![]() |
So ihr lieben ! Vielen Dank für die tollen Tipps und die moralische Unterstützung ! Nachdem hier heute Nacht keiner geschlafen hat , weil sich die Situation dramatisch zugespitzt hat, habe wir heute morgen sofort alle Hebel in Bewegung gesetzt und zumindest jetzt einen Kurzzeitpflegeplatz bekommen. Als Erklärung, niemand wollte ihn abschieben, aber es war für ihn einfach zu "gefährlich" so (alleine) zu leben ! Nachdem er um 20:00 Uhr gastern nochmal gestürzt war und jämmerlich um Hilfe rief, hat sich sein Zustand (körperlich) extrem verschlechtert ! Mittlerweile muß er gepampert werden, da er komplett inkontinent ist. Er kann sich kaum noch bewegen (an aufstehen, laufen oder gar waschen ist nicht mehr zu denken). Um 2:30 heute Nacht war der letzte Vorfall, wo wir ihn dann komplett waschen mussten. Heute morgen war die Sozialschwester dann hier und hat ihre "Chefin" angerufen und ihr erklärt, daß das so einfach nicht mehr geht . Vor einer halben Stunde kam der Krankenwagen und hat ihn ins hiesige Altersheim gebracht. Es war nicht mal mehr möglich ihn mit einem PKW dort hin zu bringen :( . Die Kurzzeitpflege ist auf 2 Wochen begrenzt. Sollte er sich erholen und einer Pflege der Sozialstation zustimmen, kann er wieder nach Hause ! Wenn er aber nicht mehr gehen kann, geht das einfach nicht . Es tut mir echt leid, ihn so zu sehen, er hat so jämmerlich geweint,weil er weg muß, aber ich hätte auch nicht damit leben können, wenn ihm was passiert wäre, weil wir nichts unternommen haben ! Zumindest wissen wir jetzt, daß er versorgt ist , sowohl medizinisch als auch psychisch (Kontakt zu anderen tut ihm sicher gut) und können wieder ruhig schlafen. Wir können ihn ja jederzeit besuchen (und machen das selbstverständlich auch), da das Altersheim hier im Dorf ist. Ich wünsche allen, daß sie sowas nicht erleben müssen (egal ob als Angehöriger oder selbst Betroffener) !!! LG Passat |
Nutzt die zwei Wochen und lasst euch von HILFEN FÜR ERWACHSENE beraten ... Ich drücke die Daumen, dass dein Opa während der Kurzzeitpflege merkt, dass er wirklich mehr Hilfe braucht. Habe das ganze mit meiner Oma auch erlebt. Das ist ein langer Prozess. Ich wünsche euch für diese Zeit viel Kraft und Zusammenhalt! |
Oh Passat, das tut mir leid :( Ich möchte Dir und Deiner Familie für die kommende Zeit ganz viel Kraft wünschen. Nehmt euch auch Zeit für Euch, denn das wird sehr an Euren Kräften zehren. Ich wünsche Euch alles Gute ! |
Ihr habt alles richtig gemacht! Wünsche euch auch alles Gute! |
Danke schön für die lieben Wünsche ! Wir werden sehen, was die Zeit bringt. |
Nun braucht ihr erst einmal noch eine weitere Portion gute Nerven, denn er wird euch das möglicherweise übel nehmen. Trotzdem hattet ihr keine andere Wahl, so wie du die Situation schilderst war es tatsächlich viel zu gefährlich ihn weiter allein in der Wohnung zu lassen. Versucht, heute noch den Kontakt zu ihm aufrecht zu erhalten und ihn zu besuchen. Vielleicht erkundigt euch, ob er ein Bild oder ein bestimmtes Erinnerungsstück gebracht haben möchte, damit er sich ein bisschen heimischer fühlt. Und nutzt bitte schnellstmöglich die Zeit die ihr jetzt gewonnen habt, um euch ein Hilfs- und Beratungsnetzwerk zusammenzusuchen. Lasst euch beraten! Bestätigt sich der Verdacht einer schon erheblichen Demenz, könnt ihr mit Hilfe der Profis auch schauen, ob es bei euch möglicherweise eine spezielle Wohngruppe für Demenzkranke gibt. Hier gibt es so etwas nämlich inzwischen, das sind keine großen Heime sondern kleinere Wohngruppen, wo speziell auf die Bedürfnisse dieser Leute besser eingegangen werden kann. Auch wird oft die Einrichtung anders gestaltet - ein bisschen so, wie die Leute es "von früher" her kennen. Ihr habt jetzt 2 Wochen gewonnen, die sehr schnell herum sein werden. Deshalb verschenkt keinesfalls Zeit, auch wenn ihr eigentlich schon am Ende seid mit euren Kräften! Ich wünsche euch und natürlich vor allem auch dem alten Herrn alles Gute. |
Hi, ich war heute Opa besuchen und soll ich euch was sagen ? Er hat es verstanden, daß es so besser ist und findet es gar nicht mal so schlecht im Altenheim (klar, er erzählt gerne und dort hat er ja "Publikum"). Wir hoffen jetzt alle, das es so bleibt, denn im Moment will er gar nicht mehr nach Hause. Wenn er wieder laufen könnte, könnte er selbstverständlich wieder zurückkommen, aber so geht das einfach nicht (er kann nicht mal mit dem Rollstuhl vorwärts, da er ja nur einen Arm nutzen kann :( ). Uns allen ist ein Stein vom Herzen gefallen ! Einen Betreuer für finanzielle Sachen bekommt er jetzt aber, da er soviel Schulden bei Versandhäusern hat. LG und vielen Dank nochmal für den Beistand Passat |
Ach Passat Kombi, das tut mir echt leid! Ich bin gerade auf den Threat gestoßen. Wir haben seit Okt 11 ein ähnliches Problem mit meiner Schwiegermama. Wir hatten auch schon länger gemerkt, dass etwas nicht mehr stimmt. Vergammelte Lebensmittel im Kühlschrank, dreckiges Geschirr, alles unsauber, x-mal die gleichen Einkäufe in den Schränken. Kuchen in verschiedenen Schränken.......echt übel. Sie war auch überhaupt nicht zugänglich und immer gleich aggressiv. Wir nutzten einen Krankenhausaufenthalt (Sie bemerkte einen Gebärmuttertotalvorfall nicht und konnte weder Stuhlgang noch Wasserlassen kontrollieren) alles war total entzündet und ihr Allgemeinzustand wurde immer schlimmer und brachten sie ins KH über einen Hausbesuch) mit der Bitte auch auf Demenz zu testen, sie bekam noch eine stationäre REHA danach. Es war eine anstrengende Zeit, dass kann ich Dir sagen! Sie weigerte sich im Anschluss in die Tagespflege zu gehen, wir hatten alles organisiert,sie hatte es zugesagt und sie saß da wie ein trotziges Kind mit geballten Fäusten und schrie: I mog net! Wir haben dann beim Amtsgericht eine Betreuung beantragt. Die waren dort sehr nett. Sie bekam eine Vorladung zum Neurologen. Wenn sie dort nicht erschienen wäre, wäre sie quasi gezwungen worden. Sie wollte ja auch noch Auto fahren. Mein Mann und ich haben ihr den Schlüssel abgenommen und sie war so uneinsichtig und bösartig, trotzdem haben wir sie überreden können, dass sie täglich zum Essen zu uns kommt (500m)........... Den Führerschein haben wir über die Führerscheinstelle entziehen lassen können, weil ich als Betreuer dies mit einem Attest beantragen konnte. Nervenarbeit und schwer zum aushalten. Die OP die gemacht wurde war für den Ar.... weil sie hat sich an keine Anweisungen gehalten......so musste sie wieder operriert werden, weil alles unten raushing was so drin war....die Ärztin operierte sie nur mit der Auflage, dass sie dann in die Tagespflege geht bis mindestens Weihnachten. Inzwischen liebt sie es dort hin zu gehen und ich muss sie nur noch täglich hinfahren und holen im Haushalt schaun und aus dem Kühlschrank die Leichen entsorgen und am Wochenende holen wir sie mittags zum Essen zu uns. In der früh kommt der Pflegedienst, der schaut ob alles o.K. ist und bekommt eine Demenztablette. Eigentlich sollte der Pflegedienst auch beim Waschen helfen, aber unsere Oma zieht sich lieber schnell an und sagt, sie hat alles schon gemacht....so müffelt sie und hatt ungepflegte Haare, aber es gibt schlimmeres. Ich hoffe Ihr habt Glück und er findet gefallen am Heim. Informiert Euch was es noch für Mögllichkeiten gibt, sollte er nicht bleiben! Wenn er noch einigermaßen fit ist wäre vll auch eine Tagespflege kombiniert mit ambulantem Pflegedienst etwas. Letztens hat sie um 4.00 in der früh Schnee geschoben, weil sie dachte es ist Nachmittag, echt beängstigend. Ich wünsch Euch viel Kraft!!! |
Danke gerti, aber ich denke, es wäre besser er würde da bleiben. Zu Hause ist die Toilette viiiiieeel zu klein, da kann ich mich nicht drin umdrehen und ich wiege 55kg bei 1,67m ! Ausserdem kann er ja jetzt nicht mehr laufen und mit dem Rollstuhl kann er auch nicht fahren, da er ja halbseitig gelähmt ist. Es ist traurig, aber ich (wir alle) denken, daß es für ihn besser ist , weil eben da auch nachts jemand ist. Vielen Dank für eure lieben Wünsche ! LG Passat |
Ich bin ziemlich überrascht - das ging ja erstaunlich gut mit dem Ortswechsel. Natürlich wird es Zeiten geben, in denen er wieder da raus will - so etwas kommt zwangsläufig irgendwann, selbst bei dem vernünftigsten Senior. Wie er dann damit umgeht, werdet ihr dann sehen, es lohnt nicht sich jetzt schon Gedanken darüber zu machen. Wichtig für euch jetzt: Da kommt viel an Schriftkram! Heimpflegenotwendigkeit bescheinigen lassen etc. und die Finanzierung des Heimes in Absprache mit den engen Angehörigen sicherstellen, soweit der Betreuer noch nicht bestellt ist. Ich hoffe für euch dass das schnell geht mit der Bestellung, damit ihr nicht noch Stress mit den entfernter wohnenden Angehörigen bekommt - aus der Ferne beurteilt manche die Situation ein wenig anders als wenn er selbst drin steckt. |
hmm, ich kann dich wenigstens im ansatz verstehen. meine oma war schwer krank und meine mama hat sie jahrelang gepflegt. da meine großeltern bei uns mit gewohnt haben habe ich das natürlich alles mitbekommen. irgendwann hat sie dann auch an demenz gelitten, allerdings ging das bei ihr dann alles recht schnell. sie hat ihre kaffeetasse auf den herd gestellt um kaffee zu kochen (die tasse war leer). kurz danach musste sie ins krankenhaus. da hat es sich dann zugespitzt. an dem einen tag war ich noch ein kleines kind, am nächsten tag war ich verheiratet und sie hat nach ihrem urenkel gefragt. wir waren völlig überfordert mit der situation. sie hatte ein sauerstoffgerät, das über die nase läuft, das hat sie sich nachts immer rausgerissen. irgendwann hat sie gesagt, dass sie das macht, weil sie nicht mehr kann und möchte. kurz danach ist sie gestorben, weil sie eine harnwegsinfektion dazubekommen hat. ich hoffe, bei dir läuft das nicht so ab und ich drücke dir die daumen, dass dein opa noch ein gutes leben im altersheim haben wird. ich wünsche dir ganz viel kraft! |
| Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 03:06 Uhr. |