was kommt jetzt", aber die hatte ihren Enkel im Schlepptau - oder besser er sie - der Wachteleier kaufen wollte. Also ging eine 6er Packung über den Zaun. Eine knappe Stunde später stand er wieder da und wollte noch eine. Und noch etwas später NOCH eine! Jedes Mal wurde das Geld kleiner, beim letzten Mal einfach eine Faustvoll Kupfer... Er kaufte sich die Eier tatsächlich von seinem Taschengeld! Am nächsten Tag kam er auf Socken über die Straße, um eine 12er Schachtel zu holen, wurde aber vom Vater zurückgepfiffen, dass er "die Leute zum Sonntag nicht belästigen" solle (als ob mich das stört...). 5 Minuten später war er trotzdem wieder da, die Oma habe es ihm nun doch erlaubt. Und gestern war er dann SCHON WIEDER da und kaufte zwei 18er Packungen... Ich schwöre ich habe NICHTS in die Eier rein getan, das süchtig macht! Fragte, ob ich auch Hennen verkaufen würde und ich fürchte, er hätte am liebsten gleich welche mitgenommen... Hab ihm aufgetragen, sich zuerst über die Tiere zu informieren und mit der Familie die Unterbringung vorzubereiten. Leider ist er noch zu klein, um ihn als Stallhilfe anzuheuern... Da hätte er mit ziemlicher Sicherheit Interesse dran. Aber er wird bestenfalls 8 Jahre alt sein, da sind ja nichtmal Ferienjobs erlaubt. ![]()
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| Oh ja, und ich habe eine neue Häsin bekommen. Eine weiße, blauäugige Riesin, deren Vorbesitzerin wegen neuer Schwangerschaft, Umzug und nicht zuletzt Alterstod des Partnertieres ein neues Zuhause für sie gesucht hatte. Natürlich muss sie erstmal noch in Quarantäne bleiben. Impfung hat sie schon bekommen. Ich hab kein Foto gemacht, und JETZT geht ich auch nicht extra deswegen in den kalten Regen raus... ca 3 Jahre soll sie alt sein und bereits eine erfahrene Mutterhäsin. Da ich bisher immer nur tolle Nester, aber keinen Inhalt präsentiert bekommen habe, und ihre 5,3kg nicht ganz unwillkommen sind, werde ich sie so bald wie möglich verpaaren. In den nächsten Tagen sollte theoretisch die von meiner Freundin geborgte Riesendame soweit sein. Ich bin gespannt... Die anderen 4 "veräppeln" mich die ganze Zeit nur. Letztens hab ich eine beobachtet, wie sie Heu gesammelt hat - aber das wars auch schon. Kam nix.
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| Herzlichen Glückwunsch! Was die Stallhilfe anbelangt... Anstellen kannst Du ihn nicht, aber nach Rücksprache mit den Eltern kann er sich "seine" Eier vielleicht 1x die Woche abarbeiten. Die Eltern wissen den Jungen gut aufgehoben und er lernt was dabei.
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| Nääää. Ich hab sowas von keine Lust auf Babysitten und ich mag auch keinen engeren Kontakt mit DER Familie haben... Wenn er älter ist, groß genug um überhaupt an die Ställe ranzukommen und bisschen was in den Armen hat, kann man nochmal drüber reden. Je nachdem wie er sich entwickelt. Wenn meine Firma dann lebt und gedeiht, so dass ein Helfer drin ist.
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| Ich finde es bewundernswert, wie du dich in diesen ganzen Krempel eingearbeitest. Ich wünsche dir das alle beste auf diesem Weg!
__________________ --- "Du mußt sie jetzt sagen, Oder ewig 'rumtragen, Deine Worte: Verzeih! Hätt' ich doch! – Einerlei. Könnt' ich doch noch! – Vorbei." (Reinhard Mey) --- [Danke, Tante Jessi]
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| So, da ist "Näschen" ![]() Sie guckt etwas erschrocken, weil ich sie 1. 10 Minuten vorher aus dem Holzställchen, in dem sie nach dem etwas überstürzten abholen geparkt hatte, in den gestern leer gewordenen Laufstall gebracht hatte, 2. Der Nachbar seit Stunden mit dem Gasbrenner hantiert und damit seltsame Geräusche produziert, und 3. Aspi an mir vorbei in den Stall wollte. Ansonsten ist sie handzahm. Sie Frau hatte erzählt, dass sie sie immer mitgenommen hat, zum Pferd, in den Garten, an der Leine...
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| Ich werde am 11.6. in Arnstadt auf dem "Landmarkt" stehen Der Marktleiter hat mich gerade angerufen, plant mich ein. Ich muss halt früh aufstehen, aber von nix kommt halt auch nix. Drückt mir die Daumen dass es läuft 🤑
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| Drama, Baby! Oder: Warum es riskant ist, mit alten Häsinnen aus dubioser Herkunft zu "züchten"... Ich hatte mir von einer Freundin eine Riesenmixhäsin für eine Brut - ähm nein einen Wurf (hach immer dieses Durcheinander mit Geflügel und Gelöffel... ) ausgeliehen, nachdem meine kurz nach dem Kauf gestorben war. Der erste Versuch war ein Satz mit X. Da hatte sie gefühlt den halben Stall mit Fell gepolstert und ein gigantomanisches Nest gebaut, aber nichts reingetan. Sie war in dem Monat dann 2 Jahre alt geworden. Trotzdem habe ich es nochmal gewagt. Beim 2. Versuch hatte ich sie kurz nach dem Decken in die Gruppe integriert. Sie war ein asoziales Miststück - sorry - das alle Partnertiere verbissen hat. Ihren Kastratenkumpel, den ich mitgenommen habe damit er nicht allein zurückbleibt, hat sie dauergestresst. Der hatte eine fiese Otitis als er bei mir einzog, und weil sie ihn dauerverkloppt hat, habe ich sie erstmal getrennt, die Ohren behandelt und ihn in die Gruppe gepackt. Fand er gut, Ohren sind jetzt perfekt und er ist ein gechilltes bis aufdringliches Tier statt ständig im Fluchtmodus. Das wird an ihrer Aufzucht gelegen haben, meine Freundin hat sie aus Einzelhaltung geholt. Jetzt hatte sie sich aber nach kurzer Anlaufzeit gut akklimatisiert und sogar mit einigen Gruppenmitgliedern gekuschelt. So, nun war jetzt zum Wochenende die errechnete Zeit rum. Sie zeigte null Nestbauverhalten und null sonstige Anzeichen. Nix. Sonntag lag ein totes Jungtier unter der Raufe, halb im verwühlten Futter vergraben. Madame zeigte keinerlei Anzeichen oder Interesse, verhielt sich komplett normal, an ihr war auch nichts zu sehen. Eine andere konnte es aber nicht gewesen sein. Nun gut, dachte ich, wars wieder nix, noch einen Versuch mache ich nicht. Gestern bewegte sich plötzlich was in dem verstreuten Futter unter der Raufe. Ein lebendes Jungtier! Mit Kratzwunden. Hab ich natürlich eingesammelt. Es hat etliche Schrammen und Kratzer, ich schätze, wenn das nicht bei der Geburt passiert ist, dann durch achtloses Drüberlaufen. ![]() Madame zeigte weiterhin null komme gar keine Anzeichen oder Interesse oder sonstige Verhaltensänderungen. Lediglich ein paar Blutstropfen an der Blume verrieten sie diesmal. Ein weiteres Jungtier fand ich dann im Wassernapf - natürlich tot. Das lebende hab ich mit rein genommen, gewärmt und gefüttert und in ein Pappkarton-Angorawolle-Papiertuch-Nest gesteckt. Und die Mutter hab ich in ein absichtlich kleines Holzställchen gesetzt, damit sie etwaige weitere Jungen nicht so weit verteilen kann und ich das besser kontrollieren kann. Kurz danach lag tatsächlich noch eins da, das sie überhaupt nicht zur Kenntnis nahm. Dieses war allerdings unverletzt. Hab es ebenfalls gefüttert und zu dem ersten in den Karton gesteckt. Muttern tat weiterhin nicht dergleichen. Habe ihr Fenchel (für die Milch) und Himbeere (Geburtsfördernd) gegeben. In der Nacht nochmal kontrolliert, aber es kamen keine weiteren Jungtiere. Der Versuch, die beiden anzulegen, scheiterte am Widerstand der Häsin. Ihre Zitzen waren ja auch nicht freigerupft. Heute morgen dann die Überraschung: Sie hat ein Nest gebaut! ![]() Ein richtig gutes, schönes, vorschriftsmäßiges Nest. Ich hatte den Karton mit den Jungtieren mit raus genommen, um nochmal das Anlegen zu versuchen. Nun legte ich also die Jungen ins Nest und sie kam tatsächlich nachgucken. Eins hab ich dann extra zu ihr und unter sie geschoben und sie hat es ausgiebig beschnuppert und ableckt. Trinken hab ich es aber nicht gehört. ![]() Ich habe ihr dann eine Schüssel Müsli hingestellt und während sie damit abgelenkt war, nochmal die Jungen drunter geschoben. Sie nahm sie nicht zu Kenntnis, das Müsli war interessanter. Dadurch hob sie aber auch nicht den Bauch, um den Weg freizumachen. Eins klang als hätte es eine Zitze erwischt und schmatzte. Das andere wird sicherlich von dem Kratzer auf der Nase beeinträchtigt sein. Ich bin das Risiko eingegangen, sie im Nest zu belassen. Die Anwesenheit der Jungen sollte das Brutpflegeverhalten stimulieren und hoffentlich den Mutterinstinkt wie auch den Milcheinschuss anregen. Fenchel und andere förderliche Sachen hat sie heute früh nochmal frisch bekommen. Alle anderen Häsinnen, die ich zeitgleich zugelassen hatte, haben allesamt nicht geworfen, daher gibt es auch keine Amme. Doof, aber nicht zu ändern. Jetzt sitze ich im Büro und kann nichts machen. Vielleicht kann ich eher gehen und vor dem Steuerberatertermin wenigstens mal kurz nachgucken. Warum ich das erzähle und mich angreifbar mache? Ehrlichkeit. Weil das Leben eben so ist. Es gehen Dinge schief. Es gehen Dinge nicht nach Plan. Dinge, die man in bester Absicht gemacht hat (z.B. eine asoziale Häsin in eine Gruppe integrieren) stellen sich als Fehler heraus, zumindest wenn eine Geburt ins Haus steht. Dinge, die als "Ja, so sagt man immer, aber so schlimm kann es ja eigentlich nicht sein" empfunden werden, stellen sich als wahr heraus (über 2 Jahre wird eine ERSTgeburt zum Risiko). Ich hatte alles da, um die Jungen zu betreuen. Ich habe ein Stück weit Erfahrung, kann reagieren. Und ich komme auch mit toten Tieren zurecht, das muss man können, wenn man sowas macht. Meine Hühnerglucke hat demletzt nach über einer Woche von jetzt auf gleich alle 6 Küken verloren - IN DER GESICHERTEN VOLIERE!!! - die waren auf einmal unauffindbar weg: Manchmal ist das eben so und kein Nervenzusammenbruch der Welt ändert was daran. Natur ist "herzlos". Sowas passiert, sowohl in der Wildnis als auch in menschlicher Obhut. Damit muss man umgehen können, oder man lässt es komplett sein. Ich gebe Fehler zu - das war einer. Das Risiko des Alters in Kauf zu nehmen war gewagt. Ohne Geburt wäre die Dame in der Gruppe glücklich und zufrieden gewesen. Ohne Gruppentrubel, gleich auf begrenztem Raum, wäre die Geburt vielleicht anders verlaufen. Wer weiß. Es ist unmöglich, das im Nachhinein noch herauszufinden. Ich bin um eine wertvolle Erfahrung reicher. Was ich mit der Erzählung bezweckt habe, ist Offenheit. Nicht jede Häsin taugt zur Mutter. Nicht jeder Mensch zum Züchter/Vermehrer. Unglücksfälle sind IMMER einzuplanen. Denkt nach, fragt um Rat, bevor ihr was in der Richtung unternehmt, liebe Mitlesenden ![]() Geändert von Angora-Angy (31.05.2022 um 11:12 Uhr).
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| Die zwei Riesenzwerge leben noch. ![]() Mehr noch: Sie liegen ruhig und friedlich im Nest und schlafen. Sehen gut aus - daraus möchte ich gern schließen, dass die Mutterhäsin "aufgewacht" ist und Milch hat. Werde das natürlich trotzdem engmaschig im Auge behalten und die Ersatzmilch parat halten. Sie bekommt zwei mal täglich einen Zweig Fenchel, ich darf es aber auch nicht übertreiben. Sind ja nur 2 Abnehmer da...
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| Heute morgen leben sie noch beide. Der unverletzte sieht auch prima aus, ist vital, sieht aus als wäre er gesäugt worden. Der verletzte ist noch nicht über den Berg, denke ich. Der ist schwächer und sein Nasenkratzer wird ihm das saugen schwer machen. Immerhin blutet es nicht mehr. Ich habe versucht ihn anzulegen, aber er war zu schwach und hat gar nicht versucht eine Zitze zu finden. Ich habe ihn nochmal zugefüttert. Insgesamt mache ich mir bei ihm weniger Hoffnung. Das Nest könnte wärmer sein, sie könnte mehr Fell rupfen. Ich werde es heute nachmittag, wenn sie nicht nachgelegt hat, bisschen mit Angorawolle unterfüttern. Ausgerechnet heute ist es so kalt und regnerisch geworden. Ich freue mich ja über den Regen, der ist dringend nötig. Aber die Kleinen könnten Wärme besser gebrauchen...
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| Als ich gestern heim kam, waren die Jungen nicht so warm wie ich mir das gewünscht hätte. Ich habe sie mit rein genommen, auf dem elektrischen Heizkissen aufgewärmt und nochmal gefüttert. Schon beim Reintragen hat der Schrammenzwerg einen Krampfanfall bekommen, was schon aussah als wäre es jetzt vorbei... Hat sich aber erholt und dann recht gut getrunken. Später gab es aber nochmal einen Krampfanfall, er hat sich überstreckt und wurde total steif. Im Wärmebettchen gab sich das dann erstmal wieder, aber dennoch ist er später am Abend gestorben. ![]() Der andere war heute morgen hungrig und munter. Ich habe ihn wieder raus zur Mutter gebracht - die tatsächlich gerade beim Fellrupfen war und das Nest kräftig ausgebaut hatte! Sie hat sich das Junge sofort zur Brust genommen, wortwörtlich. ![]() Das ist ein Screenshot vom Video. Man sieht hier die Pfötchen unter Mutters Kinn. Sie hat nochmal Fenchel bekommen. Der Mutterinstinkt hat hier einfach zu spät eingesetzt. Das Nest habe ich mit Angorawolle zusätzlich unterpolstert, so dass der Zwerg in Mutters Wolle liegt, aber von unten und den Seiten die Zusatzwolle wärmt. Das Wetter ist ja wieder besser geworden.
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