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AW: JapanNa, das ist ja mal richtig interessant hier! ;-) Jinro hat doch schon ganz wichtige Zusammenhänge erklärt. Ich sehe keinen Bedarf für eine Verschwörungstheorie gegen neue Energietechniken. Kernkraft ist heute noch ein Bestandteil unseres Energiemix, aber ich glaube, das wird nicht für immer so sein. Aber wenn heute jemand vorschlägt, die CO2 Emissionen zu vervielfachen, um Kernkraft auszuschalten, dann würden ihm auch einige 'Grüne' aufs Dach steigen. Die Regenerativen Energien sind voll im Kommen und eine riesige Zukunftchance- auch und gerade wirtschaftlich. Aber man darf nicht nur in soundsoviel kWh denken, sondern auch an die Infrastruktur. Also wann und wo habe ich Strom? Und da sind Sonne und Wind launisch, lassen uns gerne mal im Stich und es fehlt bisher an Speichertechniken für den Kapazitätsausgleich. Aber, wie gesagt, auf Hochtouren... ;-) Für die Jüngeren unter uns und die nicht naturwissenschaftlich Ambitionierten: bisher ist die ÄUSSERE HÜLLE in zwei Blöcken von Fukushima explodiert, nicht der Reaktorkern. Die äußere Hülle ist erstmal nicht so wichtig und die entwichene Strahlung (z.B. 400x Normalbelastung) halte ich für verhältnismäßig unkritisch. Natürlich evakuieren usw, aber keine weltweite Panik. Etwas schockiert bin ich doch, dass die Siedewasserreaktoren trotz des fehlenden Wassers fast am Durchgehen sind, denn eigentlich brauchen sie das Wasser zur 'Modulation', also für ihren Betrieb. Ebenfalls schockiert bin ich über die Fragilität der Notstromversorgung. - dennoch, wenn ich es einem Land zutraue, diese Situation unter Kontrolle zu bekommen, dann Japan. Aber der Rest, die apokalyptische Zerstörung und das unvorstellbare Leid der Menschen raubt mir die Worte... :-( Schokohase
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AW: JapanDem kann ich mich so anschließen. Vielleicht eine Ergänzung zur Notstromversorgung, dazu kann man zur Zeit an verschiedenen Quellen unterschiedliche Infos bekommen. Zum einen soll durch die dezentrale Ausrichtung der Sicherungssysteme ein Teil der Anlage nicht ausreichend gegen den Tsunami gesichert gewesen sein. Lagen wohl baulich zu tief und wurden weggespühlt. Zum anderen gab es wohl Inkompatibilitäten zwischen Anschlussmöglichkeiten für externe Generatoren und den angelieferten Hilfsgeneratoren. Das ist halt wirklich blöd, wenn der Stecker nicht passt.
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AW: JapanZitat:
Landau ist nicht aussagekräftig, da sind Fehler passiert, es muss selbstverständlich mit größter Sorgfalt an den geplanten Standorten gemessen werden, bzw Probebohrungen gemacht werden. Geothermie ist nur eines von vielen Beispielen. Ich spreche von einer auf die jeweiligen Regionen bezogene Energiemischung.
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AW: JapanZitat:
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AW: JapanDas ist jetzt wirklich off topic und ich will auch niemanden angreifen, das ist mir nur in letzter Zeit bei der deutschen Berichterstattung aufgefallen: Was mich an allen Diskussionen nervt ist, dass nur noch über die Reaktoren berichtet wird und das zum Politikum in Deutschland gemacht wird. Ein Land hat gerade ein wahnsinniges Leid erfahren, tausende von Menschen stehen vor dem Nichts und wir können im Angesicht dieses unfassbaren Elends nicht mal kurz innehalten und den Toten und Leidenden Respekt zollen.
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AW: JapanZitat:
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AW: Japanja das mit den lybischen Rebellen hab ich mir auch schon gedacht. Denkbar ungünstige Zeit... Normal bin ich Medien gegenüber nicht so kritisch eingestellt, aber bei solchen 'Großereignissen' muss ich öfter mal tief durchatmen.
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AW: JapanZitat:
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AW: Japan Da stimme ich völlig zu. Da sind wir Zeitzeugen von gewaltigen Umbrüchen, soviel gebe es darüber zu berichten und wird so überschattet, zwar von zugegebenermassen dramatischen Dingen. Trotzdem hätte ich eigentlich auch gerne eine ausgewogenere Berichterstattung.
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AW: Japanich komme nicht mehr ganz mit. Könntest du vielleicht mal dein google Ergebnis posten? Ich kenne zB Listen der Bruttostromerzeugung. Diese Listen findet man zB auch bei Wikipedia und sie geben an, wieviel Stromleistung in Deutschland durch Kraftwerke bereitgestellt wird. Die Nettostromerzeugung gibt an wieviel Strom nach Abzug des Eigenverbrauchs der Kraftwerke erzeugt wurde. ich schätze also einfach mal, das Yuno Stromerzeugung und verbrauch verwechselt hat bei ihrer Frage. Denn den Verbrauch kann man nicht direkt nach Stromsorte aufschlüsseln. Beispiel Solarstrom. Ich bestelle bei Anbieter X meinen Solarstrom. Ich zahle dann für meine 3.500 KW/h den Preis X und stelle damit sicher, dass mein Anbieter 3.500 KW/h einspeist in das Stromnetz. Bekommen tue ich allerdings nicht die 3.500 von mir bezahlten Kilowattstunden, sondern den vom Kohlkraftwerk nebenan eingespeisten Strom. Ganz einfach weil es nicht möglich ist einmal eingespeisten Strom irgendwie zu leiten. Wie soll man also mehr messen als die pure Einleitung, also die pure Stromerzeugung? Geht nicht. Ob wir den Strom jetzt aber selbst verbrauchen, oder wegen eines Engpasses mal eben nach Italien umleiten lässt sich nur in der Finanzbilanzierung nachweisen, nicht nach Sorte rein nach Menge.
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AW: Japan Na wenigstens darüber sind wir uns einig, nichts Anderes als flexibel, nach regionalem Angebot und dezentral meinte ich. On demand Lösungen werden, nicht nur im kleineren Rahmen, z. B. Hausintern, erreichbarer wenn man ein geeignetes Speichermedium entwickelt hat. Dazu gibt es leider noch nichts wirklich Ausgereiftes, bzw im Moment alles noch zu teuer. Wenn die Autoindustrie einsteigt und es um große Stückzahlen geht, wird sich das ändern.
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AW: JapanZitat:
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AW: JapanZitat:
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AW: JapanDie Bewertung Atomkraft sei die gefährlichste Energieform ist Ansichtssache und kann wissenschaftlich nicht belegt werden. Es ist eine politische Entscheidung Atomkraft so zu kennzeichnen, denn in die Bewertung geht zwangsläufig der Wert eines Menschenlebens ein. Das kann Wissenschaft nicht leisten, es ist eine Abwägung einer potentiellen Gefahr gegen tatsächlichen Nutzen. Es liegt also ein Bewertungsschlüssel darin, wie sehr man auf technische Richtlinien vertraut. Die Standards zur Absicherung von Stromkreisläufen in Deutschland ist zB. höher als in Japan. Druckwasserreaktoren sind durch den geschlossenen Kreislauf wesentlich sicherer als Siedewasserreaktoren usw. Schon aus dem Grund würde ich Atomkraft als Ganzes nicht ächten oder verurteilen. Man kann keine Sicherheit durch wissenschaftliche Erkenntnisse verlangen, wenn man sich wie auch immer geartete Denkverbote auferlegt. Neutral oder positiv bewertete Projekte werden erfahrungsgemäß wesentlich schneller weiterentwickelt. Die Endlagerproblematik ist dazu relativ unabhängig von der Laufzeit der Atomkraftwerke. Selbst mit einer sofortigen Abschaltung haben wir schon Müll produziert, der gelagert werden muss. Es dürfen also auch mal süddeutsche Ministerpräsidenten ihren Hintern bewegen und Prüfungen in ihren "Territorien" zulassen. Hat man ein passendes Endlager ist die Müllmenge nachrangig. Man muss eh mehr Platz vorsehen als benötigt wird.
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