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pugandbunnys 04.01.2014 14:24

Das leidige Thema Geld
 
Bin mir zwar nicht sicher, ob das hier her gehört, aber ich muss meinem Ärger grad mal Luft machen;
Gestern Abend rief eine junge Frau bei uns(TK) an, deren Kaninchen seit 2Tagen den Kopf schief hielt. Ich erklärte ihr, dass es wahrscheinlich EC ist und eine schnelle Behandlung nötig ist, dass es vielleicht nur eine Ohrentzündung ist hab ich auch gesagt. Das Tier frisst noch und ich hab erklärt, dass das schonmal gut ist und die Heilungschancen bei einem noch nicht so fortgeschrittenen Ausbruch besser sind als bei den Extremfällen. Sie wollte aus Kostengründe aber erstmal bis Montag abwarten -.-
Ich habe gesagt, dass es bis dahin deutlich schlechter werden kann und eine schnelle Bahndlung bei EC das wichtigste ist, das war ihr anscheinend egal..

Solche Geschichten erlebe ich leider zu Hauf..
Daher mein Apell an alle: Notfallkonto fürs Tier einrichten!!!

Es kann jederzeit auch bei offensichtlich gesunden Tieren oder neu geholten Tieren zu Krankheiten, Verletzungen oder anderen gesundheitlichen Problemen kommen, gerne auch am Wochenende oder Nachts. Wenn man dann vielleicht nur noch 50€ für den Monat hat kommt man schnell an die Grenze.
Auch wenn Geld nicht alles ist sollte man sich als Tierhalter darüber bewusst sein, dass eine finanzielle Absicherung die Grundvoraussetzung sein sollte.
Da Kaninchen oft den Kindern gehören, geht das auch ganz klar an die Eltern:
Solange das Kind kein eigenes Einkommen hat seid ihr für das Tier finanziell verantwortlich! Vom Taschengeld alleine(ich gehe hier mal von dem aus was ich so bekommen habe) kann euer Kind vielleicht die Haltung finanzieren, aber im Krankheitsfall steht ihr dín der Verantwortung!

Ich persönlich habe für meine Tiere(5Kaninchen, 1Hund) trotz einem "erbärmlichem" Azubigehalt von knapp 500€ ca 1000€ zurückgelegt. Damit will ich sagen, dass man selbst zu Gunsten der Tiere auch mal zurückstecken muss. Obwohl ich als Helferin einen Rabatt bei TA bekomme habe ich innerhalb von knapp 2Jahren locker 2Monatsgehälter dort gelassen und dass ohne großartige Notfälle(Impfungen, Kastrationen, kleinere Vorfälle)!

Warum ich den Thread im Grunde eerstelle ist, dass ich schon oft miterleben musste, dass Tiere eingeschläfert werden mussten oder einfach mit nach Hause genommen wurden und dort starben, weil die Besitzer kein Geld hatten oder nicht bereit waren es zu zahlen. Es ist nicht so, dass wir bei solchen Patientenbesitzer nicht entgegenkommen(nach Absprache mit der Cheffin ist manchmal Ratenzahlung möglich) aber wenn feststeht, dass der Besitzer die Kosten niemals tragen kann kann der Ta nicht für die Tiere aufkommen, sonst müssten wir wohl bald schließen..Auch ist es oft so, dass die Leute sofort sagen, dass das Tier eingeschläfert werden soll, denn wenn die Chancen nicht gut stehen wollen viele kein Geld dafür ausgeben, dass es dem Tier nur vielleicht bald besser geht, auch wenn es dannach noch Jahre weiterleben könnte!

So jetzt habe ich mich genug ausgekotzt:blush5:
Ich weiß, dass die meißten hier nicht so sind und alles mögliche für ihr Tier tun würden, aber ich hoffe dass die Nachricht trotzdem bei den Entsprechenden ankommt.

LG

Feli 04.01.2014 14:30

:thumbsup:
Habe es vor 2 Minuten in einem anderen Thread schon geschrieben:

15 Jahre Tierarzthelferin in einer Tierklinik haben mir gezeigt, dass sich 50 % ALLER Tierbesitzer einen Tierarztbesuch NICHT leisten können.

pugandbunnys 04.01.2014 14:37

Zitat:

Zitat von Feli (Beitrag 595232)
:thumbsup:
Habe es vor 2 Minuten in einem anderen Thread schon geschrieben:

15 Jahre Tierarzthelferin in einer Tierklinik haben mir gezeigt, dass sich 50 % ALLER Tierbesitzer einen Tierarztbesuch NICHT leisten können.

Ja es ist wirklich schade. In dem Beruf bekommt man glaube ich automatisch ein schlechtes Bild von der Menschehit:frown2:

Kreusa 04.01.2014 14:38

:thumbsup:

Obwohl ich mich sehr viel mehr über Leute aufrege, die das Geld ganz offensichtlich haben, und nicht für "nur ein Tier" ausgeben wollen. Ich habe mal beim Tierarzt gewartet, als gerade eine Frau, der man das Geld schon deutlich ansah, ihren Kater abholte. Für sie waren dann die ~50€ für die Kastration schon "beinahe unverschämt teuer" obwohl allein ihre Handtasche sicher das zehnfache gekostet hat. Prioritäten :rolleyes:

Klar, Leute, die von vorneherein wenig Geld haben und für solche Situationen nicht vorsorgen, hätten sich das vor der Anschaffung der Tiere überlegen müssen, aber für die habe ich noch eher Mitleid übrig, als für erstere.

Aber dieser Sparwahn ist nicht nur beim Tierarzt so. Ich arbeite ja nebenher in einem Museum. Da kam auch schon eine offensichtlich sehr gut situierte Familie mit zwei Kindern, regte sich lautstark über den Eintrittspreis auf (sagenhafte 2€ pro Erwachsener und 0,50€ pro Kind) und ging wieder weil es ihnen das anscheinend nicht wert war. Kultur? Ne... aber nur wenn's auch umsonst ist :rolleyes:

Muckelbande 04.01.2014 14:41

Zitat:

Ich bin der Meinung, das Überschüsse doch bitte Sandra und ihrer Notstation belassen werden sollten, sie hat die sicher auch bitter nötig !
Und um beim Thema Spenden zu bleiben, wie bitte soll Nachtschatten zwei Kaninchen finanziell gerecht werden, wenn sie schon die Behandlung eines Kaninchens nicht stemmen kann (auch wenn sich das jetzt hart anhört) ? Bei allem Verständnis, Kathi zukünftig ein artgerechteres Leben im Haushalt von Nachtschatten ermöglichen zu wollen, finanziell muss das ja langfristig auch möglich sein ! Auch wenn Kathi als Familienmitglied angesehen wird, kann das Forum sicher zukünftig nicht für zukünftige Tierarztrechnungen ( und dann für zwei Kaninchen) gerade stehen.

Aber vielleicht gibt es ja das Angebot, Patenschaften einzugehen? So sind zukünftige Kostenfragen wie Futter und Behandlungen, Impfungen etc von den Paten abgedeckt.

Aha. Und was willst Du mir damit sagen? Das also 50 % der Kaninchenhalter hier zb in diesem Forum nicht adäquat für ihre Tiere sorgen können, wenn sie krank werden?



Zitat:

Zitat von Feli (Beitrag 595232)
:thumbsup:
Habe es vor 2 Minuten in einem anderen Thread schon geschrieben:

15 Jahre Tierarzthelferin in einer Tierklinik haben mir gezeigt, dass sich 50 % ALLER Tierbesitzer einen Tierarztbesuch NICHT leisten können.



Dann sollen sie von der Tierhaltung Abstand nehmen und sich ein anderes Hobby suchen, was nicht auf Kosten eines Lebewesens geht ;-)

Feli 04.01.2014 14:53

Zitat:

Zitat von Muckelbande (Beitrag 595241)
Dann sollen sie von der Tierhaltung Abstand nehmen und sich ein anderes Hobby suchen, was nicht auf Kosten eines Lebewesens geht ;-)

15 Jahre Tierarzthelferin haben mir auch gezeigt, dass es Menschen gibt, die keine finanziellen Möglichkeiten mehr haben, Ihr Tier über alles lieben und Hilfe suchen und diese dann auch bekommen!

Denn auch eine gute Finanzlage bringt einem nichts, wenn der Mensch denkt, dass Tiere nichts fühlen!

pugandbunnys 04.01.2014 15:37

Zitat:

Zitat von Kreusa (Beitrag 595238)
:thumbsup:

Obwohl ich mich sehr viel mehr über Leute aufrege, die das Geld ganz offensichtlich haben, und nicht für "nur ein Tier" ausgeben wollen. Ich habe mal beim Tierarzt gewartet, als gerade eine Frau, der man das Geld schon deutlich ansah, ihren Kater abholte. Für sie waren dann die ~50€ für die Kastration schon "beinahe unverschämt teuer" obwohl allein ihre Handtasche sicher das zehnfache gekostet hat. Prioritäten :rolleyes:

Oh ja..Das schlimmste was ich in der Richtung hatte war ne Magendrehung(Ohne Op stirbt der Hund qualvoll). Der Besitzer sah es nicht ein in der Nacht eine OP zu bezahlen und wollte nur etwas gegen Bauchschmerzen haben!! Die Ärztin und ich waren fassungslos, denn der Hund konnte sich nicht mal mehr auf den Beinen halten und das Röntgenbild war eindeutig. Nach ner halben Stunde Diskusion, in der immer wieder erklärt wurde warum das nicht vonn allein weggeht und dass der Hund in dieser Nacht ohne OP sterben wird, hat er ihn kurzerhand mit seinem Sohn in den Wagen getragen!! Bei uns war in der Karte vermerkt, dass der Besitzer eine eigene Firma hat und beim bezahlen konnt man einige Scheine im Portemonai sehen. Er gab sogar 5 oder 10€ Tringeld, was die wenigsten machen und wenn nicht so viel..
Da ists mir echt kalt den Rücken runter gelaufen.

Kuragari 04.01.2014 15:51

Hallo ihr,

ich hatte früher als Schüler nur 50€ im Monat und meine Eltern standen immer hinter mir, auch wenn es aussichtslos war. Auch wenn es von Anfang an ein Gefühl gab, dass es nichts mehr wird, haben wir immer alles versucht.

Außer bei einer Katze in den 90ern, da war der ganze Kiefer zertrümmert und da war nicht klar wie sie nach dem Zusammenschrauben wieder fressen soll und dadurcht, dass die Medizin damals noch nicht so weit war und der Zustand der Katze ganz schlecht war wurde uns von der OP abgeraten und sofort euthanasiert.

Jetzt verdiene ich eigenes Geld und im Monat bleibt durch meinen recht sparsamen Lebensstil immer genug übrig. Für Notfälle bin ich gerüstet.

Aber da ich auch die andere Seite kenne mit "ich habe eigentlich kein Geld mehr übrig, aber für mein Tier gehe ich ins Minus" kann ichs z.T. verstehen, wenn manche Leute erstmal zögern. ABER!!! in solchen Fällen würde ich IMMER nach Ratenzahlung fragen oder beim Kaninchenschutz fragen ob da einer aushelfen/Spenden kann. Wenn von mehreren hundert Usern jeder 1€ spenden würde, dann wäre das Geldproblem schonmal gelöst.

Trotz alles mitgemachten finanziellen Schieflagen: "Geht nicht, gibts nicht!"

LG

Natie 04.01.2014 16:21

Man kann noch so viel zurücklegen, dann kommt ein Eugen und schwupp sind in 4 Monaten 1000€ weg :rolleyes:

Natürlich sollte man sich vor der Anschaffung eines Tieres überlegen ob man unvorhergesehene Kosten stemmen kann und sich dann erst entscheiden.

Aber die Situation kann noch so toll sein, auf einmal kann alles weg sein (Brand, Krankheit, Todesfall etc.) und ich würde dann gerne mal wissen wer von Euch dann sofort seine Tiere abgeben würde oder nicht erst mal auf Besserung hofft ...

Aber die Leute, wie Kreusa sie beschrieb, hab ich auch gefressen - die mag ich wie Mortadella ...(mir wird von Mortadella schlecht und ich muss brechen :rolleyes:)

Kreusa 04.01.2014 16:29

Zitat:

Zitat von pugandbunnys (Beitrag 595272)
Oh ja..Das schlimmste was ich in der Richtung hatte war ne Magendrehung(Ohne Op stirbt der Hund qualvoll). Der Besitzer sah es nicht ein in der Nacht eine OP zu bezahlen und wollte nur etwas gegen Bauchschmerzen haben!! Die Ärztin und ich waren fassungslos, denn der Hund konnte sich nicht mal mehr auf den Beinen halten und das Röntgenbild war eindeutig. Nach ner halben Stunde Diskusion, in der immer wieder erklärt wurde warum das nicht vonn allein weggeht und dass der Hund in dieser Nacht ohne OP sterben wird, hat er ihn kurzerhand mit seinem Sohn in den Wagen getragen!! Bei uns war in der Karte vermerkt, dass der Besitzer eine eigene Firma hat und beim bezahlen konnt man einige Scheine im Portemonai sehen. Er gab sogar 5 oder 10€ Tringeld, was die wenigsten machen und wenn nicht so viel..
Da ists mir echt kalt den Rücken runter gelaufen.

Das hatte er Hund meiner Tante auch mal. Er war damals erst drei Jahre alt und sie hatten auch nicht viel Geld, haben aber wirklich alles zusammengekratzt um die OP zu ermöglichen (der Tierarzt war auch sehr kulant und hat eine Ratenzahlung angeboten). Er hat noch 10 Jahre glücklich gelebt. Wenn man sich vorstellt er hätte aus Geldmangel/Geiz mit drei eingeschläfert werden müssen...

Muckelbande 04.01.2014 17:33

Zitat:

Zitat von pugandbunnys (Beitrag 595272)
Oh ja..Das schlimmste was ich in der Richtung hatte war ne Magendrehung(Ohne Op stirbt der Hund qualvoll). Der Besitzer sah es nicht ein in der Nacht eine OP zu bezahlen und wollte nur etwas gegen Bauchschmerzen haben!! Die Ärztin und ich waren fassungslos, denn der Hund konnte sich nicht mal mehr auf den Beinen halten und das Röntgenbild war eindeutig. Nach ner halben Stunde Diskusion, in der immer wieder erklärt wurde warum das nicht vonn allein weggeht und dass der Hund in dieser Nacht ohne OP sterben wird, hat er ihn kurzerhand mit seinem Sohn in den Wagen getragen!! Bei uns war in der Karte vermerkt, dass der Besitzer eine eigene Firma hat und beim bezahlen konnt man einige Scheine im Portemonai sehen. Er gab sogar 5 oder 10€ Tringeld, was die wenigsten machen und wenn nicht so viel..
Da ists mir echt kalt den Rücken runter gelaufen.

Dazu kann auch ich ein sehr einschneidendes Erlebnis beisteuern:

Als mein Hund ihre Magendrehung hatte, wollte man von mir VOR der lebensrettenden Op 1500 € haben, mit einer Anzahlung wollte man sich NICHT zufrieden geben! Dank der Bürgschaft meiner Tierärtzin am Telefon wurde mein Hund erst operiert und ich hatte einen Zahlungsaufschub bis 12 Uhr am nächsten Tag, der schriftlich fixiert werden musste, während mein Hund nebenan um ihr Leben rang ! Wie war das nochmal - rein wirtschaftlich orientierter Praxisbetrieb, da ist für Tierliebe und Schicksale auch kein Platz!? Ich habe weder 1500 € mal so im Nachtschränkchen liegen noch ein Vermögen auf dem Girokonto, vor allem nicht die Möglichkeit abends um 22.30 Uhr ans Bank-Schließfach zu kommen.

Diese damalige Diskussion, das sofort das Geld für die Op auf den Tisch zu legen ist, fand ich in dieser Ausnahmesituation wirklich das allerallerletzte. Und hätte meine Tierärztin nicht gebürgt, hätte man meinen 16 Monate alten Hund ohne mit der Wimper zu zucken eingeschläfert.

Ich bin seit über 10 jahren ua Pflegestelle für meine Tierärtzin, die regelmäßig Tiere zum Einschläfern gebracht bekommt, weil die Halter nicht mehr die intensive Betreuung in der Rekonvaleszenz übernehmen wollen. Geld war in den seltensten Fällen das Thema.

Ich habe um jedes Tier gekämpft und wenn wir doch einmal verloren hatten, war meine größte Wut auf die Vorbesitzer, die nicht nur billigend das Leid ihres Tieres in Kauf genommen haben, sondern das das Tier in meinen Armen sterben musste.

Und genau das macht mich jedesmal richtig wütend, dass sich Menschen einfach aus ihrer Verantwortung entziehen und es ihnen vollkommen egal ist, ob das Schicksal oder der Tod ihres Tieres das Herz eines anderen fast bricht.

marinahexe 04.01.2014 17:47

Zitat:

Zitat von Muckelbande (Beitrag 595308)
Dazu kann auch ich ein sehr einschneidendes Erlebnis beisteuern:

Als mein Hund ihre Magendrehung hatte, wollte man von mir VOR der lebensrettenden Op 1500 € haben, mit einer Anzahlung wollte man sich NICHT zufrieden geben! Dank der Bürgschaft meiner Tierärtzin am Telefon wurde mein Hund erst operiert und ich hatte einen Zahlungsaufschub bis 12 Uhr am nächsten Tag, der schriftlich fixiert werden musste, während mein Hund nebenan um ihr Leben rang ! Wie war das nochmal - rein wirtschaftlich orientierter Praxisbetrieb, da ist für Tierliebe und Schicksale auch kein Platz!? Ich habe weder 1500 € mal so im Nachtschränkchen liegen noch ein Vermögen auf dem Girokonto, vor allem nicht die Möglichkeit abends um 22.30 Uhr ans Bank-Schließfach zu kommen.

Diese damalige Diskussion, das sofort das Geld für die Op auf den Tisch zu legen ist, fand ich in dieser Ausnahmesituation wirklich das allerallerletzte. Und hätte meine Tierärztin nicht gebürgt, hätte man meinen 16 Monate alten Hund ohne mit der Wimper zu zucken eingeschläfert.

Ich bin seit über 10 jahren ua Pflegestelle für meine Tierärtzin, die regelmäßig Tiere zum Einschläfern gebracht bekommt, weil die Halter nicht mehr die intensive Betreuung in der Rekonvaleszenz übernehmen wollen. Geld war in den seltensten Fällen das Thema.

Ich habe um jedes Tier gekämpft und wenn wir doch einmal verloren hatten, war meine größte Wut auf die Vorbesitzer, die nicht nur billigend das Leid ihres Tieres in Kauf genommen haben, sondern das das Tier in meinen Armen sterben musste.

Und genau das macht mich jedesmal richtig wütend, dass sich Menschen einfach aus ihrer Verantwortung entziehen und es ihnen vollkommen egal ist, ob das Schicksal oder der Tod ihres Tieres das Herz eines anderen fast bricht.



Diese TK würde ich nicht mehr betreten! Das ist ja wirklich das Letzte.

Nachtschatten hat sich ihrer Verantwortung aber nicht entzogen. Sie hat öffentlich - bei ihr völlig fremden Menschen - eingestanden, dass sie nicht die Mittel hat, um ihrem Tier zu helfen. Und das ist viel mehr, als manch ein anderer tun würde. Sie hat ihr Tier einem fremden Menschen anvertraut.
Sie wusste auch vorher nicht, dass es sich um einen Abszess handelt. Als der Hals dicker wurde hat sie gegoogelt, was es sein könnte und las etwas von einer Wamme und dass es nicht weiter schlimm sei. Erst als der Abszess aufging, wurde ihr klar, dass es keine Wamme ist.

Crazy_honeybee 04.01.2014 18:40

Ich musste leider aufgrund einer nicht eingehaltenen Ratenzahlungsvereinbarung mal zum Pfandleiher...
ich hatte damals ca 150€ im Monat für mich und 2 Kaninchen, leider war meine Kleine ohne mein Wissen trächtig und hat die Jungen nicht rausbekommen.
Also ich mit ihr zur Tierklinik,dort wurde mir gesagt, es müsste ein Kaiserschnitt gemacht werden und, daß sie schon freie Flüssigkeit im Bauch hat . Somit kamen 300€ zusammen...
Es hieß, ich könnte in Raten bezahlen, somit gab ich sie in die Hände des Tierarztes.
Die Jungen waren nicht mehr zu retten aber meine Mary-Jane hats überlebt.
Als ich sie dann abends abholen wollte sagte mir die Arzthelferin, ich müsste den Betrag sofort bezahlen, sonst dürfte ich sie nicht mitnehmen und es würden pro Tag, wo ich sie nicht hole noch Klinikaufenthaltskosten dazu kommen.
Da mir niemand meiner Freunde mit Geld aushelfen konnte habe ich alles genommen, was ich irgendwie hatte und bin damit am nächsten Tag zum Pfandleiher...zum Glück hat es gerade gelangt um die Rechnung zu zahlen und meine Kleine wiederzubekommen.
Ich habe danach ständig in Angst gelebt, daß wieder sowas passiert und ich die Rechnung nicht zahlen kann. Gottseidank hat sich meine finanzielle Lage danach recht bald verbessert, seitdem habe ich einen Notgroschen angespart...

Muckelbande 04.01.2014 19:33

Zitat:

Zitat von marinahexe (Beitrag 595325)
Diese TK würde ich nicht mehr betreten! Das ist ja wirklich das Letzte.

Nachtschatten hat sich ihrer Verantwortung aber nicht entzogen. Sie hat öffentlich - bei ihr völlig fremden Menschen - eingestanden, dass sie nicht die Mittel hat, um ihrem Tier zu helfen. Und das ist viel mehr, als manch ein anderer tun würde. Sie hat ihr Tier einem fremden Menschen anvertraut.
Sie wusste auch vorher nicht, dass es sich um einen Abszess handelt. Als der Hals dicker wurde hat sie gegoogelt, was es sein könnte und las etwas von einer Wamme und dass es nicht weiter schlimm sei. Erst als der Abszess aufging, wurde ihr klar, dass es keine Wamme ist.

Hätte ich Nachtschatten damit gemeint, hätte ich sie auch namentlich erwähnt. Ich schrieb davon, dass es nicht ums Geld ging, sondern von Menschen, denen ein schwer krankes Tier ein Klotz am Bein ist und die Verantwortung abgeben, weil es ihnen zu viel wird und von nderen, die sich dann kümmern und sehen können, wie sie mit ihren Gefühlen klar kommen, wenn das Tier doch sterben muss. Von Nachtschatten war hier nicht die Rede.

Blumenkind 04.01.2014 21:58

Wir haben ein Konto für unsere Tiere auf dem immer 500 Euro sind für die 2 Kaninchen und die Wüstenrenner.
Das würde auch angespart über fast n Jahr, aber dadurch haben wir jetzt ne gute Absicherung.
LG

marinahexe 05.01.2014 01:47

Zitat:

Zitat von Cybeth46 (Beitrag 595497)
TA Praxen- und Kliniken sind keine Wohlfahrtsunternehmen. Da gibt es keinen Platz für sentimentale Momente.

Entweder man hat Geld und wird bedient, oder man steht dumm da und das Tier leidet.

TK und Praxen sind nichts anderes als KFZ Werkstätten oder Handwerksbetriebe. Mit Tierliebe hat das alles nichts zu tun. Ohne Moos nix los.

Selbst für Tierschutzvereine ist es schon schwierig, Behandlungskosten etwas günstiger zu gestalten. Da kein Interesse am Tier besteht, sondern nur am Gewinn.


Falsch! Es mag oft so sein, aber nicht immer. Ich habe glücklicherweise einen TA, der seinen Job aus "Liebe zu den Tieren" macht. Klar muss man bei ihm auch bezahlen, wenn's mal heftiger wird kann man in Raten zahlen oder bei der nächsten Gehaltszahlung. Er ist rund um die Uhr erreichbar und ist auch an einem Sonntag Morgen nett und freundlich.;)

pugandbunnys 05.01.2014 02:04

Zitat:

Zitat von Cybeth46 (Beitrag 595497)
TA Praxen- und Kliniken sind keine Wohlfahrtsunternehmen. Da gibt es keinen Platz für sentimentale Momente.

Entweder man hat Geld und wird bedient, oder man steht dumm da und das Tier leidet.

TK und Praxen sind nichts anderes als KFZ Werkstätten oder Handwerksbetriebe. Mit Tierliebe hat das alles nichts zu tun. Ohne Moos nix los.

Selbst für Tierschutzvereine ist es schon schwierig, Behandlungskosten etwas günstiger zu gestalten. Da kein Interesse am Tier besteht, sondern nur am Gewinn.

Das TÄ und Kliniken keine Wohlfahrtsunternehmen sind stimmt, der Rest mag vielleicht auf manche zutreffen, aber davon kenne ich keinen.
Ein sterbendes/leidendes Tier abzuweisen ist ein Unding egal ob Geld da ist oder nicht.
Und ich bezweifel es auch mal, dass jemand TA wird um reich zu werden, wenn man nicht der Boss ist, oder vielleicht nur die edelsten Rennpferde behandelt ist verdient man da nicht die Welt. Da man für Tiermedizin genauso gute Noten braucht wie für Human- und Zahnmedizin oder für Jura werden sich die Leute die reich werden wollen wohl was anderes suchen..

Crazy_honeybee 05.01.2014 02:25

Ich habe mal gehört, daß ein Tierarzt durchschnittlich das gleiche verdient wie eine Hilfskraft( also z.B. Krankenschwester) in der Humanmedizin.
Das bedeutet, daß niedergelassene Tierärzte wirklich Geld verdienen müssen, um über den Monat zu kommen.
Trotzdem rechtfertigt dieses das Verhalten mancher Tierärzte nicht, ein Tier ist ein Lebewesen und soll auch als solches behandelt werden!

P.S. mein Onkel ist Tierarzt für Großtiere und der ist wirklich nicht reich...

april 05.01.2014 11:30

Kann mal jemand diesen ganzen Thread mit seinem unspezifizierten Rundumschlag gegen Tierärzte und Tierbesitzer irgendwo in den Smalltalk verschieben? Was hat das mit Kaninchenkrankheiten und Gesundheit zu tun?

Amy76 05.01.2014 11:45

Prima. Verallgemeinern wir doch gleich mal alles. Tierärzte sind nur aus Profitgier Tierarzt geworden... ah ja. Ich kenne da so einige, die es nicht sind. Und bei mir als Stammkunden geht das mit dem später bezahlen vermutlich auch. Zumindest musste ich die komplette Zahnsanierung meiner Katze letzten Monat erst bei der letzten Infusion einige Tage später bezahlen und bis dahin hatte ich sie natürlich wieder zuhause.

Und einen Tierarzt der Sonntags normale Notfallsprechstunde hat, Samstags regulär Sprechstunde und unter der Woche natürlich auch... den beneide ich nicht. Wie viel Leben hat der Mann denn noch nebenher?

Ich vertraue meinen Tierärzten und weiß von allen, dass sie nicht reich sind. Sie sind für mich da, wenn ich sie brauche und dafür bezahle ich auch gern.
Auch einen Fundkater vor einigen Jahren und eine verletzte Taube haben sie kostenfrei behandelt, weil Fundtiere bzw. Wildtiere.

Was die Kosten angeht. Man kann niemals sagen, so und so viel Geld für jeden Notfall ausreichend ist.
Wie schnell sind ein paar Tausender dahin? Wenn man mehrere Tiere hat, ohnehin. Es kann immer eine Katastrophe passieren und mit ein paar Operationen und Klinik ist man schnell mit seinem Konto im Minus. Aber Tierhaltung nur für Millionäre ist ja auch keine Lösung.
Ich denke man sollte einfach so gut vorsorgen, wie man kann. Wenn ich 500 als ausreichend ansehe, dann komme ich vielleicht schneller an die Grenzen, als wenn ich 5000 auf dem Konto zurückgelegt habe. Vielleicht komme ich aber auch nie an die Grenzen. Wer weiß...


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