Diese "Aufklärungsgeschichte" stinkt zum Himmel.
Depressive Menschen sind keine potentiellen Selbstmörder.
Co-Piloten sollten nicht nach den Sicherheitsvorkehrungen der Cockpittüren googlen müssen, müssen sie es doch, haben sie den Beruf verfehlt.
Wie kommt es, dass die Auswertung der Flugschreiber normalerweise Monate dauert, in diesem Fall nur 48 Stunden?
Warum berichten Augenzeugen von einem französischen Militärjet, der kurz vor dem Absturz in der Luft zu sehen war?
Es ist immer wieder die Rede von gleichmäßigen Atemzügen des Copiloten, bis zum Ende der Stimmaufzeichnung. Wer bleibt im Angesicht des Todes, selbst, wenn er ihn selber herbeiführt, so ruhig?
Und gutgläubigen Menschen wird hier eine scheinbar passende Lösung
präsentiert. Der vermeintliche Täter kann sich nicht mehr wehren. Depressionen sind immer noch ein Tabuthema und gelten als verschrieen. Depressive Menschen werden als Spinner abgetan und bekommen immer wieder zu hören, sie sollen sich nicht so anstellen. Es ist einfach erschreckend und abartig, wie schnell Menschen in den Medien abgestempelt werden... als ob depressive Menschen eine Gefahr seien.
Je mehr ich über dieses Thema lese, desto wütender werde ich, wütend darüber, wie wir als Volk mal wieder für dumm verkauft werden.