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ttex 13.08.2018 22:38

Maschenweite für Gehge/Tagesauslauf
 
Hallo!

Ich bin neu hier und gerade dabei für die Kaninchen unserer Tochter hoffentlich geeignete Lebensbedingungen zu schaffen.

Neben Stall und permanent verfügbarem Auslauf in den üblicherweise empfohlenen Größen möchte ich auch ein etwas größeres Stück der Wiese (30-50qm) einzäunen. So dass die kleinen dort Tagsüber unter Aufsicht auch mal etwas mehr Platz haben.

Die sonst empfohlenen Größen zur Maschenweite der Drahtgitter beziehen sich ja meist auf die Sicherheit vor Mardern u.ä. Hier geht's aber rein darum, dass die Kaninchen nicht flüchten können.
Ich hatte schon an so Stabmatten-Zaunelemente gedacht. Aber wie breit darf der Abstand der Stäbe maximal sein? Besteht evtl. die Gefahr dass die Tiere mit dem Kopf steckenbleiben? Oder kommen die generell wo sie reinkommen auch wieder raus?

Vielen Dank und viele Grüße!!!

janh 14.08.2018 01:02

Zitat:

Zitat von ttex (Beitrag 1107451)
Besteht evtl. die Gefahr dass die Tiere mit dem Kopf steckenbleiben?

Ja,die Gefahr besteht durchaus.Und wenn es ganz dumm läuft und ein Ninchen mit dem Kopf im Draht stecken bleibt und dann Panik bekommt,kann es sich selbst das Rückgrat brechen.
Wie groß die Drahtmaschen sein dürfen,hängt auch von der Größe der Ninchen ab.Ein Zwergkaninchen oder ein Jungtier hat einen kleineren Kopf als ein Deutscher Riese.
Ich hatte zuletzt ausgewachsene Ninchen um die 3-4kg Gewicht.Da reichte ein normaler Maschendrahtzaun.Bei kleineren Tieren wäre die Maschengröße aber zu groß.
Du könntest statt der Stabmatten auch Holzrahmen mit normalem Sechseckdraht beziehen oder fertige Gitterelemente nehmen.Sie müssen nur hoch genug sein,dass die Ninchen nicht einfach drüber hüpfen können.
Und bei so einem Tagesauslauf würde ich die Ninchen auch nicht längere Zeit unbeaufsichtigt lassen.

ttex 14.08.2018 07:27

Vielen Dank für die Antwort!

Hm, da werde ich vielleicht doch einfach so billige Holzzaunelemente aus dem Baumarkt verwenden und noch Drahtgitter dahinter nageln.

Irgendwie kann ich mir gar nicht wirklich vorstellen, dass die Kaninchen so stecken bleiben können. In freier Wildbahn gibts doch auch immer wieder mal irgendwo ein Loch wo die vielleicht durch wollen.... Aber egal, lieber kein Risiko eingehen.

Viele Grüße!

Kaninchenherz28 14.08.2018 23:26

Oh doch, leider kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass sie stecken bleiben können.

Sommer, Kaninchen im Tagesauslauf im Garten mit Gitterstababstand von 3,5cm für 1,2 kg Zwergkanininchen. Plötzlich springt der junge und sehr verspielte Nachbarskater aus dem Gebüsch. Snoopy rennt in Panik gegen das Gitter und bleibt mit dem Kopf stecken. Er schreit wie verrückt und versucht sich zu befreien, schafft es aber nicht. Unsere Nachbarin muss die Gitterstäbe auseinanderbiegen, um ihn zu befreien.

So eine Erfahrung wünsche ich echt keinem. Also lieber zu enges als zu weites Gitter. Für Zwerge maximal 3cm, für größere Kaninchen kann es ein bisschen größer sein.

maximus 15.08.2018 18:12

Wir haben im Nachtgehege anständigen Volierendraht und tagsüber sind die Ninchen im ganzen Garten unbeaufsichtigt unterwegs. Dieser ist mit einem Stabgitterzaun eingezäunt und mit Hecke umrandet.
Natürlich kann theoretisch etwas passieren. Aber mir geht da die Freiheit der Bande über die Sicherheit.
Anders wäre es weder schön noch machbar.
Meine Ninchen haben allerdings eine Größe von 2-3,4 kg. Der Kopf passt, glaube ich, nicht durch den Zaun.
Wenn sie wollten könnten sie aber über den Zaun von 1m springen.
Aber ich baue mir sicher kein Hochsicherheitstrakt.

ttex 15.08.2018 18:34

Zitat:

Zitat von maximus (Beitrag 1107773)
Wenn sie wollten könnten sie aber über den Zaun von 1m springen.
Aber ich baue mir sicher kein Hochsicherheitstrakt.

Ja, das klingt auch vernünftig.
Aber da müssen wir wohl erst noch eigene Erfahrungen sammeln.
Ist sicher auch nicht jedes Kaninchen gleich.

Diabi 17.08.2018 09:06

Zitat:

Zitat von janh (Beitrag 1107459)
Du könntest statt der Stabmatten auch Holzrahmen mit normalem Sechseckdraht beziehen.

Besser nicht, wenn Du größere Nins besitzen solltest. :hand:

Unsere Riesenschecken haben den Sechseckdraht einfach von den Holzrahmen abgezogen :willy_nilly: und sind dann, natürlich gefolgt von sämtlichen anderen breit grinsenden Langohren, vergnügt durch den restlichen Garten gestromert - gottseidank (wenn ich an die nahe Straße denke...) oder leider Gottes (wenn ich an das arme Feigenbäumchen denke...) gab´s dort genug zu fressen, so dass die Bande gleich wieder eingesammelt werden konnte, und bis dann alle Rahmen mit Volierendraht bezogen waren, gab´s erst mal Gehegearrest....

Das war dann auch der beste Beweis, dass Kaninchen gar nicht so vergesslich sind, wie oftmals behauptet wird: sie sind noch wochenlang, kaum war die Gehegetür offen, als erstes zu den Stellen gelaufen, durch die sie die große, weite Welt betreten hatten und haben eifrigst inspiziert, ob wir nicht doch irgendwo eine Lücke gelassen hatten... :rolleyes5:

ttex 17.08.2018 09:22

Also im Baumarkt habe ich so Estrich-Armierungsmatten gefunden. Die haben zwar 50mm Maschenweite, aber wenn man zwei davon nimmt und um die hälfte Versetzt, wären das 25mm. Das wäre ja sicher in Ordnung. Ich finde 3,5, bzw. dann 7 € pro qm ganz ok!
Um damit einen vorhandenen Zaun abzusichern finde ich das eigentlich ideal. Die kann man dann auch gleich noch etwas eingraben.


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