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Nein, das hab ich nur gefühlt als ich sie geschoren habe. Sie hat ja auch keinerlei Verhaltensänderung gezeigt vorher, hat gefressen, mit den anderen gekuschelt und ist rumgehoppelt, ganz normal. Leider scheint es sich bei ihrem Vater Oliver ähnlich zu verhalten, ich habe jetzt eine ganz kleine Beule entdeckt und er frisst gar nicht mehr. Hab ihn gestern noch gepäppelt und dabei die Beule gefühlt. Heute hockt er nur noch da, Augen zu, keine Reaktionen außer dass er den Kopf wegzieht, wenn ich ihn anfasse. Wird nicht mehr viel Sinn haben :( Hoffentlich zeigen die anderen Nachkommen von ihm nicht auch noch solche Probleme. Dann müsste ich die ganze Linie aus der Zucht nehmen... |
Oh je. Warum können die einem nicht zeigen wenn sie Probleme haben. Dann könnte man ihnen ja viel besser und früher helfen. |
Mein Beileid :( ---- Die TB Bilder vorher-nachher sind herrlich :rofl: |
Auch mir tut das Leid :( Komm gut rüber, Langohrschäfchen! |
Oliver gehts nicht besser. Er frisst gar nichts mehr und sein Auge hat angefangen zu tränen. Morgen werde ich mit ihm den Nachbarn aufsuchen... :( Wenigstens an der Tom-Front gibts halbwegs gute Nachrichten. Ich hatte ihm ja wegen seiner Nieserei einen Abstrich nehmen lassen, als er Fridolin zur Kastra begleitet hat. Telefonisch wurde mir gesagt, dass nichts pathogenes gefunden wurde, sondern eine "Mischflora". Also hat er jedenfalls keinen Kaninchenschnupfen, soll aber dennoch antibiotisch behandelt werden, damit er den Rotz los wird. Sie machen grundsätzlich immer das Antibiogramm mit, wenn sie Abstriche untersuchen lassen, denn ohne nützt mir der Abstrich ja nix. Ich kann mir das AB einfach so abholen, dazu muss er nicht extra nochmal hin. Ich denke darüber nach ihn zu behandeln wenn Fridolin ausgezogen ist, dann ist er eh erstmal alleine und ich kann ihn für die Dauer der täglichen AB-Gabe in den Quarantänestall setzen. Das wird dann für uns beide einfacher und stressfreier mit dem Einfangen... Immerhin scheint bisher der Seuchenkelch an uns vorbeizugehen *dreimalaufholzklopf* Der Nachbar hatte schon leicht feuchte Augen als er mir erzählt hat, wie er jeden Morgen tote Tiere im Stall gefunden hat und dass er vorsichtshalber die restlichen vor der Zeit geschlachtet hat, eh sie auch noch dahinsiechen... Ich hoffe dass er die gestorbenen wirklich richtig entsorgt hat und nicht einfach auf den Acker geworfen, wie er es sonst mit seinen Schlachtabfällen tut... |
Wie traurig, dass mit den Kieferabszessen. Bei Oskar hatte ich ihn auch zufällig entdeckt und wenn man dann sieht wie sich sowas hinzieht.....wenn man das vorher wüsste. Auch schrecklich, dass direkt in der Nachbarschaft die Seuchen um sich ziehen! Hoffentlich bleibt ihr weiterhin verschont! |
Eben, Gerti. Ich sehe wie es bei euch abläuft und ich bin da ehrlich, ich will das keinem meiner Tiere zumuten. Ich selbst wäre auch gar nicht in der Lage, zu leisten, was du jeden Tag leistest. Schon allein zeitlich, aber auch finanziell. Mag sein dass ich da feige bin, aber ich selbst möchte auch nicht wochen- und monatelang bedoktert werden, höllische Schmerzen haben und nicht mehr selbstständig essen können. Ich habe selbst einen Kieferabszess gehabt und ich bin froh kein Kaninchen zu sein, mit diesem hartnäckigen, schlecht zu kurierenden Eiter. Bei mir wars relativ schnell behandelt, ich musste aber auch meine Wundhöhle mit Wasserstoffperoxid ausspülen etc. Macht keinen Spaß. Ich bin froh, den anderen Weg gehen zu können und sie schnell erlösen zu können. Um ehrlich zu sein wünschte ich es gäbe die Möglichkeit auch für Menschen. Mir graut es unheimlich davor, einmal ein Dauerpatient ohne Hoffnung auf Genesung zu sein, abhängig von der Pflege anderer, im Langzeitsiechtum, ohne Aussicht auf ein baldiges Ende... *schüttel* Davor schützt einen ja nichtmal eine Patientenverfügung wirklich, die werden oft einfach ignoriert oder es wird eine nicht ganz korrekte Formulierung gesucht und gefunden, um das ganze Schreiben nichtig werden zu lassen... |
Oliver war heute morgen aufgegast vom langen Nichtfressen, saß zusammengekauert mit am Boden aufgesetztem Kopf im Stall. Sein Kreislauf war schon am Zusammenbrechen, er war kalt und taumelig auf der Arbeitsplatte. Ich hab ihn noch geschoren, damit man sich nicht durch die Wolle wühlen muss... Der Nachbar hatte keine Zeit, aber er hat mir sein gutes scharfes Messer gegeben... Ich hasse es... Mir ist dabei und danach regelrecht schlecht. Aber wer züchten will, muss schlachten können. Dem Tier zuliebe, so paradox es auch klingen mag. Ich MUSS es können, genau für solch einen Fall habe ich es mir zeigen lassen. Oliver ging es beschissen und das war das Beste was ich noch für ihn tun konnte. Ihn noch ewig durch die Gegend zu karren um ihn einschläfern zu lassen wäre noch stressiger gewesen. Oder warten bis der Nachbar Zeit hat und ihn so lange noch leiden zu lassen. Meine Arbeitsplatte kannte er, viermal im Jahr saß er da drauf. Der Schuss saß auch perfekt, von jetzt auf gleich waren seine Schmerzen vorbei. Und trotzdem sitze ich jetzt im Nachhinein hier am Rechner und heule. Und ich schreibe das deshalb gerade hier in diesem Forum und nicht im Züchterforum, weil es raus muss bei Leuten, die nachempfinden können, dass so ein Tier eben nicht bloß Zuchtmaterial ist/war. Viele Züchter schreiben auch, dass es ihnen nicht leicht fällt, aber ich glaube die wenigsten können nachvollziehen, dass ich meine Tiere nicht nur wegen ihrer Gene mag... Ich werde mich für den Sachkundenachweis anmelden, wenn ich noch etwas Übung bekommen habe. Einen Lehrgang gibt es leider nicht dafür... Ich hoffe ihr könnt nachvollziehen, warum ich diesen Weg gegangen bin und auch weiterhin gehen werde. Mich tröstet der Gedanke ein klein wenig, dass der Körper nicht einfach verbrannt und verschwendet wird, sondern meinen Hunden noch zwei-drei Mahlzeiten beschert. Dort wo Oliver jetzt ist, braucht er den Körper nicht und es ist in der Natur so vorgesehen, dass alles verwertet wird. Dann ist jedenfalls sein Tod nicht ganz sinnlos gewesen. Weiß nicht, ob das jeder verstehen kann, noch vor 3 Jahren habe ich selbst mit Entsetzen den Gedanken ans Schlachten meiner Tiere von mir gewiesen. Niemals hätte ich mir träumen lassen, dass ich es mal selbst machen würde. Heute bin ich sogar froh, dass ich Oliver helfen konnte, sein Leiden beenden konnte, ohne auf Dritte angewiesen zu sein. Ich glaube ich höre jetzt lieber auf, vielleicht ist es auch gar nicht klug sowas hier zu schreiben. Aber ich will eben nicht nur die Friede-Freude-Eierkuchen-Seite darstellen. Züchten ist nicht nur niedliche Babies aufwachsen und wuschelige Kaninchen durchs Gehege hopsen sehen. Kranke Tiere gehören behandelt oder, wenn das nicht mehr geht, erlöst. Und zwar so schnell wie möglich. Einschläfern ist mit Sicherheit nicht schöner als der schnelle Bolzenschuss. Und meine eigene Waschküche ist schneller aufgesucht als jede Tierarztpraxis. Ach, Schluss jetzt, ich muss mich zusammenreißen und zur Arbeit fahren... :cryin::cryin::cryin: |
Es tut mir leid, dass du Oliver erlösen musstest. Komm gut rüber süßer Wollpuschel und lauf mit deiner Tochter um fie Wette. Ich finde es in Ordnung, dass du hier davon schreibst. Msn merkt wie viel dir deine Tier bedeuten und wie schwer es ist, sie selber zu erlösen. Ob man sie nun selber "schlachtet" oder beim TA einschläfert, es ist in beiden Fällen um das Tier vor einem längeren Leiden zu bewahren. Ich hoffe die Arbeit lenkt dich was ab, von dem Verlust der Beiden. |
Hallo Angy! Es ist schwer Worte zu finden für mich aber ich versuche es ... Es tut mir leid, dass du den Weg gehen musstest und es dazu kam. Und ich wünsche Oliver ein schönes Leben auf der Regenbogenwiese! Ich verstehe dich aber, dass du es tun musstest und kann mir vorstellen, dass es die Hölle ist, obwohl man weiß, dass es das Beste ist. Du hast Oliver dadurch langes Leiden und den Stress von fremder Umgebung und fremden Menschen erspart! Es ist quasi der letzte Liebesbeweis den du ihm machen konntest, auch wenn es sich anders anfühlt! Mir kommen auch die Tränen wenn ich daran denke, aber ich glaube du hast das Richtige in dieser Situation getan. Fühl dich gedrückt! Lg |
Ach herrje. Ich mag mir nicht vorstellen wie du dich dabei gefühlt haben musst. Es tut mir leid Angy. |
Komm gut rüber, Oliver. Du hast meinen Respekt, Angy. Was du tust, ist in meinen Augen das Richtige. Ich finde es gut, dass du hier davon schreibst, denn das ist die Welt, wie sie sein sollte. Und so lange es dich zum Weinen bringt, so lange weißt du, dass alles gut ist. Erhalte dir bitte diese Trauer, auch wenn es weh tut, denn sie macht dich zu einem guten Menschen. traurige Grüße |
Ich finde es auch gut, dass du es hier schreibst. Ich hab mir schon öfter gewünscht ich könnte ein Tierleiden fachmännisch schnell beenden...so dass das Tier es gar nicht erst mitbekommt, dass was passiert. Wenn ich zurückblicke wie lange Oskar jetzt schon als Wanderbaustelle rumhoppelt...wieviel Aua er hat/hatte....wieviel Zeit in seine Intensivpflege geht/ging.... und natürlich auch welche Unsummen an Geld für die Behandlungen etc. draufgegangen sind....ein Schlag und es wäre ihm erspart blieben. Aber jetzt fällt es natürlich immer schwerer und dabei hab ich gestern wieder etwas gefunden..... |
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Mir ging es vor ein paar Wochen ähnlich als ich mir in meinem Aquarium durch einen Neuzugang die Weißpünktchenkrankheit eingeschleppt hatte.Ich habe täglich Medikamente ins Wasser gegebn und täglich einen großzügigen Wasserwechsel gemacht trotzdem wurden die Fische immer schwächer und vegetierten nur noch vor sich hin.Ich musste meinen fast kompletten Guppybestand erlösen. Das hat mich auch große Überwindung gekostet mir war auch richtig schlecht dabei aber es musste sein sie hätten nur unnötig gelitten wären irgendwann qualvoll an der Krankheit verstorben.Für die Fische war es wirklich eine Erlösung. Ich kann dir gut nachempfinden es ist nicht einfach ein Leben zu beenden. Ein Einziger Guppy hat überlebt und ist wieder gesund geworden. |
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Aber selber machen könnte ich nie. :willy_nilly: |
Ach Mensch wie traurig dass noch ein Langohr gehen musste, auch wenn es sicher das Beste für ihn war :( Ich kann mir nicht vorstellen das je zu können, was du geleistet hast. Aber man merkt wie wichtig dir die Tiere sind und das ist, finde ich, was ganz Besonderes. Sie so zu lieben, dass man ihnen das Leiden ersparen kann... :( Mach's gut, Oliver! Run free! |
Oh Angy das tut mir sehr leid. Ich weiß ganz genau wie du dich fühlst. Es ist einfach ein scheiß Gefühl. Egal ob so wie du es gemacht hast oder mir einer spritze. Man will dem Tier leid ersparen und trotzdem fühlt es sich nicht wirklich richtig an. Fühle dich gedrückt, die Entscheidung War richtig ♡ |
Und wieder eins. Ich Vollarsch hab überhaupt nicht auf dem Schirm gehabt, dass die drei verbliebenen H-Jungtiere noch nicht geimpft waren. Jetzt sind es nur noch zwei... :angelsad2::cryin: Das kleine Kerlchen lag in der Ecke des Geheges und hatte Blut an der Nase. Recht unverkennbar... Mein "Onkel Doktor" meinte es wäre jetzt eher schädlich als nützlich, die wahrscheinlich infizierten Jungtiere zu impfen. Ich soll Petersilie und Meerrettichblätter geben, um das Immunsystem zu unterstützen, mehr kann ich jetzt nicht machen. Werde auch nochmal das Kaninchenapotheke-Buch zu Rate ziehen. Ach so eine Scheiße!!!! :banghead: |
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