| dangerschaf | 26.02.2015 17:04 | Zitat:
Zitat von Olga
(Beitrag 723309)
Wir haben keinen Hau. Wir sind gaaaaaanz normal. http://www.wuerziworld.de/Smilies/girl/gi10.gif:rofl:
Nein im Ernst.Am Anfang hab ich das auch gesagt. Aber es ist und bleibt eine Erkrankung und kein Hau.
Ich hab genug mit Leuten zu tun die einen hau haben.
Ich möchte keinen Hau haben.*bockig bin* | Liebe Olga, du musst gar nicht bockig sein! Denn ich würde mir nie anmaßen zu behaupten du oder irgendjemand der anderen Anwesenden hier hätte einen Hau. Ich habe nur gesagt, wir haben einen. Und ich weiß, es ist eine Krankheit, das ändert aber nichts daran, dass ich mich unter ihrem Einfluss manchmal eben nicht gaaanz normal verhalte.:D Bitte lass mir meine Selbstironie. Und von unserem Kennenlernen in der "Klappsmühle" zu erzählen, hat schon für unterhaltsame Abende gesorgt. Oft sind andere Menschen so verunsichert, wenn man offen darüber redet:p Zitat:
Zitat von Loveless_
(Beitrag 723317)
Ich denke es liegt vor allem daran, das man heute sowohl als Kind als auch als Erwachsener praktisch in allen Lebenslagen unter Stress steht.
Als Kind muss man schon möglichst mit 2 Fremdsprachen im Kindergarten angefangen haben (ohne Witz, das gibts:eek:) in der Grundschule muss man unbedingt die/der Beste sein um auf eine möglichst gute weiterführende Schule zu kommen, auf der Weiterführenden SChule entscheidet sich "die Zukunft" man muss einen sehr guten Abschluss haben, sonst "wird das nichts mit dem Traumberuf" und im Studium/der Ausbildung zählen nicht mehr die Leistungen sondern nur die Noten...
Ach und so nebenbei muss man sein ganzes Leben ja auch noch gerade Zähne, eine niedliche Nase und möglichst wenig auf den Rippen haben.
Und damit wird man natürlich unaufhörlich konfrontiert.
Von Freunden, Verwandten, Familie und Medien.
Ich denke unsere heutige Gesellschaft und das was mit Hilfe der Medien aus uns gemacht wird ist die Ursache für die häufigen psychischen Erkrankungen.
Ich hätte vielleicht nie Probleme mit meinem Gewicht gehabt, wenn mir nicht die ganze Zeit vorgehalten wurde, wie dicke Beine ich doch habe und das ich ja viel zu viel esse, ich wäre vielleicht nie mit 10 Jahren auf eine Waage gestiegen wenn mein Spitzname Zuhause nicht "Dickerchen" und der meiner kleinen Schwester "Dünnerchen" gewesen wäre.
Vielleicht hätte ich auch keine Probleme mit Selbstverletzung gehabt, wenn man mir nicht die ganze Zeit eingeredet hätte, das ich nicht genug Leistung bringe.
Und vielleicht hätten so viele andere nicht solche Probleme wie Depressionen wenn man das heutige Werteschema umkrempeln würde.
wenn mehr Wert auf den Menschen und nicht auf die Leistung gelegt wird, wenn man schon von klein auf einfach mal gesagt bekommt, das es gut ist was man macht und das nicht nur von der Familie sondern auch mal von den Medien.
Vielleicht habe ich nicht alles so auf den Punkt gebracht wie ich es wollte aber bei solchen Themen werde ich immer sehr schnell sehr emotional weil ich alles andere als zufrieden mit der Gesellschaft bin und ich alleine kann die Welt ja nicht retten :o
Aber lasst euch das mal gesagt sein, ich finde es toll, das wir hier auch über solche Themen reden können, ich hab nicht gedacht, das ich gleich in dem ersten Forum in dem ich mich anmelde in so ein familiäres Verhältnis kommen darf und auch aufgenommen werde.
Danke, ich seid wirklich klasse :blush5: | Deinen letzten Absatz unterschreibe ich mal!
Das andere, was du sagst, finde ich interessant und es macht Sinn. Aber wo ich das lese, fällt mir auf, dass ich das nie getan habe. Ich habe nie versucht die Ursache für meine Depressionen in meiner Umwelt zu suchen. Sicher weiß ich heute, dass es äußere Umstände gibt, die diese begünstigen, aber den Urspung dieses "Gefühls" verorte ich ganz tief in mir... |