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Hab auch nicht gesagt, dass du Putzfrau bist, sondern dass das sicherlich zum Tätigkeitsumfang gehört. |
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Ich bin dann wach....wenn auch eher unfreiwillig...:mad: Seit einer Woche hängt bei uns son Zettel: Heizungswartung vom 18.-20.3 8-14 Uhr seien sie zuhause oder geben sie Schlüssel beim Nachbarn ab. Problem 1 : heute ist der 17. Problem 2 : ich habe extra für morgen einen Termin gemacht, damit ich dann auch zuhause bin(eben wegen meinem Schichtdienst) und Schlüssel zu den Nachbarn geben mag ich ja mal gar nicht... Seit 8 Uhr heute morgen klingeln die hier jede Stunde ob ich nicht doch da bin. Ich bin so müde und werde ständig davon wach...:Yawn: Habe ehrlich gesagt auch keine Lust die reinzulassen. Die müssen in der Küche wieder an den Hahn um die Heizung mit Wasser aufzufüllen , der Hahn ist aber hinter meinem Vorratsschrank , den muss ich erst ausräumen. Nervt mich alles etwas. Dafür habe ich gerade mit Chefin gesprochen, Donnerstag einen Tag Überstunden Abbau :wink5: |
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Und jetzt werde ich ne Stunde spielen und anschließend mich in's Viecherzimmer werfen. |
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Aber hätte man durchaus so sehen können :rofl: Wobei nein. Ich komme ja nicht dazu, mit den Kindenr zu spielen. Ich putze ja nur. |
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Als ich dann in der Wohngruppe angefangen habe, hab ich mich umentschieden. Die Arbeit, die sie leisten ist einfach nur der Wahnsinn. Und dort hat es mir total Spaß gemacht. |
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Und ich hab durchaus auch Aufgaben übernommen, die theoretisch die Sozialarbeiter hätten übernehmen sollen. Und Schichtdienst hab ich auch gemacht. |
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In der ersten Wohngruppe waren die Bewohner hauptsächlich geistig behindert, schon älter (gingen auf die Rente zu) und arbeiteten tagsüber in einer Werkstatt. In der 2. Wohngruppe ebenfalls geistige Behinderungen aber auch körperliche Behinderungen. Von blind bis schwerst mehrfach behindert alles dabei. Es hat mir sehr viel Spass gemacht aber: - angestellt war ich als Erzieherin, das heißt auch nur zu dem Gehalt - Schichtdienst, inclusive Nachtbereitschaft. Das heißt. Ich habe um 15 Uhr angefangen. Die Bewohner nach ihrer Arbeit in der Werkstatt in der WG in Empfang genommen, den restlichen Tag mit ihnen verbracht. Sie zu Bett gebracht. Dort geschlafen. Nachts musste ich mehrfach raus, ein Bewohner musste regelm. gelagert werden damit er sich nicht wund liegt. Eine Bewohnerin hat regelmäßig eingenässt und Windeln etc. verweigert. 2-3x musste nachts das Bett komplett bezogen werden. Ein Bewohner schlafwandelte, daher lag man oft wach und lauschte. Da die Nacht als Bereitschaftsdienst galt, wurden nur 2 Stunden als Arbeitszeit angerechnet. Man arbeitete, bzw. war oft das doppelte der Zeit wach. Um 5 war die Nacht rum, alle Bewohner müssten geweckt, gewaschen (bzw. unterstützt), angezogen, Frühstück gemacht etc.. Wenn alle aus dem Haus zur Werkstatt waren, war Feierabend (meist gegen 9). Da man in der Nacht kaum geschlafen hat, legte ich mich Zuhause erst einmal hin... - Am We 24h Dienst - teilweise übergriffiges, aggressives Verhalten der Bewohner - kaum Zeit für Dokumentation, dadurch hohe Überstunden, ich hab das meist nachts gemacht wenn ich eh nicht schlafen konnte - man ist nicht nur Sozialarbeiter, sondern man putzt, kocht, pflegt, duscht, badet, verbindet, füttert, - dadurch dass die Bewohner arbeiten gingen, hatte man es als Vollzeitkraft schwer auf die volle Stundenzahl zu kommen. Das heißt, man machte entweder sehr viele Spätdienste mit Nachtbereitschaft, oder viele kurze Dienste. So arbeitete man oft fast jeden Tag, dafür aber nur wenige Stunden. In manchen Monaten hatte ich nur 2 komplett freie Tage, weil ich immer wieder zur WG musste. Mal mal eben mit einem Bewohner zum Arzt, mal mit einem Klamotten kaufen ... Positiv ist natürlich, das man viele Freizeitunternehmungen machen kann, die man sonst vielleicht nicht macht ... Ich will dir das Studium nicht schlecht machen, sei dir bitte nur bewusst das es nicht so rosig ist wie es aussieht. Ich habe mittlerweile mehrere Bereiche der sozialen Arbeit ausprobiert (Betreuungsgerichtshilfe, Drogenberatung, Wohngruppe, Bildungsträger, Werkstatt für Menschen mit Behinderung). Fakt ist, das es fast unmöglich ist einen unbefristeten Arbeitsvertrag zu bekommen. Fakt ist, das der Beruf deutlich unterbezahlt ist - mein Freund verdient als Verkäufer 300€ Netto mehr wie ich. Für perfektionisten ist es sehr schwierig eine Balance zw. Berufsleben und Privatleben zu halten - ich hatte letztes Jahr aufgrund des hohen Leistungsdrucks mit 31 Jahren einen BurnOut |
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Ich habe von 2010 bis Januar 2015 nur unter befristeten Arbeitsverträgen gearbeiteten. Mein kürzester Arbeitsvertrag war auf 5 Monate befristet. Der letzte Vertrag wurde aufgrund des BurnOuts nicht verlängert. Jetzt bin ich eh noch krank geschrieben, gucke aber ab und an mal in die Stellenausschreibungen, entweder befristet auf unter 1 Jahr, oder Anstellung in einer WG zu Erziehergehalt oder sowas wie amb. betreutes Wohnen (Vorraussetzung eigener PKW/ mach ich nicht Versicherungstechnisch der letzte Mist). Oder halt Vorraussetzung fremdsprachenkenntnisse Türkisch, rumänisch etc. ... Da verliert man gleich die Lust ... |
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muss ich mal probieren. |
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Ich hab ja vor dem Studium die Ausbildung zur Krankenschwester gemacht (aufgrund 7 Semster Wartezeit auf Studienplatz). Manchmal überlege ich in den Beruf zurück zu kehren. Ich hab nach der Ausbildung 6 Monate bei einem ambulantem Pflegedienst gearbeitet und 100€ mehr verdient ... |
Kannst ja noch ein Studium Pflegemanagement drauflegen. Dann müsstest du zumindest nicht mehr so viele Omas lagern.;) |
Das ist doch echt Ausbeutung!!! Dabei sind diese Tätigkeiten sooo verdammt wichtig in unserer heutigen Welt...an Schule, Behinderten Einrichtungen etc...überall fehlt es an Sozialarbeitern. Aber sich kaputt Arbeiten für einen Hungerlohn ...das geht gar nicht... da läuft echt was falsch...leider! |
Hm. Gegeben dem Falle ich würde jetzt nicht Soziale Arbeit studieren wollen. Was mache ich dann? Im Kiga will ich nicht arbeiten. Mag aber gerne was mit Kindern machen. Bleibt halt nicht mehr viel übrig. |
Sprachtherapie... Ergotherapie...Physiotherapie... |
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