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Entmündigen eines Erwachsenen ??? Wie ? Hallo, ich bin heute hier an meine Grenzen gestossen und wollte mal fragen, ob hier jemand ähnliche Erfahrungen und (noch besser) Tipps für mich/und hat. Mein Opa (komplizierte Familienverhältnisse, formell mein Stiefopa) ist schon 84 Jahre alt. Seit Anfang des Jahres fällt er ständig hin und kann nicht mehr alleine aufstehen (halbseitig gelähmt aufgrund von Schlaganfall vor 12 Jahren). Er wohnt neben uns mit meinem Onkel (leiblicher Onkel von mir) und seiner Frau. Leider hat mein Onkel a) bereits das 3. künstliche Knie, b) Übergewicht und c) noch mehrere weitere Krankheiten, die es ihm fast unmöglich machen, meinen Opa wieder hoch zu schaffen. Heute war es aber ganz schlimm, er ist 2 Mal gestürzt, beide Male konnte mein Onkel ihn wieder hoch bekommen. Er war dann für 3 Stunden im KH um einen Bruch des Oberschenkelhalses auszuschliessen. Dort hat er sich geweigert zu bleiben ! Kaum 2 Stunden wieder zu Hause , fiel er dann zum 3. Mal und diesmal auf der Toilette (die extrem klein und eng ist) ! Jetzt musste die Feuerwehr kommen und da kleine Fenster einschlagen um zu ihm zu kommen und ihm wieder auf die Beine zu helfen. Auch der Krankenwagen war da, aber mein Opa weigert sich standhaft ins KH oder in ein Pflegeheim zu gehen ! Wir alle wissen, daß es so nicht weitergehen kann, aber er behauptet jedem gegenüber, es ginge ihm gut und er käme alleine sehr gut zurecht (er bewohnt alleine eine Wohnung im EG, mein Onkel wohnt im 1. OG). Leider sagen alle, daß man da nichts machen kann, aber das kann doch nicht sein ?! Kann man ihn nicht irgendwie entmündigen ? Weiss jemand , wo ich da hin muss (mein Onkel weiss nicht was er noch machen soll), wer sowas macht ??? Das hört sich jetzt sicher herzlos an, aber so ist das keineswegs gemeint ! Wir alle finden, das man ihn vor sich selbst schützen muß, er sieht das alles ja ganz anders. LG Passat |
Jemand Entmündigen Is nicht einfach, Versuch es mal mit Googeln. Da findet man vielleicht was. Ansonsten würde ich zu nem Anwalt gehen, Entmündigung geht so weit ich Weis nur per Gericht, und das nur bei sehr sehr gutem Grund. Vielleicht könnt ihr ihn ja auch so umstimmen, ansonsten bleibt euch leider nix anderes übrig. Wünsch dir/euch auf jeden Fall gute nerven |
Habt ihr denn schon einmal an einen ambulanten Pflegedienst gedacht, der ggf. sogar mehrmals täglich zu deinem Opa kommt? So könnte er in seiner gewohnten Umgebung bleiben, dein Onkel müsste aber nicht alles allein stemmen. Es klingt aber auch danach, als könnte dein Opa nicht mit seinem Handicap umgehen? Wenn man halbseitig gelähmt ist, kann man natürlich nicht mehr alles so machen wie vorher und die Wohnung muss natürlich auch behindertengerecht eingerichtet sein (z.B. mit Notfalltaste im Bad, speziellem Klo, Dusche, Halterungen zum Festhalten usw.). ist sie das denn? Ansonsten hat Jackrabbit natürlich Recht: Entmündigen geht nur über die Gerichte und nicht einfach mal so. Ich würde aber mal denken, dass niemand entmündigt werden muss, um ggf. auch gegen seinen ausdrücklichen Willen, in ein Pflegeheim oder betreutes Wohnen oder oder oder umzuziehen. Da kann man sich vielleicht bei Pflegeheimen direkt schlau machen. Bei euch liegt ja nunmal der Umstand vor, dass dein Onkel sich nicht mehr um deinen Opa kümmern kann. Es ist ja nicht so, dass er sich kümmern könnte und nur nicht will, da gibt es sicher irgendwie Regelungen. |
Danke JayJay, leider kann man mit ihm nicht reden, selbst als die Feuerwehr kommen musste fand er das völlig normal und alles ist gut, er kann ja noch alles machen. Amtsgericht haben wir angerufen, die machen nur was, wenn ein Arzt das anordnet ! Und unser (sein Hausarzt) findet das nicht notwendig, weil Opa ihm immer erzählt, daß alles prima klappt und er keine Hilfe braucht ! Ich sehe es halt so, daß er eine Gefahr für sich selbst ist (wenn er mal eine Platzwunde hat und ihn keiner rufen hört, verblutet er noch). Er ist sogar so stur, daß er ein schnurloses Telefon weg geworfen hat mit der Begründung :"Das brauche ich nicht ! Das ist was für alte Leute, die um Hilfe rufen müssen!" Er liegt aber fast jede Nacht irgendwo und ruft um Hilfe ! LG Passat |
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Was den Arzt angeht, so muss er aber von einem Amtsarzt untersucht werden und der kann dem Gericht dann in seinem Bericht dies oder jenes empfehlen. Der ganz normale Hausarzt hat da nicht viel zu sagen. |
Und wenn du mit dem HausArzt mal klarText redest, und ihm gerade die jetzige Situation klarmachst? So kann es auf keinen Fall weiter gehen. Ein mobiler pflegeDienst Is auch immer eine Frage des Geldes, Is nicht gerade günstig.man kann es ihm mit dem pflegeheim bestimmt auch irgendwie schmackhaft machen, bei uns gibt es da betreutes wohnen direkt im Altersheim. Die oberen 2 Stockwerke sind Wohnungen, die behindertengerecht sind, und da kommt das Essen immer vom Koch im Haus, alle 3 Mahlzeiten. Es kommt jeden Tag jemand wo betten macht und so Sachen, auf Wunsch kommt auch eine Putzfrau. Also ich würde es nehmen, wenn es mir jemand anbietet, kann man nicht besser treffen :) Ach ja, die haben in den Wohnungen natürlich auch die Möglichkeit ne Schwester zu rufen, wenn was sein sollte. |
Naja, betreutes wohnen hat er ja und die Sozialstation kommt auch zum Putzen ! Er bekommt sein Essen aufgetischt , bekommt geputzt, gewaschen. Im Prinzip hat er es ja schön und es kam bis jetzt ja auch immer jemand, der ihn wieder in seinen Sessel geschafft hat, nur sieht er eben keinerlei Probleme darin, daß er immer wieder fällt ! Wir haben eben nur alle Angst, daß irgendwann mal keiner da ist, der ihn hört ! Aber er sieht das ganz anders ! Er lässt sich ja auch nicht von der Schwester waschen oder beim anziehen helfen. Manchmal läuft er eine Woche in den selben Kleidern rum ! Ich werde morgen meinen Onkel schnappen und zum Hausarzt fahren und nochmal tacheles reden (habe ich heute zwar auch schon gemacht). Ich/Wir finden eben 3 Mal am Tag Krankenwagen und 1 Mal Feuerwehr ist nicht normal ! PS: Ich fühle mich wie ein Spanner/Stalker, weil ich immer wieder durch`s Fenster sehe, ob er noch in seinem Sessel sitzt. Edit: Nicht behinderten gerecht, ER lehnt das ab ! Der Amtsarzt war letztes Jahr schon hier, dem hat er auch erzählt wie toll alles ist und daß er noch alles kann ! Daraufhin hat er natürlich nichts unternommen ! Genau das würde er jetzt auch wieder machen ! Wir sind so hilflos ! LG Passat |
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Was das Geld angeht: So ein Pflegeheim ist auch nicht umsonst und i.d.R. natürlich um einiges teurer als ein Pflegedienst ;) das ist also kein Argument gegen nen ambulanten Dienst, der meintewegen morgens zum Waschen kommt und dann noch Essen auf Rädern und Abends nochmal jemand, der nach dem Rechten sieht sozusagen. Was man jeweils zuzahlen muss (sowohl beim Heim als auch beim ambulanten Dienst) hängt natürlich maßgeblich von der Pflegestufe des Patienten ab. |
Für mich klingt das alles schon sehr nach Demenz. Es gibt versch. Formen, leider bin ich nicht so sehr darin versiert wie ich es sein sollte aber beim Durchlesen musste ich sofort daran denken. Menschen mit einer Demenz verstehen manche Dinge einfach nicht. Da kann man soviel erklären wir man möchte, das kommt nicht an. Grade mit diesem Krankheitsbild sollte er in seinem gewohnten Umfeld so lange bleiben, wie es möglich ist. Ihr bzw. dein Onkel sollten sich mal intensiv mit dieser Krankheit befassen, denn die ist alles andere als leicht für den Betroffenen und die Angehörigen. Es gibt sogar spezielle Schulungen für Angehörige. Edit: ...und wenn es wirklich so sein sollte, dann lasst ihn bitte zu Hause! Es gibt nichts schlimmeres als ein an Demenz erkrankter Mensch, welcher aus seinem gewohnten Umfeld gerissen wurde. Ich habe das schon im KH miterlebt - ein trauriger Anblick. |
An Demenz habe ich auch schon gedacht, ABER er verweigert ja jegliche Untersuchung ! Und da er eben nicht entmündigt ist, kann man das wohl auch nicht anordnen .Es ist ja alles noch viel schlimmer, er bestellt ja auch soviel, daß er es nicht mehr bezahlen kann (Telefon wurde schon einmal abgestellt, Strom wurde jetzt das Abstellen angedroht,Inkasso, ich weiß nicht wieviele) ! Er hat die halbe Wohnung demoliert bei seinen Versuchen, selbst wieder auf die Beine zu kommen (Schtüren abgerissen, Türklinken rausgerissen,...). Und keiner kann/will helfen. Ach Leute , das ist alles so ein Mist ! Man hat keine ruhige Nacht mehr. LG Passat |
Hab die letzten beiträge jetzt nur überflogen. Beim Amtsgericht anzurufen ist nicht schlau. Überhaupt bei Behörden anzurufen is nicht schlau :D Natürlich erzählen die dir sowas, was ja auch stimmen mag, aber so machste denen am wenigsten Arbeit. Wenn ihr da einen Antrag oder sowas stellt, dann MUSS der bearbeitet werden, evtl wird ein Amtsarzt bestellt (wie oben gesagt) und der stellt sowas dann fest. Ein Pflegedienst wäre vielleicht auch keine schlechte Idee. Muss man nur bezahlen können. Ob das Demenz ist oder nicht, kann ich auch nich sagen. Wenn ja, hätte das der Hausarzt feststellen müssen. LG |
Ich würde euch auch empfehlen, dass ihr eventuell Rat an anderer Stelle sucht und nicht bei seinem Hausarzt. Der hat ja seine Sicht schon geäußert. Schöner wäre es natürlich, wenn ihr seinen Arzt umstimmen könntet und der vielleicht nochmal mit ihm reden kann. Aber nur weil der Hausarzt dagegen ist, muss das nicht das letzte Wort sein. Ist natürlich immer schwierig. Klar, wäre es das beste, wenn dein Opa in dieser Wohnung bleiben könnte. Auf der anderen Seite kann ich eure Gedankengänge natürlich voll und ganz nachvollziehen. Nicht umsonst ist "Altenpfleger/in" ein Ausbildungsberuf und irgendwann kommt jeder ungelernte Angehörige an seine Grenzen, was die Betreuung eines Verwandten anbelangt. Dein Onkel z.B. ja eindeutig körperlich, aber auch die psychische Belastung ist da nicht zu unterschätzen. Die liegt bei einem Außenstehenden, der ihn quasi für Geld pflegt, in einem ganz anderen Bereich. edit: das, was du als letztes geschrieben hast oben klingt aber schon sehr danach, dass er geistig nicht mehr fähig ist, für sich selbst zu sorgen. Dann würde das Betreuungsgesetz Rechtsgrundlage für alles weitere sein. Da ist u.a. geregelt, dass Menschen, die ihre persönlichen Angelegenheiten nicht mehr selbst besorgen können, einen Betreuer zur Seite gestellt bekommen können vom Gericht. Das mit dem Heim ist dann aber anscheinend nochmal nen Zacken schärfer, weil das auch wieder unters Aufenthaltsbestimmungsgesetz fallen würde und da nochmal ein Gericht den Betreuer dazu ermächtigen muss, einen Umzug gegen seinen Willen anzuordnen. Übrigens muss auch das Gericht nicht unbedingt jemanden aus eurer Familie als seinen Betreuer bestellen, wenn niemand dafür geeignet ist (aber ich weiß natürlich nicht, ab wann man da geeignet ist). |
Eine Betreuung geht über das Amtsgericht (Betreuungsgericht) via Amtsarzt und sollte wirklich nur im Notfall beantragt werden. Der Betreuer (das kann einer von Euch sein, was ich empfehlen würde) oder ein gesetzlich bestimmter (Fremdbetreuung). Ich würde von einer Entmündigung auch abraten erstmal und eine höhere Pflegestufe beantragen (welche hat er denn?) und somit den ambulanten Pflegedienst öfter kommen lassen. Meine Oma wohnt mit 99 Jahren auch noch zu Hause, verletzt sich bei Stürzen mal, aber sie musste nur 4 Stunden in einem Pflegeheim verbringen. Solange ihr könnt, lasst ihn zu Hause wohnen, wechselt euch mit Kontrollbesuchen ab. |
Es klingt sehr nach Demenz. Fragt ihn öfter nach dem Datum, Wochentag, Uhrzeit usw. Was als 1. Hilfe funktionieren kann sind Abmachungen: Heute 18 Uhr essen wir zusammen. Heute gießt du/ gießen wir die Blumen usw. Das Leben mit so einem Menschen ist nicht leicht. Eine Diagnose ist immer schwierig bei einer Demenz und werdet ihr nicht bekommen, da dein Opa sich weigert. Vom reinen Angucken kann man das natürlich nicht diagnostizieren aber von dem was ihr beschreibt klingt das sehr danach. Vielleicht solltet ihr euch langsam damit befassen und euch vor allem schnellstmöglich informieren - grade was ihr tun könnt. Bitte aber nicht entmündigen, sondern helfen und unterstützen! Alles andere würde vermutlich fatal enden in Resigantion, Verwirrtheit oder Aggression seitens deines Großvaters. http://www.wegweiser-demenz.de/ Es ist nun nicht gesagt das er wirklich Demenz hat aber meines Erachtens ist es sehr wahrscheinlich. |
Das Problem ist, wir sind ja eigentlich (im gesetzlichen Sinne genau) nicht seine Angehörigen , die wohnen 200km weit weg und sind alle nicht irgendwo beschäftigt. Seine Kinder kümmern sich nicht, gar nicht. Sie legen einfach auf, wenn man anruft ! Andererseits ist es eben so, daß die Sozialstation eben nur 3 Mal am Tag kommt (was er aber nicht duldet,weil die dann ja einen Schlüssel bräuchten und das verbietet er! ) und wenn er dann nachts daliegt, muß wieder mein Onkel ran ! Abwechseln geht aus mehreren beruflichen Gründen nicht UND weil mein Opa das nicht duldet (er hat sowohl mich als auch meinen Onkel schon aus seiner Wohnung geworfen). Evtl. rufe ich mal die Polizei an und erkundige mich da. Edit: Wie gesagt, ich denke ja auch, daß er dement ist, aggressiv ist er ohnehin schon immer. Es ist wirklich schwierig, denn so kann es eben nicht weitergehen (zumal er gefühlte 20 Schlösser angebracht hat innen an der Haustür,sodaß man selbst mit Schlüssel nicht reinkommt). Aber ohne daß er einwilligt, bewegt sich nichts. Er verweigert einfach alles und bekommt ja auch in gewisserweise Recht (da eben nichts passiert). LG Passat |
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Bei meiner Großtante war es so, dass sie selbst die Betreuung in Finanzfragen bestellt hat, weil sie dauerhaft an Bett und Rollstuhl gefesselt war und 91 Jahre alt. Ihr Neffe musste dann zum Gericht, vorsprechen, Termin mit dem Amtsarzt ausmachen, bei allem dabei sein und wurde nach immerhin 3 Monaten dann Betreuer. Neffe auch nur, weil es keine näheren Verwandten mehr gab. |
Beim ASD gibt es eigentlich immer eine Stelle die sich "Hilfen für Erwachsene" oder ähnlich nennt. Da könnt ihr euch kostenlos beraten lassen und die können auch von Amtswegen bei Gericht die Einrichtung einer gesetzlichen Betreuung empfehlen. Bevor ihr jetzt willkürlich Ärzte und Gerichte kontaktiert, würde ich euch diesen Schritt empfehlen. Die kennen sich in allen Bereichen bestens aus. |
Zuerst mußt du den Hausarzt über diese Situation aufklären, denn der muss ja nachher einen Bericht schreiben über die Gesundheits- und Allgemeinsituation. Beantragt wird bei Gericht eine Betreuung, das ist früher die Vormundschaft gewesen! Da gibt es unterschiedliche Bereiche, wie zum Beispiel die Gesundheitssorge, die Vermögenssorge, das Aufenthaltsbestimmungsrecht usw.! In welchem Bereich dann dem Antrag stattgegeben wird, entscheidet das Gericht auf Grund von Gutachten und Berichten. Ich denke der Arzt kann dir da weiter helfen! Habe in der Kanzlei meiner Schwester gearbeitet und sie mehre Jahre mit den Betreuungssachen unterstützt! |
also arzt ist ja ganz schön aber was hier am besten hilft, ist eigentlich die beratung und für die ist die sozialstation zuständig, die ihn anscheinend ja schon betreut. die sind genau darin geschult, wie man mit solchen situationen umgeht, was beantragt werden muss und auch wo. nur muss man die meist von sich aus ansprechen weil die auch vieles beim kurzen pflege-besuch nicht mitbekommen. versuch mal dort nen termin auszumachen zum beratungsgespräch. solange dein opa noch einen eigenen willen hat, ist entmündigen zwar eine lösungsansatz, aber versetz dich mal in seine lage - er hat vieles erlebt und mitgemacht und nu soll jemand (vllt sogar fremde) bestimmen können was das beste für ihn ist? aus eurer sicht ist das vernünftig und zum selbstschutz aus seiner sicht behandelt ihr einen mann (der vielleicht auch noch einen teil der familie mit großgezogen hat) wie ein kind und versucht ohne ihn zu entscheiden... ich würd mich da auch verraten fühlen und alles abblocken. das ist auch nicht böse gemeint, aber so denken halt viele ältere menschen, besonders wenn dann von heim und vormund gesprochen wird. also besorgt euch wirklich einen beratungstermin, ich denke da lassen sich ne menge fragen klären - ggf auch eine 2. meinung von einer anderen sozialdienst. sry für fehler und kleinschreiben :( mit handy ist mir das zu zeitaufwändig in der frühstückspause ... lg :) |
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Eine Freundin von mir hat selber mal in einer Sozialstation als Betreuerin gearbeitet und meine Schwester mal im Büro - was ich da für Geschichten gehört habe, da platzt einem echt der Kragen. Teilweise hatten die Pfleger und Pflegerinnen nur 10 Minuten pro Patient, inklusive Anfahrt, in dieser Zeit ist es praktisch unmöglich sich intensiv um Jemand zu kümmern. Ich kann deine Verzweiflung absolut verstehen, meine Oma war Demenz krank und die Zeit war wirklich schrecklich für uns. Sie wollte auch nicht ihre Wohnung verlassen. Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass sie irgendwann anfing mit der Fernsehzeitung zu reden und mich und meine Mum als Krankenschwester mit Kind bezeichnete, wir standen auch mal vor verschlossener Tür weil sie ihren Schlüssel nicht fand, bzw uns für Einbrecher hielt... Jemand zu entmündigen ist nicht so einfach, soweit ich mich erinnern kann, muss da schon eine Gefahr für sich selbst bzw für Andere bewiesen werden. |
So ihr lieben ! Vielen Dank für die tollen Tipps und die moralische Unterstützung ! Nachdem hier heute Nacht keiner geschlafen hat , weil sich die Situation dramatisch zugespitzt hat, habe wir heute morgen sofort alle Hebel in Bewegung gesetzt und zumindest jetzt einen Kurzzeitpflegeplatz bekommen. Als Erklärung, niemand wollte ihn abschieben, aber es war für ihn einfach zu "gefährlich" so (alleine) zu leben ! Nachdem er um 20:00 Uhr gastern nochmal gestürzt war und jämmerlich um Hilfe rief, hat sich sein Zustand (körperlich) extrem verschlechtert ! Mittlerweile muß er gepampert werden, da er komplett inkontinent ist. Er kann sich kaum noch bewegen (an aufstehen, laufen oder gar waschen ist nicht mehr zu denken). Um 2:30 heute Nacht war der letzte Vorfall, wo wir ihn dann komplett waschen mussten. Heute morgen war die Sozialschwester dann hier und hat ihre "Chefin" angerufen und ihr erklärt, daß das so einfach nicht mehr geht . Vor einer halben Stunde kam der Krankenwagen und hat ihn ins hiesige Altersheim gebracht. Es war nicht mal mehr möglich ihn mit einem PKW dort hin zu bringen :( . Die Kurzzeitpflege ist auf 2 Wochen begrenzt. Sollte er sich erholen und einer Pflege der Sozialstation zustimmen, kann er wieder nach Hause ! Wenn er aber nicht mehr gehen kann, geht das einfach nicht . Es tut mir echt leid, ihn so zu sehen, er hat so jämmerlich geweint,weil er weg muß, aber ich hätte auch nicht damit leben können, wenn ihm was passiert wäre, weil wir nichts unternommen haben ! Zumindest wissen wir jetzt, daß er versorgt ist , sowohl medizinisch als auch psychisch (Kontakt zu anderen tut ihm sicher gut) und können wieder ruhig schlafen. Wir können ihn ja jederzeit besuchen (und machen das selbstverständlich auch), da das Altersheim hier im Dorf ist. Ich wünsche allen, daß sie sowas nicht erleben müssen (egal ob als Angehöriger oder selbst Betroffener) !!! LG Passat |
Nutzt die zwei Wochen und lasst euch von HILFEN FÜR ERWACHSENE beraten ... Ich drücke die Daumen, dass dein Opa während der Kurzzeitpflege merkt, dass er wirklich mehr Hilfe braucht. Habe das ganze mit meiner Oma auch erlebt. Das ist ein langer Prozess. Ich wünsche euch für diese Zeit viel Kraft und Zusammenhalt! |
Oh Passat, das tut mir leid :( Ich möchte Dir und Deiner Familie für die kommende Zeit ganz viel Kraft wünschen. Nehmt euch auch Zeit für Euch, denn das wird sehr an Euren Kräften zehren. Ich wünsche Euch alles Gute ! |
Ihr habt alles richtig gemacht! Wünsche euch auch alles Gute! |
Danke schön für die lieben Wünsche ! Wir werden sehen, was die Zeit bringt. |
Nun braucht ihr erst einmal noch eine weitere Portion gute Nerven, denn er wird euch das möglicherweise übel nehmen. Trotzdem hattet ihr keine andere Wahl, so wie du die Situation schilderst war es tatsächlich viel zu gefährlich ihn weiter allein in der Wohnung zu lassen. Versucht, heute noch den Kontakt zu ihm aufrecht zu erhalten und ihn zu besuchen. Vielleicht erkundigt euch, ob er ein Bild oder ein bestimmtes Erinnerungsstück gebracht haben möchte, damit er sich ein bisschen heimischer fühlt. Und nutzt bitte schnellstmöglich die Zeit die ihr jetzt gewonnen habt, um euch ein Hilfs- und Beratungsnetzwerk zusammenzusuchen. Lasst euch beraten! Bestätigt sich der Verdacht einer schon erheblichen Demenz, könnt ihr mit Hilfe der Profis auch schauen, ob es bei euch möglicherweise eine spezielle Wohngruppe für Demenzkranke gibt. Hier gibt es so etwas nämlich inzwischen, das sind keine großen Heime sondern kleinere Wohngruppen, wo speziell auf die Bedürfnisse dieser Leute besser eingegangen werden kann. Auch wird oft die Einrichtung anders gestaltet - ein bisschen so, wie die Leute es "von früher" her kennen. Ihr habt jetzt 2 Wochen gewonnen, die sehr schnell herum sein werden. Deshalb verschenkt keinesfalls Zeit, auch wenn ihr eigentlich schon am Ende seid mit euren Kräften! Ich wünsche euch und natürlich vor allem auch dem alten Herrn alles Gute. |
Hi, ich war heute Opa besuchen und soll ich euch was sagen ? Er hat es verstanden, daß es so besser ist und findet es gar nicht mal so schlecht im Altenheim (klar, er erzählt gerne und dort hat er ja "Publikum"). Wir hoffen jetzt alle, das es so bleibt, denn im Moment will er gar nicht mehr nach Hause. Wenn er wieder laufen könnte, könnte er selbstverständlich wieder zurückkommen, aber so geht das einfach nicht (er kann nicht mal mit dem Rollstuhl vorwärts, da er ja nur einen Arm nutzen kann :( ). Uns allen ist ein Stein vom Herzen gefallen ! Einen Betreuer für finanzielle Sachen bekommt er jetzt aber, da er soviel Schulden bei Versandhäusern hat. LG und vielen Dank nochmal für den Beistand Passat |
Ach Passat Kombi, das tut mir echt leid! Ich bin gerade auf den Threat gestoßen. Wir haben seit Okt 11 ein ähnliches Problem mit meiner Schwiegermama. Wir hatten auch schon länger gemerkt, dass etwas nicht mehr stimmt. Vergammelte Lebensmittel im Kühlschrank, dreckiges Geschirr, alles unsauber, x-mal die gleichen Einkäufe in den Schränken. Kuchen in verschiedenen Schränken.......echt übel. Sie war auch überhaupt nicht zugänglich und immer gleich aggressiv. Wir nutzten einen Krankenhausaufenthalt (Sie bemerkte einen Gebärmuttertotalvorfall nicht und konnte weder Stuhlgang noch Wasserlassen kontrollieren) alles war total entzündet und ihr Allgemeinzustand wurde immer schlimmer und brachten sie ins KH über einen Hausbesuch) mit der Bitte auch auf Demenz zu testen, sie bekam noch eine stationäre REHA danach. Es war eine anstrengende Zeit, dass kann ich Dir sagen! Sie weigerte sich im Anschluss in die Tagespflege zu gehen, wir hatten alles organisiert,sie hatte es zugesagt und sie saß da wie ein trotziges Kind mit geballten Fäusten und schrie: I mog net! Wir haben dann beim Amtsgericht eine Betreuung beantragt. Die waren dort sehr nett. Sie bekam eine Vorladung zum Neurologen. Wenn sie dort nicht erschienen wäre, wäre sie quasi gezwungen worden. Sie wollte ja auch noch Auto fahren. Mein Mann und ich haben ihr den Schlüssel abgenommen und sie war so uneinsichtig und bösartig, trotzdem haben wir sie überreden können, dass sie täglich zum Essen zu uns kommt (500m)........... Den Führerschein haben wir über die Führerscheinstelle entziehen lassen können, weil ich als Betreuer dies mit einem Attest beantragen konnte. Nervenarbeit und schwer zum aushalten. Die OP die gemacht wurde war für den Ar.... weil sie hat sich an keine Anweisungen gehalten......so musste sie wieder operriert werden, weil alles unten raushing was so drin war....die Ärztin operierte sie nur mit der Auflage, dass sie dann in die Tagespflege geht bis mindestens Weihnachten. Inzwischen liebt sie es dort hin zu gehen und ich muss sie nur noch täglich hinfahren und holen im Haushalt schaun und aus dem Kühlschrank die Leichen entsorgen und am Wochenende holen wir sie mittags zum Essen zu uns. In der früh kommt der Pflegedienst, der schaut ob alles o.K. ist und bekommt eine Demenztablette. Eigentlich sollte der Pflegedienst auch beim Waschen helfen, aber unsere Oma zieht sich lieber schnell an und sagt, sie hat alles schon gemacht....so müffelt sie und hatt ungepflegte Haare, aber es gibt schlimmeres. Ich hoffe Ihr habt Glück und er findet gefallen am Heim. Informiert Euch was es noch für Mögllichkeiten gibt, sollte er nicht bleiben! Wenn er noch einigermaßen fit ist wäre vll auch eine Tagespflege kombiniert mit ambulantem Pflegedienst etwas. Letztens hat sie um 4.00 in der früh Schnee geschoben, weil sie dachte es ist Nachmittag, echt beängstigend. Ich wünsch Euch viel Kraft!!! |
Danke gerti, aber ich denke, es wäre besser er würde da bleiben. Zu Hause ist die Toilette viiiiieeel zu klein, da kann ich mich nicht drin umdrehen und ich wiege 55kg bei 1,67m ! Ausserdem kann er ja jetzt nicht mehr laufen und mit dem Rollstuhl kann er auch nicht fahren, da er ja halbseitig gelähmt ist. Es ist traurig, aber ich (wir alle) denken, daß es für ihn besser ist , weil eben da auch nachts jemand ist. Vielen Dank für eure lieben Wünsche ! LG Passat |
Ich bin ziemlich überrascht - das ging ja erstaunlich gut mit dem Ortswechsel. Natürlich wird es Zeiten geben, in denen er wieder da raus will - so etwas kommt zwangsläufig irgendwann, selbst bei dem vernünftigsten Senior. Wie er dann damit umgeht, werdet ihr dann sehen, es lohnt nicht sich jetzt schon Gedanken darüber zu machen. Wichtig für euch jetzt: Da kommt viel an Schriftkram! Heimpflegenotwendigkeit bescheinigen lassen etc. und die Finanzierung des Heimes in Absprache mit den engen Angehörigen sicherstellen, soweit der Betreuer noch nicht bestellt ist. Ich hoffe für euch dass das schnell geht mit der Bestellung, damit ihr nicht noch Stress mit den entfernter wohnenden Angehörigen bekommt - aus der Ferne beurteilt manche die Situation ein wenig anders als wenn er selbst drin steckt. |
hmm, ich kann dich wenigstens im ansatz verstehen. meine oma war schwer krank und meine mama hat sie jahrelang gepflegt. da meine großeltern bei uns mit gewohnt haben habe ich das natürlich alles mitbekommen. irgendwann hat sie dann auch an demenz gelitten, allerdings ging das bei ihr dann alles recht schnell. sie hat ihre kaffeetasse auf den herd gestellt um kaffee zu kochen (die tasse war leer). kurz danach musste sie ins krankenhaus. da hat es sich dann zugespitzt. an dem einen tag war ich noch ein kleines kind, am nächsten tag war ich verheiratet und sie hat nach ihrem urenkel gefragt. wir waren völlig überfordert mit der situation. sie hatte ein sauerstoffgerät, das über die nase läuft, das hat sie sich nachts immer rausgerissen. irgendwann hat sie gesagt, dass sie das macht, weil sie nicht mehr kann und möchte. kurz danach ist sie gestorben, weil sie eine harnwegsinfektion dazubekommen hat. ich hoffe, bei dir läuft das nicht so ab und ich drücke dir die daumen, dass dein opa noch ein gutes leben im altersheim haben wird. ich wünsche dir ganz viel kraft! |
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