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Cupcake 2205 08.12.2014 15:19

Zitat:

Zitat von Selkie (Beitrag 694860)

Was das Thema Haustiere angeht: Hunde vegan oder Vegetarisch zu ernähren halte ich für Tierquälerei.

Das sehe ich genauso. Mal ein vegetarisches Leckerli anbieten ja, komplett fleischfrei füttern nein.
Unser Hund wurde auch lange gebarft, aber dann hatte er kein Rind und Huhn mehr vertragen und er bekam wieder Trockenfutter. Eklig war es schon, so eine Gefriertruhe voller Fleisch, sber Hunde sind nunmal Fleischfresser.

LG Lea

Selkie 08.12.2014 15:26

Sind sie nicht allesfresser?
Hab gelesen das zu Barf auch Gemüse gehört

Jinro 08.12.2014 16:47

Zitat:

Zitat von Selkie (Beitrag 694898)
Sind sie nicht allesfresser?

Funktionelle Allesfresser, heißt gefressen wird was da ist. Bringt die jahrtausendelange Domestizierung so mit sich. Katzen, die lange Zeit als reine Schädlingsbekämpfer gehalten wurden, sind da noch wesentlich näher an ihren karnivoren Wildverwandten.

Cupcake 2205 08.12.2014 16:52

Zitat:

Zitat von Selkie (Beitrag 694898)
Sind sie nicht allesfresser?
Hab gelesen das zu Barf auch Gemüse gehört

Ja, Gemüse gehört auch dazu. Wir hatten auch mal so eine Mischung die man mit Wasser übergossen hat das dann Brei wurde. Da war eben Gemüse und es gab auch so welches.
Woher weiß Jinro das eigentlich alles?

Selkie 08.12.2014 16:57

Jinropedia :p

Jinro 08.12.2014 17:01

Zitat:

Zitat von Cupcake 2205 (Beitrag 694918)
Woher weiß Jinro das eigentlich alles?

Weil wir eine Weile nachgedacht und recherchiert haben, bevor wir uns für Kaninchen als Haustiere entschieden haben. Wenn ich etwas persönlich in Angriff nehmen will, dann will ich möglichst alles darüber wissen. Und sehr vieles bleibt dann in Erinnerung.

Lupine 08.12.2014 17:14

Normalerweise frisst ein Raubtier, das Pflanzenfresser frisst, ja auch deren Darminhalt mit, oder? Wird ein Tier nur mit (Muskel-)Fleisch ernährt, würde dieser Teil der Nahrung ja komplett fehlen. So wurde es uns damals vom Tierarzt erklärt.

darvishx 08.12.2014 18:01

Zitat:

Zitat von Lupine (Beitrag 694873)
Das ist leider ein Trugschluss. Du darfst nicht nur die unmittelbaren Folgen sehen (Schlachtung, ungenügende Haltungsbedingungen etc.). Du musst auch die Folgewirkungen von Anbau oder Abbau und Produktion der Alternativprodukte sehen.

So verbraucht z. B. Baumwolle immens viel Wasser im Anbau. Das führt dazu dass Landstriche mit Ausnahme der bewässerten Baumwollfelder mit zu wenig Wasser zu kämpfen haben. Das wiederum kann schlimme Folgen für Flora und Fauna haben - ist es kein Tierleid wenn Tiere verdursten oder verhungern, weil das Wasser für die Baumwollfelder benutzt wird?

Was ist mit den Pestiziden? Sie vergiften unzählige Klein- und Kleinstlebewesen und werden die Nahrungskette hinauf weitergegeben.

Und Öl?

Erdöl? Irgendwann schmeißt man die Sachen weg. Und dann? Erdöl ist Mineralöl und deshalb nicht unbedingt unbedenklich als Abfallstoff.

Pflanzenöle als Alternative? Woher sollen die Anbauflächen kommen? Wälder werden dafür gerodet. Und diese Wälder sind das Zuhause von Wildtieren. Brandrodung ist besonders grausam.

Du siehst, so einfach ist es nicht. Man kann nicht eins durchs andere ersetzen und sagen: das ist besser.

Man muss anders ansetzen. Weg von der "Geiz ist geil"-Kaufmentalität hin zur "Geiz ist geil"-Recyclingmentalität!

Früher war es üblich, Socken zu stopfen. Hand aufs Herz: wer von euch macht sowas? Es wäre eine sehr einfache und effektive Möglichkeit Tieren zu helfen. Denn es würde einen zusätzlichen Rohstoffeinsatz vermeiden wenn man mal von den paar Zentimetern Faden absieht. Plastiktüten? Man könnte auch mit der Einkaufstasche losziehen. Schaue ich mich um, sehe ich zwar Einkaufswagen mit rein vegetarischem Inhalt, den Einkaufenden sieht man an der Kasse dann aber 3 Plastiktüten aus dem Regal ziehen.

Man kann nur dann tierfreundlich leben wenn man seinen Konsum einschränkt. Nicht zwangsläufig nur den Fleischkonsum oder den von Pelzen und Lederwaren. Sondern insgesamt muss man sich fragen: ist es nötig? Muss das neue Handy sein, wenn das alte noch funktioniert? Der neue Fernseher, nur weil er schön flach und stylisch ist? Macht es wirklich so viel mehr Mühe die Stofftasche zum Einkaufen mitzunehmen, und muss sie wirklich weggeschmissen werden nur weil eine Naht aufgegangen ist? Brauche ich wirklich einen Satz neuer Pullis für den Winter oder T-Shirts für den Sommer nur weil die vom Vorjahr jetzt "out" sind? Jeder hat einen Punkt wo er für sich ansetzen kann, sogar ohne dass es allzu sehr weh tut.

lol :D (wie wir voll vom Thema abgewichen sind)
Ohne geht nicht, ist klar. Aber man kann seinen Konsum zumindest einschränken. Da darf man auch kein Papier mehr verbrauchen wenn man nach dem Prinzip leben will. Oder den Regenwald abholzen. Aber mir geht's mehr um das ethische, man kann zumindest (!!!) mehr Ruecksicht auf die Haltung der Tiere nehmen. Manche Dinge brauch man zum Leben, manche (wie zB Fleisch,) nicht.

Oder Tierversuche (die angeblich bald durch Chips ersetzt werden :p) kann man, wie ich finde an zB Gewalttaetern ausüben. Die sind zumindest schuldig und 2 Jahre Gefängnis für einen Vergewaltiger ist nicht Strafe genug. Aber nein, das wäre ja "unmenschlich". Bei Tieren also nicht..? :(
Aber du hast schon recht, klar. In Wasser Leben auch Mikroorganismen. Aber man braucht Wasser?
Man kann das Blatt wenden, wie man will. Es gibt auch Leute, die komplett auf Plastik verzichten. Vor was ich richtig Respekt habe. Ich finde es auch nicht toll, dass dadurch das Meer verschmutzt wird und Meeresbewohner sterben!
Oder man schafft auch Kunstpelz ganz ab, denn wer braucht den Schei*? Ist eh nur ne Modeerscheinung :/ wir leben nicht mehr in der Steinzeit!


Aber wusstest du, dass man den Welthunger besiegen könnte, wenn man das Futter (zB Soja) statt an "Nutztiere" an Menschen geben würde?
..oder dass Autos gerade einmal 2 mickrige % an der Umweltbelastung beteiligt sind? ca 90% davon betragen nämlich die Tiermastanlagen. :o


Naja, back to topic!

Lupine 08.12.2014 18:53

Du hast völlig Recht, ganz ohne Belastung für die Umwelt kann der Mensch nicht leben. Ich finde nur dass man eben die "guten" Alternativen auch immer kritisch ansehen sollte, oft sind sie längst nicht so gut wie man auf ersten Blick denkt.

Worin ich mit dir völlig übereinstimme ist, dass man auf die Tiere Rücksicht nehmen muss bei der Haltung. Diese Massentierhaltungen verderben mir mächtig den Appetit, sowas geht gar nicht. Das liegt aber an genau derselben Konsumgesellschaft die jedes Jahr das neueste Handy braucht und alle 2 Jahre einen neuen Flatscreen-TV, jede Saison die angesagtesten Klamotten etc. Gedankenlosigkeit ist das Hauptproblem in unserem Umgang mit Tieren und Umwelt.

Back to topic:

Auch bei den Pelzen finde ich Peta zu wenig differenziert. Wenn die Inuit die angestammten Tiere jagen um sich zu ernähren, warum sollen sie sie dann nicht komplett verwerten? Warum sollen sie dann den Pelz, der "übrig" ist, verrotten lassen? Das wäre unendlicher Quatsch, denn dann müssten sie Kunstfaserpelze tragen um sich ausreichend warm zu halten, und die verschlingen unnötig Ressourcen.

Man sollte also sagen: Kein Tier sollte nur seines Fells wegen getötet werden. Dient es aber der Nahrung, spricht nichts dagegen es möglichst vollständig zu verwerten. Für beides sollte das Tier aber mit Respekt für seine Bedürfnisse und möglichst artgerecht gehalten werden.

Nur ist das zu wenig spektakulär, und zu schwierig abzugrenzen um damit an die Presse zu gehen. Es ist viel einfacher, grundsätzlich zu sagen: Pelz ist böse.

knuffelchen 08.12.2014 18:54

Ich stelle mir gerade diese paradiesischen Zustände vor, wenn Deutschland vegetarisch/vegan wird:
Keiner will mehr arme Schweinchen und Kühchen essen und der Bauer, er muss ja um sein Überleben kämpfen, überlegt, was er jetzt mit den unnützen Fressern machen will.
Erlebnisbauernhof? Vergiss es, viel zuviel Konkurrenz von den Nachbarhöfen.
Also werden die lieben Tierchen "freigelassen" - sprich ausgesetzt.
Die können ja genug zu Fressen finden auf ihren alten Wiesen und Weiden.
Doch was macht der Bauer nun? Viehzucht ist nicht mehr, also wird jetzt vegan produziert - die Kinderchen wollen ja auch was zu Essen und ne Playstation und
der Große will sogar aufs Gymnasium!
Das kostet und da braucht der Bauer aber auf einmal viel mehr Land zum vegetarischen Anbau. Was wäre da besser geeignet als die unnützen ehemaligen Weiden, da grasen eh nur "wilde" Kühe drauf.
Und ganz schnell verschwindet der Lebensraum der ehemaligen Haus- und Nutztiere, so dass sie langsam aber sicher aussterben werden.
Ich frage mich manchmal, ob manche Petaner so weit denken?

Cupcake 2205 08.12.2014 19:00

Zitat:

Zitat von Selkie (Beitrag 694922)
Jinropedia :p

Oder ist der kleine Wichtel er hinter Google sitzt und die Antworten tippt :p


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