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DetroitS 03.05.2010 10:35

Außengehege
 
Hallo,

ich bin noch am rätseln, ob ich ein Außen- oder Innengehege bauen soll. Wir wohnen in der Nähe eines Waldes/Flusses und haben eine hohe Luftfeuchtigkeit nachts. Würdet ihr von einer Außenhaltung abraten? Ich habe ein wenig Angst, dass die beiden sich erkälten/ krank werden.

Lupine 03.05.2010 11:18

AW: Außengehege
 
Nein, ich würde niemals von einer Außenhaltung abraten. Hohe Luftfeuchtigkeit gibt es im Grunde überall, jedes Gewitter und jeder Regenguss sorgen dafür. Wir haben ein Außenhygrometer, und das zeigt oft hohe Werte an. Unseren Nins macht das nicht im geringsten etwas aus.

Voraussetzung dafür ist allerdings, dass das Gehege artgerecht und gut strukturiert ist, und trockene Sitzplätze zur Verfügung stellt. Ist die Luftfeuchtigkeit hoch, muss man sorgfältiger und öfter ausmisten und neu trocken einstreuen, dann ist es in Ordnung so. Eine isolierte Hütte schafft im Winter einen Rückzugsraum in dem es nicht zu kalt ist, für den Sommer sind Schattenplätze extrem wichtig.

Sehr wichtig ist darüber hinaus auch ausreichend Platz. Ein Außengehege darf niemals unter 6 qm Grundfläche haben, auch nicht bei 2 Zwergnins. Notfalls kannst du auf 6 qm bis zu 3 Zwerge unterbringen, aber größer ist immer besser. 2 - 3 qm pro Fellnase sollten es sein.

Die Absicherung gegen Fressfeinde ist ein weiteres Thema was bedacht werden muss, gerade auch in Nähe eines Waldes.

Wenn du aber das Gehege gut strukturierst, es ausreichend groß baust und täglich die Streu daraufhin kontrollierst ob sie noch trocken genug ist, werden deine Nins von der Außenhaltung sehr profitieren. Sie ist eindeutig durch die Witterungseinflüsse immunstärkend und gesund - und Atemwegserkrankungen treten in Innenhaltung öfter auf als in Außenhaltung, weil sich in Außenhaltung viele Schadstoffe in der Luft (z. B. Ammoniak aus dem Kaninchenpipi) sprichwörtlich in Luft auflösen, in Innenhaltung fehlt die Durchlüftung zum Teil, so dass die Konzentration der Stoffe viel höher ist.

DetroitS 03.05.2010 11:29

AW: Außengehege
 
Ja ich werde wenn dann ein Gehege bauen, dass stabil in alle Richtungen ist um die Vögel abzuhalten. GGf. müssen noch weitere Schutzeinrichtungen gebaut werden. Da werde ich bestimmt was finden.

Wir würden die Tiere auf unserem Balkon unterbringen. Der ist groß und mit Sichtschutz versehen. Für den Sommer gibt es eine Markise die zusätzlichen Sonnenschutz bieten würde. Das Gehege würde ich in Regenzeiten mit Folie oder einer Plexiglasplatte oben zudecken,damit kein Regen reinkommt. Seitlich würde ich es für frische Atemluft offen lassen.

Die Luftfeuchtigkeit nachts sorgt dafür, dass es immer sehr "frisch" bis kalt wird. Aber wenn du sagst, dass es grundsätzlich nichts ausmachen sollte, dann werde ich wohl den Balkon "umbauen" ;) Eine Kontrolle der Futter, Streu und Heu Vorräte findet eh täglich statt, das sollte kein Problem darstellen. Im Sommer ist das für die beiden sicherlich ein Genuss auf unserem Balkon. Im Winter könnte man sie ja notfalls bei zu niedriger Temperatur in der Wohnung unterbringen.

Lupine 03.05.2010 11:35

AW: Außengehege
 
Warum? Ich meine im Winter reinholen? Das täte ihnen nicht wirklich gut. Meine wohnen auch bei - 19 Grad draußen, und hocken seelenruhig mitten im Gehege rum, obwohl sie eine isolierte Hütte haben. Sie entwickeln ein unglaubliches Winterfell (macht viel Spaß beim Streicheln ;)) und mit entsprechend energiereicher Fütterung kommen sie prima zurecht.

Voll abdecken musst du das Gehege nicht - würde ich auch nicht machen. Die Gefahr dass sich Wärme darunter staut wäre ziemlich hoch, im Sommer ist das dann vielleicht ein ernsthaftes Problem. Meine "duschen" auch gerne mal in leichtem Sommerregen. Sie müssen nur trockene Plätze haben wenn sie das möchten.

Nicht nur die Vögel sind eine große Gefahr - Marder gehen senkrechte Hauswände hoch, die sind ordentliche Kletterkünstler :( Bau also ein ausreichend mardersicheres Gehege, damit du nicht irgendwann eine sehr unschöne Überraschung erlebst.


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