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Jinro 03.03.2011 13:35

AW: Deutsche Sprache-schwere Sprache?
 
Zitat:

Zitat von ondeia (Beitrag 139116)
Na ja, komm, dass Rechtschreibschwäche nicht mit Lepra gleichzusetzen ist, das haben die Leute hier sicherlich alle geschnallt. Wir sind hier doch nicht bei Dr. House. :D

Hat damit nix zu tun. Du glaubst gar nicht wieviele Kinder in der Schule gemobbt werden, wenn jemandem am falschen Ort mal rausrutscht LRS sei eine Krankheit. Deswegen sollte man sich erst gar nicht so ausdrücken. "Meine Mama hat gesagt du bist krank" wirkt wie ein Tritt in den Magen und ist alles andere als zielführend.

ondeia 03.03.2011 13:39

AW: Deutsche Sprache-schwere Sprache?
 
Zitat:

Zitat von Jinro (Beitrag 139120)
Hat damit nix zu tun. Du glaubst gar nicht wieviele Kinder in der Schule gemobbt werden, wenn jemandem am falschen Ort mal rausrutscht LRS sei eine Krankheit. Deswegen sollte man sich erst gar nicht so ausdrücken. "Meine Mama hat gesagt du bist krank" wirkt wie ein Tritt in den Magen und ist alles andere als zielführend.

Doch, weiß ich, ich habe mal selbst unterrichtet, am Gymnasium und an der Realschule.

Jinro 03.03.2011 13:52

AW: Deutsche Sprache-schwere Sprache?
 
Dann sollte doch klar sein, warum ich das oben eingeworfen hab. Je mehr Eltern Kenntnis von Lernschwächen haben oder zumindest den Gedanken im Hinterkopf, dass es so etwas gibt, um so leichter haben es die Kinder. Das betrifft das Erkennen, als auch den Umgang mit Schwächen. Wenn es um korrekte Rechtschreibung geht gibt es doch nur drei Hauptfaktoren: Nachlässigkeit, Unwissenheit oder eine Schwäche. Und bei letzterem besteht meist die größte Unsicherheit, daher mein Hinweis.

ondeia 03.03.2011 14:55

AW: Deutsche Sprache-schwere Sprache?
 
Zitat:

Zitat von Jinro (Beitrag 139125)
Dann sollte doch klar sein, warum ich das oben eingeworfen hab. Je mehr Eltern Kenntnis von Lernschwächen haben oder zumindest den Gedanken im Hinterkopf, dass es so etwas gibt, um so leichter haben es die Kinder. Das betrifft das Erkennen, als auch den Umgang mit Schwächen. Wenn es um korrekte Rechtschreibung geht gibt es doch nur drei Hauptfaktoren: Nachlässigkeit, Unwissenheit oder eine Schwäche. Und bei letzterem besteht meist die größte Unsicherheit, daher mein Hinweis.

Dir ist aber auch klar, dass das Wort "Krankheit" hier nicht unbedingt aus schierer Unwissenheit um den Unterschied zwischen Krankheit im pathologischen Sinne und einer "lediglichen" Störung gefallen ist, sondern weil manche Leute auch "Zuckerkrankheit" statt "Diabetes mellitus" sagen. Und wo ist letztendlich, aus der Perspektive des Kindes gesehen, tatsächlich der Unterschied, ob ein anderes Kind zu ihm sagt, dass es

a) krank ist
b) eine Störung hat (Hey, der Hannes ist ja gestört. Haha, lustig)?

Ist die Bezeichnung "gestört" als ein weitaus weniger aggressiver Affront zu verstehen als die Bezeichnung "krank"? Für mich ist der Unterschied in der Praxis sehr gering und wenn ich auf den Pausenhof gehe und die Kinder belehre, dass die kleine Eva eine Störung und keine Krankheit hat, dann lachen die mich aus.

Das ist eine Diskussion, bei der es nicht um das Problem an sich geht, sondern um akademische Nomenklaturen und Terminologie. Sorry, nicht persönlich nehmen, aber den Kiddies an den Schulen ist es völlig wurst, ob klein Johannes krank oder gestört ist und das löst auch das Problem nicht. Genauso wenig löst es das Problem, dass hier manche Leute die Rechtschreibung nicht beherrschen.

Des Weiteren ist es auch nichts Neues, wenn jemand sagt, dass Rechtschreibschwäche drei Hauptursachen haben kann. Das wissen die betroffenen Eltern dann in den meisten Fällen auch, insofern die Synapsen im Blumenkohl richtig verschaltet sind :D Wenn nicht, dann ist klar, warum das Kind eine "Störung hat" :D

Daher verstehe ich den Hinweis nicht wirklich, aber ich will hier auch nicht zu einem Streitgespräch .ä. aufrufen. Du hattest sicher deine Gründe und gut ist.;) Beste Grüße!

Jinro 03.03.2011 15:27

AW: Deutsche Sprache-schwere Sprache?
 
Vollkommen richtig, es geht um korrekte Nomenklatur. Kinder können nur weitergeben bzw. mit dem arbeiten, was sie vorher durch Betroffene, Eltern oder Lehrer erfahren haben. Also gibt man genau denen korrekte Begriffe an die Hand, denn nur so kommen sie an verlässliche Informationen oder deren Quelle. Ich finde es nur wichtig die richtigen Begriffe auszustreuen damit Interessierte damit weiterarbeiten können, bzw. keine leichtfertigen Fehler machen, wenn sie damit in Berührung kommen.

In Bezug auf Kaninchen wird auf solche Umstände hier im Forum sehr genau geachtet. Da wird das Wort "Käfig" sofort hinterfragt, um auf alle damit zusammenhängenden Umstände und Probleme hinweisen zu können. Ich hab einfach das gleiche im Offtopic zum Randthema LRS in einem Rechtschreibthread getan - ohne Hintergedanken eine Diskussion anzuzetteln. ;)

ondeia 03.03.2011 17:24

AW: Deutsche Sprache-schwere Sprache?
 
Nun gut, chacun pour soi et Dieu pour tous, nicht wahr. Dann will ich mal schwer hoffen, dass wir den Usern hier bei ihrer Doktorarbeit behilflich waren und sie fortan terminologisch differenzieren, um künftige Fauxpas oder dergleichen gänzlich zu vermeiden. :D

Jinro 03.03.2011 17:31

AW: Deutsche Sprache-schwere Sprache?
 
Jedem das Seine und Gott für uns alle? Hatte nur 3 Jahre Französisch und kein sonderlich gesteigertes Interesse daran.

ondeia 03.03.2011 17:36

AW: Deutsche Sprache-schwere Sprache?
 
Zitat:

Zitat von Jinro (Beitrag 139185)
Jedem das Seine und Gott für uns alle? Hatte nur 3 Jahre Französisch und kein sonderlich gesteigertes Interesse daran.

Macht nichts. Mein Mann mag´s auch nicht sonderlich.


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