Zitat von Blacky2009
(Beitrag 723531)
So viel zum nach reden :D. Ich schaue mal ob ich alles zusammen fassen kann!
Ich danke dir liebe olga, auch dafür das du damit ganz offen umgehen kannst!
Danke Lupine
Den letzten Absatz finde ich auch toll!
Ihr lieben ich werde euch einfach offen erzählen wie es ist.
Ich bin ein Mädchen, ich bin 15 Jahre alt und bis letztes Jahr war mein Leben super. Es war ganz einfach Klasse, ich war gut in der Schule, Schnitt 1,3, hatte viele Freunde und eine stabile Familie. Doch das hat mir nicht gereicht. Ich wollte mehr. Immer mehr. Ich wollte helfen. Überall wo ich konnte hab ich zugehört und geholfen. Ich hab mich vergessen. Und langsam fing es an. Die Abende wurden zur Qual, täglich hab ich mich in den Schlaf geweint. Aus Meinen Tagebuch Einträgen schließe ich da ich auch zu diesem Zeitpunkt schon Suizidgedanken hatte. Meine Verzweiflung ist jeden Tag größer geworden. Irgendwann fing ich dann an mich zu kneifen und mich immer auf die Kniee fallen zu lassen. Irgendwann Ende März letztes Jahr hielt ich eines Abends auf ein mal die Nagelschere in der Hand. 8 lange Kratzer am Arm waren die Folge. Doch eines konnte ich zu diesem Zeitpunkt noch. Ich habe geweint. Ich habe so viel geweint. Zu dieser Zeit wurde ich in meiner Klasse auch wieder sehr gemobbt. Auf ein mal hat es auf gehört. Die Tränen haben gestoppt. Doch das Gefühl blieb. Mein Körper war so leer. Ich fühlte mich wie tot. Ich habe nichts mehr gespürt und ab diesem Zeitpunkt wurde das ritzen zu meinem besten Freund. Am 25. Mai kam ich dann durch einen Zufall zum Gnadengarten. Das war etwas was ich zu dem Zeitpunkt schon lange vergessen hatte. Es hat mich glücklich gemacht. Für ein paar Stunden am Tag konnte ich die lena von früher sein. So glücklich und frei. Doch es hat nicht gereicht. Es hat nicht gereicht wieder raus zu kommen, auch wenn ich es wirklich versucht habe. Anfang Juni spielte der Gedanke mich umzubringen eine große Rolle. Auch das ritzen war zu einem alltäglicheN Ritual geworden, ohne ging es nicht mehr. Ich konnte an kaum etwas anderes denken. Zu dieser Zeit ging es mir auch wirklich sehr schlecht, ich habe die klingen immer noch in meinem Portmonee... Ich habe aufgehört zu essen. Am 15. Juni nahm ich abends eine Überdosis Tabletten, ich hatte es damals einer Freundin geschrieben und durch ihr schnelles handeln wusste meine Eltern ziemlich schnell bescheid. Ich wog damals nur knappe 44 kg. Doch ich habe ein Talent zum Schauspielern und war nach drei Tagen wieder aus dem Krankenhaus draußen. Doch ab da hat sich einiges geändert... Ich kämpfe hart. Doch leider ist es wirklich unendlich schwer.
Als Victor im September Myxomathose bekam, war meine Welt erneut am auseinander brechen. Meine Mutter hatte sich gerade entscheiden das sie hier weg muss und ich hatte wirkliche schlimme Probleme mit meiner damaligen besten Freundin. Das waren die zwei schlimmsten Wochen meines Lebens, ich hab wirklich sehr gezweifelt. Ich hab auch wieder zur Klinge gegriffen.
Auch als Borsti Ende Dezember gestorben ist und kurz darauf lea war das sehr schwer. Auch hier hab ich wieder hart kämpfen müssen...
Ich bin seit 162 Tagen clean (das heißt ohne Ritzen). Und doch bleibt es... Die Angst es könnte wieder soweit kommen. Und manchmal hab ich es noch , das Gefühl am liebsten alles zu beenden. Und in letzter Zeit ist es wieder schlimmer geworden, ich meine nicht die Selbstmordgedanken sonder die Traurigkeit.
Ich weine mich wieder oft in den Schlaf. Oft hab ich so ein starkes Verlangen danach ein Messer in die Hand zu nehmen, das mir richtig schlecht ist.
Jeden Abend dreht sich meine Welt im Kreis, und droht aufs neue auseinander zu brechen.
Deshalb tut es mir leid das ich oft schreibe wie schlecht es mir geht, nur sagen kann ich es nicht. Nach außen bin ich stark und gesund. Doch niemand weis das ich gerade weinend hier sitze. Ich stehe morgens auf und lache und spiele mein Spiel, meine Rolle in diesem Leben. Doch niemand sieht das ich nur vier Stunden geschlafen hab, weil ich davor geweint habe. Die Ringe unter den Augen verraten es, doch niemand sieht es. Ich will darüber nicht sprechen und eig auch nicht schreiben. Und doch schreibe ich es euch auf. Weil ich nicht mehr kann. Ich bin so fertig im Moment. Ich will am liebsten ganz weit weg von allem... Es gibt Momente in einer Depression da ist es so still und einsam um dich herrum, und welche da sind überall Stimmen und die Gedanken rasen so schnell das du gar nicht mehr mit kommst. Ich wünschte so sehr es wäre still. Nur einen Moment. Ich will nur kurz aufhören zu denken.
Für einige hört sich das Vllt sehr schlimm an, aber so ist es leider. Ich denke ihr solltet wissen wer da immer tolle Texte schreibt und wer dahinter steckt. Viele der Texte kommen von Herzen und sollen keinen falls übertrieben oder so rüber kommen. Ich hoffe es sind nicht ganz so viele Tippfehler drin.
Eure Lena |